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Du befindest Dich in der Rubrik AVANTGARDE CDs. Hier gibt es Infos zu einigen Avantgarde Alben, die 2016 veröffentlicht worden sind. Hier sind Infos zu den Alben “Palace” von ZON, “Hazel” von AETHENOR, “Partners” von PETER BRODERICK, “The Crux Of The Biscuit” von FRANK ZAPPA, “Oorchestrales” von ELISE CARON aus Frankreich, “Plays The Music Of Twin Peaks” von XIU XIU, “Love Streams” von TIM HECKER aus Kanada, “Witriumte” von ONMENS aus Belgien, “Steamroom 26” von JIM O’ROURKE, “Architecture Of Language, 1979-1982” von PERE UBU, “Live In Europe” von RUSCONI & FRED FRITH und dem Debüt Album von NYSS aus Frankreich.

Avantgarde 2016

Neue Avantgarde CDs

Verzeichnis

Startseite

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ZON “PALACE”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Zon - Palace

TRACKLISTING:

01.  Palace
02.  Kompt
03.  M21
04.  Polypod
05.  MTM
06.  Barat
07.  Shutter
08.  Void
09.  5.3.1901 (Palace Recomposed)

Label: Magazine Records
Web: http://www.magazine.mu/

AVANTGARDE

Für Fans von:  Buckethead - Steve Reich - Can - John 5 - Material

USA

Am Anfang bis ich für ein paar Sekunden ratlos. Der Name ZON sagt mir erst mal gar nichts, das erste Stück dröhnt elektronisch, wird aber von bodenständigen harten Gitarrenriffs unterlegt. Electro Industrial? Nach und nach erkenne ich einen roten Faden, der mich irgendwo in die Sphäre von „Buckethead“, „Steve Vai“ und Konsorten führt und dann klärt es sich auch schnell auf beim Lesen der Infos. Phillip Tielsch (von der deutschen Electro-Punk Band “Von Spar”) und Mario Katz sind Gitarristen/Bassisten und sie haben sich verabredet zur lockeren Aufnahmesession, um instrumentale Heavy Metal Musik neu zu definieren und dabei ist das instrumentale Monster „Zon“ herausgekommen. Einen ausgefuchsten Genre-Schlagzeuger haben sie ebenfalls rekrutiert, nämlich den ehemaligen „Helmet“-Drummer John Stanier. Der Drummer ist aktuell in der Band “Cologne Tape” beschäftigt und von dort kommt auch der Gitarrist Jens-Uwe Beyer, der hier im ersten Stück “palace” mitwirkt. Progressive Heavy Rock Musik für Kenner und vor allem für die Freunde der Saitenfraktion. „M21“ hämmert metallische Grooves in die Großhirnrinde und dazu grollt eine übelst gelaunte Kirchenbimmel mit gutturalem Glockensound – geiles Stück und unendlich schade, dass es nur 02:22 Minuten geworden sind. In der Kürze liegt die Würze, sagt sich auch „Polypod“ mit 80sekündigem Intermezzo, „MTM“ gibt sich kosmonautisch-space-rockig und ambient, während die restlichen drei Kurzgeschichten die metallisch angehauchte Seele mit pulsierender Virtuosität durchkneten.

5.3.1901 (Palace Recomposed)“ dagegen ist ein 26minütiges Experimentalabenteuer, das überwiegend auf den harten Riffrock der ersten 8 Tracks verzichtet und abtaucht in die abgrundtiefe Düsterkeit der 60er Jahre Electronic, dabei auch ein paar bereits gehörte Elemente verarbeitet und sich aber, wie es der Titel schon verrät, komplett neu aufstellt mit dem Verzicht auf vordergründiges Spektakel und dafür berauschende ambiente Avantgarde Psychedelic atmet. Nichtsdestotrotz ist das hier auf höchstem Level Dargebotene sehr unterhaltsam.

VÖ: 07.10.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: https://soundcloud.com/magazine-records/magazine-15-zon-crato-531901-snippet

TOURDATEN

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Æthenor “HAZEL”        Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

AVANTGARDE

Für Fans von:  Ulver - School Of Velocity - Jesters - Mothlite

ENGLAND / USA

Æthenor sind die Musiker Kristoffer Rygg, Stephen O'Malley, Steve Noble und Daniel O’Sullivan, die sich neben ihren hauptberuflichen Aktivitäten in den Projekten SUNN0)), Ulver und (man höre & staune, die gibt es immer noch!) Rip Rig & Panic ab und zu in diesem 2005 zusammengestellten Gemeinschaftsprojekt vergnügen, um ihren Vorlieben zu spontan inszinierten Experimentalorgien zu frönen. Wem die Musik auf Pink Floyd’s Kultalbum “Umma Gumma” gefallen hat (1968), der sollte einen Hörgang wagen. Die Musik ist während der 2010er Italien-Tour auf der Bühne komponiert und vor einem Jahr neu abgemischt und mit einem Mastering-Feinschliff versehen worden und steht jetzt zur Verfügung auf “Hazel”. Songstrukturen sind nicht erkennbar, Melodien zirpen - falls vorhanden - irgendwo schüchtern im Hintergrund, der Löwenanteil sind spontan gespielte Fragmente, wie sie den Musikern beim Zusammenspiel gerade einfielen.

AEthenor - Hazel

VÖ: 26.08.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: https://aethenor.bandcamp.com/https://soundcloud.com/vhfrecords

TOURDATEN

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PETER BRODERICK “PARTNERS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Peter Broderick - Partners

PETER BRODERICK ist einer der Musiker, die sich schwerlich in eine einzige musikalische Schublade stecken lassen. Während er sich bei seinen Aktivitäten für die dänische Indie Pop Rock Band “Elterklang” noch im radiofreundlichen consumertauglichen Metier herumtreibt, gibt er sich auf seinen Solo Veröffentlichungen meist introvertiert und undurchsichtig wie es jetzt wieder auf dem Mini Album “Partners” zu hören ist. Experimenteller Minimalismus trifft auf verwegene Melodienvielfalt, die spontan erinnert an die avantgardistischen Abenteuer des Kultmusikers John Cage, dessen reduzierte Spieltechniken er sich hier zu eigen gemacht hat. Mit “In A Landscape” hat er sich denn auch eine der bekannteren Cage-Kompositionen vorgenommen. Eine Herausforderung für Mainstream-Musik-Fans!

Genre: Avantgarde (Piano Solo)

TRACKLISTING:

01.  Partners
02.  In A Landscape
03.  Carried
04.  Under The Bridge
05.  Conspiraling
06.  Up Niek Mountain
07.  Sometimes

Label: Erased Taped Records
Web: www.erasedtapes.com

Herkunft: USA (Oregon)

VÖ: 19.08.16

Label: Erased Taped Records

Tourdaten

Biographische Infos:

* 20. Januar 1987

Kaufempfehlung:

KKKKKKKKKK

Web: https://peterbroderick1.bandcamp.com/album/partners  & http://www.peterbroderick.net/

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FRANK ZAPPA “THE CRUX OF THE BISCUIT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Frank Zappa - The Crux Of The Biscuit

01.  Cosmik Debris
02.  Uncle Remus (Mix Outtake)
03.  Down In De Dew (Alternate Mix)
04.  Apostrophe’ (Mix Outtake)
05.  The Story Of “Don’t Eat The Yellow Snow/
xxxxSt. Alphonzo’s Pancake Breakfast”
06.  Don’t Eat The Yellow Snow/
xxxxSt. Alphonzo’s Pancake Breakfast (Live)
07.  Excentrifugal Forz (Mix Outtake)
08.  Energy Frontier (Take 4)
09.  Energy Frontier (Take 6 with Overdubs)
10.  Energy Frontier (Bridge)
11.  Cosmik Debris (Basic Tracks - Take 3)
12.  Don’t Eat The Yellow Snow (Alternate Take)
13.  Nanook Rubs It (Basic Tracks - Outtake)
14.  Nanook Rubs It (Session Outtake)
15.  Frank’s Last Words

ROCK OLDIE

Für Fans von:  Buckethead - Bill Laswell - Adrian Belew - John 5

USA

<the mystery man came over and he said i’m outta sight - he said for a nominal service charge i could reach nirvana tonight> wer diese Zeilen hört und bekennender Fan ist, weiß sofort, in welchem Song er sich befindet. Wieder mal liegt ein FRANK ZAPPA Scheibchen vor mit verschollenen und bisher nicht veröffentlichten Psychedelic-Underground-Retro-wie-auch-immer-Schlagern des großen Meisters. Von “Cosmic Debris” gibt es hier eine Hammer-Version, die schon alleine den Kauf des Albums wert ist. Aufgenommen wurde der Take 1973 in den “Bolic Sound Studios” im kalifornischen Inglewood. Inhaber des Studios waren damals “Ike & Tina Turner” die Soul Sängerin hat es sich nicht nehmen lassen, ein paar der Backing Vocals selbst zu singen  -  diese Recording Session hatte es dann aber nicht auf das finale Album “Apostrophe” geschafft und wird jetzt endlich gewürdigt.

In der damaligen Band von FZ spielten natürlich u. a. George Duke (Keyboards), Bruce Fowler (Posaune), Ruth Underwood (Perkussion) und Tom Fowler (Bass), im bisher unveröffentlichten “Alternate Mix” von “Down In De Dew” sitzt der damalige “Everly Brothers”-Drummer Jim Gordon am Schlagzeug, FZ glänzt mit saustarker Gitarreneinlage, die später in den 80er Jahren ähnlich als “Frippertronics” erneut das Licht der Welt erblicken sollte. Schon damals ein kleiner Fingerzeig, welch großartiger Gitarrist der 1993 verstorbene Musiker schon in den 70er Jahren gewesen ist. Auch der 9minütige “Mix Outtake” des instrumentalen “Apostrophe” ist auch heute noch ein wundervolles Highlight für die Freunde der progressiven Gitarrenmusik.

Die Entstehung der Kompositionen “Don’t Eat The Yellow Snow” und “St. Alphonzo’s Pancake Breakfast” gibt es im Originalton von FZ als kurze Hörduku - es folgt eine 19minütige Konzertversion der beiden Stücke, in der wie beim viel kürzeren Original ebenfalls der französische Violinist Jean-Luc Ponty zu hören ist. Ein genialer Crossover Mix, der Avantgarde Rock, Salsa und Free Jazz miteinander kombiniert. Die drei bisher unveröffentlichten Studio Outtakes von “Energy Frontier” hätten auch sehr gut auf die frühen experimentelleren “Jethro Tull”-Alben gepasst, der Querflötist wird in den Album-Credits nur als “Unknown” angegeben, was wiederum den Raum für diverse Spekulationen offen lässt. Eventuell war damals sogar der englische “Ian Anderson” in den “Paramount Studios” zu Besuch gewesen, zumindest haben die britischen JT zum Zeitpunkt der “Apostrophe”-Recording Sessions in den “Electric Lady Studios” ein paar Konzerte in New York gespielt (die “A Passion Play”-Tournee), mit Jack Bruce hat auf jeden Fall ein britischer Landsmann den Bass gespielt. Auch interessant: Der instrumentale “Take 3” von “Cosmik Debris”, bei dem sich FZ nach Herzenlust auf seiner Gibson SG und dem von ihm damals hochfavorisierten Miniverstärker “Pignose” austobt. Die Gibson hatte er auch zwei Jahre später im Gepäck, als er sein 76er Album “Zoot Allures” während einer US-Show promotete. Das humorvolle Interview: https://youtu.be/kSPdg4yPwAg und wer immer noch davon ausgeht, dass ein gewisser “Eddie Van Halen” das sogenannte “Two Hand Tapping” erfunden hat, sollte sich einmal ein Blick ab Minute 06:13 gönnen!

Absolutes Must Have für jeden “Zappa”-Fan! Die 15 Stücke haben bereits über 40 Jahre auf dem Buckel und bestechen immer noch mit saugeilem Sound. Wer in die Materie “Zappa” einsteigen möchte, sollte sich auf jeden Fall ebenfalls das 1974er Kultalbum “Apostrophe” zum Vergleich besorgen! Noch besser ist es natürlich, mit dem 1966er “Freak Out!” zu beginnen und sich dann chronologisch hochzuarbeiten. Zappa 4ever!   Cooler Brother

VÖ: 15.07.16

Verfügbar: CD &  Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.zappa.com/  &  https://youtu.be/Dp6LT2MdaPI 

TOURDATEN

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ELISE CARON “ORCHESTRALES”       Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

CHANSON

Für Fans von: Camille Damais - Patricia Kaas - Christina Goh

FRANKREICH

Die französische Sängerin (und Schauspielerin) ELISA CARON wühlt in der komplexen Chanson Schublade, in der sich ab und an auch Patricia Kaas und die experimenteller ausgerichtete Camille (Damais) befinden. Kein easy-listening Stoff, sondern melancholische und sensible Balladen, bei denen sich die Sonne in ihr Schneckenhaus zurückzieht und  Wolken und Regen den Vortritt lässt. Vor ihrer Solokarriere hat Elisa Caron im “Orchestre national de jazz “ gespielt und in diese Jazz-Richtung tendieren auch einige der 14 Stücke. Die Anspieltipps sind: Der avantgardistische Auftakt “Les oizos lésés” mit quietschenden Violinen und filigranen Akkordeonfills, in “L’arbe haut die gelernte Pianistin selbst in die Tasten und duelliert sich mit umherhüpfenden Pizzicatos und das dramaturgisch kunstvoll gestrickte “Berceuse à l'enfant” dürfte sogar “Björk”-Fans gefallen.

Elise Caron - Orchestrales

VÖ: 24.06.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: https://youtu.be/90Z4nT1lBvk (Teaser) Label: http://www.letriton.com/

TOURDATEN

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XIU XIU “PLAYS THE MUSIC OF TWIN PEAKS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page   (ag)

AVANTGARDE

Für Fans von: Circuit des Yeux - Deerhoof - Pink Floyd (60er)

USA (KALIFORNIEN)

Die Experimentalfreaks von XIU XIU haben sich die Musik der TV-Kult-Serie “Twin Peaks” aus den 90er Jahren vorgenommen. Das melancholische Hauptthema ist schon von etlichen Dancefloor Produzenten zu tanztauglichen Remixes verarbeitet worden, jetzt erfährt es eine abenteuerliche Wiederaufstehung mit verstörender avantgardistischer Botschaft. Das aus Mastermind und Gründer Jamie Stewart sowie Angela Seo und Shayna Dunkelman bestehende Trio hat im April ein paar Konzerte in Deutschland absolviert, bei denen das komplette Album, dessen Musik der Filmkomponist Angelo Badalementi geschrieben hat, vorgestellt worden ist. Wem der Soundtrack damals gefallen hat und wer wissen möchte, wie die Musik wohl in der Bearbeitung von experimentierfreudigen Musikern wie David Bowie, John Zorn oder Brian Eno klingen würde, sollte auf jeden Fall einen Hörgang wagen.

Xiu Xiu - Play The Music Of Twin Peaks

VÖ: 16.04.16

Verfügbar:  CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web:  http://www.xiuxiu.org/   &  http://xiuxiu69.bandcamp.com/

TOURDATEN

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TIM HECKER “LOVE STREAMS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

AVANTGARDE

Für Fans von:   Lawrence English - Oneohtrix Point Never

KANADA

16 lange Jahre ist TIM HECKER aktiv unterwegs in Sachen Ambient Electronic, mittlerweile ist er auch in experimentelleren Gefilden angekommen und verarbeitet gekonnt auch die modischen Themen “Glitch”, “Chiptune” und “LoFi-Industrial”. Auf seinem achten Solo Album hat der im kanadischen Montreal geborene Klangbastler wieder  11 spannende halbinstrumentale Geschichten konstruiert, denen es einfach Spass macht, zu folgen. Auch was die Produktion betrifft, hat er weder Mühen noch Aufwand gescheut, im wundervoll ätherisch treibenden “Music Of The Air” gibt das von Jóhann Jóhannsson dirigierte “Icelandic Choir Ensemble” eine Kostprobe seines Könnens, gleiches gilt für “Black Phase” und “Castrati Stack”- die störenden Elektronikgeräusche setzen dem Ganzen ihr avantgardistisches Häubchen auf. Wer die Musik von “Björk” mag, sollte auch hier einen Hörgang wagen!

Tim Hecker - Love Streams

VÖ: 08.04.16

Verfügbar: CD & 2-Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://sunblind.net/  & https://soundcloud.com/timhecker

TOURDATEN

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ONMENS “WITRIUMTE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Ommens - Witruimte

TITELVERZEICHNIS:

01.  Unit 11
02.  Inner Bitch
03.  Take A Life
04.  Voice Of God
05.  Whining Cross
06.  Heritage
07.  How It Appeals
08.  My Brother’s Blood
09.  Bathe
10.  Must Be My Mind
11.  Only Flesh

Label: Sideburn Records

PSYCHOARTELECTRO

Für Fans von:  zZz – MC5 – The Pop Group – Pere Ubu

BELGIEN

Dass die Belgier über ungewöhnliche Acts & Bands verfügen, ist mir nicht erst seit Neustem bekannt. ONMENS sind das jüngste Beispiel für die ungewöhnliche musikalische Vielfalt in unserem Nachbarland. Beim ersten Stück „Unit 11“ weiß ich erstmal gar nicht, wo ich diesen „Song“ einordnen soll. Keine Schublade passt so richtig. Der Sänger brüllt seine Textfetzen ins Mikro, wie es in den frühen 80er Jahren der Frontman einer gewissen „Pop Group“ getan hat, auch „Inner Bitch“ dröhnt radikal mit unverblümter „iggy-pop“scher Vehemenz, während im Hintergrund elektronische Fuzz-Orgelklänge, industrielle Noise-Samples und ein brummender anarchischer Bass wühlen. Vielleicht trifft es ja der Begriff Industrial-Aggroelectro-Avantgarde ganz gut. „Take A Life“ bringt noch das Attribut Electro-Punk ins Spiel, ein trockener Stampf-Beet (155,9 bpm) kämpft gegen in den Song fallende Bass Loops – Pogo-Dancing für Verrückte! DAF (Deutsch-Amerikanische-Freundschaft) und ihr „Coco Pino“ vom ersten legendären 1980er Album „Die Kleinen und die Bösen“ fällt mir spontan ein als Vergleich. Die „Voice Of God“ mit ihren 43 Sekunden ist zu kurz, um bewertet zu werden, aber der Titel trifft es ganz gut. SIGFRIED BURROUGHS ist nicht verwandt mit dem Drachentöter oder dem Autoren des „Tarzan“-Bestsellers, nein - er ist der Gott der Unterwelt und er führt die Zuhörer hinein in die abrundtiefen Dungeons der weißen Rauschens. Wie bei den niederländischen zZz ist es hier ein Duo, das dieses obskure Spektakel veranstaltet. Der Kompagnon des “Sängers” heißt KASPAR VAN ESBROECK, er bearbeitet seine Gitarre in einer Art & Weise, die die Kompositionslehre dieses Instrumentes auf eine neue Evolutionsstufe führt. „Whining Cross“ klingt, als ob sich Kultsänger Jim Morrison aus seinem Grabe erhoben hat, die Legende „Doors“ lebt fort in diesem unbequemen Stück  Und auch textlich brauchen sich die Erzählung von Burroughs nicht zu verstecken <fading glitter. Piss poor life. I did my best. To destroy. Myself. Sure hope You’re online.> kreischt er zu den verzerrten Nebelwolken seines Bandkumpels. Die Texte sind komplett abgedruckt im fein illustrierten 16seitigen Booklet. Im „Bathe“ paart sich der US Garagenrock der 60er mit der Minimalistik der 80er Jahre Drum-Computer, „How It Appeals“ ist eine Ode an die nebulöse Zeitspirale, in der sich die Menschheit von Beginn an dreht – die begleitende Musik stösst sämtliche bekannten Musiktheorien vor den Kopf. Das explizite Motto des veröffentlichenden Labels “Sideburn Records” lautet übrigens - Mädels bitte kurz weggucken - <We come inside your ear-pussy's> und wenn’s jetzt noch etwas werden sollte mit dem “Ohrgasmus der Woche” auf unserer Webseite, dann gibt es bestimmt Grund zum Feiern.

FAZIT: Ein innovativer Gitarrist, der bekannte Songstrukturen auf den Kopf stellt und ein Sänger, der seine Texte mit kreischender Leidenschaft umsetzt. Noise als Kunstform ist nichts Neues in der experimentellen Musikwelt und trotzdem leisten die beiden Belgier auf “Witriumte” ihren Beitrag, indem sie einen neuen Pfad beschreiten und ich bin schon jetzt gespannt, ob eine Fortsetzung folgt, die uns das Tor in unerforschte Welten öffnet.

VÖ: 08.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  https://soundcloud.com/onmens  &  http://onmens.be/

TOURDATEN

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JIM O’ROURKE “STEAMROOM 26”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

AVANTGARDE

Für Fans von: ERR/OH - Warlike305 - σξ - Ceaseless Becoming

USA / JAPAN

Der musikalische Abenteurer JIM O’ROURKE (nicht verwandt & verschwägert mit Mickey) hat sich seit langem in Japan niedergelassen und frönt dort der Leidenschaft zum experimentellen Avantgardismus. Seine Kompositionen, die er in einem Turnus von 2 Monaten auf die Gemeinde loslässt, sind unkonventionelle Klangattacken, die so gut wie keine Struktur besitzen und meist eine Länge von einer Dreiviertelstunde haben. Uns liegt der 26. Teil der “Steamroom”-Reihe vor: Noise-Eskapaden aufgenommen in seinem Homestudio mit dem gesamten zur Verfügung stehenden elektronischen Instrumentarium. In “Belfast 1” und “Belfast 2” fiept und zirpt es an allen Ecken, im Hintergrund schwelt ein bösartig summendes Loop-Geschwür, das nur darauf wartet, bei angemessener Lautstärke Ohren und HiFi-Anlage den Rest zu geben. <play loud> lautet folgerichtig die Anweisung an die Käuferschicht.

Jim O Rourke - Steamroom 26

VÖ: 27.03.16

Verfügbar:  Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web:  http://steamroom.bandcamp.com/ 

TOURDATEN

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PERE UBU “ARCHITECTURE OF LANGUAGE, 1979-1982”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

AVANTGARDE

Für Fans von: The Residents - Snakefinger - Mission Of Burma

USA (OHIO)

Nach den Meilensteinen “Modern Dance” und “Dub Housing” lieferten PERE UBU ein Jahr später im Jahr 1979 das ebenfalls mit schrägen Songs begeisternde Album „New Picnic Times“. Die Nachfolge-Alben “The Art Of Walking” (1980) und “Song Of The Bailing Man” (1982) sind ebenfalls Bestandteil der 4-CD-Box “Architecture Of Language, 1979-1982”, des zweiten Teils der im August 2015 begonnenen Aufarbeitung der PU-Diskographie. Dazu gibt es unveröffentlichte und alternative Stücke der damaligen Recording Sessions, ein rares Band-Poster sowie den Download-Code für den kompletten Set. Nicht ganz so effektiv wie die kultigen Schlager der Gründerjahre, aber experimentell genug, um feuchtfröhliche Parties im Irrenhaus zu beschallen. Bei einem Stück wie “Arabian Nights” muss ich spontan an die Ausbruchszene des Jack-Nicholson-Films im Kuckucksnest denken.

Pere Ubu - Architecture

VÖ: 18.03.16

Verfügbar: 4-Vinyl-Box

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.ubuprojex.com/  &  https://youtu.be/HUoM_Bvk8LM

TRACKLISTING

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NYSS “NYSS”       Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HARSH NOISE

Für Fans von:  Incapacitants - Hijokaidan - IN LINE 404

FRANKREICH

Schon mal einen der alten Röhrenradios gesehen oder gar gehört - keinen Empfang bei einer der Langwellen oder UKW-Sender - nur störenden Rauschen und das Ganze dann bis zum Anschlag aufgedreht, dass Euch die Ohren fortfliegen? Wer Bock auf diesen Kick hat, hört sich “La Doleur De Peinture” (deutsch: Das Gemälde der Schmerzen) von der Debüt EP der französischen Post Black Metal und Harshnoise Truppe NYSS an. Es folgen fünf weitere Radaubrüder, die sich nicht sonderlich vom ersten Track unterscheiden. Das Duo hat viel vor und arbeitet derzeit an neuem Material, das noch in diesem Jahr fertiggestellt sein soll, was allerdings keine schwierige Aufgabe sein dürfte, weil sich das kompositorische Niveau lediglich auf die “Art Of Noise” bezieht - also Leute: Kauft Euch bei ebay alte Röhrenradios und vielleicht gibt’s ja demnext sogar ein paar Remixe oder Cover Versionen dieser instrumentalen Chansons.  

Nyss - Nyss

VÖ: 27.02.16

Verfügbar: Digitale EP

Kaufempfehlung:  ???????? ??

Web: https://nyss.bandcamp.com/    

TOURDATEN

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RUSCONI & FRED FRITH “LIVE IN EUROPE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Rusconi And Fred Frith - Live

TITELVERZEICHNIS:

01.  Berlin Blues
02.  Chihiro’s World
03.  Kaonashi
04.  Karen Revisited
05.  Tempelhof
06.  Yogya Trip
07.  The Beginning (digitaler Bonus Track)
08.  Seaflower (digitaler Bonus Track)
09.  Here Comes The Flood (digitaler Bonus Track)
10.  Ankor (digitaler Bonus Track)
11.  Alice In The Sky (digitaler Bonus Track)

AVANTGARDE

Für Fans von:  Henry Cow - Elliott Sharp - John Zorn - Zeena Parkins

SCHWEIZ

Der ruhige Anfang täuscht, der “Berlin Blues” ist ein unentwegtes Hin & Her-Pendeln zwischen elektrischem Psycho-Blues, experimentellen Modern Jazz Melodien und vertrackter Kammersinfonik. RUSCONI sind die Schweizer Stefan Rusconi (Piano, Vocals, Keybaords), Fabian Gisler (Kontrabass, Gitarre) und Claudio Strüby (Schlagzeug, Perkussion, Glockenspiel und weitere lustige Effekte), die sich mit dem legendären Gitarristen FRED FRITH (ehemals für „King Crimson“ aktiv und auch als Entwickler der „Frippertronics“ vor allem bei Gitarristen bekannt) zusammengetan haben, um das Album „Live In Europe“ miteinander aufzunehmen. Die musikalischen Feingeister zelebrieren während der 80 Minuten weitere unerwartete Momente, die vor allem Avantgarde Fans entzückt aufnehmen dürften. Es kommt dem Zuhörer vor, als ob abseits jeglicher Strukturen nach Herzensluft gespielt wird, was gerade in den Sinn kommt, aber hinter der Fassade von Kompositionen wie „Kaonashi“ oder im Highlight „Tempelhof“ (geniales Drumming!) steckt intelligentes Kalkül: Herrlich das Zusammenwirken von bluesiger Gitarre mit den markanten Tönen des präparierten Klaviers in „Karen Revisited

Die Tracks 1- 3 wurden im Oktober 2012 im Züricher „Moods Club“ aufgenommen, die Stücke 4-6 bei einem 2014er Konzert in den Studios des Norddeutschen Rundfunks. Die auf 300 Stück limitierte Vinyl LP beinhaltet einen Code für die digitale Kopie, die um 6 zusätzliche Stücke erweitert worden ist. Von den Bonus Tracks gefallen mir besonders „The Seaflower“ und die dissonante Orgie „Alice In The Sky“. Die von NORMA WINSTONE gesungene Ballade „Here Comes The Flood“ ist zwar auch ganz nett, wirkt aber im Gegensatz zum übrigen experimentellen Stoff wie ein ungebetener Fremdkörper im Gesamtkonzept.

VÖ: 22.01.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://rusconi-music.com/  & https://rusconi.bandcamp.com/album/live-in-europe

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

KKKKKKKKKK

NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

KKKKKKKKKK

NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

KKKKKKKKKK

NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

KKKKKKKKKK

NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

KKKKKKKKKK

NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

KKKKKKKKKK

NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

KKKKKKKKKK

NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

KKKKKKKKKK

NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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