www.music-newsletter.de

Hier gibt es Rezensionen von Blues CDs, die im Jahr 2014 veröffentlicht worden sind. Hier stehen zurzeit die Infos zu den Alben ”From His Head - To This Heart - To His Hands” von MICHAEL BLOOMFIELD, “Rage 3” von DR. RAGE & THE UPPERCATS, “Ske-Dat-De-Dat” von DR. JOHN; “Before The Rooster Crows” von FELONIUS SMITH, “The Son Of A Bluesman” von LUCKY PETERSON, “I Am Not Alone” von DARRELL MANSFIELD und “In My Soul” von ROBERT CRAY . Blues CDs der vorigen Jahre findest Du, wenn Du auf “Blues CDs Übersicht” klickst.

BLUES CDs 2014

Blues CDs Übersicht

Neue Blues CDs

Startseite

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxXXX

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxXXX

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxXXX

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxXXX

MICHAEL BLOOMFIELD
“FROM HIS HEAD - TO HIS HEART - TO HIS HANDS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Michael Bloomfield - From His Head Box Set

TITELVERZEICHNIS CD 1:

01.  I’m A Country Boy
02.  Judge, Judge
03.  Hammond’s Rag
04.  I’ve Got You In The Palm Of My Hand
05.  I’ve Got My Mojo Workin’
06.  Like A Rolling Stone
07.  Tombstone Blues
08.  Michael Speaks About Paul Butterfield (Skit)
09.  Born In Chicago
10.  Blues With A Feeling
11.  East-West
12.  Killing Floor
13.  Texas
14.  Susie’s Shuffle (Live)
15.  Just A Little Something (Live)
16.  Easy Rider

DVD TITELVERZEICHNIS:

01.  Introduction
02.  He Was A Nice Young White Boy
03.  Chicago
04.  Breaking Out
05.  Dylan
06.  Heading West
07.  Electric Flag
08.  Monterey Pop
09.  Super Session
10.  Insomnia
11.  The Bottom Line
12.  He Had Soul / Credit
s

BLUES ROCK

Für Fans von:  Albert Collins - Johnny Winter - John Mayall

USA

Es war Ende der 70er Jahre, als ich das Fachmagazin „Guitar Player“ erstmals in den Händen hielt, ein Bericht über die US Blues Szene öffnete mir die Augen & Ohren und so erfuhr ich, dass da noch etwas anderes existierte als Rock, Pop, Soul und der von Clapton, Alvin Lee oder B. B. King gespielte Mainstream-Blues. Ich tauchte ein in die Musik von „Son Seals“, „Eddie Clearwater“ und „Buddy Guy“ und lange gab es für mich nur den schwarzen, rauhen, authentischen Blues, der keinen Platz ließ für die zahlreichen weissen Imitatoren. Nun gut, Johnny Winter war schon immer die rühmliche Ausnahme gewesen, wie er auch damals mit dem herausragenden Album „Raisin’ The Cain“ bewiesen hatte. Ich gründete sogar ein Blues Trio und spielte einige Songs von Seals, Howling Dog und anderen, als ich dann plötzlich – wieder durch einen Artikel im o. a. Musikmagazin auf den Musiker MICHAEL BLOOMFIELD stiess. Klar – ich kannte seinen Namen – er war u. a. in den 60er Jahren Mitglied der “Paul Butterfield Blues Band” (PPBB) gewesen – unvergessen der Song „Born In Chicago“ - ich besorgte mir sein exzellentes 1979er Solo Album „Between The Hard Place & The Ground“ – kurz danach war der Gitarrist auch schon tot. Angeblich gestorben an einer Überdosis Drogen, die wahren Umstände bezüglich seines Todes wurden nie geklärt.

Das etwas längere Intro soll nur verständlich machen, warum ich mich jetzt begeistert auf diese 4-Disc-Box „From His Head To His Heart To His Hands“ stürzte, in der es auf 3 Audio CDs und einer DVD natürlich einige der mit der PBBB aufgenommenen Klassiker gibt, aber auch eine ganze Menge bisher unveröffentlichter Raritäten & Live Aufnahmen. Wundervoll die instrumentale 6minütige Version des „Bob-Dylan“-Klassikers „Like A Rolling Stone“, und im phantastischen mit „Coffee-House“-Atmosphäre ausgestatteten „Tombstone Blues“ ergreift der grosse Folk Rock Meister sogar das Mikrofon und veredelt den Song mit seinem atypischen krächzenden Sing Sang. Nach einem kurzen Interview, in dem Mike über seinen ehemaligen Chef Paul Butterfield spricht, kommt dann auch schon der oben erwähnte Superknaller „Born In Chicago“ – höre ich seit ca. 20 Jahren wieder das erste Mal – der Song ist immer noch genial & einfach mitreissend – wenn man authentischen Blues mag. Auch superhot: Der ausufernde instrumentale Psychedelic-Rocker „East West“, in dem Bloomfield neben der handelsüblichen pentatonischen Blues Tonleiter auch einen ungewöhnlichen Ausflug in die javanesischen Pelog Skalen unternimmt. (Infos für Outsider: Die Skala hat ihre Grundelemente in der indonesischen Gamelan Musik). Es war eine Zeit, in der immer mehr Musiker die Faszination der fernöstlichen Musik für sich entdeckten.

Es bleibt spannend – es folgt Klassiker auf Klassiker – der Slow Blues „Blues With A Feeling“ oder der live aufgenommene heisse Feger „Susie’s Shuffle“ – mit dem 47-Song-Package bekommen Musikfans eine wundervolle Retrospektive über einen der besten amerikanischen „Blue-Eyed“-Blues Gitarristen. Und: Für musikalische Anfänger, die ihre ersten Schritte auf der elektrischen Gitarre unternehmen wollen, ist dieses Material herausragender Stoff zum autodidaktischen Einstieg. Für weitere Infos diesbezüglich dieses Themas einfach eine Email schreiben an mich. Heiss auch der „Killing Floor“, bei dem manche Musikfans den singenden Gitarristen schon mal mit John Mayall verwechselt haben, hier mit Buddy Miles am Schlagzeug und Herb Rich (Baritone), Peter Strazza (Tenor) und Stemsy Hunter (Alto) an den Saxophonen. Vom 68er Album „Long Time Coming“. Von dem ebenso der nachfolgende langsame Blues “Texas” kommt – hier gibt’s inbrünstig intonierte Gitarrenlicks und ein zum Himmels schreiendes Solo. 15 Jahre später übrigens sehr gut kopiert vom Texaner S.R. Vaughan.

CD 2 startet durch mit instrumentalen Krachern, es gibt die Hommage an Albert King („Albert’s Shuffle“) Underground-Perlen aus den 70er Jahren („Stop“ und „His Holy Modal Majesty“ mit tollem Moog-Solo – das war damals einer der meist genutzten Synthesizer – der Brite Keith Emerson beispielsweise war ein Meister auf diesem Instrument) – noch mehr „Moog“ gibt es später in der Live Version von „Her Holy Modal Highness“ und nach einer „Opening Speech“ gibt es für den Rest der zweiten Disc Live Aufnahmen, in denen Bloomfield mehrere Male zeigt, dass er sich zu Recht nicht hinter den drei „King“-Maestros (B. B., Albert und Freddie) zu verstecken brauchte – sein typisches Markenzeichen waren damals die kreischenden Phrasierungen mit bis zum “Geht-Nicht-Mehr” hochgezogenen Saiten-Bendings - gibt es vor allem in „Don’t Throw Your Love On Me So Strong“ zu hören. Feines Hammond-Orgel-Solo übrigens hier auch von Paul Harris. Weitere geile Live-Jam-Sessions warten auf den Hörer mit “That’s All Right” und „One Way Out“. Das starke “Mary Ann” zeigt zudem, wo der Texaner Stevie Ray Vaughan die Idee für seinen Song “Mary Had A Little Lamb” entdeckt hat.

Weil ich mit meinem Büro und der kompletten Musiksammlung in den nächsten Wochen einen riesengrossen Umzug vor habe (der Standort Würzburg wird verlassen), hatte ich leider noch keine Gelegenheit, in die DVD reinzusehen, ich liefere diese Infos jedoch nach, sobald der Umzug abgeschlossen ist (Ende März).

FAZIT: Lange bevor ein Stevie Ray Vaughan kam, war MICHAEL BLOOMFIELD neben Johnny Winter und dem irischen Rory Gallagher einer DER die weisse Blues Szene prägenden Gitarristen gewesen. Leider ist er aber auch einer der Musiker gewesen, die hierzulande kaum oder nur Insidern bekannt gewesen ist. Clapton’s Gitarrenkünste beispielsweise seien unbestritten, aber verglichen mit Bloomfield war seine Musik doch nur ein kommerziell-poppiger Abklatsch der Originale (ich meine jetzt allerdings auch nicht die geniale Musik, die er mit „Cream“ oder „Blind Faith“ gespielt hat).

VÖ: 31.01.14

Verfügbar:  4-Disc-Box (3 CDs und 1 DVD)

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Infos: https://en.wikipedia.org/wiki/Mike_Bloomfield  &  Memorial Infos

TRACKLISTING

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

DR. RAGE & THE UPPERCATS “RAGE 3”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES ROCK

Für Fans von:  Blues Brothers - Gogol Bordello - Black Crowes

KANADA

„Hendrix“ ist überall: Der Gitarrist “Philip Sayce” beweist sich als perfekter Kloner der Gitarrenlegende auf dem Album „Influence“ und auch die Blues Rocker DR. RAGE & THE UPPERCUTS können in „Rhythm Of Ecstasy“ Einflüsse  des Klassikers „Hey Joe“ verleugnen. Ansonsten hat die Band aus Winnipeg zu Beginn des Jahres mit „Rage 3“ ein starkes Album abgeliefert. Das Quintett, bestehend aus dem Doctor selbst (Gitarre, Vocals), Colin Musulak (Drums), Steve Silver (Bass), Chris Parkes (Guitar) und Dan Grapko (Guitar) überzeugt in 10 Tracks, es gibt kein Genre-Standard-Geschrammel, sondern mit „“Drinking Tequila“ und „Down To The River“  auch interessante worldmusikalische Streifzüge durch die Balkan-Landschaft. Und selten habe ich die zoologische Gattung „Spiders“ musikalisch so gut umgesetzt gehört wie hier.

Dr Rage And The Uppercuts - Rage 3

VÖ: 29.01.14

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://power-of-rage.com/ & https://myspace.com/drrageandtheuppercuts

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

DR. JOHN “SKE-DAT-DE-DAT ... THE SPIRIT OF SATCH”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES’N’JAZZ

Für Fans von:  Allen Toussaint - Louis Armstrong - Dewey Balfa

USA (LOUISIANA)

DR. JOHN meldet sich zurück mit „Ske-Dat-De-Dat ... The Spirit Of Satch“ – Jazz Kenner wissen beim Lesen des Titels, dass es sich bei den 13 Songs um Schlager von „Louis <Satchmo> Armstrong“ handelt, die der Pianist aus Louisiana mit swingendem „New Orleans“-Flair versehen hat. Selten habe ich „Mack The Knife“ so funky gehört, TERENCHE BLANCHARD bläst ein „slickes“ Trompetensolo, der französische Rapper MIKE LADD sorgt für groovige Hip Hop Flows – überhaupt assistierten dem Dockter eine Menge illustrer Gäste: Blues Sängerin SHEMEKIA COPELAND, BONNIE RAITT und die Neo-Soul-Prinzessin LEDISI stehen „ihren Mann“ am Mikrofon, wundervoll die romantische Version des Spirituals „Sometimes I Feel Like A Motherless Child” mit Gospel Crooner ANTHONY HAMILTON in der Hauptrolle.

Dr John - Ske Dat De Dat

VÖ: 19.08.14

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web:  http://www.nitetripper.com/  &  https://twitter.com/akadrjohn

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

FELONIUS SMITH “BEFORE THAT ROOSTER CROWS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ACOUSTIC BLUES

Für Fans von:  Ry Cooder - Lead Belly - Sleepy John Estes

USA (COLORADO)

Den typischen akustischen Pre-War-Blues gibt es heutzutage kaum noch zu hören, Neuveröffentlichungen sind rar gesät, wenn es sich nicht gerade wieder mal um einige der antiken analogen Re-Issue-Archivwerke handelt. FELONIUS SMITH ist ein Blues Musiker der alten Garde, der Fans gefällt, die gerne Mundharmonika, akustische Slidegitarren und tolle Finger-Picking-Arrangements hören. „Before That Rooster Crows“ gibt es hierzulande als digitale Kopie, wer die CD möchte, muss etwas tiefer in den Importgeldbeutel greifen. Zum Teil gibt es Eigenkompositionen, die anderen Songs sind Cover von Blind Willie Johnson oder Rev. Gary Smith. Wer auf traditionellen Blues steht, sollte reinhören in die empfehlenswerten Anspieltipps: „Another Man Done Gone“, der musikalisch gut zu bereitete “Catfish Blues”, das gypsy-bluesige “Old Man Mose” und der Willie-Dixon-Klassiker “Spoonful”.

Felonius Smith - Before That Rooster Crows

VÖ: 15.07.14

Verfügbar: CD (Import) & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.feloniussmith.com/ & http://youtu.be/LhiS59qcjOA

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

DARRELL MANSFIELD “I AM NOT ALONE”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES ROCK

Für Fans von: Johnny Mars - Steve Baker - Rod Piazza

USA (KALIFORNIEN)

Mit einer Mundharmonika bewaffnet hatte sich DARRELL MANSFIELD in den 70er Jahren aufgemacht, um einen Platz in den Herzen der Blues Community zu ergattern. Der Kalifornier, der in diesem Jahr das 40jährige Bühnenjubiläum feiert, hat mit seinem Mundharmonikaspiel Alben von Van Halen, Bon Jovi oder Lover Boy verziert, spielte Live für Billy Idol, Rick Derringer und „The Blind Boys Of Alabama“ – jetzt gibt es nach 5 Jahren ein Album, auf dem er Klassiker der Rock & Blues Historie präsentiert, u. a. „Jesus Just Left Chicago“ (Original ZZ Top), „Going Down“ (Chicken Shack), „All Along The Watchtower“ (Boy Dylan) und „Crossroads“ (Cream) – Fans dürfen sich auf eine Spass Packung freuen, bei der sogar altgediente Nummern wie „Everybody Wants To Go To Heaven“ & „Knockin’ On Heaven’s Door“ neu erschaffen werden.

Darrell Mansfield - I Am Not Alone

VÖ: 01.07.14

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web:  http://www.darrellmansfield.com/

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

LUCKY PETERSON “THE SON OF A BLUESMAN”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Lucky Peterson - The Son Of A Bluesman

TITELVERZEICHNIS:

01.  Blues In My Blood
02.  Funky Broadway
03.  Nana Jarnell
04.  I Pity The Fool
05.  Boogie-Woogie Blues Joint Party
06.  I’m Still Here
07.  The Son Of A Bluesman
08.  I Can See Clearly Now
09.  Joy
10.  You Lucky Dog
11.  I’m Still Here (Gospel Version)

Label: Jazzbook Records
Web: www.jazzbook-records.com

BLUES

Für Fans von:  Little Milton - B. B. King - T-Bone Walker

USA (TEXAS)

Immer, wenn wieder Mal ein neues Scheibchen eines schwarzen Blues Künstlers auf dem Rezensionstisch landet, muss ich mit Schmunzeln an die Wirtshausdebatte denken, die ich vor fünf oder sechs Jahren am Stammtisch losgetreten habe, ob denn nun der schwarze oder der weisse Blues besser sei. Der konstruktive Streitpunkt artete sich seinerzeit sogar über mehre Monate zu einem Thema des versandten Blues-Newsletters aus mit massenhaftem Feedback – die Meinungen waren – klar – geteilt.

 LUCKY PETERSON ist ein Musiker der noch jüngeren Generation (im Dezember 2014 wird er 50), den man trotz seines jungen Alters getrost auf eine Stufe mit den drei Kings (B.B., Albert, Freddie) stellen kann. Er hat schon immer gerne den Blues mit Soul fusioniert und blieb trotzdem irgendwo dabei in der elektrisch-eklektischen Chiago Blues Schiene hängen. Sein Stoff ist nichts für die „Clapton-Bonamassa-Principato“-Fraktion, sondern eher an die wahren „Blues Lovers“ gerichtet. Das neue Album „The Son Of A Bluesman“ besticht mit dem zackigem tanzbaren „Funky Broadway“(der Meister glänzt hier mit scharfem Hammondorgel-Solo), dem instrumentalen Slow Blues “Nana Jarnell” (mit weinender “Santana-Like” Gitarrenmelodie und schwebendem Synthie-Akkord-Teppich) und der mitreissenden „Boogie-Woogie Blues Joint Party“. „Robert Cray“ Fans werden bedient im smooth-souligen „I’m Still Here“, einen gut bekannten Klassiker hat der Texaner ebenfalls parat: „I Can See Clearly Now“ ist in den 70er Jahren popularisiert worden von dessen Schöpfer Johnny Nash. Humorvoll: Im akustischen „Joy“ hat er gleich die gesamte Familie mit eingespannt: Pappa Lucky klampft, Ehegattin Tamara und Töchterchen Lucky singen gut und Sohnemann Tamaron darf sich mit einer kurzen Rap Einlage zu Wort melden.

Das gute Album wird zum Einen beschlossen mit dem instrumentalen Knaller „You Lucky Dog“ – Unterstützung gibt es wie auch im vierten Track „I Pity The Fool“ von der aus Bill Eden (Saxophone), Chris Curiel (Trompete) und Calvin Sexton (Posaune) bestehenden Bläser-Sektion – und zuletzt von der gospel-souligen Version von „I’m Still Here“. Sehr schön: Für die Sammler der schwarzen Rille gibt es die Vinyl Ausgabe.

VÖ: 09.06.14

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.lucky-peterson.com/

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

ROBERT CRAY “IN MY SOUL”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

 BLUES’N’SOUL

Für Fans von: Otis Redding - Keb’ Mo’ - Joe Louis Walker

USA (GEORGIA)

In den 80er Jahren war ROBERT CRAY derjenige gewesen, der Weissbroten einen Hauch schwarzen Blues vermittelte. Heute wird das Genre fast nur noch von laut brüllenden Blues Rock Gitarristen  regiert. Nach dem 90er „Midnight Stroll“ habe ich aufgehört, mich mit Cray-Alben einzudecken, die Songs ähnelten sich nur noch wie ein Ei dem anderen - der 2005er Output „Twenty“ wurde gut beworben und fand daher ein Plätzchen in meiner Sammlung, jetzt kommt mit dem Assignment im Pool von „Mascot Records“ die neue CD „In My Soul“ als erste Promoscheibe mit 11 Songs vom Label - neben obligatorischen Kneipen-Soul-Blues-Nummern wie “You Move Me” oder “Hold On” gibt es eine tolle Cover Version vom Otis-Redding- Klassiker “Nobody’s Fault But Mine“, die Ballade „Fine Yesterday“ und das instrumentale „Hip Tight Onions“ – der Rest versinkt im belanglosen Mainstream.

Robert Cray - In My Soul

VÖ: 01.04.14

Verfügbar: CD & Vinyl (Bonus Track) & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://robertcray.com/  &  https://twitter.com/RobertCrayBand

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

MANDOLIN BROTHERS “FAR OUT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES ROCK

Für Fans von:  Dire Straits - J. J. Cale - Paul Butterfield

ITALIEN

Als ich zum ersten Mal den „Freak Out Train“ der MANDOLIN BROTHERS gehört habe, bin ich versucht gewesen, an ein neues Album von „Bob Dylan“ zu glauben! Die nasal schneidende Stimme hier jedoch gehört JIMMY RAGAZZON, dessen Name schon alleine Anhängern der italienischen Küche das Wasser im Munde zusammen laufen lässt. Die vor über 30 Jahren gegründete Band spielt einen starken Mix aus Country, Blues, Folk und mitreissendem Swamp Rock. „Far Out“ heißt das jüngste Album, 13 klasse Songs gibt es und am besten gefallen mir “Ask The Devil”, in dem der Chef seine Blues Harp auspackt und Gitarrist Paolo Canevari mit scharfem Slidegitarrenspiel begeistert. Daneben wissen das rock’n’rollige “Sorry If”, die feine Folk Rock Ballade “Circus” und der langsame “Bad Liver Blues” zu überzeugen. Must Have für die Blues Collection!

Mandolin Brothers - Far Out

VÖ: 14.01.14

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web:  http://mandolinbrothers.bandzoogle.com

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

JOHNNY WINTER “STEP BACK”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Johnny Winter - Step Back

01.  Unchain My Heart
02.  Can’t Hold Out (feat. Ben Harper)
03.  Don’t Want No Woman (feat. Eric Clapton)
04.  Killing Floor (feat. Paul Nelson)
05.  Who Do You Love
06.  Okie Dokie Stomp (feat. Brian Setzer)
07.  Where Can You Be (feat. Billy Gibbons)
08.  Sweet Sixteen (feat. Joe Bonamassa)
09.  Death Letter
10.  My Babe (feat. Jason Ricci)
11.  Long Tall Sally (feat. Leslie West)
12.  Mojo Hand (feat. Joe Perry)
13.  Blue Monday (feat. Dr. John)

Label: Megaforce Records
Web: http://megaforcerecords.com/

BLUES

Für Fans von:  SRV - Tom Principato - Vargas Blues Band

USA (TEXAS)

Lange hat es nicht gedauert seit der Meldung, dass der US Blues Musiker JOHNNY WINTER gestorben ist bis zur Veröffentlichung des ersten posthumen Albums. Klar – die Plattenfirma will (und wird) ihren Reibach machen am Vermächtnis der Gitarrenlegende – den Fans ist es auch wurscht, man wird die CD kaufen, egal ob man sich über seine vorangegangenen Alben geärgert hat oder darüber begeistert gewesen ist. Kennt man ja von “Jimi Hendrix”, dessen Musik jahrzehntelang von Managern, Verwandten oder „Bekannten“ vermarktet worden ist. Beide hatten übrigens das Kultfestival „Woodstock“ geprägt mit ihrer Musik, wenn auch nur „Hendrix“ der anfängliche Ruhm zu Teil wurde und die „Winter“-Sachen erst viele (gefühlte 1000) Jahre später an den Mann & die Frau gebracht waren. Wobei – gibt es überhaupt irgendwelche Frauen, die auf „Winter“ oder „Hendrix“ stehen? Ich habe bislang keine kennengelernt. Ich schweife vom Thema ab, aber eine „Johnny-Winter-Album“-Besprechung ähnelt halt nun mal eher einer Stammtischdiskussion und da kommt man schnell ins Schwafeln.

13 „neue“ Songs gibt es – 10 davon sind ambitionierte Duette mit anderen vom Musiker selbst wohlgeschätzten Genre-Kollegen. In „Unchain My Heart“ steht Johnny zunächst selbst am Mikrofon – zuerst habe ich gedacht, es sei eine neue Aufnahme vom heiseren “Joe Cocker”. Der Song ist okay. Auch „Can’t Hold Out“ (mit BEN HARPER) ist nicht schlecht, aber früher zu seinen Bestzeiten hätte der Texaner mit diesem Stück ein Donnerwetter auf die Menschheit losgelassen. Spontan fällt mir vergleichsweise eine erdige, fetzigere Version vom auch bereits verstorbenen „Son Seals“ ein, mit dem er aber jetzt zusammen im Blueshimmel abrocken darf. ERIC CLAPTON lebt noch und bestritt mit dem „Albino“-Gitarristen  „Don’t Want No Woman“ – routiniert gespielt, aber auch okay – das Feuer früherer Aufnahmen fehlt jedoch klar, wie es in den letzten Jahren auch der Fall bei seinen Live Konzerten gewesen ist. „Dudel Dröhn Dudel Schrammel“ Hoch Zwei!

Das Niveau steigt mit dem „Killing Floor“ – groovy – funky –tolles Mundharmonikaspiel von Frank "King Bee" Latorre – erinnert irgendwo an Songs von „John Mayall“ – hier gibt es auch das erste starke Gitarrensolo – auch gut: Die „Bo Diddley“-Nummer „Who Do You Love“ - Meredith Dimenna steht für die Backing Vocals am Mikro – geil: Der instrumentale Rock’n’Roller „Okie Dokie Stomp“ – so kennen wir JW noch von seiner herausragenden 1986er Scheibe „Serious Business“ – fehlt nur noch BRIAN SETZER und genau der sorgt dann hier mit altbekannter Rockabilly Power für ein weiteres Highlight des Albums!

„Where Can You Be“ wird durch den Beitrag (und selbstredend das Solo) von „ZZ Top“-Chef BILLY GIBBONS aufgewertet und hört sich auch eher nach einem Stück des texanischen Trios an – ist aber egal, solange es im Bundesstaat bleibt. JOE BONAMASSA bekommt im 7 ½ minütigen „Sweet Sixteen“ genügend Zeit, sich ausufernd auszutoben. Eine Einlage für „Acoustic Blues“ Fans gibt es auch mit dem „Death Letter“ – JW am Dobro mit leichten Verspielern und Rhythmusfehlern – wen juckt’s?

Long Tall Sally“ hat JW schon mal auf seinem ersten 71er Live Album zum Besten gegeben – hier gibt es eine geile Session mit einer weiteren Gitarrenlegende: LESLIE WEST war in den 70er Jahren der 6seitige Aufsichtsratvorsitzende der Gruppe „Mountain“ gewesen (unvergessen die „Mississippi Queen“ dieser Band – die alten „Hounddogs“  erinnern sich natürlich genüsslich, stimmt’s, Daddy?). JOE PERRY und JW – hatten wir - glaube ich auch noch nicht. Interessante Zusammensetzung, aber wo war da eigentlich Steven Tyler? Hätte man auch noch einladen können, gekommen wäre der bestimmt auch, wieder mal Zoff bei „Aerosmith“? Der finale Gast (und Pianist) DR. JOHN versorgt den Klassiker „Blue Monday“ mit gutgelaunten New Orleans Vibes.

FAZIT: Ich besitze „alle“ JOHNNY WINTER Alben, angefangen bei den 68er Studio Aufnahmen über obskure Sampler-Editionen niederländischer Vertriebslabel bis zu allen Live Scheiben, die ich vom texanischen Musiker ergattern konnte – insgesamt dürften das mittlerweile so um die 200 sein, „Step Back“ ordne ich irgendwo in der Mitte ein – es gibt gute Songs, die ich gerne wieder höre und ein paar, die in die Kategorie “angehört, und gut damit, Hauptsache ich habe die im Regal“ gehören. Vinyl gibt es ebenfalls, allerdings bei einigen Shops „schweineteuer“ (amazon für ca 29 Euro, jpc immerhin „nur“ 21 Euro). JW spielt seine Soli routiniert herunter, ohne wie früher zu glänzen, aber die besten Zeiten hatte er schon viele Jahre hinter sich, auch wenn das 2011er „Roots“ ein richtig feines Album gewesen ist, aber das hat er wohl eher seinem ständigen Schatten Paul Nelson zu verdanken, von dem er in den letzten Jahren „bemuttert“ worden war. Rein in die Sammlung mit dem Teil und gut damit!

VÖ: 02.09.14

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://johnnywinter.net/  &  http://www.johnnywinter.com/about/

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

TYRONE VAUGHAN & JOSH KNIGHT
“STILL RAISIN’ CAIN: TRIBUTE TO JOHNNY WINTER”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Tyrone Vaughan And Josh Knight

TITELVERZEICHNIS:

01.  Interview
02.  Memory Pain
03.  Thunderbird
04.  Keep On Runnin’
05.  Come On Johnny
06.  Come On Johnny
07.  Sixty-One Salute (Instrumental)
08.  Hustle Down N’Texas
09.  World N’Trouble
10.  Johnny Winter B. Goode

Label: SK Records

BLUES ROCK

Für Fans von:  Johnny Winter - Stevie Ray Vaughan - Jonny Lang

USA

Los geht’s mit einem mit einer Radiostation geführten Interview: TYRONE VAUGHAN, der Neffe des legendären tödlich verunglückten Gitarristen “Stevie Ray” und JOSH KNIGHT haben sich zusammengefunden, einen weiteren texanischen (ebenfalls bereits verstorbenen) Supergitarristen zu ehren (<Johnny winter means everthing to us> bestätigen die beiden Musiker dann auch im Gespräch. Das klassische JW-Album. „Raisin’ Cain“ war im Herbst 1980 veröffentlicht worden und ich erinnere mich noch heute daran, wie ich damals – einer der ersten im Staate Deutschland, der mit einem batteriebetriebenen Walkman Cassetten-Player herum spaziert, auf der Strasse rhythmisch im Takt zuckte zu den Songs „Bon Ton Roulet“ und „Sittin’ In The Jail House“. Was die Leute damals wohl über meine spastischen Moves gedacht haben? War mir aber komplett wurscht! Bei „Still Raisin’ Cain“ handelt es sich aber nicht um eine Neuinterpretation des Albums – so blasphemisch wollten die Boys dann doch nicht sein – nee, das hier ist einfach ein gutes Blues Album, das sich - was die Spieltechniken betrifft - irgendwo in der Mitte bewegt zwischen der Musik von Johnny Winter und den Songs des bereits oben erwähnten Stevie Ray, der ja auch oft bestätigt hatte, dass er sehr vom texanischen Albino beeinflusst gewesen war.

Die biografischen Daten besagen, dass Tyrone im zarten Alter von 5 Jahren die erste Gitarre von seinem Onkel in die Hände gedrückt bekommen hat, die erste Faszination hat sich bis heute erhalten. Ende Juli ist der Gitarrist übrigens zu Gast in Deutschland für 3 Konzerte (Hamburg – Downtown Bluesclub, Burg Herzberg Festival, Worpswede Music Hall). Sein Kollege Josh, mit dem er das Album aufgenommen hat, ist üblicherweise mit der eigenen Band „The Vintage Experience“ unterwegs und als 16jähriger durch eine persönliche Begegnung mit B. B. King zum Blues gekommen. Die Verbindung zu Johnny Winter gibt es ebenfalls: Beim aktuellen Album „World N’Trouble“ (eine alternative Version gibt es hier) spielt der ehemalige JW-Bassist Tommy Shannon mit, der ja auch für SRV tiefgetönt hatte. In Texas bleibt halt alles irgendwo immer in der (musikalischen) Familie! Empfehlenswerte Anspieltipps sind das funky „Keep On Runnin“, der zackige Blues-Boogie „Rock N’Roll People“, das hendrix-lastige „Come On Johnny“ und das groovige „Johnny Winter B. Goode“.

VÖ: 24.09.14

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://tyronevaughan.net/  & http://www.joshknight.com

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

KKKKKKKKKK

NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

KKKKKKKKKK

NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

KKKKKKKKKK

NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

KKKKKKKKKK

NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

KKKKKKKKKK

NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

KKKKKKKKKK

NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

KKKKKKKKKK

NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

KKKKKKKKKK

NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

KKKKKKKKKK

NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

KKKKKKKKKK

NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

KKKKKKKKKK

NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx