www.music-newsletter.de

Hier gibt es Rezensionen von Blues CDs, die im Jahr 2016 veröffentlicht worden sind. Hier stehen zurzeit u. a. die Infos zu den Alben ”One Chord Blues” von BOO BOO DAVIS, “Explosive Hits” von SON OF DAVE, “Blue-Eyed Blues” von WORK OF ART, “I Wanna Go Back To Detroit City” von ANDRE WILLIAMS,  “Throw Away Your Blues” von KYLA BROX, “Last Southern Belle” von SANDY CARROLL, “First Set Select Cuts” von BUBBA COON, “Let Me Get By” von der TEDESCHI TRUCKS BAND und “Double Trouble” von BAD TEMPER JOE aus Deutschland.

Blues CDs 2016

Blues CDs Übersicht

Neue Blues CDs

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WORK OF ART “BLUE-EYED BLUES”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Work Of Art - Blue eyed Blues

TRACKLISTING:

01.  Slow Blues And A Shot Of Gin
02.  Priceless
03.  Snake In The Grass (feat. Coco Michelle)
04.  New Sun Rising
05.  When Nighttime Turns To Day (feat. Debbie Major)
06.  Back In Your Arms
07.  Pow Wow Blues
08.  Broken Heart For Sale
09.  That’s The Way I Like It (feat. Debbie Major)
10.  Why Don’t You Treat Me Nice

Label: Sword In The Stone Records
Web: www.swordinthestonerecords.com

BLUES ROCK

Für Fans von:  Eric Clapton - Stevie Ray Vaughan - Bonnie Raitt

USA

Blues Rock der etwas anderen Art. WORK OF ART. Der New Yorker Art Halperin ist einer der vielseitigsten Musiker der US Szene und mit dem “Blue-Eyed Blues” hat er ein prächtiges Blues-Scheibchen veröffentlicht. Der langsame “Slow Blues And A Shot Of Gin” “shuffle”d noch bedächtig vor sich hin, das instrumentale “Priceless” ist dann das erste Hammerstückchen des Albums. Der Multinstrumentalist (Gitarre, Bass, Keyboards, Mundharmonika) wirft um sich mit exzellenten Licks und rockjazzigen Gitarrenverzierungen. Im gospel-souligen “Snake In The Grass” ist es zunächst die sexy Stimme von Coco Michelle, die für Begeisterung sorgt, die Harmonica bläst ein geiles Solo, das Meiste der 10 Songs hat Halperin im Alleingang komponiert, produziert und eingespielt, er sucht sich seine Mitsteiter nach Belieben aus, im swingenden Jive-Rock’n’Roller “That’s The Way I Like It” sind es u. a. die Session-Cracks Eddie Gomez (Bass), Steve Jordan (Drums), Fred Simmons (Posaune), Ed Stein (Honkytonk-Piano) und Debbie Major (Gesang), die mit von der Partie waren. Besagte Debbie gastiert auch in “When Nighttime Turns To Day” und macht mit ihrem Vortrag das Stück zu einem Ereignis! Die Frau hat eine starke soul-rockige Stimme, ist laut eigener Aussage sehr vom Motown-Sound beeinflusst und wird mit Sicherheit zukünftig noch mehr von sich hören lassen: http://www.debbiemajor.com - at least eye hope so!

Das romantisch angehauchte “New Sun Rising” verzieren toll arrangierte Backing Vocals und ein zum Himmel schreiendes “Santana”-Gitarrensolo. “Back In Your Arms” ist Akustik-Blues pur, der “Pow Wow Blues” ein instrumentaler Americana-Rocker und “Broken Heart For Sale” beschwört sämtlich Götter der pentatonischen Bluestonleiter mit eindringlich gespielten Licks und Turnarounds.

FAZIT: Das musikalische Chamäleon Art Halperin dieses Mal im Blues Segment. Der New Yorker ist neben dem Projekt WORK OF ART auch in der Reggae Band “The Natural Mystics” aktiv, hat bereits als Autor das Screenplay für das Musical “Reggae On Broadway” geschrieben und protegiert nebenbei Töchterlein Meeka, das schon einige “Kinder-Pop”-CDs veröffentlicht hat. Mit “Blue-Eyed Blues” hat er mit ein paar befreundeten Musikern eines der besten Blues Alben des Jahres 2016 aufgenommen.

VÖ: 21.06.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.workofartmusic.com/  &  https://myspace.com/workofartny/music/songs   

TOURDATEN

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LEISTUNGSSTARKE FIRMEN EMPFEHLEN SICH

 

 

 

ANDRE WILLIAMS “I WANNA GO BACK TO DETROIT CITY”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES’N’SOUL

Für Fans von: Big Joe Turner - Shuggie Otis - Hank Ballard

USA (WASHINGTON)

Eigenwilliges Album, dessen Cover der im November 2016 das stattliche Alter von 80 Jahren erreichende Blues’n’Soul Sänger ANDRE WILLIAMS ziert. Der Mann ist im Nordosten der USA Legende und gilt bei vielen als der “Godfather” des Sprechgesangs. Schon in den 50ern, als Rap noch ein Chromosom im Muttermund der Musikhistorie war, laberte sich der in Alabama geborene und später nach Detroit umgesiedelte Musiker durch die Songs der Bands, bei denen er am Mikrofon stand. Beispielhaft dafür das 1956er “Bacon Fat”: https://youtu.be/s0kr0IFsM6E - das Album “I Wanna Go Back To Detroit City” stellt 9 neue Songs vor, die produktionstechnisch allenfalls Mittelmass darstellen, teilweise wie in “Times” klingt es, als ob sich sämtliche Musiker in anderen Räumen befinden als der Sänger und dabei jeder das spielt, was ihm gerade spontan in den Sinn kommt.

Andre Williams - I Wanna Go Back To Detroit City

VÖ: 03.06.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Label-Profile: https://www.bloodshotrecords.com/artist/andre-williams

TOURDATEN

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SON OF DAVE “EXPLOSIVE HITS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Son Of Dave - Explosive Hits mc

TRACKLISTING:

01.  Black Betty (Original: Ram Jam)
02.  Shake Your Hips (Original: Slim Harpo)
03.  Low Rider (Original: War)
04.  Lust Life (Original: Iggy Pop)
05.  Can’t Rely On You (Original: Paloma Faith)
06.  Not Giving In (Original: Rudimental)
07.  Soul Finger (Original: The Bar Kays)
08.  Crossroad Blues (Original: Robert Johnson)
09.  Pump Up The Jam (Original: Technotronic)
10.  Whole Lotta Rosie (Original: AC/DC)
11.  Harder Better Faster Stronger (Original: Daft Punk)
12.  Tequila (Original: The Champs)
13.  Burning Hell (Original: John Lee Hooker)

HARMONICA ROCK

Für Fans von: Weird Al Yankovic - Chickasaw Mudd Puppie

KANADA

Mit Benjamin Darvill meldet sich einer der versiertesten Blues Musiker zurück mit einen neuen Album. “Explosive Hits” ist die Nummer Sieben in der Diskographie des 49jährigen Songwriters und bereits beim ersten Blick auf das Tracklisting offenbart sich, dass es sich bei den 13 Songs dieses Mal ausschließlich um Cover Versionen handelt, was auch der Zusatz “by other artists” verrät.

Gut - wer die Musik kennt von SON OF DAVE, wie sich der Multiinstrumentalist auf der Bühne nennt, freut sich auf ungewöhnliche Darbietungen, die mit Sicherheit von üblichen Cover-Versionen erheblich abweichen. Sein Lieblingsinstrument ist die Mundharmonika und die eröffnet auch gleich das Album mit dem Rock Klassiker “Black Betty”. Rhythmisches Stampfen, wie es früher mal von Blues-Legende John Lee Hooker zelebriert worden ist, gibt das Tempo vor, das eigentlich während des kompletten Sets beibehalten wird. “Shake Your Hips” ist im Original von “Slim Harpo” und macht dem Wunschgedanken des originären Komponisten alle Ehre - wer hier nicht tanzen will - ab ins Altersheim! Beeinflusst wurde der Kanadier in seiner Jugend übrigens von den Bluesharp-Fetischisten “James Cotton” und “Sonny Terry”, als er diese einst bei einem lokalen Folk Festival Live erlebt hatte.

Die internationale Fachwelt wurde erstmals auf SON OF DAVE aufmerksam, als der Titelsong seines 2010er Albums “Shake A Bone” in der TV-Serie “Breaking Bad” spielte (11. Folge der 3. Staffel) und dass sich der Musiker mittlerweile als “Serienheld” bezeichnen darf, zeigt das saugeile Stück “Voodoo Doll” vom gleichen Album, das Musikfans unlängst in der Pilotfolge der kürzlich gestarteten TV-Serie “Preacher” präsentiert worden ist.

Mit coolem “Prince”-Falsetto macht er sich über den “Low Rider” der Band “War” (remember “Eric Burdon & War”?) her, auch “Iggy Pop” muss dran glauben mit “Lust For Life” und mit “Whole Lotta Rosie” macht der Songwriter sogar vor den hardrockigen “AC/DC” nicht halt und könnte meines Erachtens jederzeit einen respektvollen Part am Mikrofon der Aussies für den gesundheitlich angeschlagenen Brian Johnson abgeben.. Mit “Pump Up The Jam” gibt es eine kuriose Aufbereitung des mittlerweile auch schon als Klassiker bezeichneten 90er Jahre Dancefloor-Hits von der belgischen Electronic-Formation TECHNOTRONIC. Die Beatbox wird u. a. “ausgepackt” in “Can’t Rely On You” (Original: Paloma Faith).

FAZIT: Kein Geheimtipp mehr für die “real music lovers”, aber leider immer noch Musik, der bisher wenig Platz zuteil wurde im großflächigen medialen Interesse der Musikwelt, weil TOP Leute wie SON OF DAVE nach wie vor von den TV- und Radiostationen ignoriert werden. “Explosive Hits” ist ein gutes Cover Album, wer darüber hinaus an einem der besten Blues Alben der letzten Jahre interessiert ist, gibt sich das: http://www.cds.music-newsletter.de/html/blues_cds_2010.html#SonOfDaveCD

VÖ: 10.06.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://sonofdave.com/home/https://sonofdave.officialstore.co.uk/Shop/

TOURDATEN

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KYLA BROX “THROW AWAY YOUR BLUES”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page (kb)

BLUES

Für Fans von: Joss Stone - Maci Gray - Ledisi - Zakiya Hooker

ENGLAND

Die musikalische Karriere von KYLA BROX schien schon in der Wiege vorbestimmt zu sein, Daddy Victor war ein Blues Sänger und Mutter Annette gehörte zum Cast des originalen Musicals “Jesus Christ Superstar”. Gemeinsam haben die Eltern 1974 auch das Album “Rollin’ Back” aufgenommen. Im Alter von 12 Jahren hat das Mädel bereits in der Band ihres Vaters gesungen. “Throw Away Your Blues” ist das neue Album der 36jährigen Zwillingsfrau, deren Stimme Fans gefallen dürfte, die für die Songs von “Joss Stone” oder “Ledisi” schwärmen. Gleich im Auftakt “If You See Him” gibt es eine ergreifende Vocal Performance, weitere starke Anspieltipps sind “Beautiful Day”, der Blues-Funk-Cracker “Choose Me” mit starkem Gitarrensolo von PAUL FARR, “Run Our Home”, der gefühlvoll gesungene “Honestly Blues” und der soulige Uptempo-Gospel “365”.

Kyla Brox - Throw Away Your Blues

VÖ: 15.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.kylabrox.com/  &  https://myspace.com/kylabrox/music/songs

TOURDATEN

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SANDY CARROLL “LAST SOUTHERN BELLE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Sandy Carroll - Last Southern Belle

TITELVERZEICHNIS:

01.  Driving Toward The Sun
02.  Leaving Out On Empty
03.  Last Southern Belle
04.  Southland Rules
05.  Southern Woman
06.  Family Reunion day
07.  Tattoo (That I Can’t Undo)
08.  The Nothing In Your Eyes
09.  Hallelujah Hill (Live Version)
10.  Water Run Dry
11.  Boys Of Shiloh

Label: Catfood Records

BLUES & AMERICANA

Für Fans von: David Lindley - Bonnie Raitt - Janiva Magness

USA

Mit Attributen wie „best songwriter“ und „best singer“ sollte man immer vorsichtig sein, gerade in der Musik gibt es nicht DEN besten oder DIE beste, aber In die Karre von SANDY CARROLL würde ich sofort einsteigen, wenn sie ihr Versprechen einlösen möchte: „Driving Towards The Sun“ singt sie im Opener des Studio Albums. Romantischer Americana-Sound trifft auf den easy-listening Blues-Folk-Rock der „Dire Straits“ und ein bisschen hat der Gitarrist – das muss er zugeben – bei Mark Knopfler abgeschaut, wenn ich mir seine wundervollen Licks zwischen den Strophen so anhöre, aber dann ... Knopfler hat ja auch bei einem gewissen Mister Cale gekuckt.

Das nachfolgende „Leaving Out On Empty“ bringt mich zunächst wieder etwas zurück auf den Boden der Tatsachen. Ein „normal“ gestrickter Rock Pop Song, der gut ist, aber nicht das Niveau des wundervollen Auftakts erreicht. Der Titelsong „Last Southern Belle“ dagegen punktet wieder ganz mächtig. Die violinenschwangere Uptempo-Ballade streift die Subgenres „Heartland Rock“ und “Alternative Country Folk” – ein Song, der auch sehr gut zu den Maestros „Springsteen“ oder oben bereits genanntem „J. J. Cale“  passen würde – das Girl aus Tennessee  singt gefühlvoll und bringt es sogar fertig, ein paar ihrer Textnuancen gänsehautverursachend zu hauchen. Ganz fein auch die Backing Vocals im Hintergrund. „Southland Rules“ ist ein cool schaukelnder Piano-Blues-Rocker, wie ihn die Insider und „real blues lovers“ beispielsweise von “Alain Toussaint” kennen. Und wo bleibt der inbrünstig singende Gospel-Chor, der jetzt noch passen würde? Der kommt später – nämlich in der spirituellen Funk-Blues-Perle „Water Run Dry“! Believe it or not: Absoluter Hammersong!

Etwas New-Orleans-Zydeco-Flair hat die Sängerin auch parat: Der „Family Reunion Day“ swingt groovy mit Akkordeon, Mundharmonika und weinender Slidegitarre, spontan muss ich an die gutgelaunten Klassiker von „David Lindley“ denken – was macht DER denn eigentlich zurzeit?  Den Abschluss des großartigen Albums bestreitet dann die sensible Country & Western-Ballade „Boys Of Shiloh“.

FAZIT: Produziert hat Ehemann JIM GAINES und spätestens jetzt dürften Insider genüsslich dahin schmelzen. Der Mann hat bereits mehrere Grammy eingeheimst für seine herausragenden Produktionen, aufgenommen wurde u. a. in den legendären Muscle Shoals Studios, klar dass die dortige Session Elite – darunter Bassist David Hood und Gitarrist Will McFarlane - zur Verfügung gestand hat und so ist es auch kein Wunder, dass “Last Southern Bell” ein wirklich superbes Genre-Alben geworden ist!

VÖ: 19.02.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.sandycarroll.com/ & http://www.bessieblues.com/home.html

TOURDATEN

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BUBBA COON “FIRST SET SELECT CUTS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES

Für Fans von:  Howlin Wolf - RL Burnside - John Lee Hooker

USA (VERMONT)

<hey mister president i wanna go to> “Cooba” singt BUBBA COON mit rauchiger dunkler Stimme zum mit schnarrenden Tönen sägenden Altosaxophon und gibt dann gleich mit “Rock’n’Roll And Play It Real Loud” die Richtlinie vor. “First Set Select Cuts” ist das aktuelle Album des Blues Hounddogs - kein kultivierter Blues wie der von Bonamassa, Robert Cray oder den nicht verwandten und allesamt verstorbenen “King”-Brothers, sondern rauher Stoff mit den Qualitäten eines Hound Dog Taylor oder R.L. Burnside. Blues, der nach dem Staub der Strasse schmeckt und der sich anhört, als ob er geradewegs von einer alkoholisierten Band in einer Garage aufgenommen worden ist. Highlights: Die Boogies “Brother Bob” und “The 2 Bone Blues”, der New-Orleans-Groover “Dance On Your Grave” und der ultraschnelle (236 bpm) Roots-Rock’n’Roller “Red Hot Red Sox”.

Bubba Coon - First Set Select Cuts

VÖ: 22.02.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.cdbaby.com/Artist/BubbaCoonhttp://bubbacoon.com/

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TEDESCHI TRUCKS BAND “LET ME GET BY”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Tedeschi Trucks Band - Let Me Get By  Cover der Deluxe Edition

Tedeschi Trucks Band  - Let Me Get By Cover der Standard Edition

TITELVERZEICHNIS CD 1:

01.  Anyhow
02.  Laugh About It
03.  Don’t Know What It Means
04.  Right On Time
05.  Let Me Get By
06.  Just As Strange
07.  Crying Over You / Swamp Raga For Hozapfel
08.  Hear Me
09.  I Want More
10.  In Every Heart

TITELVERZEICHNIS CD 2:

01.  Hear Me (Alternate Mix)
02.  In Every Heart (Alternative Mix)
03.  Oh! You Pretty Things
04.  Just As Strange (Alternate Mix)
05.  Satie Groove
06.  Laugh About It
07.  I Pity The Pool
08.  Keep On Grooving

Cover links: Deluxe Edition - rechts: Standard CD

BLUES ROCK

Für Fans von: The Allman Brothers - Dicky Betts - Delaney & Bonnie

USA

Das singende Blues-Ehepaar meldet sich zurück. Die kommunenhafte TEDESCHI TRUCKS BAND stellt ihr neue Album „Let Me Get By“ vor. Susan Tedeschi und Derek Trucks haben sich Mitte der 00er Jahre getroffen und neben dem geschlossenen Bund fürs Leben auch die Voraussetzung für die Gründung einer der besten zeitgenössischen Blues Gruppen erfüllt. Das großartige 2012er Album „Revelator“ ist mit einem Grammy belohnt worden in der Kategorie „Best Blues Album“ und auch das neue Material dürfte gute Chancen besitzen, weil es wieder einen gesunden Querschnitt aus Blues, Soul und Southern Rock bietet. Gleich das erste Stück „Anyhow“ erinnert an die Klassiker der Allman Brothers Band, „Laugh About It“ ist ein exzessiv schreiendes Slidegitarrenmonster, „Don’t Know What It Means“ vermischt Blues-Funk und Doo-Wop-Soul, eine weitere heiße Nummer ist das relaxt groovende „Right On Time“ mit seinen zwischen den Strophen brüllenden heiseren Trompeten-Licks - könnte auch Bestandteil eines klassischen „Tom-Waits“-Albums sein. MIKE MATTISON teilt sich hier die Vocals mit Frontfrau SUSAN. Weitere Anspieltipps: Der 6/8tel getaktete Titelsong, das dem starken Violinenarrangement geschuldete phillysoulige „Crying Over You“, das dann nach 6 Minuten plötzlich in den anmutigen indischen „Swamp Raga For Hozapfel“ übergeht und die dadurch entstandene romantische Stimmung in die wundervolle Soul-Blues-Ballade „Hear Me“ hineingleiten lässt, sowie das rockige „I Want More“. Achtung: Die Standard CD beinhaltet nur 10 Songs, die Entscheidung für die 18-Track-Deluxe-Edition ist eindeutig die bessere Wahl! Und von Vinyl lässt man besser die Finger weg, weil es auch hier trotz einer Doppel-LP schwachsinniger Weise ebenfalls nur 10 Stücke gibt! Warum nicht den Fan mit einer 3er LP belohnen? Irgendwie schon eine lächerliche Veröffentlichungspolitik der Tonträgerfirma. Von den 8 Bonus Tracks sind vor allem die im New Yorker Bacon Theatre mitgeschnittene mitreißende Live Version von „I Pity The Fool“ mit grandioser Vocal Performance von Madame Tedeschi und die Südstaaten-Jam-Hymne “Keep On Growing” erwähnenswert. Käufer der Deluxe Edition freuen sich zudem über ein Boklet mit Studio- und Konzertfotos im exklusiven Vintage-Amp-Design.

FAZIT: Schon eine Zeit lang her, dass ich solch eine (sorry) geile neue Southern Blues Rock Scheibe gehört habe! Wer auf die Musik der “Allman Brothers Band” steht, braucht das Teil hier unbedingt! Am 05. Juni 2016 spielt die Band übrigens in diesem Jahr ihr einziges Deutschlandkonzert im Hamburger Stadtpark auf der Freilichtbühne. Als Support ist die Gruppe “JJ Grey & Mofro” geplant!

VÖ: 29.01.16

Verfügbar: CD & 2-LP & Delxue Edition & Digit. Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://tedeschitrucksband.com/  &  https://youtu.be/bIivRlhwvS4

TOURDATEN

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TOMMY SCHNELLER BAND “BACKBEAT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Tommy Schneller Band - Backbeat 335

TRACKLISTING CD 1:

01.  Backbeat
02.  Trust In Yourself
03.  I Know What You’re Thinking
04.  Tipsy’s
05.  Barefootin’
06.  Let Your Soul Shine
07.  Cold Attitude
08.  The Sun Is Shining Again
09.  Love Is The Key
10.  Tryin’ To Let Go

TRACKLISTING CD 2:

01.  Arschkalte Art
02.  Lass die Seele fliegen
03.  Laut hör ich Dich denken
04.  Arschkalte Art (Radio Version)
05.  Lass die Seele fliegen (Radio Version)
06.  Laut hör ich Dich denken (Radio Version)

BLUES & FUNK

Für Fans von:  Al Jones - Albert Collins - Robert Cray - The Meters

DEUTSCHLAND

Was passt besser, als den trüben Montag Morgen mit einer Blues Scheibe zu beginnen? Es regnet wie verrückt, doch hier kommt man gar nicht zur Möglichkeit, die Weltuntergangsstimmung so richtig auszuleben. Eine eindringlich jaulende Slidegitarre dient gleich am Anfang als vollkommener Weckruf  JENS FILSER heißt der Mann, der den Auftakt und Titelsong “Backbeat” einläutet. Im zweiten Stück „Trust In Yourself“ bilden funky stakkato-Licks den Rahmen für die Spielwiese, auf der sich die wunderbar klingende Orgel legt - gespielt wird sie von Keyboarder DIRK SCHONDT. Markante Bläsersätze und ein cooles schön akzentuiertes Trompetensolo von GURY WINTERS gibt’s zudem. TOMMY SCHNELLER ist der saxophonspielende Chef und er singt selbst und bekommt dazu noch Unterstützung von DORREY LIN LYLYES, die sich erstmals im romantisch-souligen „Barefootin“ mit einbringt. Eine zauberhafte Soul-Ballade, die ich der Band gar nicht zugetraut hätte nach den ersten 4 Funk-Blues-Cookies. Gitarrist FILSER hat sich mittlerweile die achtsaitige Mandoline umgehängt uns sorgt so auch für die wundervolle Atmosphäre. Doch keine Angst, bevor Ihr denkt, dass jetzt alles in Richtung Schmusesoul abdriftet - mit „Let Your Soul Shine“ wird wieder das Muskelshirt ausgepackt. Knackiger „Stevie-Wonder-Clavinet“-Sound im Hintergrund, sexy Old-School-Funk, wie ich ihn auch schon lange nicht mehr gehört habe!

Die Band lädt den Zuhörer ein zum Besuch in die <bordellos in new orleans> und danach in den Bundesstaat Atlanta nach Georgia ins „Tipsy’s“, wo Gitarrist FILSER bereits mit messerscharfen „Iceman“-Licks (die waren das Markenzeichen des verstorbenen Albert Collins) wartet. „I Know What You’re Thinking“ kommt mit gutem Chor & kraftvollen „Tower-Of-Power“-Bläsersätzen, Keyboarder WINTERS setzt dicke phätte Synthie-Bass-Licks in den Song und der Chef verziert den knackigen Groove mit einem heißen Saxophonsolo. Ganz am Ende der ersten Disc zeigt die TOMMY SCHNELLER BAND mit dem new-orleans-jazzigen „Tryin’ To Let Go“, dass sie auch locker bei den jährlich stattfindenden Mardi-Gras-Paraden mithalten könnte.

CD 2 beginnt mit dem sozialkritischen „Arschkalte Art“, das die haselnussbraune Politik in Deutschland vor den Pranger stellt, ein noch nie da gewesener  Mix aus „Bonnamassa“ und „Lindenberg“ – saucool! Das nexte Deja Vu-Erlebnis steht in der Warteschleife: „Lass die Seele fliegen“ ist knackiger Slow Funk a la “Candy Dulfer” verziert mit tollen „B.B.King“-Licks von JENS FILSER, irgendwie erinnert mich der megastarke Gitarrensound hier auch an die Musik einer lange vergessenen Band namens „Redbone“. Der geniale Solo flattert übers Griffbrett und wechselt gekonnt mit relaxt swingenden Fills zwischen den Strophen. „Neu Deutsch“ ist der Titel der zweiten Disc – „neudeutscher exzellent tanzbarer bluesfunk“ würde noch besser passen! „Laut hör ich Dich denken“ läuft in der gleichen Spur und von diesen drei Songs gibt es auch die jeweiligen etwas kürzeren alternativen Radio Versionen. Und von denen ich hoffe, dass sie dort auch etwas Airplay bekommen, damit ganz Deutschland in den Genuss dieser phantastischen Musik kommt. Und am Ende muss ich noch den plakativen Spruch los werden: <the blues is still alive> und selten hat er sich besser angehört als auf dem „Backbeat“ der TOMMY SCHNELLER BAND!

FAZIT: 10 Musiker, die einen authentischen Chicago Blues Sound hinlegen, wie ich ihn von deutschen Acts so gut wie bisher kaum gehört habe. Das sechste Studio Album der TOMMY SCHNELLER BAND ist ein Meilenstein der deutschen Blues Historie. Die Band befindet sich demnächst auf Tour (Daten wie gehabt im Tourkalender) und wenn die Energie dieses Albums ihren Weg auf die Bühne findet, dürfte es sich bei den Konzerten um die besten Tanzparties des Jahres handeln!

VÖ: 26.02.16

Verfügbar: 2-CD

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: www.tommyschneller.de/  

TOURDATEN

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BAD TEMPER JOE “DOUBLE TROUBLE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Bad Temper Joe - Double Trouble mc

TITELVERZEICHNIS:

01.  Double Trouble
02.  Girl From The East
03.  Spoonfull
04.  If Tears Were Diamonds
05.  I’ll Be Happy When You Cry
06.  Next To You
07.  24 Hours Of The Day
08.  Watching Her Sleeping
09.  Ever Meet Again
10.  Gave Up Loving You

Label: Timezone Records
Web: www.timezone-records.com

ACOUSTIC BLUES

Für Fans von: Brownie McGhee- Mississippi Fred McDowell

DEUTSCHLAND

Der Begriff “Double Trouble” elektrifiziert natürlich sofort jeden Blues Fan – das war der Name der unvergleichlichen Rhythmusfundaments gewesen, das den  Gitarristen Stevie Ray Vaughan mehrere Jahre bis zu dessen tragischen Ableben begleitet hatte. Das neue Album des deutschen Blues Musikers BAD TEMPER JOE trägt den gleichen Namen und bezieht sich jedoch hier auf die personelle Besetzung des Albums. Der mit einem zackigen A7-Akkord eröffenete Titelsong bildet den Auftakt zu 35 spannenden Minuten, die der Bielefelder Musik mit der Akustikgitarre bestreitet, 10 neue Songs gibt es aus dem stetig wachsenden Portfolio, der erste Turnaround bringt gleich den Mundharmonikaspezialisten MARCEL RAHE in Spiel, der in 8 Stücken als Begleiter fungiert.

Abwechslungsreich geht es zur Sache,  im “Willie-Dixon”-Klassiker “Spoonful” (alle anderen Songs sind Eigenkompositionen) legen beide Musiker einen leidenschaftlichen Drive aufs Parkett, “Girl From The East” ist ein melancholischer ruhiger Folkie, “I’ll Be Happy When You Cry” lebt vom wunderschönen Folkzupfmuster, über dem die dunkle Stimme des Songwriters thront. Mit leichten perkussiven Klopfern auf dem Gitarrenbody sorgt der “schlechtgelaunte Joe” in “Next To You” für ein zartes Rhythmusmuster. „Watching Her Sleeping“ lebt von virtuosen bluesigen Pull-Offs und Hammer-Ons, im „delta-sumpfigen“ “Ever Meet Again” dominiert die Slidegitarre und das Zusammenspiel der beiden Protagonisten sorgt hier einmal mehr für eine tolle Atmosphäre.

Im Februar ist BAD TEMPER JOE in Deutschland konzertant unterwegs (alle Termine findet Ihr, wenn Ihr auf den Link Tourdaten klickt) und während es in den USA immer wieder TOP Musiker gibt, die sich im akustischen Blues Genre tummeln, muss man hierzulande schon genau hinschauen, um Vergleichbares zu entdecken. Vier Studio Alben hat der Gitarrist schon veröffentlicht, den exzellenten Vorgänger “Tough Ain’t Easy” habe ich Euch ja auch bereits vorgestellt. Der deutsche BAD TEMPER JOE präsentiert seine Songs mit deeprootsiger Authentizität, die dem Zuhörer das Gefühl vermitteln, direkt inmitten des Mississippi-Deltas zu sitzen.

VÖ: 19.02.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.badtemperjoe.com/  &  https://soundcloud.com/badtemperjoe/

TOURDATEN

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THE BLUES SPIDERS “TWO”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

The Blues Spiders - Two

TITELVERZEICHNIS:

01.  The European Blues
02.  You Don’t Get The Blues
03.  Devil In A Bottle
04.  Great Expectations
05.  Me & Jimmy Reed
06.  Party Girl
07.  End In Tears
08.  Begging For More
09.  Taildraggin’ Woman
10.  Women, Whiskey & Blues
11.  Shake Your Money Maker

Label: Thames Delta Recordings

ELECTRIC BLUES

Für Fans von:  The Blues Band - George Thorogood - Dr. Feelgood

ENGLAND

Immer wieder erfrischend, wenn man eine “neue” Band wie THE BLUES SPIDERS kennen lernt, die ihren Blues herzerfrischend spielen in der Tradition der “Blues Brothers” oder der “Fabulous Thunderbirds”. Gitarren und Mundharmonika dominieren in den 11 Tracks der Gruppe, die zwar nicht das Rad neu erfindet, aber doch dafür sorgt, dass das Genre wieder mal einen neuen Schub bekommt. 6 sind neue Songs, die 5 anderen Live Versionen von Tracks, die es auf dem 2014er Debüt Album “All My Fault” zu hören gegeben hat. “Natürlich gibt es mit “Shake Your Money Maker” und “Great Expectations” ein paar Standards, aber die meisten Songs des Londoner Quartetts sind Eigenkompositionen und stehen den Klassikern gutgelaunt in nichts nach. Im Netz des achtbeinigen Lineups haben sich MITCH GREAVES (Vocals, Mundharmonika), PAUL HENSHAW (Bass), BOB CLOUTER (Schlagzeug) und RUSS COTTEE (Gitarre) verfangen, die Highlights des Albums (Spielzeit 45:31 Minuten) sind: Der Slidegitarren-Anti-Alk-Song “Devil In A Bottle”, “Party Girl”,

VÖ: 18.01.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: https://soundcloud.com/thebluesspiders & https://thebluesspiders.bandcamp.com/releases

TOURDATEN

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BOO BOO DAVIS “ONE CHORD BLUES”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Boo Boo Davis - One Chord Blues mc

01.  The Snake
02.  Can Man
03.  I’m So Tired
04.  Back In The Woods
05.  Hard Times
06.  Keep On Livin’ Me Baby
07.  Don’t Wait Too Late
08.  Blues On My Mind
09.  Ice Storm
10.  I’m Coming Home
11.  There’s A Roach Crawlin’
12.  What Is Is
13.  Walk On Tall
14.  Who Stole The Booty
15.  Got The Feeling
16.  Old School

Label: Black And Tan Records
Web:  www.blackandtanrecords.nl

BLUES

Für Fans von: John Lee Hooker - Canned Heat - Screamin Jay Hawkins

USA

Immer wenn ich einen alten Hounddog wie BOO BOO DAVIS höre, denke ich mir <warum ist dieser Mann nicht längst international und folgedem auch hierzulande bekannt?> Groovige “Jimi-Hendrix”-Licks, eine schnarrende an den Klang von Screaming Jay Hawkins erinnernde Stimme, verzerrte Mundharmonika-Riffs und eine dröhnende Orgel (gespielt von Roel Spanjers), die geradezu von der Bühne eines 60er Jahre “Doors”-Konzerts zu den Aufnahmen dieser Scheibe hinüber gewandert ist. “The Snake” ist der geniale Auftakt des Albums “One Chord Blues”, das die besten und interessantesten Stücke seiner bisher veröffentlichten Studio Alben zusammenfasst. Der als James Davis geborene Musiker aus dem Süden der USA ist seit den 70er Jahren unterwegs und hat sich nie viel um Mainstream oder kommerzielle Dinge geschert. Auftreten - schlafen - essen’n’trinken - die verdiente Kohle für Miete oder andere nützliche Dinge ausgeben und so wiederholt sich der Kreislauf seit Jahren.

Entdeckt habe ich den Blues Sänger, der auch Mundharmonika und Schlagzeug spielt, durch Zufall. Mitten in der 12. Folge der 4. Staffel der TV-Serie haut mich ein geiler Delta-Swamper vom Hocker und ich will sofort wissen, wer das ist. Das Stück “I’m So Tired” gab es dann leider nicht auf dem zur Serie gehörenden Soundtrack, dafür befindet er sich jetzt auf dieser neuen Scheibe! Neben 15 weiteren starken Blues Songs, die mit zum Besten gehören, dass ich in den letzten Monaten im Genre gehört habe. Ein Highlight jagd das Andere: Der mysteriöse, fast dämonische Stomper “Back In The Woods”, der sogar die Alligatoren das Fürchten lehrt. “Keep On Lovin’ Me Baby” könnte sich auf den besten “John-Lee-Hooker”-Alben befinden, nur der stampfende Fuss fehlt, aber den hat er der leider schon verstorbene Bluesman mit ins Grab genommen (am 21. Juni 2001 im Alter von 83 Jahren). Dafür aber stampft der prächtige Groove in “Don’t Wait Too Late” heftig in Richtung Blues-Punk, “There’s A Roach Crawlin” schlägt in die gleiche Kerbe, der zackige E-9-Akkord von JAN MITTENDORP sorgt für funky Feeling..

FAZIT: In den 80er Jahren war ich ein Blues Maniac und begeisterter Anhänger der schwarzen Blues Bewegung gewesen. Son Seals, Hounddog Taylor und Luther Johnson hießen meine Heroen und genau in diese Kategorie fällt die Musik von BOO BOO DAVIS. Reinrassiger elektrischer rauher Blues aus dem Delta - Musik, die packt und sich locker das Attribut Mojo verdient, anders als die zahlreichen nachspielenden Billigcombos, die sich schämen sollten, dass sie diese Phrase missbrauchen. Und warum nur, warum nur, warum nur gibt es von diesem geilen Exponat kein Vinyl? Play It Loud & Party! Wer den authentischen elektrischen Roots Blues mag, kommt an dieser Scheibe nicht vorbei, alle anderen bleiben besser beim zigfachsten Aufguss langweiliger Bonamassa- oder Eric-Clapton-Kopisten!

VÖ: 10.01.16

Verfügbar: Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.booboodavis.com/   & http://crossroads.nl/blacktan/ (Label)

TOURDATEN

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LEVEE TOWN   “ TAKIN’ & GIVIN’ ”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Levee Town - Takin And Givin

01.  Takin’ & Givin’
02.  High Flyin’ Mama
03.  Kansas City Woman
04.  Mr. Jameson
05.  Walkin’ Down The Road
06.  You’re So Hip
07.  I’m A Damn Good Time
08.  Charlie Brown
09.  I’m Gone
10.  Sunday Afternoon
11.  Letter To My Baby
12.  Do-Si-Do
13.  Every Day & Every Night
14.  El Grape (Instrumental)

BLUES

Für Fans von: Albert Collins - Son Seals - Tom Principato

USA

Das schöne Wörtchen “levee” (sprich: Lewwieh) ist mir zum ersten Male aufgefallen, als ich 15 Jahre alt war und konzentriert dem neuen Album (dem vierten) von “Led Zeppelin” zuhörte, auf dem sich das Stück “When The Levee Breaks” befand. Ich hatte damals keine Ahnung, was es bedeutete (google war damals noch nicht eimal ein Embryo eines intellektuellen Gedankengangs) und hab’s dann wieder vergessen, bis ein leider schon verstorbener Blues Musiker namens “John Campbell” ein Stück gleichen Namens auf seinem Debüt Album spielte. Da habe ich dann herausgefunden, dass es sich beim ursprünglichen Song um ein Original von Kansas Joe McCoy und Memphis Minnie handelte, die diesen Klassiker bereits 1929 gesungen hatten. Übersetzt heißt es soviel wie “wenn der Damm bricht” und es bezieht sich aber sinngemäß nicht nur auf das Stück Stein, das Wasser davon abhält, in ein Tal zu fluten. Genug mit dem Vorgeplänkel - des gibt seit einiger Zeit eine Band namens LEVEE TOWN, die seit zehn Jahren in klassicher Triobesetzung unterwegs ist und bisher vier Studio Alben veröffentlicht hat. Im Laufe der Jahre hat sich das Trio mit dem versierten Blues Spezialisten James “Jimmie” Meade zum Quartett erweitert.

“Takin’ & Givin” ist die Nummer 5 und glänzt erneut wie schon der 2011er Vorgänger mit 14 exzellenten Blues Schlagern. Chefsongwriter & Gitarrist & Vokalist Brandon Hudspeth hört sich mit seiner “Gibson Les Paul” in “High Flyin’ Mama” mit seinen Licks und Soli an wie der “Iceman” Albert Collins höchstpersönlich. Verzerrung bis zum Anschlag hat er nicht nötig wie viele Andere (Bonamassa, ha, ha) - bei ihm kommt jeder Anschlag und jede Note punktiert sauber rüber. Geboten wird die ganze Blues-Palette vom Slow Blues (“Kansas City Woman”) über den swingenden Jive-Blues (“Mr. Jameson” mit 197,2 bpm), den Country-Rockabilly-Stomper  “I’m Gone” mit coolem Maultrommeleinsatz bis hin zum schnellen Boogie-Rocker a la “George Thorogoo” (“You’re So Hip” mit 201,0 bpm) und dabei gibt es keine angestaubten hundertsten Cover Versionen irgendwelcher Uralt-Klamotten, sondern 14 Eigeninterpretaionen, die sich gut in das Repertoire jeder umfangreich bestückten Blues Sammlung eingliedern.

Zur Vervollständigung der begleitenden Infos muss natürlich die sehr gute Rhythmusfraktion - bestehend aus Jacque Garoutte am Bass und Adam Hagerman am Schlagzeug ebenfalls Erwähnung finden. Mit der Band im Studio haben sich Annie P. Walser (spielt in ein paar Song ein stark groovendes Honkytonk-Piano) und Organist Chris Hazelton eingefunden. Als besonderer Gast steht in “Walkin’ Down The Road” und im romantischen Soul-Blues “I’m A Damn Glood Time” mit whiskey-getränkter Stimme Jaisson Taylor, der Frontman eines in Kansas City ortsanässigen und der Gruppe sehr gut bekannten Blues Trios, am Mikrofon.

VÖ: 30.07.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.leveetown.com/music/  &  https://youtu.be/W_W2bEjXzp8  (Live Video 2015)

TOURDATEN

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BLINDSIDE BLUES BAND “JOURNEY TO THE STARS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Blindside Blues Band - Journey mc

TRACKLISTING:

01.  Journey To The Stars
02.  Rock N’ Roll Is My Life
03.  Smokehouse Row
04.  Calling My Name
05.  Freight Train
06.  I’m On Fire
07.  Shadow In My Dream
08.  Fly On High
09.  Rolling Down The Highway
10.  Sign Of The Time
11.  79 Cent Blues

Label: Grooveyard Records

HEAVY BLUES ROCK

Für Fans von:  Pat Travers – Gary Moore – Joe Bonamassa - ZZ Top

USA

Info für alle Motorbiker und Classic Blues Rock Fans! Die heavyrockende BLINDSIDE BLUES BAND meldet sich zurück mit „Journey To The Stars“, einem Hammer-Album das vor allem die Freunde der dröhnenden Gitarrenfraktion erfreut. Angefangen beim sagenhaften Titelsong bis hin zum rauschenden Finale, dem an die exzessiven 70er Jahre Slow Jams von „Robin Trower“ erinnernden „79 Cent Blues“. Zwischendrin gibt’s vorwärts peitschende Drums, ultraschnelle und niveauvolle Gitarrensoli und Chefklampfer Mike Onesko klingt gesanglich immer noch wie der ausgeschlafene „Lemmy Kilmister“. „Rock’n’Roll Is My Life – that’s the way it’s gonna be“ lautet das leidenschaftliche Statement des Sängers. „Calling My Name“ ist ein „ZZ-Top“-Kracher-Klone vom Feinsten, wie ihn die drei besagten Herren aus Texas schon seit Jahren nicht mehr zustande gebracht haben, Onesko lässt wie einst „Billy Gibbons“ die Saiten seiner Axt pfeifen (in dem er sie gleichzeitig mit dem Plektrum und der Haut seines Fingers anreißt, funktioniert am besten mit einem „Upstroke“, wie alle Gitarristen wissen). Der legendäre „Freight Train“ ist immer wieder mal ein gerne besungenes Thema bei Musikern seit den 1930er Jahren, bereits im Oktober 1929 ist der „Freight Train Ramble“ veröffentlicht worden vom Country Blues Duo Tom Darby und Jimmie Talton: https://youtu.be/4Ube9ZamLN0, „I’m On Fire“ hämmert in bester „Motörhead“-Manier aus den Lautsprechern mit geilen Twin-Gitarren im Mittelteil - neu im Boot ist der dänische Gitarrist Martin J. Anderson. Die Band wird komplettiert von Schlagzeuger Jeff Martin und Bassist Steve Evans.

In Deutschland hat die Gruppe 2010 beim (vom WDR-Rockpalast übertragenen) Crossroads Festival gerockt und dadurch auch hierzulande damals eine ganze Menge Fans neu dazu bekommen. Vom Konzert gibt es auch ein sehr empfehlenswertes Doppel-Disc-Album (CD+ DVD), wer prime-Kunde bei amazon ist, kann sich diesen Live Auftritt wie auch das 2009er Album „Smokehouse Sessions“ via stream ohne Kaufverpflichtung anhören.

FAZIT: Play it awesome loud and enjoy! “Journey To The Stars” hebt ab nach Oben und rührt in Person von Mike Onesko und der BLINDHOUSE BLUES BAND im Vermächtniskochtopf von Jimi (Hendrix), Stevie Ray, Rory und Tommy (Bolin) und bringt ein krachendes Hammer Süppchen auf den Teller.

VÖ: 11.07.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.mikeoneskoband.com/ & https://youtu.be/vzmBIZzFyWs  (“Freight Train”)

TOURDATEN

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LEFT LANE CRUISER “BECK IN BLACK”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Left Lane Cruiser - Beck In Black

TRACKLISTING:

01.  The Pusher
02.  Circus
03.  G Bob
04.  Bloodhound
05.  Zombie Blocked
06.  Chevrolet
07.  Sausage Paw
08.  Crackalacka
09.  Hip Hop
10.  Heavy
11.  Maybe
12.  Amy’s In The Kitchen
13.  Chicken
14.  Juice To Get Loose

BLUES ROCK

Für Fans von:  JJ Grey & Mofro  - Canned Heat - R.L.  Burnside

USA

LEFT LANE CRUISER sind eine der zahlreichen Blues Rock Gruppen, deren Musik vom fetten Slidegitarren- und Resonatorgitarren-Sound dominiert wird. Viele Musikfans hierzulande haben die Band wohl zum ersten Mal gehört, als ihr Song „Waynedale“ vom dritten Album „All You Can Eat“, in der 8. Folge der 3. Staffel der TV-Serie „Breaking Bad“ geröhrt hat. Fredrick Evans ist der Frontmann an den Saiten, bedient auch die Orgel und den Bass und versieht seinen Job am Mikrofon, Gründungsmitglied Brenn Beck war zuständig für Schlagzeug, weitere perkussive Instrumente und die Mundharmonika und hat aber die Band mittlerweile verlassen. Pete Dio, der schon beim 2015er Album “Dirty Spliff Blues” mitgespielt hat, hat seinen Job übernommen. „Beck In Black“ ist das erste „Greatest Hits“-Album Album der Gruppe, zu hören gibt es insgesamt 14 Songs, 8 davon aus den bisherigen acht Studio Alben und 6 bis dato unveröffentlichte Tracks. Wobei darauf geachtet werden sollte, dass Vinyl-Käufer – und das ist schon seit jeher einer der Schwachpunkte diverser Vinyl-Veröffentlichungen – nur 10 Stücke bekommen.

Wer die Band noch gar nicht kennt, sollte – Genre-Affinität vorausgesetzt – unbedingt zugreifen, zu hören gibt es die übliche deftige Packung aus südstaatengetränktem Boogie-Rock und sumpfigem authentischen Delta Blues. Die Highlights des Albums oder - wie auch immer - empfehlenswerten Anspieltipps sind auf jeden Fall ”Circus“, “Crackalacka” ”G-Bob“,  ”Sausage Paw“ und der “zz-top”ige Boogie “Amy’s In The Kitchen”.

VÖ: 08.07.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.alive-records.com/artist/left-lane-cruiser/ & https://twitter.com/leftlanecruiser

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

KKKKKKKKKK

NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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