www.music-newsletter.de

Hier findest Du Infos zu CDs von Gitarristen aller Genres. Wichtig ist es uns, in dieser Rubrik die Solo Alben diverser Gitarristen vorzustellen und nicht die Alben von Bands oder Interpreten, die einen guten Gitarristen im Lineup haben, solche Alben findet Ihr an anderer Stelle Webseite - schau einfach mal in der Genre-Übersicht oder im Musiker-Register. Zurzeit gibt es Infos zu den Alben “Influence” von PHILIP SAYCE, “The Essential” von RICHIE KOTZEN, “Islands Of Tranquility” von PETER REIMER aus Deutschland, “Rock Instrumental” von LEONARDO ESJAITA, “Balloon Cement” von BUCKETHEAD, “Gypsy Trio” von BIRELI LAGRENE, “Tokyo Jukebox” von MARTY FRIEDMAN, “Truth Is Stranger Than Fiction” von MATZE WURM, “West Coast Seattle Boy” von JIMI HENDRIX, “Soul On Ten” von ROBBEN FORD, “Standing Out In Their Field” von STEVE MORSE, “Emotion & Commotion” von JEFF BECK, “Metalusion” von GLEN DROVER, “Voodoo Guitar” von DIRTY DAVE OST, “Junior” von KAKI KING, “Valleys Of Neptune” von JIMI HENDRIX, “Were The Other Wild Things Are” von STEVE VAI, “Jenga” von SPARKY QUANO, “Essential Montreux” von GARY MOORE, “Undeniable” von PAT MARTINO, “Guitar Man” von GEORGE BENSON, “Live In France” von RODRIGO Y GABRIELA, “Kill All Control” von GEORGE LYNCH, “Black Swans And Wormhole Wizards” von JOE SATRIANI, “6 String Theory” von LEE RITENOUR; “Beatles From The Heart” von KAARE NORGE, “What’s It All About” von PAT METHENY und “Little By Little” von TOMMY EMMANUEL. Auf der Partnerseite musikverrueckt.de findest Du weitere Alben von Gitarristen.

Guitar CDs

Guitar CDs

Gesamtübersicht

Startseite

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PHILIP SAYCE “INFLUENCE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Philip Saye - Influence

01. Tom Devil
02. Out Of My Mind
03. Sailin’ Shoes
04. I’m Going Home
05. Fade Into You
06. Blues Ain’t Nothin But A Good Woman On Your Mind
07. Green Power
08. Better Days
09. Easy On The Eyes
10. Evil Woman
11. Triumph
12. Light ‘Em Up
13. Peace In The Valley

Label: Mascot Music Productionss

BLUES ROCK

Für Fans von:  Lenny Kravitz – Jimi Hendrix – The Yardbirds

KANADA

Schwerer Blues Rock Stoff von PHILIP SAYCE –  die neuen 13 Songs des in Wales geborenen kanadischen Super-Gitarristen kommen im phätten psychedelischen Frack – das gruselig-mysteriöse „Tom Devil“ erinnert mich spontan an die 60er/70er Kultscheiben von „Mountain“ oder „Chicken Chack“ und wie im Klassiker „Poor Boy“ der zweitgenannten Formation gibt es im Auftakt den heissen Einsatz von bluesigen Riffs und dickem „Wah-Wah“-Nebel, „Out Of My Mind“ könnte durchaus als heimlich verschollener Bruder des „Hendrix“-Klassikers „Crosstown Traffic“ durchgehen. „Sailin’ Shoes“ führt die Tradition der „sayce“schen Funk-Rock-Cracker fort, wie es sie bereits auf seinen Vorgänger-Alben zu hören gab.

Die rockige Ballade „Better Days“ hätte sich auch auf einer der früheren Alben von „Lenny Kravitz“ befinden können, als dieser noch gute Ideen zu Tage förderte und nicht mit nach den Charts ausgerichtetem Mainstream-Müll langweilte. Auch geil: „Evil Woman“ und der (zweite) „Hendrix“-Klon „Light Em Up“ mit einem ab Minute 03:04 zum Himmel schreienden Solo. Die instrumentale Nummer „Triumph“ rundet ein gelungenes Gitarren-Rock-Album ab. Wer den Gitarristen noch gar nicht gekannt hat, hat wahrscheinlich noch nie den „Guitar-Newsletter“ von Dr. Music gelesen – „Influence“ ist das sechste Studio Album des Kanadiers, mitgewirkt hat der Gitarrist bereits auf den Veröffentlichungen von „Jeff Healey“ und „Melissa Etheridge“ – unvergessen auch sein Auftritt mit letztgenannter Sängerin und „Joss Stone“ in der Live Show der 2005er „Grammy Awards“–Verleihung, als das Trio die beiden „Janis-Joplin“-Klassiker „Cry Baby“ und „Piece Of My Heart“ performt hat.

FAZIT: Geiler Retro-Blues-Rock und wenn ich das Album “Influence” von PHILIP SAYCE mit den derzeit veröffentlichten sich oft ähnelnden Blues Rock-Produktionen vergleiche, wo meist nur die Lautstärke überzeugt, gibt es hier 13 leidenschaftliche Donnerwetter, die mir allesamt gut gefallen.

VÖ: 22.08.14

Verfügbar: CD & 2-Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://philipsayce.com/  &  http://www.youtube.com/user/PhilipSayce

TOURDATEN

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RICHIE KOTZEN “THE ESSENTIAL”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ROCK

Für Fans von:  Marty Friedman  – Chickenfoot – Joe Satriani

USA (NEW YORK)

RICHIE KOTZEN war einer der Gitarristen, die plötzlich wie auch seine Kollegen Joe Satriani, Marty Friedman, Greg Howe und viele andere Ende der 80er Jahre im Rampenlicht standen und nachfolgende Generationen mit ihrem technisch hochklassigen Gitarrenspiel beeinflussten. Der Musiker aus Pennsylvania war – hier gibt es den nächsten Berührungspunkt mit weiteren Saitenschwingern – vom US Produzenten, Label Besitzer & Guitar Maniac Mike Varney entdeckt worden über die Talent-Kolumne im US Magazin „Guitar Player“ – das Magazin, das in den 70er und 80er Jahren bis in die späten 90er das führende Gitarrenmagazin weltweit war und von vielen anderen (auch deutschen) Zeitschriften gnadenlos kopiert wurde. 19 Studio Alben, 1 Live Album und  ...... WEITERLESEN AUF MUSIKVERRUECKT.DE

Richie Kotzen - The Essential Sep 2014

VÖ: 02.09.14

Verfügbar: 2-CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web:  http://richiekotzen.com/

TRACKLISTING

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PETER REIMER “ISLANDS OF TRANQUILITY”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Peter Reimer - Islands Of Tranquility 300

TITELVERZEICHNIS:

01.  Concerned
02.  Intro Complaint
03.  Complaint
04.  September Sun
05.  Wings
06.  Iceland
07.  Dominik
08.  Rising
09.  Intro Lake Tahoe
10.  Lake Tahoe
11.  Hope
12.  Time After Time

Time:

3:43
1:22
5:18
4:32
5:03
4:05
4:49
7:17
0:52
5:43
7:08
3:23

INSTRUMENTAL

Für Fans von: Michael Hedges - Leo Kottke - Dave Lee Howard

DEUTSCHLAND

Akustische Gitarrenmusik? Da kommen nicht so oft Promos, weil diese meist an Gitarrenfachblätter verschickt werden, was ich sehr schade finde, da die diese nur in grösseren Geschäften des Zeitschriftenhandels verfügbar sind und weil ausserdem auf diesem Wege meist nur gitarrenspielende Musikfans informiert werden über Musiker und deren Veröffentlichungen. Egal. PETER REIMER hat uns sein aktuelles Album „Islands Of Tranquility“ zugesandt. Auf dem schön gestalteten Cover ist eine karibische Insel mitten im Meer zu sehen – eine Idylle der Friedfertigkeit - passt sehr gut zum klanglichen Ambiente der hier vorgestellten Musik. Die Lieder des Gitarristen bieten eine schöne Erholungsgrundlage nach einer langen (in diesem Fall einer sehr langen) Nacht, in der ich bis früh am Morgen als DJ tätig gewesen bin (mit tobendem und sogar auf die Musik der Band „Böhse Onkelz“ abfahrendem Publikum). 11 Eigenkompositionen und eine Cover Version setzt uns der Musiker aus dem hessischen Bad Camberg vor. Er benutzt diverse Instrumente, u. a. sind das Modelle der Gitarrenhersteller “Ovation” und “Stoll”, welche Gitarren in welchen Tracks eingesetzt worden sind, kann in den Produktionsnotizen des Cover Artworks nachgelesen werden.

Gleich zu Beginn zeigt der Musiker, was er so alles in seiner Trickkiste versteckt hat. Die Götter der Fingerfertigkeit treffen sich im „Complaint“ und dem vorangestellten „Intro“ – Stücke für Fans und vor allem auch für Insider, die hochwertiges Gitarrenfutter zu schätzen wissen. Ich weiss nicht, was den Gitarristen beim Komponieren von „September Sun“ gerade inspiriert hat – es ist jedenfalls ein Traum von einem Stück – eines der schönsten Gitarrenstücke, das ich seit einer Ewigkeit gehört habe. „Rising“ erinnert mit seinen vielschichtig arrangierten Flageoletttönen und Fingerstyle-Überlagerungen an die genialen Stücke eines Michael Hedges – am Ende ähnelt das Crescendo an den Aufstieg auf einen der höchsten Berge der Welt und das „Kick“-Feeling, wenn man ganz kurz vor dem Gipfel steht und dann von oben aufs Universum herabschaut mit gelassener Erhabenheit. Virtuosität auf der akustischen Gitarre erhält hier ihre ganz besondere Note. Und ganz verschmitzt gucken die „Stones“ um die Ecke mit der kaum wahrnehmbaren „Let’s Spend The Night Together“ Aufforderung.

Berührungspunkte mit klassischen popmusikalischen Elementen gibt es auch: Der Besuch am „Lake Tahoe“ erinnert entfernt an den instrumentalen Verwandten „If You Could Read My Mind“ von Gordon Lightfoot und am Ende der CD gibt es noch eine sehr schöne Aufbereitung des mittlerweile auch schon in die Jahre gekommenen – aber längst als Klassiker etabliertem – vielfach gecovertem – „Time After Time“ (im Original von Cindy Lauper gesungen). Und aller Virtuosität zum Trotz: Bei PETER REIMER stehen der Song und dessen Melodien im Vordergrund und das macht die Reise zu den “Islands Of Tranquility” zum exorbitanten Erlebnis.

FAZIT: Zurücklehnen & geniessen: Akustisches Gitarren Entertainment in höchstem Masse – der hessische Gitarrist PETER REIMER vereint in seiner Musik die Wesenszüge von Spezialisten wie „Al di Meola“, „Michael Hedges“ und „Earl Klugh“ in Einem – „Islands Of Tranquility“ zelebriert eine knappe Stunde lang sommerliches Feeling, das wie eine frische Brise durch die Seele des Zuhörers fegt und am Ende der kurzweiligen Reise möchte man gar nicht anderes tun, als sich einen weiteren virtuosen Flug über das Griffbrett des Musikers zu gönnen.

VÖ: 12.11.13

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.peter-reimer.de/  &   http://www.youtube.com/user/MrGuitarpete

TOURDATEN

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BUCKETHEAD “BALLOON CEMENT”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Buckethead - Balloon Cement

TITELVERZEICHNIS:

1.  Balloon Cement
2.  Red Water Colors
3.  Transport Void
4.  Thistle Museum
5.  Alligator Eye Viewer
6.  Veil Of Tinfoil
7.  Chestplate
8.  Vast Mound
9.  Replacement Nail
10. Shatter Shell
11. Bridge To Borg
12. Evaporte

Time:

3:07
3:47
0:46
0:46
1:59
4:35
1:18
2:06
4:12
5:02
0:55
1:38

AVANTGARDE ROCK

Für Fans von: Jimi Hendrix – Steve Vai – Frank Zappa – Frank Marino

USA

Der Gitarrist Brian Patrick Carroll ist der Fachwelt meist nur mit seinem obskuren Bühnennamen BUCKETHEAD bekannt. Mitte der 80er Jahre wurde er erstmalig im besten Gitarrenmagazin der Welt (das US Magazin „Guitar Player“) vorgestellt, damals trug er auf dem Foto, das ihn abbildete, eine Gitarre und einen Eimer auf dem Kopf. Der Mann ist mittlerweile zu internationaler Reputation gekommen durch seine Aktivitäten bei Guns N’Roses und durch seine extravaganten und gleichzeitig exzellenten musikalischen Eskapaden und er veröffentlicht auch seit einigen Jahren fast jedes Jahr um die 4 bis 5 Alben unterschiedlichster Güte. „Balloon Cement“ ist sein 36. Studio Album und nach den experimentellen Exzessen der letzten Veröffentlichungen (auf „Spinal Clock“ gab es nur avantgardistische Banjo-Gitarren-Songs) brettert er im ersten Stück, dem Titelsong, gleich los wie es Steve Vai zu seinen besten Zeiten getan hat. Des weiteren gibt es: Rasende schnelle Soli über alle Lagen des Gitarrenhalses, quietschende und jagende Feedback-Orgien, die sich teilweise anhören wie abstürzende Stukkas sowie jede Menge Acid-Tekkkno-Loops, die suggerieren, dass neben dem Haus ein Raumschiff gelandet ist.

In „Red Water Colors“ gibt es Drum-Machine-Gerumpel, das sich anhört, als ob ein überdimensionaler Shredder 4 riesige Fabrikhallen gleichzeitig einstampft. In „Transport Void“ hat der Gitarrist Spass mit dem Toggle Switch (der Umschalter zwischen den Tonabnehmern), mit „Alligator Eye Viewer“ gibt’s einen Heavy-Fusion- Rocker und im zweitlänxten Stück „Veil Of Tinfoil“ steigt der Blecheimer auf den Besen & schwingt sich in spacige „robin-trower’sche“ Sphären und lässt am Ende einen gleissenden Solo aus den imaginären Wolken tropfen.

Fazit: Ein 30minütiger Strahl für Heavy Rock Gitarristen oder talentierte „Air Guitar Maestros“ auf der Suche nach dem ultimativen Kick. Musik, wie sie heute ein Jimi Hendrix spielen würde, wäre er noch unter uns. Aber vielleicht trägt Brian Patrick Carroll deshalb einen Eimer auf dem Kopf, weil er in Wirklichkeit James Marshall Hendrix ist  und es einfach vergessen hat. Die kurze Spielzeit hat mich gar nicht gestört, weil ich mir das Album gleich mal 4 x hintereinander gegeben habe. Tipp: Eimer auf den Kopf setzen und laut hören! Wer allerdings strukturierte Songs mit Airplay-Charakter sucht, wird diese Platte nicht kapieren und legt sich lieber selbst in die etwas harmlosere Joe-Satriani-Schublade hinein.

VÖ: 14.04.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: www.bucketheadland.com/  &  http://de.wikipedia.org/wiki/Buckethead

TOURDATEN

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LEONARDO ESJAITA “ROCK INSTRUMENTAL”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Leonardo Esjaita - Rock Instrumental

TITELVERZEICHNIS:

01.  Mirage Delta
02.  Mi Dulce Agustina
03.  Adrenalina
04.  Speed
05.  Corre Por Me Sangre
06.  Tendinitis
07.  Inspiracion
08.  Te Amo
09.  Homenaje
10.  Caos En El Pentagrama

INSTRUMENTAL ROCK

Für Fans von: Richie Kotzen - Marty Friedman - Jason Becker

ARGENTINIEN

Horch, was kommt von draussen rein! Im eiskalten Dezember flattert ein Umschlag aus – ich glaub’ es kaum – dem fernen Argentinien auf den Gabentisch! LEONARDO ESJAITA aus Buenos Aires habe ich auf der Musikmesse 2011 in Frankfurt am Stand von Schecter Guitars kennen gelernt und seitdem stehen wir in losem eMail Kontakt, „Rock Instrumental“ ist der Titel seines in Eigenregie veröffentlichten Debüt Albums. Schon damals hat mir der Argentinier erzählt, dass er gerade dabei sei, Songs für einen Longplay zusammen zu stellen.

Im Alter von 8 Jahren bekam das junge Talent seine erste Gitarre geschenkt und seitdem hat er sich – zunächst autodidaktisch – alles beigebracht, was nötig war, seine erste eigene lokale Band zu gründen, die als Quartett Cover Songs von „Led Zeppelin“ oder „Iron Maiden“ nachspielte. Dann ging es auf das Konservatorium “Universidad Nacional De La Plata”, wo er die Fächer Kompositionslehre, Jazz und Gehörbildung mit Bravour absolvierte. Heute bewegt sich der mittlerweile 40jährige Gitarrist in einem Bereich, der Jazz, Heavy Rock, Fusion und auch Klassik umfasst. Er spielte bei Studio Sessions renommierter Künstler, arbeitete in Aufnahmestudios und erledigte Auftragsarbeiten fürs Fernsehen & für diverse Radiosender. 1995 formierte der Musiker das schnell überregional bekannte „Power Trio“, mit dem er hunderte von Shows in Lateinamerika spielte. 2009 entschied er sich, seinen Weg als Solist fortzusetzen und das erste Ergebnis rotiert jetzt im Player.

„Rock Instrumental“ bietet 10 Tracks, die Freunden guter harter Gitarrenmusik gefallen. Musik für Fans von „Marty Friedman“, „Yngwie Malmsteen“, „Frank Gambale“ & „Joe Satriani“. Die Instrumente (inklusive Keyboards, Drums, Bass) hat der Musiker selbst eingespielt. 43 Minuten lang gibt es alles, was das „Shredder“-Herz begehrt: Rasende „Two-Hand-Fingertappings“, komplexe Akkord-Arpeggios, über die sich auch ein „Allan Holdsworth“ freuen dürfte, ausufernde „Legato“-Stretchings, „palm-muted“ Metalcore-Guitar-Riffs, zweistimmige Griffbrettflieger, die in der I. Lage starten und in irrwitziger Geschwindigkeit nach oben bis in die XV. Lage galoppieren, um dann als Synkopen & Triolen wieder wie Soldaten in Reih und Glied den Gitarrenhals herunter zu marschieren.

FAZIT: Gutes Gitarrenalbum zum Bauklötze staunen, zum Nachspielen oder einfach zum Geniessen. In gewissen Momenten wirkt mir die Musik allerdings ein bisschen zu statisch, weil die Vergangenheit als Cover Band Musiker zu hören ist und um sich in die Liste der “Instrumental Alben für die einsame Insel” einzureihen, benötigt es ein kleines Mehr an Eigenständigkeit, die es beispielsweise in „Homenaje“ zu bestaunen gibt, das in einem einzigen Take ohne Overdubs eingespielt worden ist.

VÖ: 01.11.12

Verfügbar: CD &  digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: https://myspace.com/leonardoesjaita/music/songs

TOURDATEN

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RODRIGO Y GABRIELA “LIVE IN FRANCE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Rodrigo Y Gabriela - Live In France

TITELVERZEICHNIS:

1.  Hanuman
2.  Triveni
3.  Chac Mool
4.  Hora Zero
5.  Santo Domingo
6.  Gabriela Solo
7.  Buster Voodoo
8.  11:11
9.  Rodrigo Solo
10. Savitri
11. Tamacun

Label: Rubyworks Records
Webseite: www.rubyworks.com

Zeit:

4:47
4:28
1:10
5:51
6:27
4:11
5:26
5:16
6:32
4:01
6:01

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AKUSTIK ROCK

Für Fans von:  Chambao - Gipsy Kings - Ojos De Brujo

MEXIKO

Ich weiss noch, wie mir vor etwa SECHS Jahren zum ersten Mal vor Begeisterung Ohren ab- und Augen rausgefallen sind, als ich einen Videoclip des Gitarren Duos RODRIGO Y GABRIELA gesehen hatte. „Stairway To Heaven“, den Led Zeppelin Klassiker hatten die beiden damals zelebriert. Auf der neuen neuen Live CD gibt es selbstverständlich wieder das gewohnte akustische Feuerwerk („Hanuman“ bringt Flamenco-Touch, „Triveni“ mixt andalusisches mit klassischen Gitarrenetüden (den Track gibt es übrigens auf der Webseite des Duos als Belohnung für die Newsletter-Registrierung zum kostenfreien Download), die von auf dem Gitarrenkorpus klappernden und pochenden Fingern & Handgelenken aufgepeppt werden. Nervend sind nur ab und an die mit hineingemischten johlenden & pfeifenden Begeisterungsstürme des Publikums, die ausnahmslos jeden originellen Pups des Duos bejubeln. Hätte man anders lösen können. Natürlich präsentiert sich jede der beiden Hauptpersonen mit einem Solo Spot (Gabriela Quintero - macht 4 Minuten lang Power - in Track 6 und Rodrigo Sanchez – mit einem „etwas ruhigeren“, aber komplexeren 6 ½ minütigen Beitrag – in Track 9).

Richtig funky wird’s in „Hora Zero“, das mich am Ende des Stücks stark an die knackigen Rock-Riffs von Peter Green’s „Oh, Well“ erinnert, und dass sich eine akustische Gitarre auch mit einem Wah-Wah-Effektgerät paaren kann, beweist „Santo Domingo“, das zeitweilig regelrecht zum „ver-woodstockten-Hendrix-Klon“ mutiert. Einfach nur exzellent! Wäre ich Live vor Ort gewesen, hätte ich mich mittlerweile wahrscheinlich sogar vom tobenden & johlenden Pöbel mitreissen lassen. Auch „Buster Voodoo“ ist ein herausragendes Beispiel, in wieweit Technik & Spielfertigkeit auf der akustischen Gitarre noch ausgereizt werden können, vor allem was Schnelligkeit und saubere Rhythmik betrifft. Am Ende der CD steht das furiose virtuose „Tamacun“ und das Duo RODRIGO Y GABRIELA bestätigt seinen Ruf als eine der besten Gitarrengruppen der Welt – lediglich wer sich entspannende akustische Fahrstuhlmusik für den geruhsamen Feierabend wünscht, sollte die CD gar nicht erst in die Hand nehmen und lieber nach Zeitgenossen wie Ricky King oder Konsorten googeln.

Fazit: Musik für Gitarristen, die technische Feinheiten zu schätzen wissen  – aber ebenso für Metal Fans (die sowieso toleranter als alle anderen Musikfans sind), die sich für Alternativen zum brachial verstärkten Knüppelsound interessieren.

VÖ: 19.07.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.rodgab.com/  &  http://myspace.com/rodrigoygabriela

TOURDATEN

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GLEN DROVER “METALUSION”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Glen Drover - Metalusion

Er hat für die Gruppen „King Diamond“ und „Megadeth“ gespielt – eine Tatsache, die normaler Weise Musikfans, die sich gar nicht für Heavy Rock & Metal interessieren, abschrecken dürfte. Die ersten Töne des Solo Albums „Metalusion“ von GLEN DROVER überraschen. Ich schließe kurz die Augen und glaube, inmitten einer dicken phätten “Progressive Rock” Packung zu sitzen und vergleiche die Musik, die ich hier höre, mit den kanadischen „Rush“, „Steve Vai“, aber auch mit den Kompositionen von „Greg Howe“ oder sogar „Al di Meola“, wenn ich an dessen rasante „Return To Forever“ Zeiten zurückdenke. Die CD „Metalusion“ ist ein gewaltiges Heavy-Prog-Rock-Fusion-Geschoss. Aber erst einmal langsam - hier gibt es kurze Infos zu den besten Songs dieser starken CD:

SLUDGE METAL

Für Fans von: The Dillinger Escape Plan - Bloodsimple - Coalesce

USA (GEORGIA)

Ground Zero“ beginnt mit einem 7/4 Rhythmus und beinhaltet alles, was ein Gitarrist an einer tollen Platte schätzen kann: Rasante Soli, starke “Riffings”, Tempowechsel an allen Ecken & Kanten und eine dicke phätte Soundwand, die sogar noch Raum lässt für ein elektrisches Piano – wem Joe Satriani in den letzten Jahren zu langweilig geworden ist – hier kommt die kanadische Alternative.

Mit „Egyptian Danza“ gibt es sogar ein obligatorisches Al DiMeola Cover (Glen Drover bezeichnet den amerikanischen Fusion Gitarristen als einen seiner Haupteinflüsse). Und da das Stück im Original zu einer meiner Lieblingskompositionen des mehrfach ausgezeichneten Di Meola gehört, kann ich beide Versionen gut vergleichen. Den Bolero Shuffle zur Mitte des Songs überbrückt Drover mit zweistimmigen Melodielinien, das Problem ist hier der Sound, dem etwas zu viel Hall oder Reverb beigemischt wurde meiner Meinung nach. Technisch steht er dem Maestro in nichts nach, aber die Anschlagtechnik der rechten Hand klingt bei Meola noch ausgereifter, feiner akzentuiert und das Arrangement ist bei Di Meola zudem feiner, von einer fast zarten Transparenz, die hier durch Geschwindigkeit zerschlagen wird wie von einer Keule – ansonsten ist der ägyptische Tänzer immer noch eine riesige Spassnummer – für alle, die den Di Meola-Song noch gar kennen, allemal! Gut nachgespielt, aber einen „Glen Drover“ erkenne ich hier nicht. Der Bassist (der Multiinstrumentalist, Produzent und Mixing Engineer PAUL YEE) spielt ebenfalls klasse, muss an dieser Stelle unbedingt angemerkt werden.

Eines der Highlights ist „Don’t Let The World Pass You By“ – er legt einen starken Groove vor, über den er einen majestätischen Soli zündet, wie sie von  Carlos Santana in den 70er Jahren während dessen bester Phase (“Caravanserei”) gespielt worden sind,. Hier gibt es alles vom technisch hochgradigen “Sweeping” bis hin zu rasenden “Pull-Offs”, “Hammer-Ons” oder verminderten & verschachtelten Tonleitersequenzen, die bis in die höchsten Lagen hinauf sprinten. Auch das folgende „Mirage“ ist eine hammergeile Mördernummer – unsere Hauptperson kombiniert hier die melancholische Stimmung gewisser  Heavy Rock Klassiker von Gary Moore mit der technischen Finesse eines Joe Satriani.

Fazit: Ganz klar – eine Platte für Gitarristen – oder für Musikfans, die sich an einer elektrischen Gitarrenorgie ergötzen – und für jeden, der Bock hat auf eine 50minütige instrumentale Party.

VÖ: 05.04.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.glendroverband.com/

TOURDATEN

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TOMMY EMMANUEL “LITTLE BY LITTLE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Tommy Emmanuel - Little By Little

Mann, hat der Mann eine Energie! „Schon wieder?“ werden sich Andere zu Recht fragen, wenn sie gehört haben, dass der australische Gitarren-Virtuose TOMMY EMMANUEL erneut eine Doppel-CD mit instrumentalen akustischen Liedern veröffentlicht hat. Im legendären US „Guitar Player Magazine“ ist er 2010 wieder einmal zum besten akustischen Gitarrist gewählt worden wie vor ihm bereits Grössen wie Al di Meola, Paco DeLucia, Michael Hedges und wie sie alle heissen. “Little By Little” ist das 17. Studio Album des 55jährigen Musikers, sein Solo Debut gab er zwar 1979 mit “From Out Of Nowhere”, aber zunächst verdiente er sich “seine Brötchen”, in dem er für die Interpreten Tina Turner oder John Farnham spielte, erst 2000 wurde die Welt auf ihn aufmerksam, als er bei der Eröffnungszeremonie zur Olympiade spielte.

GITARREN-VIRTUOSE

Für Fans von:  Leo Kottke - Michael Hedges - Earl Klugh

AUSTRALIEN

24 Stücke (Spielzeit 40:09 und 42:11) auf 2 CDs gibt es auf dem Doppel Album „Little By Little“, darunter eine Menge Rags, Fingerpicking-Donnerwetter, perkussive Begleitung zu Hauf („Waiting For A Plane“) und bei einigen Stücken hat er sich mit Pam Rose (im brasilianisch angehauchten Bossa-Mega-Mopps „Haba Na Haba“, der mir sowohl in der Vocal-Version auf CD 2 als auch in der instrumentalen Fassung erstklassig gefällt), Keith Russell (in der superb gespielten Ballade „He Ain’t Heavy, He’s My Brother“, die im Original 1968 von der britischen Gruppe „The Hollies“ gesungen wurde) oder Johnny Mercer & (jawoll, der „Pink Panther-Komponist) Henri Mancini (im jazzig-„gehauchten“ „Moon River“) ein paar Gäste ins Boot geholt.  Stark das westcoastbluesfunkige „Willie’s Shades“ mit Anthony Snape & Dough Ashton und der akustische Rocker “Guitar Boogie”, den Tommy im Duett mit Arthur Smith spielt, verdient nur eine einzige subjektive & objektive Beurteilung: Fantastisch!

Auch die Solo-Tracks sind nicht ohne: Die „Tears Of Jerusalem“ schwelgen in wunderbarem melancholischen Sound, „The Welch Tonado“ gleicht einem regelrechten Picking-To“R“nado, die „Mighty Mouse“ entpuppt sich lebhaft als  “funky Kangooroo” und in „The Trails“ arbeitet er mit einem „Open D-Tuning“ (für Outsider: Die “offenen” Saiten der Gitarre werden auf einen D-Akkord eingestimmt) und lässt dabei mit seinen Fingern bergige Landschaften & einsame Täler vor dem geistigen Auge des Zuhörers entstehen.

Fazit: Kann man eigentlich gar nicht genug kriegen von dieser erstklassigen Musik! Natürlich gibt es jede Menge technischer Spielereien, die aber Tommy Emmanuel allesamt mit einer dicken Portion seiner „Soul“ ausgestattet hat. Und: Es muss nicht immer laut & heftig sein – um gut zu sein und ich denke, dass mit „Little By Little“ sogar der eine oder andere Metal-Rabauke eine neue Bewusstseinssteigerung erfahren dürfte.

VÖ: 11.03.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.tommyemmanuel.com/ 

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

GEORGE LYNCH “KILL ALL CONTROL”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

George Lynch - Kill All Control

1.  Kill All Control
2.  Done
3.  Fly On The Wall
4.  Brand New Day
5.  Wicked Witch
6.  Voices In My Head
7.  RYS
8.  Rattlesnake
9.  Sun
10. Man On Fire
11. My Own Enemy
12. Son Of Scary
13. Go It Alone

Label: Rocket Science Records
Webseite: http://myrocketscience.com/

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4:32
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ROCK

Für Fans von:  Lynch Mob – Sammy Hagar – L. A. Guns - Ratt

USA

GEORGE LYNCH ist einer der Musiker, der sich am Anfang seiner musikalischen Aktivitäten nie vehement in den Vordergrund gedrängt hatte. Die Show überliess er Frontman Don Dokken, der offiziell der Leader (und Namensgeber) der Classic Heavy Rock Band “Dokken” gewesen war. Natürlich wussten Musikfans in den USA und hierzulande auch ein paar Insider, wem die Gruppe ab 1980 ihre Erfolge  zu verdanken hatte und spätestens seit dem instrumentalen Brecher „Mr. Scary“, den Lynch zum 1987er Album „Back For The Attack“ beigesteuert hatte, wusste auch jeder andere Musikfan Bescheid, wer eigentlich die treibende Kraft hinter der Band “Dokken” war.

Dieses Stück und auch noch ein paar weitere metallischgeniale Eskapaden katapultierten den Saitenschwinger in die erste Liga der besten harten Gitarristen der 80er Jahre. Ziemlich kurz glänzte Sänger Don Dokken durch Grössenwahn, die Gruppe löste sich auf, Lynch kreierte jedoch ziemlich schnell seine eigene Band Lynch Mob, die 1990 ein klasse Debut („Wicked Sensation“) veröffentlichte. 1993 kam das erste Solo Album, dem 9 weitere folgen sollten im Laufe der Zeit. „“Kill All Controll“ ist bereits der elfte Solo Output des Gitarristen. 13 Stücke gibt es (Spielzeit: 56:33) – es kracht an allen Ecken & Enden, wer handwerklich erstklassige Rockgitarrenarbeit erwartet, wird nicht enttäuscht, einzig die Auswahl der Sänger lässt zu wünschen übrig (Will Martin, Keith St. John, Marq Torien, Londen LeGrand wechseln sich ab am Mikrofon), wobei das natürlich wieder dem Geschmack jedes einzelnen Musikhörers obliegt.

Wer sich für die Musik der britischen Band „Queen“ erwärmt, der wird sich für die Vocal Harmonien in „Fly On The Wall“ begeistern. Mir persönlich gefallen vor allem das (geile) bluesrockige „Wicked Witch“ mit akustischem Steelstring-Ambiente, das sleazige Stadionrock-Monster „Rattlesnake“, die druckvollen Partyrocker „Man On Fire“ und „Go It All Alone“ und natürlich das Brüderchen des oben erwähnten instrumentalen Klassikers, das in der 2011er Version „Son Of Scary“ heisst.

Fazit: Wer’s laut & gitarrenrockig mag, kommt an der Scheibe nicht vorbei – der Heavy Rock Kompott von GEORGE LYNCH schmeckt wie ein gut gelagertes altes Rotweintröpfchen – einfach lecker!

VÖ: 19.07.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.georgelynch.com/  &  http://www.myspace.com/georgelynch 

TOURDATEN

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KAARE NORGE “BEATLES FROM MY HEART”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Kaare Norge - Beatles From My Heart

TITELVERZEICHNIS:

1.  Let It Be
2.  And I Love Her
3.  Here There And Everywhere
4.  Penny Lane
5.  Norwegian Wood This Bird Has Flown
6.  Yesterday
7.  Girl
8.  Hey Jude
9.  All My Loving
10. Eleanor Rigby
11. Michelle
12. Blackbird

Label: EMI Dänemark (www.emi.dk)

ACOUSTIC POP

Für Fans von: Stanley Jordan -  Earl Klugh - Michael Hedges

DÄNEMARK

KAARE NORGE ist ein Konzertgitarrist aus Dänemark, der beim dänischen „Det Jyske Konservatorium“ und der „Royal Academey“ ausgebildet wurde, sich neben der Musik der Komponisten Chopin und Bach aber auch für zeitgenössische Klassik oder mit populärer Musik auseinandersetzt. International konnte er durch seine Bearbeitung des Led Zeppelin Klassikers „Stairway To Heaven“ und durch die damit verbundenen Auftritte beim Roskilde Festival auf sich aufmerksam machen.

Ende Oktober 2011 hat er sein zwölftes Studio Album „Beatles From My Heart“ veröffentlicht, auf dem er 12 bekannte Songs der „Fab Four“ aus Liverpool zum Besten gibt. Der Untertitel des Albums könnte auch lauten „Romantische Love Songs der Beatles“, an Balladen gibt es die instrumentalen Cover Versionen von „Let It Be“, „Hey Jude“, „Yesterday“, Michelle“ und „Blackbird“.

Und obwohl es natürlich schon unzählige Fassungen diverser Beatles Klassiker gibt in den verrücktesten Bearbeitungen, stelle ich fest, dass „And I Love Her“ von KAARE NORGE zu einer der schönsten Cover Versionen dieses Songs gehört. Es ist dem 48jährigen Gitarristen hier gelungen, romantisches Mittelmeer-Flair mit spielerischer Virtuosität zu kombinieren. Im kammersinfonischen „Penny Lane“ zelebriert er „Muted Palm“ & „Pizzicato“ Techniken sowie schnelle „Legato-Runs“, „Norwegian Wood This Bird Has Flown“ spielt er mit leichtem Bossa-Groove. Auch ganz wunderherrlich: Das eigentlich weniger bekannte „All My Loving“, dessen Melodie auf einem “Gypsy-King”-zackigen Rhythmus reitet.

FAZIT: Nicht einfach ein instrumentales Fahrstuhl-Pop-Album, wie man sie zu Tausenden kennt, sondern ein virtuoses Album, bei dem es KAARE NORGE gelungen ist, die Ursprünglichkeit der über 40 Jahre alten Songs zu bewahren, indem er ihre Seele freigelegt hat, um sie mit einem Hauch zarter Spitze zu umgarnen. Der dänische Gitarrist ist einer der gefühlvollsten Handwerker, die ich bisher gehört habe.

VÖ: 02.12.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.kaare-norge.dk/

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PAT METHENY “WHAT’S IT ALL ABOUT”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Pat Metheny - What's It All About_1

01.  The Sound Of Silence
02.  Cherish
03.  Alfie
04.  Pipeline
05.  Garota De Ipanema
06.  Rainy Days And Mondays
07.  That’s The Way I’ve Always Heard It Should Be
08.  Slow Hot Wind
09.  Betcha By Golly, Wow
10.  And I Love Her

TOTAL TIME: 55:55
Label: Nonesuch Records
Webseite: http://www.nonesuch.com/

ACOUSTIC JAZZ

Für Fans von: Michael Hedges - Stanley Jordan - William Ackerman

USA

Die Musik von PAT METHENY habe ich zum ersten Male 1978 gehört, als mir sein Debut Solo Album auf den Plattenteller kam. Begeisterung? Eher zurückhaltend, weil ich damals bluesig-hardrockig-freejazzig-soulfunky auf einer ganz anderen Schiene fuhr. Ich stand auf Musik von Son Seals, Rik Emmett (von der kanadischen Band “Triumph”), James Blood, der Ohio Players oder des damals erstmals auf sich aufmerksam machenden Prince und plötzlich kam ein Gitarrist, der die Welt mit ätherischen, ambienten & wunderschönen Klängen „revolutionierte“. Doch je mehr ich in die Metheny-Materie eintauchte, desto interessanter wurden seine Kompositionen, mit denen ich mich dann auch “gitarristisch” auseinandersetzte. Nicht lange und ich spielte beispielsweise den Song „Phase Dance“ Note für Note nach und tauchte ab in eine neue Welt.

Mittlerweile – 28 Jahre und rund 40 veröffentlichte Alben (Gruppen-, Trio-, Duo- und Solo Alben inklusive) später – veröffentlicht Metheny ein reines akustisches (instrumentales) Album. Es gibt von ihm neue bearbeitete Cover Versionen von Pop Klassikern, die – zum richtigen Zeitpunkt genossen – ein unterhaltsames Deja Vu versprechen. Die meisten Songs wie „The Sound Of Silence“ von Simon & Garfunkel, „Cherish“ von The Association oder „That’s The Way I’ve Always Heart It Should Be“ von Carly Simon sind bereits in deren originalen Versionen ruhige Vertreter ihrer Art gewesen, aber was Metheny aus den vorliegenden Kompositionen macht, darf als ein weiteres Highlight in seinem musikalischen Portfolio betrachtet werden. Er operiert mit offenen Stimmungen, konstruiert wie ein Architekt neue Strukturen, verwebt komplexe Harmonien aus Dm7, Ebmaj7 und Bb11 Akkorden mit chromatischen und alterierenden Läufen, die sich in der Wiedererkennungsphase des jeweiligen Songs in grossartigen Klanggebilden auflösen.

Im Auftakt “The Sound Of Silence” setzt er die für ihn konzipierte 42saitige Pikasso Gitarre (siehe auch den Link im Infokasten) ein, um den Klang einer japanischen Koto zu assimilieren. “Rainy Days And Mondays” (im Original von den “Carpenters”) erfindet er komplett neu mit traumhaft schöner Eleganz.  Fahrstuhljazz erprobte Hörer werden allerdings zum grossen Teil das eine oder andere Problemchen haben, die Stücke – vor allem während der solistischen Phasen – wieder zu erkennen, Musikkenner dagegen werden die Interpretationen des 56jährigen Musikarchitekten als wohltuende Alternative zum „ausgelutschten Pop-Alltag“ zu geniessen wissen. Weitere Highlights: Das mit der 12saitigen Gitarre gespielte „Pipeline“ (im Jahr 1963 veröffentlichter Surfrock-Klassiker der “Chantays)” und der Beatles Song “And I Loved Her”. Der Tipp zum Genießen: Zeit nehmen, fallen lassen und die knappe Stunde mit akustischem Kenner-Jazz aufsaugen!

VÖ: 14.06.11

Verfügbar: CD & Limited CD & Vinyl & Digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.patmetheny.com/ und Gitarrenfans klicke auf den folgenden Link:

 www.manzer.com/guitars/index.php?option=com_content&view=article&id=25&Itemid=24

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GEORGE BENSON “GUITAR MAN”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

George Benson - Guitar Man

01.  Tenderly
02.  I Want To Hold Your Hand
03.  My Cherie Amour
04.  Naima
05.  Tequila
06.  Don’t Know Why
07.  The Lady In My Life
08.  My One And Only Love
09.  Paper Moon
10.  Danny Boy
11.  Since I Fell For You
12.  Fingerlero

Label: Concord Records
Web: www.concordmusicgroup.com

2:01
5:10
4:08
3:41
4:01
2:45
4:30
3:24
2:44
3:26
2:58
3:40

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GUITAR JAZZ

Für Fans von: Stanley Jordan - Larry Carlton - Earl Klugh

USA

Lange nichts mehr gehört vom Gitarristen GEORGE BENSON. Und bei den ersten Tönen bin ich richtig erschrocken. Der Maestro ganz allein und akustisch. Poltert virtuos los, als ob er jedem bereits in den ersten Sekunden beweisen möchte, dass er es noch kann. Im zweiten Track gibt es aber dann – ich habe mir schon Sorgen gemacht – den üblichen Soft-Pop-Easy-Listening-Smooth-Jazz, wie man ihn von George Benson (und auch von Earl Klugh oder anderen) zur Genüge kennt. Pop-Jazz, der niemandem weh tut und der Kritiker irgendwann Mitte oder Ende der 70er dazu veranlasst hat, den Begriff Elevator- oder Fahrstuhl-Jazz zu erfinden. Plätschernde instrumentale Musik, die niemandem weh tut, den Menschen (vor allem in Käufhäusern) ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt, damit sie sich gutgelaunt in einen Kaufrausch stürzen. Natürlich wurden damals auch viele hochklassige Platten mit dem Begriff „Fahrstuhlmusik“ abqualifiziert, aber das waren dann auch meistens irgendwelche Schwachköpfe, die sich als Redakteure ein paar Kröten dazu verdienen mussten mit Plattenrezensionen. Bei diesen Schmierfinken hat es sich meistens um Leute gehandelt, die zwar Musik hörten, aber selbst nie ein Instrument in der Hand gehalten haben. Egal, Platten von George Benson habe ich mir schon lange nicht mehr gekauft, weil sie mir nicht mehr gefallen haben. Der einstige Virtuose war nur noch ein Schatten seiner selbst. Und jetzt kommt plötzlich diese Scheibe vom Label Concord Records, wo es jede Menge hochkarätiger Jazz Scheiben gibt, aber wo man sich auch durchaus sehr oft in andere Stilrichtungen bewegt.

GEORGE BENSON liefert mit dem “Guitar Man” ein Album mit überwiegend instrumentalen Cover Versionen etlicher bekannter Klassiker ab, trotzdem erkenne ich beispielsweise den Song „I Want To Hold Your Hand“ überhaupt nicht wieder. Tolles Ambiente und die Licks und Runs, die der Gitarrist zwischen den Akkordwechseln spielt, “sind schon erste Sahne”.  Erst „My Cherie Amour“ verschafft mir ein Deja-Vu Gefühl, das Stück gibt es im Original von Stevie Wonder, George singt hier selbst zu seinen Oktav-”Double-Stops” (englische Bezeichnung für das Oktavspiel, bei dem gleichzeitig der Grundton und die acht Töne höhere Oktave angeschlagen wird). Die grosse Überraschung des Albums ist die Benson-Version des Uralt-Party-Crackers „Tequila“ – den Song habe ich mittlerweile schon so oft gehört – meistens in überflüssigen Nudel-Dudel-Versionen, aber was George  hier veranstaltet, ist unglaublich. „Tequila“ kommt als ein heisser, furioser Latin-Jazzer, der richtig vom Hocker reisst.

FAZIT: Ausgewogenes Album zwischen Anspruch und Unterhaltung für den relaxten Cocktail Abend. Gutes Album von George Benson mit jeder Menge Cover Versionen, ob es letzten Endes jemand braucht, sollte jeder für sich entscheiden. Auch wenn es den einen oder anderen Song schon mal gibt von anderen Interpreten, die musikalische Qualität ist exzellent und für Gitarristen, die sich irgendwo für den Bereich Pop & Jazz interessieren, ein tolles Highlight im kalten Herbst.

VÖ: 04.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.georgebenson.com/

TOURDATEN

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  PAT MARTINO QUARTET “UNDENIABLE”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Pat Martino Quartet - Undeniable lc

TITELVERZEICHNIS:

1.  Lean Years
2.  Inside Out
3.  Goin’ To A Meeting
4.  Double Play
5.  Midnight Special
6.  Round Midnight
7.  Side Effect

Besetzung:

Pat Martino (guitar)
Eric Alexander (saxophone)
Tony Monaco (organ)
Jeff Watts (drums)

Time:

07:37
08:32
10:00
08:03
08:45
07:52
08:11

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MODERN JAZZ

Für Fans von: Wes Montgomery - Mike Stern - Kenny Burrell

USA

PAT MARTINO, die Gitarrenlegende aus Philadelphia mit einem Live Album. „Undeniable – Live At Blues Alley“ hat der 67jährige Musiker zusammen mit Jeff “Tain“ Watts (Schlagzeug), Tony Monaco (Hammond B-3) und Eric Alexander (Tenor Saxophone) eingespielt. Der Modern Jazz Fan bekommt 7 Stücke, die sich stilistisch zwischen elitärem Hard Bop, jagendem Fusion-Funk und swingendem Latin-Jazz einordnen lassen.

MARTINO wird wohl immer als einer der eindruckvollsten Gitarristen der Jazz-Szenerie gelten. Er verfügt über ein unglaubliches Timing, zu dem sich ein grosser Reichtum an ausgeklügelten linearen und harmonischen Ideen gesellt. Bereits in den frühen 60er Jahren hat er als Sideman für Don Patterson gearbeitet und bereits damals gezeigt, wie man als Gitarrist mit einem Organisten zusammen arbeiten kann. 1969 gründete er seine erste feste Gruppe und begeisterte die Musikwelt mit fortgeschrittensten Spielkonzeptionen und vertracktesten Gitarrensoli.

Auch auf dem neuen Live Album ist der Gitarrist in TOP Form, bereits im Auftakt „Lean Years“ brennt er mit dem ihn begleitenden Trio ein virtuoses Feuerwerk in atemberaubender Geschwindigkeit ab (Für interessierte DJs, die ab und an mit Jazz-Elementen arbeiten, die bpm-Zahl: 243,6 bpm – die Zahl halbieren und schon kann man diverse Partikel der Komposition schön in einem House-Stück verarbeiten).

Natürlich gibt es keine Martino-Platte ohne einen ordentlich „Blues“-Bopper. „Inside Out“ fordert geradewegs auf, die Augen zu schliessen, mit zu wippen, und die wundervollen Licks, die der Gitarrist in seinem Solo verarbeitet zu geniessen. Davon angeturnt, lässt sich Tenorist Eric Alexander nicht lumpen und antwortet mit heiseren Tönen, die aus den tiefsten Winkeln seiner “Tröte” zu kommen scheinen. Im Gegensatz dazu Organist Monaco mit fast schelmischem, zurückhaltendem Solo, das die Band als Aufforderung sieht, sich zurückzunehmen, um dem Tastengott seinen verdienten Freiraum zu lassen. In den letzten zwei Minuten trifft sich das Quartett wieder unisono und schaukelt den Hörer dem Ende des Stücks entgegen.

Mit einfachsten Mitteln gelingt es den Musikern in „Goin To A Meeting“, die anwesende Zuhörerschaft, zum rhythmischen Mitklatschen zu bewegen. Zum moderaten bluesigen Takt (110,1 bpm) brennt jetzt das Feuerwerk des Organisten, bevor Martino seine Tätigkeit wieder aufnimmt.  Dass PAT MARTINO nicht nur von Wes Montgomery, sondern auch von John Coltrane oder Nicolas Slonimsky beeinflusst ist, zeigt er in „Midnight Special“ – hier improvisiert er in irrwitziger Geschwindigkeit in der 13. Lage seines Griffbretts über eine Fm7 und Bb13 Folgelinie. Auch noch erwähnenswert: Der tolle Solo von Saxophonist Eric Alexander in „Double Play

FAZIT: Authentischer Modern Jazz, wie er leibt & lebt & wie er Musikfans noch in 1000 Jahren begeistern wird. Die mathematische Formel: Exzellenter Sound plus Transparenz multipliziert mit herausragender Spielfertigkeit ergibt ein Live Jazz Album für die einsame Insel!

VÖ: 11.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.patmartino.com/

TOURDATEN

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SPARKY QUANO “JENGA”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Sparky Quano - Jenga

TITELVERZEICHNIS

1.  Old Dance
2.  Ripple
3.  Sailing
4.  Day By Day
5.  Where Are You Going?
6.  Mission
7.  Mind
8.  Round 1
9.  Jenga
10. Gairoju

Label: Outbreak Records

INSTRU-METAL

Für Fans von: Robert Fripp - Adrian Belew - Buckethead

JAPAN

Zunächst einmal stellt mich die vorliegende CD vor ein Rätsel. Dem spartanischen Cover ist nicht zu entnehmen, um „was“ und um „wen“ es sich hier handelt. In kleiner roter Schrift steht halbrechts in der Mitte „Sparky Quano“, auf dem seitlichen Rücken der CD links oben das Wort „Jenga“ und rechts unten wohl die Artitelnummer samt Label Abkürzung (HOR 10-45). Hmmm.....beim Aufklappen des Covers gibt es auch nicht wesentlich mehr Infos – Outbreak Records ist das Label und der Tonträger kommt wohl aus San Francisco. Eine weitere psychedelische Scheibe, die sich auf die 60er Jahre beruft?

Mitnichten: Der erste Track, den ich höre, bringt den bereitwandigen Sound einer 12saitigen akustischen Gitarre, der Mensch, der das Instrument bedient, beherrscht sein Handwerk und spielt Riffs, Akkorde und Soli wie ich es sonst von den Ausnahmegitarristen Michael Hedges oder Tommy Emmanuel kenne. Bei SPARKY QUANO handelt es sich um ein japanisches „Ein-Mann-Orchester“, das - wie es das inzwischen aufgetauchte Infoblatt verrät - bereits 2008 ein Album veröffentlicht hat. Musikalisch bietet der Mann einen Mix aus akustischem Gitarrenrock, der sich irgendwo auch im ambienten, rockigen, & experimentellen Bereich bewegt.

Highlights des Albums sind der akustische Boogie & Auftakt „Old Dance“, in „Ripple“ überlagern sich mehrere Gitarrenspuren zahlreiche Hallschleifen & artifizielle Flageoletts  sorgen für ambiente & kosmonautische Grundstimmung“. Ebenfalls gut gefällt mir  „Where Are You Going“ – ein mystischer Space-Psychedelic-Rocker, der ordentlich Dampf macht – sämtliche Instrumente (Bass, Schlagzeug, Perkussion, Gitarren) wurden vom Meister selbst gespielt, noch besser ist das elektrifizierte „Mind“, in dem der subtile Mix aus akustischen & elektrischen Gitarren am Besten passt.

Kritik muss aber auch sein: Wer päpstlicher als der Papst sein möchte, wird sich bestimmt ab & an über – vor allem in den ruhigeren Passigen – unsaubere Akkordwechsel mokieren. In „Mission“ ist die Gangart zu schnell, es gibt jede Menge Töne, die einfach „verschluckt“ werden und in manchen Songs hätte ich mir gewünscht, dass der Gitarrist die ursprüngliche Seele der Komposition für sich selbst hätte stehen lassen, anstatt sie mit einer Ladung von Effektgeräten (Flanger- und Chorus dominieren durchwegs) vollzupflastern. Merke: Ein Effektgerät kann auch im Jahr 2012 fehlende Spielkunst nicht einfach wegretuschieren.

Fazit: Musikfans, die hohe Spielkunst als Non Plus Ultra voraussetzen, werden kaum ihre Freude haben an „Jenga“, alle anderen Musikliebhaber, die für ihre Kollektion das aussergewöhnlich Instrumentale suchen, bei dem zudem der Spassfaktor überwiegt, können unbedenklich zugreifen.

VÖ: 05.10.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/sparkyquano/music/songs

TOURDATEN

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JIMI HENDRIX “WEST COAST SEATTLE BOY”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Jimi Hendrix - West Coast Seattle Boy

Schnäppchen oder Schmuckstück für die Sammlung – Sony Music preist die 5er Box des Maestros an als Collection zahlreicher vorher unveröffentlichter Stücke, was aber so nicht unbedingt stimmt, weil die meisten Songs bereits irgendwo (auch in diesen vorliegenden Versionen) schon irgendwo auf irgendeinem No-Name Scheibchen zu hören gewesen sind. Egal ob die Interpeten jetzt King Curtis, Ray Sharpe, Rose Lee Brooks oder gar die Isley Brothers waren. “West Coast Seattle Boy” von JIMI HENDRIX ist als Single-CD mit 15 Stücken, als Doppel Disc (CD + DVD) und als o. a. 5er Collector’s Box (4 CDs und eine DVD) sowie als Deluxe Edition (mit 8 Vinyl- Langspielplatten) erschienen. Die Standard Disc gibt es als digitales Album.

BLUES & ACID ROCK

Für Fans von:  Randy Hansen - Blue Cheer - Moby Grape

USA

CD 1 zeigt, dass auch ein Jimi Hendrix einmal „klein“ angefangen hatte als Backup-Gitarrist, bei den Isley Brothers gab’s sogar einige Stücke, bei denen er am Drumset gesessen hatte.Die 15 Stücke vom ersten Scheibchen haben durchaus alle ihren Charme, allein die kleinen Fills, die er in Don Covay’s „Mercy, Mercy“ spielt, zeigen mehr Gefühl & Musikalität als es zahlreiche Kohorten von heutigen Death Metal Schrubbern je auf die Reihe bringen würden. Die Songs sind natürlich – was Produktion und Sound betrifft – nicht mehr unbedingt zeitgemäss. Das teilweise – zu Jimi’s Lebzeiten wohl nie freigegebene  Material – klingt manchmal auch holprig und „off tempo“, aber dem “Jimi-Hendrix-Die-Hard-ich-brauch-jede-gespielte-Note-vom-Meister-Fan” ist das sowieso völlig egal. Natürlich gibt es Horden von Möchtegern-Gitarristen, die dem Meister nacheifern und entsetzt über die Qualität des hier Dargebotenen sein werden – aber all diejenigen haben den Sinn dieser Veröffentlichung nicht verstanden (und werden es wohl auch nicht tun). Die beiden Beiträge mit dem R&B Sänger ROSA LEE BROOKS („My Diary Listen“ und „Utee“) gehen zurück in die Motown-Sly-Stone-Soul-Zeit, rau, ungehobelt aber wunderbar authentisch mit kreischenden Chorsätzen.

Bei den beiden (tollen) LITTLE RICHARD Beiträgen fällt Hendrix kaum auf, am besten darf er sich bei den drei Isley Brothers-Tracks austoben, wenngleich er solistisch nicht unbedingt in Erscheinung tritt – im funky Jam „Move Over And Let Me Dance“ kommt mir der Gedanke, dass der Gesang von Nummern wie dieser auch spätere Hendrix-Vocals nachhaltig beeinflusst haben dürfte. Noch heute gilt: Wie Ronald Isley hier singt, ist – 40 Jahre später – immer noch einzigartiges Soulfutter – für alle, die gute Soulstimmen lieben. Auch wenn es eine Hendrix-Platte ist: Ronald verweist alle Sänger nach ihm in die II. Liga.

Ganz stark auch „Sweet Thang“ von BILLY LAMONT, einem Zwidder zwischen Wilson Pickett und Ike & Tina – hier bringt sich Jimi bereits mit hartem Rhythm-Pattern ein, das stark an das spätere „Foxy Lady“ erinnert.  Auch der an das „Funky Hühnchen“ von Rufus Thomas erinnernde „Instant Groove“ mit seinen messerscharfen Bläsersätzen von King Curtis ist nicht von schlechten (Soul-)Eltern. FAZIT: Alleine die erste Soul’n’Blues-CD ist schon den Kauf wert.

CD 2 startet mit „Fire“ – klingt wie eine der ersten alten 60er Stereo-Aufnahmen, Instrumente schön getrennt in linken und rechten Kanal – klingt nicht nur deswegen authentisch – Hendrix mit schneidendem Stratocaster-Solo- Strahl und eingeschaltetem Bridge-Tonabnehmer. „Are You Experienced“ – leicht psychedelisch angehaucht, verzerrt – 6minütiger instrumentaler Jam, in dem man sich leicht verlieren kann – gefällt mir gut. „May This Be Love“ zeigt Jimi gut bei Stimme, gefühlvoller Gitarrenbeitrag – erinnert mich von der Stimmung her an „Angel“ – „The Wind Cries Mary“ gibt es 3 ½ Minuten Live – „Love Or Confusion“ gefällt mir gut in der alternativen Version. Sitar und Percussion charakterisieren den Demo-Track „Little One“ – Hendrix scheint nicht damit zufrieden, wie sein Spruch am Ende der Aufnahme zeigt. „Mr. Bad Luck“ ist groovy, „Cat Talking To Me“ ist goofy (sprich: doof), „Castle Made Of Sand“ ist  nur eine instrumentale Demo-Track-Aufnahme (könnte innovativ als Karaoke-Version eingesetzt werden). „Tears Of Rage“ ist neu – ein Song, der sich anhört, als ob er für Bob Dylan komponiert wurde, weil Jimi sich dessen Stück “Watchtower” “geborgt” hatte. Ein „pure“Track, wie ihn Jimi wohl nie offiziell freigegeben hätte, weil er sich rhythmisch auch minimal verhaut. Trotz bluesigem Mundharmonika- Flair (wie auch das folgende „Hear My Train A Comin“) nicht das „Gelbe vom Ei“, aber gutes „Anschauungsmaterial“ für angehende Gitarrist(inn)en, die sich mit Jimi’s Spieltechniken beschäftigen möchten.

Dass es sich bei einigen der Kompositionen um absolute „Ausschussware“ handelt, beweisen das Husten und Räuspern im leidenschaftslos dahingeschlabberten „1983“ – ein Rohrkrepierer unter allen Demoaufnahmen – trotzdem für wahre Hendrixianer von hohem Sammelwert! „Long Hot Summer Night“ geht noch tiefer hinein in den Übungsraum – Hendrix ist gerade aufgestanden, die Klampfe steht neben dem Bett, er nimmt sie in die Hand und singt „unverstärkt“ und unkonzentriert ein bisschen rum, um sich das Sandmännchen aus den Ohren zu spülen/spielen. Gleiches gilt für „My Friend“.

Westcoast Boy „Die Dritte“ startet mit „Hear My Freedom“ - ein instrumentaler Jam – mit geilem Orgelsound – nach ca 3 Minuten bequemt sich Jimi zu singen und ich habe richtig Spass an dieser Nummer – geiles Stück! „Room Full Of Mirrors“ ist funky, geht direkt rüber in „Shame, Shame, Shame“ – jetzt befinden wir uns in der Blues-Rock-Sektion der Westcoast-Seattle-Box – Jimi versüsst das Stück mit dem Rhythmus-Riff von „Voodoo Chile“ – Soli gibt es leider nicht zu hören. Nach einem langweiligen „Messenger“ gibt Hendrix die Botschaft „Elvis lebt“ aus und interpretiert den Leiber/Stoller (oder war’s umgekehrt?) „Hound Dog Blues“ mit seiner unerreichten relaxten Art.

Der „Untitled Basic Track“ ist dann der erste (nach rund 2 ½ Stunden) Song, der mich regelrecht begeistert. Endlich mal pfeifende, jaulende Gitarrenböen, die einem die Haare aus den Ohren und vom Kopf blasen. Instrumental zwar nur, aber egal – hier kracht es wenixtens mal ordentlich. Bangen – Klinsmän-diven – auch wenn der Schluss ziemlich holprig & amateurhaft klingt – ‚ne „Übungsraumaufnahme“ halt. Von „Star Spangled Banner“ gibt es einen bisher unveröffentlichten Original Live-Mix (leider verspielt sich Hendrix ein paar Mal – gut, dass es nicht von der Terminator-Gouvernante aus „Ell-Äh“ gehört wird – würde ich aber einfach mal als subjektive Betrachtensweise anmerken) – auch hier geht es wie im „Woodstock Original“ rüber in „Purple Haze“. Hendrix wirkt gehetzt („Scuse me, while I kiss that police officer”) Es folgt einer der besten Tracks der Box: Der lange 21minütige “Young/Hendrix Jam”, in dem sich die Musiker (und Hörer) spieltechnisch (und gedanklich) austoben dürfen. Eintauchen – vertiefen – mitreißen lassen – Pfeifchen anzünden – mitfliegen!

CD 4 beginnt mit einer Version von “Stone Free”, die ich neben anderen als eine der besten bisherigen gehörten aller Zeiten bezeichnete. Hendrix verliert sich in einem gewaltigen, sehr gut klingenden Solo, die Band jammed gut zusammen, versteht es auch sehr gut, dynamisch miteinander zu „arbeiten“ – die leisere Passage zur Mitte des Stücks zeigt einmal eine ganz andere Facette von Jimi’s Spiel – die Aufnahme ist auch okay (lediglich die Becken kommen nicht so gut raus), ein kurzes (gutes) Schlagzeugsolo gibt es auch.

Burning Desire“ ist komplett instrumental, ein netter spaciger Übungsraum-Jam. „Everlasting First“ ein überraschender southernrockiger Beitrag, bei dem allerdings „Arthur Lee“ singt. Lee war damals hauptberuflich als Sänger & Musikus der LA Band „Love“ tätig gewesen. Sehr interessant ist die Version von „Freedom“, das ich so bisher auch nicht kannte. „Peter Gunn/Catastrophe“ ist lediglich eine kleine „Übungsraumkatastrophe“, wie sie tagtäglich in den gruftigen Kellern aller Nachwuxbands passiert. „In From The Storm“ präsentiert dann wieder Hendrix pur, vom 8minütigen Blues „Red House“ gibt es eine sehr gute Live-Version,

Dass sich die Verantwortlichen nicht viel Gedanken gemacht haben um die Veröffentlichung, zeigt das minikurze „Play That Riff“ (wahrscheinlich wurde wirklich alles an Material auf die CDs geschmissen, was man gerade gefunden hatte  – Hendrix hätte dieses holprige Übungsraumgemetzel nie und nimmer frei gegeben für eine Veröffentlichung, was diese CDs irgendwie schon wieder in Richtung „Leichenfledderei“ bringt – alles nur, um den letzten Cent vom Fan abzupressen – ohne jegliche Wertschätzung für die musikalische Hinterlassenschaft des Künstlers. Aber es ist wie es ist: Für Sammler und Hendrix-Fans ist der “West Coast Seattle Boy” eine ultimative “Must Have Collection”. Und ich glaube, zu Weihnachten wünsche ich mir noch die Deluxe Edition mit den acht Vinyl-Langspielplatten, weil ich weiss, dass meine Verwandtschaft diese Webseite auch studiert, he, he!

Und für die Statistik: “West Coast Seattle Boy” ist das 48. Jimi-Hendrix-Album, das ich besitze.

VÖ: 12.11.10

Verfügbar: SIEHE INFO BOX OBEN!

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.jimihendrix.com/de/home

TACKLISTING

 

 

 

 

 

 

 

 

BUCKETHEAD “CAPTAIN EO’S VOYAGE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Buckethead - Captain Eo's Voyage mc

Nach dem Banjo-Ausflug (die CD “Spinal Clock” - Rezension gibt es im 2010er Verzeichnis) zeigt sich der „Eimerkopf“ geläutert und hat wieder die Gitarre in die Hand genommen. „Captain Eyo’s Voyage“ hat er die neue Extrovertiertheit genannt. Na gut, warum nicht, Captain Eyo ist mir dabei verhältnismässig wurscht, ich kenne ihn nicht – Captain Iglu ist mir eher ein Begriff, geht mir aber am Allerwertesten vorbei, weil ich der Meinung bin, dass ein toter Fisch (der ist ja auch gestraft genug) nicht noch als fetthaltiges Kunstdüngerstäbchen in den Magen geworfen werden muss. Es gibt 12 neue Tracks (Spielzeit lediglich 41:43 Minuten) - der Titel des Albums soll eine Referenz sein an Michael Jackson’s “Captain Eo”. 2009 hat BUCKETHEAD bereits den Titel “The Return Of Captain Eo” veröffentlicht.

INSTRUMENTAL 

Für Fans von: Adrian Belew - Robert Fripp - John Zorn

USA

Die Musik der CD startet ambient-ruhig, könnte auch die Grundlage für ein langweiliges Rollenspiel von Spellbound Entertainment sein (genau die, die das „neue Gothic 4: Arcana“ dilettantisch versaut haben). Über die  Drums (die übrigens auch  ein 9jähriger Musikstudent hätte spielen können) wabern spacige Akkorde (ums genau zu sagen: Sus4-Akkorde), das Ganze setzt sich fort in “Light”, in “Infintiy Appears” und dann nehme ich Platz auf dem “Stained Glass Hill” und bin irgendwie völlig erschüttert ob der Langeweile, die mich erfasst beim Hören der neuen CD von Brian Carrol (Geburtsname von Buckethead). “Captain Eo’s Voyage” kommt mir vor, als ob der gute Buckethead halt irgendeine Übungsraum-Stunde aufgenommen hat und diese jetzt weltweit veröffentlichen muss, weil ihn ein böser Geist dazu zwingt. “Trails Of Moondust” ist dann das fünfte Stück der CD, das wenigstens ein klitzekleines Ausrufezeichen hinterlässt, weil es hier zumindest ein paar spacig-chillige Gitarren-Soli gibt in der Tradition, wie sie auf dem zweiten Album der Classic Space-Rock-Combo “Ufo” auf deren zweiten Studio Album “Flying” aus dem Jahr 1970 gespielt wurden. Wer dieses Ufo Album noch nicht kennt und auf ätherische Gitarren-Sounds steht, unbedingt mal abchecken! “Star Chasing” ist auch ertragbar, “Dancing The Dream” ist wieder etwas besser, auch weil sich der Gitarrist hier zart an der “Al-di-Meola-muted-palm-Technik” reibt und dadurch etwas Dynamik in sein Spiel einfliessen lässt. “The Siphonic Sequence” bringt ein paar echo-verhallte Blues-Licks und der Rest der Songs plätschert unaufgeregt vor sich hin. Chrrrrrrrrrrr.......

FAZIT: Eines der langweilixten Alben, das ich bisher vom Gitarristen Buckethead gehört habe. Wahrscheinlich hat er sich bei den Aufnahmen zu “Captain Eo’s Voyage” dieses Mal wirklich einen Eimer über den Kopf  gestülpt gehabt.  Egal - ich hab’s und geb’s auch nicht mehr her.

VÖ: 29.11.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.bucketheadland.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

JOE SATRIANI “BLACK SWANS AND WORMHOLE WIZARDS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

GITARREN ROCK

Für Fans von:  Steve Vai - Marty Friedman - Frank Gambale

USA (NEW YORK)

Glockenschläge und harte Gitarrenriffs brettern zu ambienten Keyboard-Sounds und den Grooves der Rhythm-Sektion. Ab und zu wird das Riffing von shreddernden Soli zum Crescendo getrieben Sehr gut das pentatonische Solo in „Pyrrhic Victoria“ - erinnert an Sachen von Robin Trower & Frank Marino – hier aber wesentlich kürzer. Auch „Light Years Away“ weckt Erinnerungen – speziell was den brummenden Bass und die Akkordstruktur betrifft - an den instrumentalen Wishbone Ash-Klassiker “F.U.B.B.” Bester „Song“ bisher! Mit „Solitude“ und „Littleworth Lane“ gibt es „Füllmaterial“. „The Golden Room“ überzeugt mit indischem Tabla-Flair, „Two Sides To Every Story“ ist tanzbar (117 bpm) und „Wormhole Wizards“ schiebt in die altbekannte “Bass-und-Drums-begleiten-Joe- auf-dem- Trip-in-sein-rockiges-Wurmloch”-Ecke, in der er virtuos wüten & toben darf.

Joe Satriani - Black Swans And Wormhole Wizards

VÖ: 05.10.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.satriani.com/

TOURDATEN

FAZIT:  Der Mann, der einst Virtuosen wie Steve Vai unterrichtet hat, wirft sein mittlerweile 14. Solo Album auf den Markt. Natürlich ist alles beim Alten geblieben. ”Black Swans And Wormhole Wizards” ist keine ungewöhnliche CD, aber übliches JOE SATRIANI-Futter und wer seine Musik mag, dem wird es auch dieses Mal gefallen. Wer schon das Meiste von ihm hat, wird sich auch das kaufen wollen, aber wer noch nichts von Herrn Satriani besitzt, dem sei anstelle dieser CD als Einstieg sein dritter Solo Streich aus dem Jahre 1989 („Flying In A Blue Dream“) wärmstens empfohlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

BUCKETHEAD “SPINAL CLOCK”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Buckethead - Spinal Clock

Er ist einer der innovativsten Musiker, die sich jemals auf Tonträgern verewigt haben. Brian Carroll, der sich irgendwann den Bühnennamen BUCKETHEAD (= Eimer auf dem Kopf) zugelegt hat, ist ein musikalisches Chamäleon, das Mitte der 80er Jahre plötzlich in den Workshop Kolumnen des legendären US Guitar Player Magazins aufgetaucht ist. Das Magazin, das später von zahlreichen (auch deutschen) geklont worden ist (bei den Meisten blieb es beim zweitklassigen Versuch). Mit „Spinal Clock“ veröffentlicht der Musiker sein bereits „achtundzwanzigstes“ Studio Album. Vor lauter Ehrfurcht habe ich dieses Mal sogar das „x“ weg gelassen. ”Spinal Clock” ist zwar kein Gitarren Album geworden, aber weil die CD vorrangig für Gitarristen interessant ist, habe ich sie hier plaziert.

AVANTGARDE

Für Fans von: akustischer Experimentalmusik ohne jegliche Grenzen

USA

Auf den 9 Stücken hat er sich das Musikinstrument Banjo zum Hauptdarsteller auserkoren. „Lafyette’s Landing“ beginnt mit seinen kryptischen Lauten wie ein mysteriöser Track aus einem Sci-Fi-Horror-Film.  Die 68er „Umma Gumma“(*) -Phase von Pink Floyd würde aber auch gut passen. „Whale On This“ ist minimaler LoFi-Instrumental-Pop, der von der Atmosphäre her an die wabernde Endzeitstimmung des Neil Young Soundtracks „Dead Man“ erinnert. Herrlich düster – herrlich trist. Vom künstlerischen Approach: Buckethead spielt seine Banjo-Licks, als ob er eine elektrische Gitarre bearbeiten würde, er wechselt zwischen rasenden Solo Lines hinüber zu rhythmisch-synkopierenden (vom Handballen) gedämpften Klang-Kaskaden, lässt das eine oder andere Flageolett erschallen, stimmt während (!!!) dem Song verschiedene Saiten nach unten und erzeugt so dissonante Töne, die dem Stück eine avantgardistische, experimentelle Nuance geben.

Im „Four O’Clock For Dub Down“ beweist er, dass auch ein Banjo zum Slidegitarren-Dobro mutieren kann. Die Stimmung der Saiten schraubt er wieder Mal nach unten und erreicht damit dieses Mal einen bluesigen Louisiana Sound. Hätte er mit einer elektrischen Gitarre auch haben können. Aber egal. Zeitweilig hört es sich an, als ob ein alter Biker röhrend versucht, seine antike Harley zu starten. Im Titelstück „Spinal Clock“ erschafft er eine Symbiose zwischen Foreigner’s „Urgent“ und Kraftwerk’s „Ruckzuck“, ein Stück vom ersten Album der deutschen Psychedelic-Kraut-Legende (für jüngere Musiker: Kraftwerk waren Vegetarier **), das heute leider niemand mehr kennt). Und ich habe schon wirklich viel Musikalisches erlebt in meinem Leben, aber ein Banjo, das sich anhört wie ein verstimmtes Klavier, ist mir auch noch nicht untergekommen!

Richtig zur Sache geht es auch im „Spinal Cracker“. Wie kann man sich die Musik vorstellen? Ein Jogger läuft mit zwei Plastikeimern eine Stadiontreppe hinauf - oben angekommen, rutscht er aus und fällt mit den Eimern Stufe für Stufe wieder nach unten. Dazu schlägt ein wilder Perkussionist in der Kabine des Stadionsprechers über das eingeschaltete Mikrofon die Becken eines Drumsets gegeneinander. Mit die beste Nummer der CD! Tipp: Hinsetzen, ruhig zuhören, Gedanken schweifen lassen. „Spinal Clock“ als Schock-Therapie für Hyperaktive.

INFO: (*) „Umma Gamma“ ist ein Album aus dem Jahr 1968, das die Gruppe Pink Floyd aufgenommen hatte und das ihren Status als kultige Psychedelic Underground Gruppe bestätigte. Ganz anders als die radiohitauglichen Songs Mitte der 70er. Ab „Dark Side Of The Moon“ (was ich nebenbei auch für ein erstklassiges Album halte) gingen musikalischer Anspruch und erfolgsorientierter Kommerz leider getrennte Wege.

INFO (**) War jetzt nur ein Scherz, habt Ihr aber sowieso nicht geglaubt, oder doch?

VÖ: 16.09.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.bucketheadland.com/ 

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LEE RITENOUR “6 STRING THEORY”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Lee Ritenour - 6 String Theory

Captain Fingers ist sein „Nickname“ (= Spitzname), aber schon das, was LEE RITENOUR hier im ersten Stück seiner aktuellen CD “6 String Theory” mit seinen elektrischen Gitarren bewirkt, hätte die Beförderung zum General verdient. Zweistimmige, gedoppelte Solo Lines mit „invertierten“ Akkorden und geschmackvollen Licks, dass selbst ein Gourmet-Koch seinen Löffel wegwerfen würde, um sich eine Gitarre zu kaufen. Nach 3 Minuten kommt der erste längere Solo, in dem er mit “Legato Lines” nur so um sich wirft, um etwas später wieder in rasender Geschwindigkeit rockig-verzerrte “Pull-Offs” und “Hammer-Ons”  auf die Saiten prasseln zu lassen. Die Band “fadet” den Song dann am Ende aus mit einem schönen Lite-Funk-Groove und der Maestro zeigt, dass er es auch „gefühlvoll und leise“ kann.

FUSION ROCK

Für Fans von: Larry Carlton - Robben Ford - Jeff Beck

USA

Am I Wrong“ ist ein Mundharmonika-Mississippi-Blues-Funk, in dem sich der Gast “Keb Mo” das Mikrofon schnappt und einen seinen besten Blues Songs „ever“ singt. Erinnert an die messerscharfen “slow funk grooves” von Ike Turner (ohne Tina). Einer der besten Songs, die ich bisher im Jahr 2010 gehört habe! In der zweiten Hälfte des Songs kommt die bluesige Hörenswürdigkeit Taj Mahal hinzu. Modern Jazz mit Reminiszenz an den legendären bereits verstorbenen Les Paul spielt die Band im Stück „L.P.“: Saubere, boppige (kein Lesefehler: Ich meine hier keinesfalls “poppige”) Gitarren-Licks und Akkorde in diesem jagenden Modern Swing Jazz, sehr gut gefallen mir auch die Beckenarbeit von Schlagzeuger Will Kennedy und das behende Orgel solo von Joey de Francesco. Einen super swingenden Gitarren Solo gibt es von Gaststar Pat Martino.

Joe Bonamassa und Robert Cray teilen sich die Vocals und Gitarren im hardbluesigen „Give Me One Reason“. Noch härter – was Sound und Groove angeht, ist „68“ – hier sind als Gäste Steve Lukather und Tal Wilkenfeld (die laufende Meter-Bassistin von Jeff Beck) mit von der Partie. An letzteren erinnert dann auch das ätherisch-ästhetische „In Your Dreams“. Im sensationell starken „Moon River“ bilden wieder De Francesco (Orgel) und Kennedy (drums) das rhythmische Grundgerüst, auf dem sich unser Kapitano und sein besonderer Gast George Benson austoben dürfen.

Nach „Why I Sing The Blues“ mit der Blues-Garde B. B. King und Johnny Lang führt der Weg des Hörers in die akustische &  instrumentale Fraktion der CD. „Daddy Longlicks“ präsentiert sich mit fliegenden, jagenden Solo Lines und zackigen Akkorden – die Musik braucht sich hinter der des legendären Trios Di Meola, DeLucia und McLauhglin nicht zu verstecken. „Shape Of My Heart“ erinnert an die instrumentalen 80er Jahre Kompositionen von Al Di Meola und auch „Drifting“ bevorzugt die ruhige sentimentale Botschaft. Richtig los geht’s wieder im „Freeway Jam“ – hier gibt es zwei- und dreistimmige Gitarrenlines von Lee, Mike Stern und Tomayasu Hotei – Schlagzeug spielt hier übrigens kein anderer als Simon Philips. Das Finale sieht “General Fingers” zusammen mit dem 16jährigen Klassikgitarristen Shon Boubilil bei der Bearbeitung der „Caprices, Op 20 No 2 And 7“, des italienischen Komponisten Luigini Legnani. FAZIT: Ein furioses Feuerwerk für Musiker, Gitarristen, Jazz’n’Blues Fans, die Wert drauf legen, eine der besten CDs des Jahres zu hören. Fantastische Gäste, die sich LEE RITENOUR eingeladen hat zur Aufnahme Session

INFO: Wer sich für die Musik des italienische Komponisten LUIGI LEGNANI (1790 - 1877) interessiert, kann sich die Noten der 36 Capricen hier kostenlos downloaden: http://www.free-scores.com/download-sheet-music.php?pdf=1795

VÖ: 29.06.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.leeritenour.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

KAKI KING “JUNIOR”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ALTERNATIVE ROCK

Für Fans von:  Lush - Stanley Jordan - Erik Mongrain

USA (GEORGIA)

Die neue Scheibe der Gitarristin beginnt mit dem indie-rockigen “The Betrayer”, das in der Sphäre grossartiger U2-Klassiker schwebt. Gesang und treibende Drums erinnen an die 90er Alternative Pop Band “Lush” aus London. Auch in “Spit It Back In My Mouth” erzeugt sie esotherische Atmosphäre durch den schulchorartigen Satzgesang und vor allem durch ihre besondere Art, Rhythmusfiguren im Stile des New Age-Gitarristen Michael Hedges oder des Tapping-Spezialisten Stanley Jordan zu entwickeln. Ab und zu bequemt sie sich auch, ihre Gitarre “normal” an zu schlagen wie im balladesk-akustischen “The Hoopers Of Hudspeth”. KAKI KING (Geburtsname: Katherine Elizabeth King) spielt Musik für Musiker (“Falling Day” wexelt zwischen 4/4th und 7/4th), für alle anderen hört der Spass spätestens beim fünften oder sechsten Stück auf, weil die Songs ohne Höhepunkte vor sich hin plätschern.

Kaki King - Junior

VÖ: 13.04.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.kakiking.com/  

TOURDATEN

INFO: TAPPING ist das grosse Zauberwort, wenn die Sprache auf  die exzellente Spieltechnike der 30jährigen Gitarristin aus Georgia kommt. Die populäre Öffentlichkeit wurde mit dieser Art, die Gitarre zu spielen, zum ersten Male im Jahre 1978 konfrontiert, als sie der Rockgitarrist Eddie Van Halen in seiner Musik verwandte.  Laien können sich den Begriff “Tapping” am schnellsten erklären, indem sie vorstellen, wie ein Gitarrist sein Instrument auf seinen Schoss legt und die Saiten wie ein Pianist bearbeitet, d. h. die rechte Hand zupft und schlägt nicht an, sondern drückt (besser: hämmert) die Saiten mit den Fingern auf  das Griffbrett der Gitarre. Nach den ersten Van Halen-Platten war nichts mehr wie es war und Horden von Musikern aller Genres begannen, sich auf diese Spieltechnik zu spezialisieren. Mittlerweile gibt es auch eine Menge von Herstellern, die dementsprechende Instrumente weiterentwickelt haben, um den Anforderungen der Musiker gerecht zu werden. Ab dem 15. September 2010 gibt es auf der Partnerseite www.musikverrueckt.de ein grosses Special über das “Tapping”.

 

 

 

 

 

 

 

 

STEVE VAI “WHERE THE OTHER WILD THINGS ARE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HEAVY ROCK

Für Fans von:  Joe Satriani - Marty Friedman - Steve Morse

USA (NEW YORK)

Ein Leckerbissen für Gitarristen, wobei der gute Steve natürlich einige Ligen höher spielt als die gute Katherine. Vor einem Jahr hat STEVE VAI die phänomenale DVD “Where The Wild Things Are” veröffentlicht, jetzt legt er diese CD nach mit Titeln, die es nicht auf die DVD geschafft haben. Wobei man nicht von Outtakes sprechen kann, weil die präsentierten 12 Stücke Rockmeisterwerke sind, in denen die Protagonisten (der Maestro selbst, die Violinisten Ann Marie Calhoun & Alex DePue und der Rest der Besetzung) Höxtleistungen vollbringen und daher kann ich mir die Bewertung eigentlich sparen. In “The Crying Machine” duellieren sich 3 Solisten gleichzeitig, spielen plötzlich unisono, während die Rhythmus-Combo schräge Queerbeet-Riffs spielt, ohne mit der Wimper zu zucken. Für Gitarristen ein Must Have und für alle, die exzellente Rockmusik schätzen sowieso.

Steve Vai - Where The Other Wild Things Are

VÖ: 13.04.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.vai.com/

TOURDATEN

INFO: Begonnen hat er in Frank Zappa’s Band. Unvergessen sein Mitwirken bei der 3er LP-Box “Shut Up N Play Yer Guitar”, als er den Begriff “Stunt Guitar” prägte. 1984 war STEVE VAI  der erste Gitarrist, der die Ehre hatte, sich auf der Schallfolie des amerikanischen Magazins “Guitar Player” zu präsentieren mit ”The Attitude Song” vom Debut Album “Flexable”. Danach ging es ab zur Band von Graham Bonnet (“Alcatrazz”), zur “David Lee Roth Band” und danach zu “Whitesnake”. Mittlerweile hatte er für sich bereits den Status des Super Gitarristen beansprucht und auf diesem Thron sitzt er seit Beginn der 90er - immer noch unangefochten. In seiner Discographie stehen 21 Alben, von denen jedes hörenswert ist. Absolut sehenswert auch die DVD “Where The Wild Things Are”, die im Jahr 2009 erschienen ist. “Must Have” für Musik-DVD-Sammler!

 

 

 

 

 

 

 

 

DIRTY DAVE OSTI “VOODOO GUITAR”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES ROCK

Für Fans von:  Robin Trower - Joe Bonamassa - Lance Lopez

USA (KALIFORNIEN)

DIRTY DAVE OSTI spielt “dreckige”, wilde Gitarrenlicks und die 10 Stücke, die er auf seinem Debüt darbietet, sind Extraklasse. Songs wie “Play What The Man Can’t Say” und “Flatline” zeigen, dass er seine Robin-Trower-Stevie-Ray-Vaughan-Fertigkeiten bestens beherrscht. In “Lit Again” kommt noch der bluesfunkige Groove einstiger Frank Marino Scheiben hinzu. Stimmlich sehe ich ihn irgendwo zwischen Gary Moore und dem zu früh verstorbenen Jeff Healey. “Kritiker” werfen ihm vor, wie dieser oder jener zu klingen, aber sollte man sich nicht über jeden weiteren hervorragenden Gitarristen freuen? Dave Osti gehört nun mal zu den besten seiner Zunft und mit “Voodoo Guitar” hat er eines der besten Rock Alben des Jahres aufgenommen. Auch unbedingt erwähnenswert: Die fundamentale Spielwiese, die Bassist Dave Batti und Drummer Moyes Lucas dem Gitarristen bieten.

Dirty Dave Osti - Voodoo Guitar

VÖ: 09.02.10

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://daveosti.com/ & https://myspace.com/davebatti/music/songs

TOURDATEN

INFO: Angeblich hat er schon über 1000 Songs geschrieben, 10 sind auf seiner Debut CD, das bedeutet, das wir auf jeden Fall noch mindestens 99 weitere Scheiben erwarten dürfen. Gut so! Der “dreckige” Dave  spielt ansonsten in der Bluesgruppe “Gentlemen’s Blues Club” und als dort gerade Müssigtun angesagt war (schliesslich geht es auch Bluesmusikern heutzutage nicht sooo schlecht), hat er den Schritt in die solistische Selbständigkeit gewagt. Seine Freunde (Mike Inez, Bassister der Rock Band “Alice In Chains”) sagen von ihm, Musik ist ein Teil seiner DNA (kann ich nachvollziehen).

 

 

 

 

 

 

 

 

JEFF BECK “EMOTION & COMMOTION”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Jeff Beck - Emotion & Commotion

Playtime: Einzig die Spielzeit von 40 Minuten und 26 Sekunden enttäuscht, als ich die CD in den Player lege. Vom Maestro hätte ich mir auf einem Medium, das die doppelte Menge an Musik speichern kann, etwas mehr gewünscht. Und wenn’s halt nur eine Demo Version eines Stückes oder eine ältere Live Aufnahme gewesen wäre. Jeff Beck habe ich Ende der 60er zum ersten Mal gehört, als er sich auf dem Debut Album “Truth” der Jeff Beck Group mit Rod Stewart duellierte. “Emotion & Commotion” dürfte sein 25. Album (Live- und Best Of Platten mit eingerechnet) sein. Ich besitze zwar alle Werke von ihm, muss aber auch gestehen, dass mich seine letzten Veröffentlichungen nicht vom Hocker gerissen haben. Durch die geniale DVD “Live at Ronnie Scott’s” habe ich wieder zu Jeff Beck gefunden.

ROCK

Für Fans von:  Arlen Roth - Niladri Kumar - Gary Moore

ENGLAND

Nach dem ruhigen, österlichen “Corpus Christi Carol” läuten funky Wah Wah Riffs zum ersten “Hammerhead” Groove, der das ambiente Flair seiner 78er Hammer-Platte “Wired” exakt wiedergibt. Jeff lässt dann auch gar nicht lange auf sich warten und brettert seinen ersten blues-rockigen Solo - der Keyboard-Sound weckt Erinnerungen an gute alte Mahavishnu-Zeiten. Die kleine und geniale Bassistin Tal Wilkenfeld, die auf der DVD “Live At Ronnie Scott’s” dabei war, ist auch hier mit von der Partie. In “Never Alone” spielt sie einen - zwar unauffälligen - aber doch schönen melodiösen Part. Auch “Somewhere Over The Rainbow” ist ruhiger Natur.

Mit Spannung habe ich natürlich - seit ich gelesen habe, dass es diesen Track auf dem Album geben wird - auf “I Put A Spell On You” mit Joss Stone am Mikrofon gewartet. Zum einen, weil es unzählige Fassungen des Stücks gibts und zum anderen, weil ich von der Band, in der ich singe, zu diesem Titel ”überredet” wurde. Und Jeff Beck ist immer wieder für Überraschungen gut. Er bringt den Titel in einer knappen 3minütigen Version als 6/8tel Shuffle. Und Joss? Singt einfach klasse - sie verleiht dem Klassiker ihre eigene stimmliche einzigartige Note. Bestes Stück bisher.

Mongolischen Kehlkopfgesang gibt’s am Anfang von “Serene”. Ätherische Rock-Stimmung, der Soundtrack zur Autofahrt in den Sonnenuntergang. Herrlich. Anlage aufdrehen & geniessen - und... ein Beck’s Bier trinken :-)) Mit “Lilac Wine” folgt eine Rockjazz-Ballade, die vom Rockabilly-Mädchen “Imelda May” gesungen wird. Mit “Nessun Dorma”, das im letzten Jahr wieder von Paul Potts salonfähig gesungen wurde, beweist der gute Becky wieder einmal, dass er nach wie vor einen wandlungsfähigen chamäleon-artigen Musikgeschmack hat. Top Drumming gibt’s von Vinnie Colaiuta im jazzfunkigen “There’s No Other Me”, auch hier darf Joss Stone ans Mikro. Was hat sich diese Frau entwickelt in den letzten Jahren! Ist gleichzeitig die lauteste und experimentellste Nummer der CD.

Info: Es gibt auch noch eine Limited Edition, die eine DVD beinhaltet mit 6 Live-Tracks, die auf dem 2007er Crossroads Guitar Festival aufgenommen wurden. Exklusiv beim US Online-Händler bestbuy, das Shipping ist kostenlos: http://www.bestbuy.com/site/Emotion+%26+Commotion+-+CD/9840161.p?skuId=9840161&id=2094383

Abschliessendes Fazit: Nette & ruhigere Mainstream-CD des 65jährigen Gitarristen, ”Emotion & Commotion” kann sich aber lange nicht mit seinen grossen Meisterwerken “There & Back”, “Wired” oder “Crazy Legs” messen.

VÖ: 06. 04. 10

Verfügbar: CD & Deluxe CD & Digital

Empfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.jeffbeck.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

JIMI HENDRIX “VALLEYS OF NEPTUNE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES ROCK

Für Fans von:  Randy Hansen - Robin Trower - Blue Cheer

USA (SEATTLE)

Was für ein Hype um diese Veröffentlichung - braucht’s der Hendrix-Fan wirklich? Eine neue Hendrix-Scheibe mit sieben unveröffentlichten Songs und 5 neuen Studio Takes. An den Aufnahmen ist produktionstechnisch nichts aus zu setzen. Jimi ist in TOP-Form, der Solo in “Stone Free” kommt wie ein heisser Lava-Strahl (geil, geil, geil!). Das bisher unveröffentlichte “Valleys Of Neptune” baut auf einem Oktav-Riff auf, ist ein Mix aus “Hey Joe” und dem eben erwähnten Auftakt. Die erste wirkliche Überraschung kommt mit “Ships Passing In The Night”. Ist das wirklich Hendrix? Hört sich an, als ob hier der leibhaftige Stevie Ray Vaughan die Saiten bedient. Langsamer guter Blues. Beim Solo war mit Sicherheit der Halstonabnehmer aktiviert gewesen. Auch die neuen Versionen von “Red House” und “Fire” gefallen gut, wenngleich sie sich nicht von Altbekanntem unterscheiden. Brauchbar.

Jimi Hendrix - Valleys Of Neptune

VÖ: 05.03.10

Verfügbar: CD - Vinyl - Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.jimihendrix.com/

TOURDATEN

INFO: Sieben bisher unveröffentlichte Aufnahmen gibt es für Hendrix-Afficionados und anstelle der weiteren fünf Stücke von offiziellen Studio Releases hätte man hier auch noch einige Raritäten wie Outtakes oder Live-Aufnahmen drauf packen können. “Valleys Of Neptune” gibt es auch als Doppel-Vinyl-LP (Import bisher nur). Seine Mistreiter bei den meisten Songs waren Noel Redding am Bass (bei 3 Tracks bediente Billy Cox den 4-Saiter) und Mitchell Mitchell am Schlagzeug. Die Backing Vocals beim ersten Song “Stone Free” wurden von Roger Chapman und Andy Fairweather Low eingesungen (eingebrüllt).

 

 

 

 

 

 

 

 

BIRELI LAGRENE “GYPSY TRIO”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

GIPSY JAZZ

Für Fans von:  Django Reinhardt - Paco De Lucia - Thomas Dutronc

FRANKREICH

“Lullaby Of Birdland” ist der ruhige Auftakt, danach geht buchstäblich die Post ab nach “New York City”. BIRELI LAGRENE knüppelt  Licks und Soli in atemberaubendem Tempo über’s Griffbrett, dabei hetzen ihn Hono Winterstein (Gitarre) und Diego Imbert (Bass) unermüdlich vor sich her. Wer auf gefühlvolle Melodien Wert legt, wird auch bedient. “Le Soir” führt in die melancholische Zeit der französischen Cafe-Bars der 50er. Schöne Ballade, die sich nach 02:10 Minuten - eingeleitet durch E7/9-Akkorde - in einen  Finger schnippenden Swing verwandelt. Dabei kehrt Bireli mit technischem Besen und zeigt, dass er immer noch zu den Besten der Szene gehört. 14 Stücke (Spielzeit: 46:59), die vor Lebhaftigkeit und Virtuosität bersten: Aber es sind vor allem die gefühlvollen Kompositionen (wie “Poinciana” mit tollem Flagolett-Spiel), die überzeugen.

Birelli Lagrene - Gipsy Trio

VÖ: 13.10.09

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Internet: http://www.bireli.com/ 

TOURDATEN

INFO: Als er 14 Jahre alt war, hatte er die Jazz Welt auf den Kopf gestellt und wurde in sämtlichen Medien als Wunderkind gehandelt. Danach ging es rund um die Welt, er spielte mit Al Di Meola, Stephane Grappelli, Jaco Pastorius und Benny Goodman. Seine Aufnahmen werden  von Fans geliebt, von manchem Kritiker abfällig abgehandelt. Mittlerweile ist er 44 Jahre alt, hat über 30 Platten veröffentlicht, von denen jede hörenswert ist. Sehr empfehlenswert auch seine 2004er DVD “Birelli Lagrene & Friends - Jazz A Vienne” - 235 Minuten Spielzeit inklusive Interview und Backstage-Dokumentation.

 

 

 

 

 

 

 

 

MARTY FRIEDMAN “TOKYO JUKEBOX”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

PROG METAL

Für Fans von:  Steve Vai - Joe Becker - Joe Satriani

USA/JAPAN

Ich war einer der ersten in den 80er Jahren, der seine Platten gekauft hatte, als er damals von Mike Varney für dessen Shrapnel Label rekrutiert worden war. In den 90ern war der Metal-Shred nicht unbedingt mein Ding. Und als jetzt die “Tokyo Jukebox” vor mir lag, sieht mich ein bemaltes Gesicht an und dringt in meine Gedanken ein: “Nimm mich mit” Was blieb mir übrig und seitdem hat sich mein Leben verändert. Zum Guten! Meine Nachbarn nebenan ziehen aus, weil sie die bis zum Anlagenanschlag aufgedrehten Riffs, Soli und Shreddings nicht mehr hören können. “Tsume Tsume Tsume” - der komerzielle Heavy-Prog-Banger - “GIFT” - der kitschig-gute Gute-Laune-Swinger oder “Amagigoe” - der ultraschnelle Saitenstrahl. Sämtliche 12 Stücke sind Cover Versionen von J-Pop- oder J- Rock-Songs. Die meisten Originale kenne ich nicht, aber wen interessiert das schon?

Marty Friedman - Tokyo Jukebox

VÖ: 20.05.09

Verfügbar: CD - Vinyl - MP3-Download

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.martyfriedman.com/

TOURDATEN

INFO: Der 47jährige Gitarrist ist Autodidakt, hat sich in den frühen 80er Jahren beim US Guitar Player Magazine in der Rubrik “New Talent” beworben. Über viele Jahre durften sich dort die talentiertesten Gitarrist(inn)en mit ihren Demos bewerben. In jeder Ausgabe wurden drei neue Heroes vorgestellt. Neben Jennifer Batten, Jason Becker oder anderen stand in einer Ausgabe Marty Friedman, der auch ziemlich kurz danach vom renommierten Mike Varney rekrutiert wurde. Mit Jason Becker veröffentlichte er später mit der “Speed Metal Symphony” ein bahnbrechendes Meilenstein-Album.

 

 

 

 

 

 

 

 

GARY MOORE “ESSENTIAL MONTREUX”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HEAVY BLUES ROCK

Für Fans von:  Joe Bonamossa - Snowy White - Pat Travers

NORDIRLAND

Gary Moore war einer meiner Gitarren-Heroes in den 80ern, speziell die Live LP “We Want Moore” hatte es mir angetan. Im Juni 2009 ist nun dieses Brett mit 5 CDs erschienen. “All Your Love” zeigt Gary in toller Form, aber warum spielt er einen Solo, wie ihn Santana vor 30 Jahren mit dem “Black Magic Woman” kopuliert hat? “Midnight Blues” - ein gefühlvoll gespielter Blues Rocker, in dem er nach 2 Minuten “die Sau rauslässt” - er kann halt nicht anders und genau das liebe ich an seinem Spiel. Die Allman Brothers Nummer “You Don’t Love Me” habe ich nie so heavy gehört wie hier. Ein Heavy Southern Blues mit einem im Geschwindigkeitsrausch gespielten Turn-Around. CD 1 hat mit Albert Collins einen besonderen Gast, CD 2 betont das Blues-Element, CD 3 glänzt neben ausschweifenden Jams mit den 80er Klassikern “Out In The Fields” und “Over The Hills”. Great Stuff!

Gary Moore - Essential Montreux

VÖ: 26.06.09

Verfügbar: Box-Set mit 5 Discs

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.gary-moore.com/

TRACKLISTING

INFO: Die CD-Box “Essential Montreux” enthält 5 Discs mit Live-Aufnahmen der Jahre 1990, 1995, 1997, 1999 und 2001. Insgesamt gibt es 60 Stücke mit einem Gary Moore in bester Spiellaune.  Die jeweiligen LIVE-Mitschnitte stellen zum grossen Teil die zur jeweiligen Zeit auf Studio Album veröffentlichten Songs in den Vordergrund, aber wer den Gitarristen kennt, weiss, das “Live” und “Studio” zwei Paar verschiedene Schuhe sind. Wer die ultimative LIVE-CD des Nordiren sucht, greift zu!

 

 

 

 

 

 

 

 

ROBBEN FORD “SOUL ON TEN”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ROCK-FUSION

Für Fans von:  Jeff Beck - Frank Gambale - David Bendeth

USA (KALIFORNIEN)

Ein harter kristall-stahliger wahwah-getränkter Stakkato-Riff beginnt “Supernatural”, um nach der ersten Strophe in einem feurigen hendrix-igen Gitarrensolo aufzugehen. Das instrumentale “Indianola” und “There’ll Never Be Another You” bieten gewohnte Kost für Fans des 56jährigen. Interessant wird es, wenn sich Robben über die Klassiker “Spoonful” (Willie Dixon) und “Set A Date” (Elmore James) hermacht. Im Dixon-Song swingen die vier Musiker hervorragend und erschaffen mit diesem Cover-Erlebnis der besonderen Art ein völlig neues 6minütiges Löffelgefühl. Spitze, was Neal Evans an seiner B3 Orgel zaubert. Im Solo von Robben fühlt man sich an die 80er und deren ausladende Song-Eskapaden im Stile der Atlanta Rhythm Section erinnert. Zwei neue Studio-Stücke gibt es auch: “Don’t Worry About Me” wirkt unausgegoren, “Thoughtless” ist ganz nett geworden.

Robben Ford - Soul On Ten

VÖ: 11.08.09

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Internet: http://www.robbenford.com/RobbenFordMain.html 

TOURDATEN

INFO: Die Robben Ford Band hat acht der zehn Stücke des neuen Albums im April 2009 Live eingespielt. Die zwei im Studio aufgenommenen “Don’t Worry About Me” und “Thoughtless” sind ebenfalls wie der Live-Track “Earthquake” neue Kompositionen, die bisher unveröffentlicht waren. Die Musiker der Band sind: Robben Ford (g, voc), Toss Panos (dr), Travis Carlton (bg) und Neal Evans (keyboards).  Im Januar 2010 gibt es eine neue Studio-CD mit Mike Landau und Jimmy Haslip.

 

 

 

 

 

 

 

 

BRIAN SETZER ORCHESTRA “SONGS FROM LONELY AVENUE”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SWING-ROCK

Für Fans von:  Stray Cats - Brian Setzer - Chet Atkins

USA (OHIO)

Mit zwei Jahren Verspätung fährt der Zug ein in den Bahnhof. Einsteigen, die Türen schliessen und los geht’s mit dem “Trouble Train”. Der Kontrabassist pumpt die Saiten auf wie eine Dampflok ihre Puffer. Und Käptn Setzer beschleunigt nach 2 Minuten  und legt los mit dem ersten Speed-A-Billy-Leadgitarren-Solo, dass die Bläser Mühe haben, zu folgen. Der “Dead Man Incorporated” fährt rückwärts in alte Stray-Cats-Zeiten.  Die Platte ist vielseitig, bedient die unterschiedlichsten Stilrichtungen zwischen Boogaloo  und astreinem Rock’n’Gypsy’Roll (“Gimme Some Rhythm Daddy”). Tolles Highlight ist die Swing Ballade “Lonely Avenue”, mit der Brian all den Kralls & Jones’s zeigt, wie einfach und doch grossartig Vokal-Jazz interpretiert werden kann. Und zur Belohnung für meine warmen Worte gibt es danach den rosaraten Panther-Rockaboogie

Brian Setzer Orchestra - Songs From Lonely Avenue

VÖ: 25.09.09

Verfügbar: Single-CD & 4-LP-Vinyl-Set

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://briansetzer.com/

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

STEVE MORSE  “OUT STANDING IN THEIR FIELD”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

PROG ROCK

Für Fans von:  Jeff Beck - Frank Gambale - David Bendeth

USA (OHIO)

Endlich. Eine Solo-Platte vom Meister. Und nach 1 Minute & 19 Sekunden gibt es den ersten chromatischen Lauf quer über alle Saiten - “Name Dropping” ist der erste instrumentale Power-Rock-Song auf der 9-Track-CD. Steve Morse wie wir ihn kennen und hören wollen. Dave LaRue, sein musikalischer Begleiter seit 20 Jahren, darf auch zeigen, was er auf dem Bass drauf hat und Van Romaine ist sowieso über alle Zweifel erhaben. “Brink On The Edge” ist ein typisches Dregs-Highlight - als ob die Zeit stehen geblieben ist - nur die Zeiten sind - klangtechnisch - ein kleines bisschen heavymetallischer geworden. Hat abgefärbt, seine Deep Popl-Zeit. In den restlichen Stücken gibt es jede Menge Breaks, zahlreiche Soli (auch vom Bassisten) und den genialen Country-Rock-Progger “John Deere Letter”.

Steve Morse  - Out Standing In Their Field

VÖ: 25.09.09

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.stevemorse.com/ & “Big Dave”: http://www.davelarue.com/

TOURDATEN

INFO: 1977 ging ein gitarristischer Stern am Himmel auf und der hiess Steve Morse. Seitdem wurde der junge Mann mehrere Male als weltbester Gitarrist (beim Guitar Player Magazine u. a. gleich in mehreren Rubriken (“Overall Guitarist”, ”Rock-, Jazz- Fusion usw. Guitarist”) bestätigt. Nach etlichen Klasse Platten mit der von ihm gegründeten Band “Dixie Dregs” ist er nach kurzem Stop bei der Progrock-Gruppe Kansas 1996 bei Deep Purple eingestiegen und hat den Sound der Classic Rocker wesentlich modernisiert - heute steht der 55jährige mit seinen Brüdern im Geiste (Steve Vai, Satriani, Allan Holdsworth, Mike Stern, Frank Gambale) auf der höchsten Maestro-Stufe.  Von seinen Solo-Alben oder den Werken mit der Jazzrock Fusion Band Dixie Dregs sind sämtliche Platten ohne Einschränkung sehr empfehlenswert und höxt unterhaltsam.

 

 

 

 

 

 

 

 

MATZE WURM “TRUTH IS STRANGER THAN FICTION”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HEAVY  ROCK

Für Fans von:  Joe Satriani - Steve Vai - Frank Gambale

DEUTSCHLAND

Eine CD, die dummerweise sehr lange gelegen hat, bevor ich überhaupt die Zeit, rein zu hören. Aber was gut ist, läuft nicht fort. Wer ist Matze Wurm? Nun, ich hatte mir gerade auf der Frankfurter Messe eine CD einer Band gekauft, der gute Mann am Stand konnte nicht rausgeben; ich sagte ihm “Der Rest ist für die Kaffee-Kasse” und aus lauter Begeisterung schenkte er mir “seine” CD. Die Musik? Starker Gitarrenrock, der sich nicht hinter Satriani und Konsorten verstecken muss. Technisch perfekt - begeistert Matze mit rasanten Läufen, die quer übers Griffbrett jagen wie in “Indulging My Passion”, melodiös einfühlsam genau auf den Punkt treffen - der tolle Gesang von Philip Griffiths (“Lost”) kann auch punkten. Highlight der CD ist der Prog Rock-Funk “Crossbreeding Snails”, in dem Matze Wurm so richtig geil ab-shreddert

Matze Wurm - Truth Is Stronger Than Fiction

VÖ: 2005

Verfügbar: 5-Track-CD

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: https://www.matze-wurm.de/

TOURDATEN

INFO: Matze Wurm heisst mit bürgerlichem Namen Matthias Wurm, studierte am Guitar Institute Of Technology in München und in den USA in der L.A. Music Academey - man hört’s auf der CD. Er ist - ohne jetzt gross zu übertreiben - einer der technischen besten Heavy Rock Gitarristen, die es derzeit in Deutschland gibt. Aktuelles Info Dezember 2016: MATZE WURM arbeitet zurzeit an neuem Material mit seiner neuen Band “the never have beens” - wir sind gespannt!

 

 

 

 

 

 

 

 

STEVE VAI “MODERN PRIMITIVE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page    (kb)

Steve Vai - Modern Primitive

TRACKLISTING:

01.  Bop! (feast. Mohini Day on bass)
02.  Dark Matter
03.  Mighty Messengers
04.  The Lost Chord
05.  Upanishads
06.  Fast Note People
07.  And We Are One
08.  Never Forever
09.  Lights Are On
10.  No Pockets
11.  Pink And Blows Over, Part 1
12.  Pink And Blows Over, Part 2 (Mars Attack)
13.  Pink And Blows Over, Part 3

PROG & ART ROCK

Für Fans von:  Christophe Godin - Gary Hoey - Steve Morse

USA

Für mich ist er aktuell und seit vielen Jahren einer der besten - wenn nicht DER ultimative Rock Gitarrist. STEVE VAI veröffentlicht sein neuntes Studio Album “Modern Primitive” und als Anhang gibt es die limitierte 25th Anniversary Edition seines zweiten Solo Albums “Passion And Warfare” aus dem Jahr 1990. Nach dem 1984 instrumentalen Hammer-Debüt ”Flex-Able” hatte es ein paar Jahre gedauert bis zur damaligen Nummer Zwei, weil der US Musiker hauptberuflich u. a. in der Band von “David Lee Roth” beschäftigt gewesen war.

Der neue Stoff fängt an mit dem Gute-Laune-Jazz-Rocker “Bop!” - ein virtuoser Melodiereigen und komplexe Bass-Läufe erfreuen den “Vai”-Fan, die meisten der beteiligten Musiker sind ebenfalls Altbekannte, Bassist Stuart Hamm, Drummer Jeremy Colsen oder Mike Keneally sind zu hören, den Großteil der Stücke hat der Gitarrist in den Jahren nach der Debüt-Veröffentlichung bis hin zum “Passion”-Album eingespielt und komponiert, jetzt gibt es den wohlverdienten Release dieser Songs, die sich problemlos in die “vai”-ische Diskographie einordnen lassen: Der groovige Rocker “Dark Matter” oder die “Mighty Messengers” mit extraordinärem Funk-Bass und hetzendem Drumplay von Chris Frazier - und - Überraschung - dem Chef selbst am Mikrofon.

Upanishads” ist ein regelrechtes “Legato”-Monster, in dem der New Yorker einmal zeigt, warum er mit seinem Spiel schon damals Kohorten von aufstrebenden Gitarristen begeistert und wesentlich beinflusst hat. Er selbst lässt natürlich auch etwas “Zappa”-Flair hören (in der Band der damals noch lebenden Legende hatte er jahrelang die “Stunt-Gitarre” bedient) in “Fast Note People”, wer auf exzessive Vibrato-Orgien steht, wird seine helle Freude haben an “And We Are One”, Steve Vai war einer der Gitarristen gewesen, die in den 80er Jahren dafür sorgten, dass das von Gary Kahler und Dave Storey entwickelte “Kahler”-Tremolo-System salonfähig wurde, während viele seiner Kollegen (wie Eddie Van Halen) eher zum “Floyd Rose” tendierten.

Lights Are On” ist ein jagender Geschwindigkeits-Latin-Rocker, der sich anhört, als ob sich Carlos Santana und seine Mannen ein paar Dosen “Energy-Drinks” eingeworfen haben. Def einer meiner persofaves des Albums! Und der Mittelteil könnte auch locker als Brüderchen des monströsen “Attitude Song” (vom 84er Debüt) durchgehen. Hammer, welches Feuerwerk Vai, Hamm und Frazier hier veranstalten! “No Pockets” bedient die hardrockende Fraktion, während die dreiteilige Suite “Pink And Blows Over” in jazzige und teils schräge neoklassische Bereiche abdriftet, in denen es auch den einen oder anderen mongolischen Kehlkopf-Effekt zu hören gibt.

FAZIT: Natürlich “Must Have” für die Sammlung aller STEVE VAI Fans, auch weil es und wenn man vorher nur die Original Vinyl Scheibe hatte wie ich hier bei der 25th Anniversary Edition von “Warfare And Passion” noch bisher vier unveröffentlichte Bonus Tracks der damaligen 1990er Sessions gibt.

VÖ: 24.06.16

Verfügbar: 2-CD & 2-Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.vai.com/  &  https://twitter.com/stevevai

TOURDATEN

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JARTSE TUOMINEN “UNTOLD STORIES”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Jartse Tuominen - Untold Stories mc

TRACKLISTING:

01.  Extraordinary
02.  Hybrid Fusion
03.  Mesa
04.  Time To Go
05.  Simppa goes To Toysä
06.  Trouble Shuffle
07.  Untold
08.  Nine Lives
09.  Yeah Right
10.  Farewell

Label: Sledgehammer Ky
Web: www.sledgehammerky.com

PROG & ART ROCK

Für Fans von: Vinnie Moore - David Bendeth - Steve Morse

FINNLAND

Beim ersten Blickkontakt glaube ich es mit dem Deep Purple Sänger Ian Gillan zu tun zu haben, so ähnlich sehen sich die beiden Protagonisten – zumindest, wenn ich mir das Front Cover des Albums „Untold Stories“ betrachte. Wer all die skurrilen „Bei-der-Geburt-getrennt“-Fotoserien kennt, die es ab und an in diversen Magazinen zu sehen gibt, der weiß bestimmt, was ich meine.

Hier spielt JARTSE TUOMINEN, ein – wie es der Name schon vermuten lässt – finnischer Gitarrist und er spielt richtig „Extraordinary“, wie es der erste Titel des Albums zutreffend verrät. Ein wildes lautes Gemisch aus progrockigen Gitarrenläufen, ultraschnellen übers Griffbrett fliegenden Soli und starkem Sound und der hier anwesende Bassist glänzt zudem mit feinen Läufen, die mich an die genialen 70er Jahre-Perlen eines gewissen „Stanley Clarke“ erinnern . „Steve Morse“, „Steve Vai“, „Larry Carlton“, „Al Di Meola“ – passt irgendwo alles, das der Finne während der knapp 43 Minuten anbietet. In den 90er Jahren hat der Musiker in Kalifornien gelebt und ist natürlich in seiner Jugend – kein Wunder – von den eben genannten Größen inspiriert worden – heute darf er sich selbst – und da wird mir jeder recht geben, der dieses Album hört, als Gitarrenhero bezeichnen.

Auch „Hybrid Fusion“ ist ein wahres Fusion-Heavy-Rock-Monster, mit seinen 146 bpm sogar gut tanzbar. Unterstützt wurde der Gitarrist bei den Aufnahmen neben den exzellenten Musikern seiner eigenen Band u. a. von Schlagzeuger BRANNON TEMPLE (schon für Robben Ford, Eric Burdon und die Dixie Chicks aktiv und dem renommierten Session-Bassisten STEVE BERNAL. Weitere empfehlenswerte Anspieltipps des Albums sind der swingende High-Class-Rock’n’Roller „Troubled Shuffle“, die Ballade “Untold” erinnert (mich) zur Mitte an den „Beatles“-Klassiker „While My Guitar Gently Weeps“, während der groovige Jam „Nine Lives“ neben den Gitarrenlicks mit saugut produziertem Orgelsound aufwartet.

FAZIT: Der finnische Gitarrist JARTSE TOMINEN ist definitiv „das nächste Ding“ am ultimativen Gitarrensternekosmos! Exzellente Technik gepaart mit saustarken instrumentalen Kompositionen. Wer Zeit hat und sich über die kurze Distanz glücklich schätzen darf: Der Ausnahmegitarrist spielt am 16. März in Berlin im „Gibson Guitar Showroom“ in der Münzstraße seinen einzigen Deutschland-Gig.

INSIDER WISSEN: Der finnische Gitarrist hat in den 90er Jahren die Band INDIANA gegründet, mit der er sogar 1994 bei der Landesvorausscheidung zum Eurovision Song Contest vorspielte, der Song „Hän lähtee tänään“ konnte sich jedoch nicht qualifizieren, gewonnen hat das Duo CAT CAT, das mit dem Stück „Bye Bye Baby“ beim 94er Finale bei 25 teilnehmenden Nationen am Ende den 22. Platz belegte. Im Videoclip ist JARTSE TUOMINEN zu sehen, wie er mit seiner akustischen Gitarre auf dem Stuhl Platz nimmt: https://www.youtube.com/watch?v=Dhl6cyCbTXY - und wen’s interessiert - der Sänger der Gruppe war Timo Rainio, den Song findet Ihr auf dessen 1996 veröffentlichtem  Studio Album “Tässä Valossa”. Von INDIANA gibt es nur das einzige Studio Album “Kristallipallo”, das 1994 vom finnischen Label “Frazer Records” veröffentlicht worden ist.

VÖ: 18.03.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: www.jartse.com  & https://myspace.com/jartsetuominen/music/songs

TOURDATEN

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BUCKETHEAD “8 DAYS TIL HALLOWEEN: FLARE UP”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Buckethead - 8 Days Til Halloween

TITELVERZEICHNIS:

01.  Flare Up Part 1
02.  Flare Up Part 2
03.  Flare Up Part 3

BUCKETHEAD ist der Gitarrist Brian Patrick Carroll, der im zarten Alter von 12 Jahren seine Liebe zur Gitarre entdeckt hat. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat der Musiker über 200 Alben und EPs veröffentlicht. Idee zu Outfit und Pseudonym hatte er nach dem Ansehen des Films “Halloween 4”, der Eimer war ein Gedankenblitz, der ihn traf, als er eines schönen Tages in der US Restaurantkette “Kentucky Fried Chicken” gegessen hat.

Time:

09:01
08:50
12:58

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INSTRUMENTAL ROCK

Für Fans von:  John 5 - James Blood Ulmer - Miles Davis

USA

Wenn sich einer nicht über mangelnden Ideenreichtum beklagen kann, dann ist es der US Gitarrist BUCKETHEAD. Ihr wisst schon – der mit dem Eimer auf dem Kopf. Seine überschauliche Fan-Community – zumindestens hierzulande und dann auch noch überwiegend Gitarristen – versorgt er in aller Regelmäßigkeit monatlich oder gar 2wöchentlich mit neuen digitalen Alben oder EPs. Jetzt hat er sich komplett von jeglichen Schaffenskrise befreit und streut vor dem kommenden Halloween-Event jeden Tag (!) eine neue EP unters Volk. Titel der Serie: „X Days Til Halloween: Spezieller Titel X für die EP“. Die Nummer 8 trägt den Untertitel „Flare Up“, besteht aus drei Stücken und ist unterteilt in Teil 1,2 und 3. Part One besteht aus einem windumwehten gruseligen Rhythmusgerüst, über den der Musiker verzerrte und ominöse wackelnde Riff-Figuren legt. Wer mag, kann den gut geeigneten Groove (100,0 bpm – Tonart E-minor) auch als schaurige Gitarr-Aoke-Grundlage missbrauchen, um eigene improvisierte Soli drüber zu spielen.. Auch „Flare Up Part 2“ löst nicht unbedingt Fröhlichkeit aus beim interessierten Zuhörer, der elektronisch klangverfärbte Radau nimmt zu, Brian Patrick Carroll lässt seine Gitarre mit extraterrestrischen Wesen kommunizieren, ein ominöses Etwas flattert perkussiv durch den Raum, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, schade dass keine zumindest englischsprachige Übersetzung der für ungeübte Ohren instrumentalen Unterhaltung beiliegt. Teilweise erinnern die Soloeskapaden des Musikers an die harmolodischen Zwölfton-Abenteuer des Avantgarde-Jazz-Gitarristen “James Blood Ulmer”. “Flare Up Part 3” greift gekonnt und ambient das Hauptthema des “Freitag, der 13.” Soundtracks von “Harry Manfredini” auf.

Das digitale Teil gibt es auf der bandcamp-Seite von BUCKETHEAD für günstige zwei US-Dollar, auch die anderen Teile der Reihe sind höchst amüsant und interessant, dieser 8. Teil wurde im übrigen beispielhaft vorgestellt für die komplette Serie ohne die Anderen abwerten zu wollen. In weiteren Teilen wanderte der Gitarrist stilvoll durch diverse Soundtracks der Grusel-Horror-Filmhistorie und ich bin gespannt, welches Thema er sich für den 31. Oktober einfallen lässt, wenn Michael Myers vor der Tür steht, und mit einem Eimer “Süßes oder Saures” erbettelt.

VÖ: 24.10.15

Verfügbar: Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://music.bucketheadpikes.com/album/8-days-til-halloween-flare-up

TOURDATEN

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BUCKETHEAD “UPSIDE DOWN SKYWAY”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Buckethead - Upside Down Skyway

TITELVERZEICHNIS:

01.  Caterpillar Invasion
02.  Skull Rock Cave
03.  Suspension Bridge
04.  Upside Down Skyway
05.  Kendo Training Port
06.  Breaking Zones
07.  Insects

Time:

02:20
02:51
03:06
08:40
02:08
06:05
05:48

INSTRUMENTAL ROCK

Für Fans von: Joe Satriani - John 5 - Paul Gilbert - Jeff Beck

USA

Was soll ich noch viel über BUCKETHEAD aka Brian Patrick Carroll schreiben? Der Mann mit dem Eimer auf dem Kopf ist einer der umtriebigsten Musiker, die ich kenne (und auch mal persönlich in den 80er Jahren kennen gelernt habe – damals übrigens noch ohne Eimer!). Der Mann spielt, isst, trinkt und lebt Gitarre und das 25 Stunden am Tag. Die meisten Rock Fans haben seine Musik oder besser sein Gitarrenspiel durch die Beteiligung am „Guns N’Roses“-Album „Chinese Democracy“ kennen gelernt. Den meisten Musikfans war sein Spiel damals zu progressiv, technisch ist der Axeman einer der versiertesten Gitarristen überhaupt und weil er stur ohne Sänger oder Band oder kommerzielle Interessen weitermacht, wird ihm wohl nie der längst verdiente Status eines „Eddie Van Halen“ oder „Joe Satriani“ zukommen. Seit einigen Jahren versorgt er die anspruchsvolle Rock Community regelmässig (und das alle paar Wochen) mit neuen EPs und Alben, „Upside Down Skyway“ (sein 187. Album!!!) ist wieder eines seiner Werke und dieses Mal auch etwas leichter verständlicher für „Nichtmusiker“, die sich nicht unbedingt mit der Materie beschäftigen. Natürlich haut er dem Zuhörer die Arpeggios, Soli und sonstige Fertigkeiten in guter Geschwindigkeit in die Ohren, aber wie im groovigen Titelsong, in „Insects“ oder auch in „Breaking Zones“ hat er das Tempo etwas herausgenommen und bleibt auch dieses Mal etwas weniger experimentell avantgardistisch. Hier gibt es diese EP als kompletten Stream: https://www.youtube.com/watch?v=4-_ngM1VXsg

VÖ: 25.07.15

Verfügbar: Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://music.bucketheadpikes.com/album/upside-down-skyway

TOURDATEN

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NEAL SCHON “VORTEX”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ROCK

Für Fans von: Journey – Steve Morse – Robin Trower – Joe Satriani

USA

NEAL SCHON holt die Keule heraus und bedient Gitarrenfans, die es gerne härter mögen, mit einem Mix aus instrumentalen Power-Rock-Jam-Sessions, die meistens zwischen Art Rock und der Komplexität progressiver Breaks pendeln. Viel erinnert an Joe Satriani und Steve Vai, natürlich kommen auch ausgedehnte Gitarrensoli nicht zu kurz und „El Matador“ lässt sogar die Muskeln spielen mit zackigen Flamenco-Riffs. Da wirkt das kurze Piano-Intermezzo “Eternal Love” von Gastkeyboarder IGOR LEN wie ein Fremdkörper zwischen allen Kraftmeiern. Unterstützung erhält der Musiker von den „Journey“-Bandkumpels Jonathan Cain (keyboards) und Steve Smith (Drums) sowie vom alten Weggefährten JAN HAMMER. Die empfehlenswerten Anspieltipps: „Schon & Hammer Now“, „Cuban Fly Zone“ und vor allem der Titelsong „NS Vortex“!

Neal Schon - Vortex

VÖ: 19.06.15

Verfügbar: 2-CD & 2-Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web:  http://schonmusic.com  

TRACKLISTING

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DAVE EDMUNDS “ON GUITAR ... RAGS AND CLASSICS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SENIOREN ROCK

Für Fans von:  Ricky King - Mr. Guitar - Mark Knopfler

WALES

Was wohl DAVE EDMUNDS geritten haben muss, dass er sich als alter Rock’n’Roller dazu herablässt, solch todgenudelten Langeweiler wie „A Whiter Shade Of Pale“ oder „Classical Gas“ instrumental zu quälen. Ja gut, Gitarre spielen kann er – sicherlich – aber wer braucht schon altbackene Karaoke-Versionen von „I Believe I Can Fly“ (im Original von „R. Kelly“) oder „Wuthering Heights“ („Kate Bush“) – und wenn er – wie es andere Gitarristen auf ihren Soloalben tun – die Songs wenigstens mit einer gewissen Portion Leidenschaft versehen hätte, wär’s vielleicht sogar noch ganz gut geworden. So bin ich irgendwie ratlos und möchte die Verdienste des Musikers, die er sich irgendwann in den 70er und 80er Jahren erworben hat mit toller Musik, gar nicht schmälern, aber was bleibt mir leider Anderes übrig, als dieses müde Machwerk in die Pfanne zu hauen?

Dave Edmunds - On Guitar

VÖ: 09.06.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: https://de.wikipedia.org/wiki/Dave_Edmunds & https://youtu.be/9Ej2ny8iqhE 

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

KKKKKKKKKK

NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

KKKKKKKKKK

NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

KKKKKKKKKK

NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

KKKKKKKKKK

NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

KKKKKKKKKK

NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

KKKKKKKKKK

NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

KKKKKKKKKK

NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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