www.music-newsletter.de

Hier sind Jazz CDs, die im Jahr 2012 veröffentlicht worden sind. Hier stehen Infos zu den Alben “Impressions” von CHRIS BOTTI, von “Just [b]” von BETTINA POHLE und dem RALF RUH TRIO, “Year Of The Snake” von FLY, “Four Pieces” von QUASIMODE, “Permuatation” von ENRICO PIERANUNZI, “So This Is Love” von ELVIRA BARJAU, “Radio Music Society” von ESPERANZA SPALDING, “Sings Gershwin” von LYAMBIKO, “Love, Peace And Soul” von DON BYRON, “Blue Moon” von AHMAD JAMAL, “Liberetto” von LARS DANIELSSON, “Separate Realities” von TRIOSAPES und “Saltash Bells” von JOHN SURMAN. Mehr Jazz Rezensionen auf musikverrueckt.de

JAZZ  CDs 2012

Jazz CDs Übersicht

Neue Jazz CDs

Startseite

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

BETTINA POHLE & RALF RUH TRIO “JUST [b]”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Bettina Pohle And Ralf Ruh Trio - Just B

TITELVERZEICHNIS:

01.  You And The Night And The Music
02.  Blame It On My Youth
03.  Is You Is Or Is You Ain’t (My Baby)
04.  The Man I Love
05.  Big Spender
06.  Come Rain And Come Shine
07.  Nature Boy
08.  Don’t Get Around Much Anymore
09.  Beneath The Midnight Moon
10. Angel Eyes
11. Teach Me Tonight
12. Good Bless The Child
13. Bye Bye Blackbird

Label: Octason Records
Webseite: www.octason-records.de

Time:

2:46
4:34
4:25
4:50
1:59
4:41
5:55
3:43
4:42
5:03
4:04
5:31
4:12

xxxx
xxxxxxx

VOCAL JAZZ

Für Fans von: Caecilie Norby - Nikki Yanofsky - Hilary Cole

DEUTSCHLAND

Auf dem Cover der CD lehnt eine attraktive Blondine an einem Baum, in den der Grafiker des Artworks ein paar Erklärungen zum englischen Verb „To B“ „geritzt“ hat. „I Sing, Therefore I Am“ und „Home Is Where My Heart Is“ sind zwei der Anmerkungen, die in der Auflistung zu lesen ist. Gefühlsmäßig versuche ich die Musik schon mal einzuordnen – ich tendiere zu den Musikrichtungen „Klassik“ oder „Jazz“. Na gut, dann mal rein in den Player mit der CD – mal sehen, ob ich recht behalte!

Gleich bei den ersten Takten des vorliegenden Albums fällt der erstklassige Sound auf. Schlagzeug und Piano steigen ein – ein kurzer Break - dann kommt die Stimme der Sängerin & die haut mich gleich einmal um. Warm & sonor schwebt die Sängerin durch den ersten tollen Swinger „You And The Night And The Music“. Das vorliegende Album „Just [b]“ wurde von der Berliner Jazz Vokalistin BETTINA POHLE und dem RALF RUH TRIO eingespielt. Zärtlich wird die Seele des Zuhörers in „Blame It On My Youth“ gestreichelt - wenn Bassist Lars Gühlke und Schlagzeuger Peter Horisberger in Minute 01:27 in den Song hinein gleiten, ist Gänsehaut Feeling angesagt – eine wundervolle „Cocktail Jazz“ Ballade!

Is You Is Or Is You Ain’t (My Baby)“ ist fingerschnippender Cool Jazz – geht ein bisschen in Richtung „Nina Simone“ -  die Sängerin lässt sich relaxt in den Groove hinein fallen, Ralf Ruh glänzt mit wunderbaren Akkord „Voicings“. Das Täuschungsmanöver des Albums gelingt dem Quartett mit „The Man I Love“ – die Komposition beginnt ruhig & balladesk - nimmt plötzlich ab Minute 02:19 rasante latinjazzige Fahrt auf, um sich ab Minute 04:07 fast unmerklich & kurzzeitig als swingender Walking Blues zu präsentieren.

Mit „Big Spender“ gibt es einen Song aus dem 1966er Musical „Sweet Charity“ (eine der bekanntesten Versionen des Stücks ist die von Shirley Bassey) und eines der Album Highlights ist der „Nature Boy“, in dem Drummer Horisberger dezent & gefühlvoll auf dem Rahmen seines Schlagzeugs voran galoppiert. Musik zum Träumen gibt es im wundervoll melancholischen „Beneath The Midnight Moon“ (mit romantischem Vocal Phrasing und dem zauberhaftem Piano Spiel von Ralf Ruh) und mit einem humvorvollen „Bye Bye“ verabschieden sich die 4 gutgelaunten Hauptpersonen - zuvor gibt es im groovenden „Bye Bye Blackbird“ 4 Minuten lang eine der schönsten Performances der exzellenten Sängerin.

FAZIT: Traditioneller & doch moderner Vocal Jazz ohne sich an gängigen verkaufspolitischen Vorgaben zu orientieren. Toller Stoff für Puristen, aber auch für Neuankömmlinge im Genre. BETTINA POHLE aus Berlin singt & flüstert mit weicher, dunkler & verführerischer Stimme, wie ich sie lange nicht mehr diesem Genre gehört habe. Einfach lecker! Die Empfehlung zum Anhören: Ein feingliedriger, trockener & gleichzeitig spritziger Weissburgunder Kabinettwein aus dem Frankenlande.

VÖ: 14.02.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://bettinapohle.com/

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

CHRIS BOTTI “IMPRESSIONS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Chris Botti - Impressions

1.  Prelude No. 20 In C Minor
2.  Per Te (For You) (feat. Andrea Bocelli)
3.  En Aranjuez Con Tu Amor
4.  You Are Not Alone
5.  Losing You (feat. Vince Gill)
6.  Tango Suite (feat. Herbie Hancock)
7.  Setembro
8.  Oblivion (feat. Caroline Campbell)
9.  Sevdah
10. Summertime (feat. David Foster)
11. Contigo En La Distancia
12. Over The Rainbow
13. What A Wonderful World (feat. Mark Knopfler)

Label: Columbia Records

KUSCHEL JAZZ

Für Fans von: Tom Scott – Herb Alpert – Till Brönner

USA

CHRIS BOTTI ist – auch wenn der Name zunächst an einen Schweizer denken lässt – ein amerikanischer Trompeter, der sehr oft stilistisch mit Jazz in Verbindung gebracht wird, sich natürlich auch gern in diesem Genre bewegt, aber auch immer öfter im klassischen oder auch ab & an im popmusikalischen Bereich auftaucht. Seine Alben stürmen in aller Regelmässigkeit an die Spitze der US-Jazz-Charts, was wohl auch für sein neues Werk zutreffen wird. Vielseitig ist Trumpf – mit dem instrumentalen „Prelude No. 20 In C Minor“ startet die gefühlvolle Reise durch die 63minütigen „Impressions“. In der romantischen Ballade „Per Te (For You)“ sorgt der singende Gast ANDREA BOCELLI wieder einmal für wundervolle Gefühlswallungen, wer sich noch an das grandiose Duett mit Sarah Brightman („Time To Say Goodbye“) erinnert , wird auch hier begeistert sein. Auch das von Joaquín Rodrigo komponierte Liebesthema „En Aranjuez Con Tu Amor“ (aus dessen „Concierto de Aranjuez“) haben Brightman und Bocelli bereits gesungen, hier verzaubert der 49jährige Trompeter seine Zuhörer allerdings mit einem ganz tollen instrumentalen Arrangement.

Auch in den restlichen Songs tummeln sich eine Menge illustrer Gäste: Im klassischen „What A Wonderful World“ zaubert MARK KNOPFLER neben seinen Vocals ein paar feine Gitarrenlicks und im ultragefühlvollen „Losing You“ bewegt sich der Country Star VINCE GILL fern von jeglichem Nashville Mainstream und verzichtet sogar auf seine üblichen Country Vocal Schlenker.

Doch damit nicht genug: Die „Tango Suite“ bietet mit GEORGE DUKE eine Legende an den Keyboards – die beiden Musiker erschaffen mit ihrem relaxten, aber trotzdem intensiven Spiel eine faszinierende Atmosphäre, bei der man sich kaum traut zu atmen. „Setembro“ ist eine Komposition des brasilianischen Songwriters Ivan Guimarães Lins und dass auch das Zusammenspiel von Trompete & Violine Gänsehaut erzeugen kann, beweisen CHRIS BOTTI und die US Violinistin Caroline Campbell in der Astor Piazzola Komposition „Oblivion“. Musikfans, die gerne ins Kino gehen, kennen die Musikerin aus Los Angeles durch ihr Mitwirken auf den Soundtracks der Filme „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ und „Transformers – Die Rache“. Auch die Sängerin des nexten Stücks hat filmische Erfahrung. Tanja Tzarovska begeisterte bereits im Mel Gibson Film “Passion” mit ihren atmosphärisch schwebenden Vocals. In „Sevda“ singt die Mazedonierin im Background.

Fazit: Musik zum Fallen lassen nach einem harten Arbeitstag oder zum Kuscheln zu zweit (wobei ich die Anzahl der teilnehmenden Kuschler nicht finalisiert festlegen möchte).  Der Trompeter CHRIS BOTTI zeigt mit seinem zehnten Studio Album “Impressions” einmal mehr, dass der Terminus “Smooth Jazz” nicht immer mit kitschigen Supermarkt-Quälgeistern in Verbindung gebracht werden muss.

VÖ: 17.04.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.chrisbotti.com/us/home

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

FLY “YEAR OF THE SNAKE”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POST BOP

Für Fans von:  Warne Marsh - Lee Konitz - Max Roach

USA

FLY nennt sich ein Modern Jazz Trio, in dem der Saxophonist & Klarinettist Mark Turner, der Drummer Jeff Ballard & der Bassist Larry Grenadier spielen. Beim dritten Album der Formation dürfen sich Jazzfans auf 12 spannende Eigenkompositionen freuen, die trotz aller Virtuosität und spektakulärem Zusammenspiels filigran & leichtfüssig arrangiert sind. Es macht Spass, wie in „Festival Tune“ den auseinanderdriftenden Melodien zu folgen, herausragend wie immer bei Aufnahmen des Labels ECM Records das Klangspektrum. Der Zuhörer kommt sich vor, als ob er sich direkt im Konzertsaal befindet. Meine Highlights nach dem ersten Durchhören sind neben dem obigem Track das atemberaubende „Kingston“, in dem Turner auch zur Klarinette greift und das relaxt-groovende fingerschnippende „Salt And Pepper“.

Fly - Year Of The Snake

VÖ: 20. 04. 12

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.flytrio.com/  &  http://player.ecmrecords.com/fly/artist

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

QUASIMODE “FOUR PIECES - THE BEST SELECTION”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Quasimode - Four Pieces

TITELVERZEICHNIS:

1.  Catch The Fact
2.  The Man From Nagpur
3.  Ascension
4.  Relight My Fire
5.  Havana Brown
6.  Ant Soldier
7. Down In The Village
8.  Music Can Change The World (feat. HanaH)
9.  All Is One
10. Whisky’s High (feat. AFRA)
11. Finger Tip
12. Last Nine Days
13. Object In The Mirror (feat. Carmen Lundy)
14. Oneself

MODERN CLUB JAZZ

Für Fans von: Barbra Streisand – Sarah Vaughan – Judy Garland

JAPAN

Dass japanische Musiker Latin Jazz genau so versiert spielen wie ihre Kollegen aus Puerto Rico oder Kuba, ist seit den 80er Jahren keine Überraschung mehr, seitdem Gruppen wie Koinonia oder ähnliche fröhlich lächelnd schier ohne grosse Herausforderung die komplexesten Rhythmen und Melodien spielten, wie in deutschen TV Sendungen wie „ohne Filter“ zu sehen. Was aber das Quartett QUASIMODE aus Tokyo in den 14 Stücken des Albums „Four Pieces – The Best Selection“ abliefert, stellt alles bisher gehörte aus dem Lande der aufgehenden Sonne in den Schatten. Es ist das erste „Best Of“ Album der Formation anlässlich ihres 10jährigen Bestehens. Und diese besten 14 Tracks der Gruppe haben es in sich: Hier gibt es Modern Jazz, hier gibt es wilde Fusion-Hetzjagden, hier bekommt der Jazz Fan der inspirierenden Cool Jazz & BeBop der 60er und 70er geboten – ein wahres Fest für die Seele & sämtliche Sinne. 10 Titel werden instrumental gespielt, die restlichen Vier bieten Gastsängerinnen auf. Im swingenden Jazz-Cha-Cha „Ascension“ darf sich AKIKO am Mikrofon versuchen, im groovenden Club Monster „Whiskey’s High“, das im Dezember 2011 sogar als Single veröffentlicht worden ist, sorgt der „Human Beat Boxer“ AFRO für Excitement und liefert sich dem Bassisten Kazuhiro Sunaga ein kurzes „Wortgefecht“.

QUASIMODE haben sich auch schon des öfteren an Klassikern der Pop & Rock Musikhistorie gütlich getan, „Sympathy For The Devil“ von den „Rolling Stones“ ist eins der bekannteren Beispiele , hier auf dem Album gibt es eine phillyjazzige Version von „Relight My Fire“ (Original: Dan Hartman). Album Highlights: Die Acid-Smooth- Version von „Havana Brown“, der salsajazzige Geschwindigkeitsrausch „Down In The Village“ mit tollen Soli der praktizierenden Musiker. Der “Ant Soldier” wird nach 2 Minuten von einem davon eilenden Basslauf getragen  - luftiger Westcoast-Fahrstuhl-Jazz,, wie er früher von Grover Washington Jr oder auch von David Sanborn gespielt wurde, als sich diese Musiker noch nicht in ewigen Wiederholungen ergingen.

Gut finde ich, dass die Sängerin HanaH im Song „Music Can Change The World“ abwechselnd in „Englisch“ und in ihrer Landessprache singt, was den authentischen Charakter des Stücks betont. „All Is One“ ist exzellenter Power Jazz mit Big Band Charakter und auch die ruhigeren “Finger Tip” und “Last Nine Days” begeistern – in “Object In The Mirror” darf die Sängerin CARMEN LUNDY ein bisschen von ihren Scat-Fertigkeiten zeigen.

Fazit: Die 4 Musiker spielen einen variationsfreudigen Mix aus Salsa Jazz & instrumentalem Vaudeville- Smooth-Pop-Funk – Modern Jazz, wie er nicht moderner sein kann – die Japaner gehen zudem mit der Veröffentlichung von jazzorientierten Singles einen guten Weg, um dieses Musikgenre auch Pop oder gar Rock Fans zu erschliessen. Bis es hier in Deutschland so weit sein wird, wird es wohl noch ein paar Jahrzehnte dauern – schuld daran ist zum grossen Teil die uninteressierte Medienlandschaft der Dumpfbackenradiosender. QUASIMODE spielen Musik, die ein Millionenpublikum verdient hätte und um die Musik der japanischen Formation zu begreifen, muss man nicht mal „studierter Jazzfan“ sein.

VÖ: 07.03.12

Verfügbar: CD  & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://quasimode.jp/quasimode_Official_Web_Site/Top.html 

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

ENRICO PIERANUNZI “PERMUTATION”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Bill Evans - McCoy Tyner - Spencer Brewer

ITALIEN

Der Jazz Pianist mit dem schwungvollen Namen. Zusammen mit Bassist Scott Colley und dem Schlagzeuger Antonio Sanchez brennt er ein wahres Feuerwerk ab. Musik, die so lebhaft ist, dass selbst ich als Gitarrist keinen Wert auf das fehlende Instrument lege. ENRICO PIENANUNZI wuselt virtuos auf seiner Tastatur umher, dass es eine regelrechte Herausforderung ist, konzentriert zu folgen. Dazu warten die begleitenden Musiker mit immenser Spielfreude auf. Der Auftakt „Stranged Consequences“ bekommt die Bestbenotung, die ich nur sehr selten beim ersten Anhören eines Stücks vergebe. Bei aller Virtuosität vermögen es die Musiker zudem, den Zuhörer im ruhigen „Distance From Departure“  auf ein Level herunter zu schaukeln, bei dem man sich kaum traut, das seelenvolle Ambiente mit einem einzigen Atemzug zu stören.

Enrico Pieranunzi - Permutation

VÖ: 31. 01. 12

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

W www.enricopieranunzi.com & https://myspace.com/enricopieranunzi/music/songs  

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

ELVIRA BARJAU “SO THIS IS LOVE”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Elvira Barjau - So This Is Love

TITELVERZEICHNIS:

1.  Unexpected Song
2.  Where Or When
3.  I’m All Smiles
4.  You And The Night And The Music
5.  Dos Gardenias
6.  Down With Love
7.  When I Look In Your Eyes
8.  Why Did I Choose You
9.  So This Is Love

Besetzung:

Erik Miron (guitar)
Arie Selma (piano)
Franz Mehrfert (bass)
Michael Dubin (drums)

MUSICAL JAZZ

Für Fans von: Barbra Streisand – Sarah Vaughan – Judy Garland

USA

Interessant, dass immer mehr Künstler & Musiker selbst zur „Feder“ greifen und ihre Musik “verschicken”. Okay, ein erster Kontakt muss da schon da gewesen sein wie im vorliegenden Fall. Die kalifornische Jazz Vokalistin ELVIRA (sprich: Ell-wei-rah) BARJAU treibt sich bereits seit 2007 im sozialen Netzwerk von MySpace herum und arbeitet kontinuierlich an ihrer Karriere, die sie lange vorbereitet hat. 2009 gab es eine überraschende Freundschaftsanfrage und seitdem habe ich die Sängerin im Focus – vor drei Wochen kam plötzlich das Debut Album „So This For Love“ mit 9 Eigenkompositionen (Spielzeit: 38:42), die sich allesamt im Genre Vocal Jazz bewegen.

Where Of When“ swingt locker mit latinjazzigem Bossa-Touch, “I’m All Smiles” passt wunderbar in die relaxte Atmosphäre einer edlen Cocktail-Lounge. Die begleitenden Musiker spielen – nicht nur in diesem Track -  einfach erstklassig. Gitarrist Erik Miron glänzt mit wundervollen Jazz-Licks und Schlagzeuger Michael Dubin verdichtet das romantische Flair mit dezentem Drumming.

Die Songs, die hier zur Ader gelassen werden, sind keine Jazz Standards im üblichen Sinne, sondern tolle Melodien aus zum grossen Teil auch hierzulande bekannten Musicals. Den Titelsong „So This Is Love“ gibt es in der Disney-Animation „Cinderella“,  das tangojazzige „You And The Night And The Music“ stammt aus dem humorigen Broadway Musical „Revenge With Music“. Auch das nachfolgende “Dos Gardenias” bedient sich in der lateinamerikanischen Ecke, den meisten Musikfans dürfte der Song aus der Musikdokumentation “Buena Vista Social Club” bekannt vorkommen. Elvira singt hier spanisch, als ob sie noch nie etwas anderes getan hätte und bringt mit ihren Musikern einen zauberhaften Bolero aufs Parkett.

Fazit: Die “streisand”-igste Jazz Sängerin, die ich bisher gehört habe. ”So This Is Love” ist ein gutes Debut Album (Notendurchschnitt 1,888), das sich aber in der Bewertungswoche nicht unter den 10 besten Alben der Woche plazieren konnte, weil einfach die Konkurrenz “zu stark” war.

VÖ: 14.02.12

Verfügbar: CD  & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.elvirabarjau.com/

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

ESPERANZA SPALDING “RADIO MUSIC SOCIETY”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Esperanza Spalding - Radio Music Society

TITELVERZEICHNIS:

1.  Radio Song
2.  Cinnamon Tree
3.  Crowned & Kissed
4.  Land Of The Free
5.  Black Gold
6.  I Can’t Help It
7.  Hold On Me
8.  Vague Suspicions
9.  Endangered Species
10. Let Her
11. City Of Roses
12. Smile Like That

Label: Heads Up International
Webseite: www.headsup.com

SOUL JAZZ

Für Fans von: Marcus Miller - Michelle Ndgeocello - Robert Glasper

USA (OREGON)

Funky, sexy & jazzy geht’s gleich los mit dem verführerischen „Radio Song“. Verführerisch, weil die US Bassistin ihren Hörer sofort an der Seele packt und ihn in die neuen 12 Songs des vierten Studio Albums „Radio Music Society“ hineinzieht. Klasse dabei das Pianospiel von Leo Genovese. “Cinnamon Tree” vereinigt die Kraft gefühlvoller “Chaka Khan” Balladen (als diese in den 70er Jahren noch mit der Band Rufus unterwegs war) mit der gefühlvollen Intensität instrumentaler Slow Jams des legendären Mahavishnu Orchestras – im Song selbst geht es um den Wert platonischer Liebe und um die geistige Verbindung zwischen zwei Menschen, ohne die Gefühlswelt einer normalen Liebesbeziehung zu strapazieren. Um die Botschaften ihrer Songs gezielt in Szene zu setzen, wurden zu 11 Stücken kleine Kurzfilmchen gedreht, die es allesamt auf einer zusätzlichen DVD der Deluxe Edition gibt.

Durch „Crowned & Kissed“ flattert sie mit lockerer Stimme durch jazzige Vocal Gefilde und im kurzen Intermezzo „Land Of The Free“ haucht die Musikerin feierlich zum warmen sweetsouligen Klang einer Hammondorgel. Wie auch beim Vorgänger präsentiert die Grammy Gewinnerin für die meisten ihrer Songs mit Gretchen Parlato, Leni Stern und Becca Stevens ausgesuchte Sängerinnen, im feinen „Black Gold“ – gleichzeitig die erste Single des Albums - darf sich die R&B Sängerin ALGEBRA (was für ein Name!) BLESSET versuchen, für die geschmackvollen Guitar Fills zwischen den gesungenen Noten sorgt der Jazz Gitarrist Lionel Loueke.

Im Stevie Wonder Klassiker „I Can’t Help It“ erfreuen sich Musikfans am Spiel des Saxophonisten Joe Lovano, im zweiten Cover Songs des Albums („Endangered Species“ gibt es im Original vom Saxophonisten Wayne Shorter) holt Esperanza die im letzten Oktober nach langer Pause wieder mal (mit neuem Album) in Erscheinung getretene Soul Sängerin Lalah Hathaway ans Mikrofon. Ist gleichzeitig die heisseste Nummer der Scheibe: Beginnt mit den ethnischen Tönen eines brasilianischen Berimbeau, entwickelt sich schnell zum Jazz-Funk mit interessanten Breaks und wenn ab Minute 03:35 die Trompete zur elektrifizierten Gitarre von Jef Lee Johnson loslegt, erlebe ich mein Deja Vu und denke, der im September 1991 verstorbene Meister Miles Davis steht direkt vor mir und haut seine improvisationsfreudigen Licks durch die Lautsprecher. Und weil das alles immer noch nicht reicht, gibt’s im Background noch ein paar messerscharfe Vocal Harmonien, die mich an die Musik der Weltmusikexpertin Marlui Miranda erinnern.

Fazit: Keine pflegt den Terminus Soul-Jazz so intensiv und künstlerisch auf hohem Level wie die Multiinstrumentalistin ESPERANZA SPALDING, die schon im letzten Jahr völlig zu Recht vor allen anderen Mitberwerber(inn)en mit dem Grammy Award in der Rubrik „Best New Artist“ ausgezeichnet worden ist. „Radio Music Society“ ist ein erstklassiges Album geworden, das vor allem eine Erkenntnis offen legt: War Musik in den 70er, 80er und sogar – von wenigen Ausnahmen abgesehen – in den 90er Jahren – vor allem was die Instrumentalisten betrifft – eine Männerdomäne, so haben sich musizierende Frauen im Jahr 2012 längst ihren Platz auf den obersten Stufen der Musikhierarchie verdient.

VÖ: 20.03.12

Verfügbar: CD & CD+DVD & digital

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.esperanzaspalding.com/

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

LYAMBIKO “SINGS GERSHWIN”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Lyambiko - Sings Gershwin

01.  ‘S Wonderful
02.  It Ain’t Necessary So
03.  Love Walked In
04.  Somebody Loves Me
05.  I Got Rhythm
06.  Nice Work
07.  Someone To Watch Over Me
08.  Let’s Call The Whole Thing Off
09.  Summertime
10.  They All Laughed
11.  Fascinating Rhythm
12.  Who Cares
13.  Crush
14.  Slap That Bass
15.  How long Has This Been Going On
16.  A Foggy Day

VOCAL JAZZ

Für Fans von:  Ella Fitzgerald - Billie Holiday - Dee Dee Bridgewater

DEUTSCHLAND

Will denn heutzutage irgend noch jemand die alten „Gershwin“ Schinken „over und over“ hören? Fällt den Musiker(innen) nichts mehr Neues ein? Ich weiss gar nicht, in wie vielen unterschiedlichen Versionen ich  die Klassiker „I Got Rhythm“ oder „Summertime“ bereits gehört habe - aber andererseits  kann ich mich auch gar nicht daran erinnern, dass mir eine Version NICHT gefallen hätte. Das kommt natürlich immer auf das „wann“ und „warum“ und vor allem auf das „von wem“ an.

Jetzt hat sich die thüringische Sängerin LYAMBIKO an den Klassikern des amerikanischen Komponisten bedient und bereits beim ersten Stück „’S Wonderful“ stelle ich fest, dass die 33jährige ihre Sache eigentlich sehr gut macht. Begleitet wird sie von drei erstklassigen Experten, die die 16 Songs swingen, schaukeln, vor sich her treiben oder sie einfach vor dem geistigen Auge des Zuhörers auf einer Wolke vorüber schweben lassen und auf die sich der Käufer des Albums am besten genussvoll setzt. Jazz liegt der Vokalistin im Blut, in „It Ain’t Necessary So“ klingt sie lasziv wie Nina Simone zu deren besten Zeiten. Pianist Marque Lowenthal spielt erstklassige Licks’n’Fills und Perkussionist hat Spass daran, den Groove auf der Snaire-Drum auch einfach nur einmal kurz mit seinem Besen voran zu sweepen. Da möchte sich Bassist Robin Draganic nicht lumpen lassen – er gibt LYAMBIKO einen feinen Uptempo-Blues-Lauf vor, über den sie ihr „Love Walked In“  zum galaktischen Höhepunkt treibt. 3 Minuten, die man höchst bedauerlich findet, weil sie so schnell vorübergezogen sind.

Das Tempo zieht an in „Somebody Loves Me“, der Song explodiert förmlich und entwickelt sich zum zweiten grossen Highlight dieses achten Studio Albums der mit dem „Echo Jazz 2011“ ausgezeichneten Sängerin. Es bleibt bis zum Ende qualitativ erstklassig: „I Got Rhythm die Hundertste Klappe“ – herrlich, wie LYAMBIKO sich in Minute 00:38 in ein kurzes Falsetto fallen lässt – sie zirpt wie eine Nachtigall und sie schnurrt wie ein wärmebedürftiges Kätzchen.

Natürlich war ich gerade auf die Ballade „Summertime“ sehr gespannt und die Erwartungen sind nach dem bisher gehörten gross. Die Band nimmt sich Zeit, den Einstieg 80 Sekunden  lang instrumental & gefühlvoll zu zelebrieren, bevor LYAMBIKO trompetengleich zart-scattend in den Song hineingleitet. Ein bisschen erinnert mich der Beginn an den Pop Klassiker „Bad Man’s Song“ der britischen Pop Gruppe „Tears For Fears“ – damals mit einer grossartigen Oleta Adams vor dem Mikrofon. Die erste Textzeile gibt es ab Minute 02:30, aber bevor es sich der Zuhörer gemütlich machen kann auf der relaxten Wolke 7, wird der Song  zu meiner grossen Enttäuschung nach nur 03:30 Minuten pietätlos abgewürgt. DAS hätte man geschmackvoller lösen können! Sehr Sadé!

Auch von Marque Lowenthal’s wundervollem Pianospiel hätte ich mir mehr gewünscht im Stück „They All Laughed“ – aber auch hier wird das Stück nach 04:17 Minuten rigoros ausgeblendet. Entschädigt werde ich danach etwas später durch ein ein swingendes „Fascinating Rhythm“ und das aufregende „Slap That Bass

Fazit: Grossartige Inszenierung einer TOP Sängerin und ihrer erstklassigen Band. Ein dickes Ausrufezeichen, das zeigt, dass sich die deutsche Jazz Szene hinter keiner Nation verstecken braucht. Eine der besten Vocal Jazz Scheiben des Jahres! Und: Wer noch einmal die Namen Diana Krall und Norah Jones mit “Vocal Jazz” verbindet, sollte sich schämen und sich mal dieses Album anhören!

VÖ: 03.02.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: www.lyambiko.com/eng/https://myspace.com/lyambikomusic/music/songs

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

DON BYRON “LOVE, PEACE AND SOUL”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Don Byron - Love Peace And Soul

1.  Highway To Heaven
2.  When They’ve Sung My Last Song
3.  It’s My Desire
4.  Sham Time
5.  Consideration
6.  Take My Hand, Precious Lord
7.  Beams Of Heaven
8.  Hide Me In Thy Bosom
9.  Himmm
10. I’ve Got To Live The Life I Sing About In My Song
11. Didn’t It Rain
12. When I’ve Done My Best

Label: Savoy Jazz
Webseite: www.savoyjazz.com 

GOSPEL JAZZ

Für Fans von: Brandord Maralis - Kirk Whalen - DK Dyson

USA

Der Jazz, den DON BYRON predigt, hebt sich von dem seiner Kolleg(inn)en ab, weil er sich jetzt mit seinem neuen Album „Love, Peace And Soul“ auf die heilige Worship-Schiene begibt. Schön, dass er es nicht tut wie viele Musiker in den 80er Jahren, die damals aus lauter neuer Gottesfürchtigkeit Instrumente mit der Bibel vertauschten und anstatt zu konzertieren lieber andächtig in der Bibelstunde sassen. Die Überzeugungskraft der Methodisten hat damals vielen hoffnungsvollen Musikern die Karriere gekostet. Aber das ist eine andere Geschichte!

DON BYRON hat sich sein persönliches Gospel Quintett zusammengestellt. Xavier Davis sitzt am Piano, Brad Jones bearbeitet den Bass und Pheeroan aka Laff haut die Drumsticks in die Felle. Eine Sängerin gibt es auch: Die renommierte Gospel Sängerin DK Dyson hat die Vocals des Albums eingesungen, in der Live Band allerdings steht Carla Cook am Mikrofon. Der erste Song „Highway To Heaven“ ist ein überkandideltes & von musikalischer Extrovertiertheit überfrachtetes Musikstück, das einiges an Geduld abverlangt, die relaxte Uptempo-Ballade „When They’ve Sung My Last Song“ gefällt mir besser, auch wenn sich der gute Don am Ende ebenfalls nicht zurückhalten kann oder will – wenn jemand eine Strophe singt, passt es halt einfach nicht, den Gesang mit noch lauterem Saxophongetröte zu überdudeln. Was bei Instrumenten oft gut klingt, hört sich bei einer Textpassage nur nach wirrem Durcheinander an, egal wie toll die Spielfertigkeit der praktizierenden Musiker ist. Zudem kommt noch, dass die Sängerin - wie in „It’s My Desire“ zu hören - ihre Stimmung zwar recht improvisationsfreudig durch Höhen & Tiefen jagt, aber auch sehr oft bei ihrer Wahl der Töne schräg daneben trifft.

Das halbinstrumentale „Sham“ ist noch einer der besten Tracks, weil sich die Vocalistin Denise Karen Dyson hier lediglich mit ihrem Scat-Gesang einbringt. Ausserdem glänzt Gaststar Vernon Reid (u. a. für die Band “Living Colour” aktiv) mit einem sehr guten Gitarren-Solo. Auch toll: „Consideration“ mit Gastsänger Dean Bowman (der seltsamer Weise nicht während seinen Strophen niedergedudelt wird, weil alle Musiker hier brav auf ihren Einsatz & ihre Fills warten). Zum Dank gibt’s am Ende des Stücks vom Sänger ein „Hallelujah!“

Fazit: Die Musik von DON BYRON muss man einfach mögen, auf seinem neuen Album übertreibt er es allerdings mit seinem Hang zur extrovertierten Darstellung seiner Künste und wünschte ich mir, er würde auf die Hilfe eines erfahrenen Arrangeurs zurück greifen, der seinen Stücken das ausgewogene Gleichgewicht zwischen Spielkunst und Songstrukturen verleiht.

VÖ: 21.02.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.donbyron.com/ 

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

AHMAD JAMAL “BLUE MOON”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Amad Jamal - Blue Moon

TITELVERZEICHNIS:

1.  Autumn Rain
2.  Blue Moon
3.  Gypsy
4.  Invitation
5.  I Remember Italy
6.  Laura
7.  Morning Mist
8.  This Is The Life
9.  Woody’n You

Label: World Village Records
Webseite: www.worldvillagemusic.com

CHAMBER JAZZ

Für Fans von: Ramsey Lewis - Hank Jones - Red Garland

USA

Wenn man den Begriff  “Piano-Legende” in den Mund nimmt und dieses Attribut gleichzeitig in Einklang mit der Musikrichtung Jazz bringt, muss zwangsläufig der Name AHMAD JAMAL fallen. Der 81jährige Jazz Pianist wird auch oft in Erwähnung gezogen, wenn Jazzforscher nach wichtigen Personen suchen, die dieses Genre im wesentlichen beeinflusst haben. AHMAD JAMAL ist Pianist, Komponist und Musiklehrer, aber gleichzeitig auch Feuerwerker. Wie anders ist zu erklären, welche Klangkaskaden er im ersten Track seines neuen Studio Albums „Blue Moon“ auf den Hörer loslässt. „Autumn Rain“ – der Name ist Programm – wie ein peitschender Regen lässt er seine Finger auf die Tastatur sausen und erschafft mit den ihn begleitenden Musikern eine starke Symbiose aus mitreissendem Latin Jazz & gefühlvollem Hard Bop Phrasing.

Der Titelsong ist ebenso lebhaft und eines, das mich schon immer an diesem Musiker fasziniert hat, ist die immense Intensität, mit der er sein Spiel auslebt – zu spüren bei jeder angeschlagenen Note. Ganz stark auch hier das Zusammenspiel zwischen Schlagzeuger Herlin Riley und Perkussionist Manolo Badrena. Das Quartett wird komplettiert von Reginald Veal, der den Kontrabass bedient und der mit dazu beiträgt, dass sich das vierte Stück zum Highlight des Albums entwickelt. Klasse wie AHMAD JAMAL seine instrumentalen Geschichtchen erzählt – sehr gut zu hören am Anfang dieser herrlich relaxt swingenden Salsa-Jazz-Perle „Inivitation“ – hier gibt es kein routiniertes Herumgeklimper, sondern nur beseelte Jazz Musik pur! Eines der besten Jazz Stücke, die ich seit einem Jahr gehört habe! Einfach herausragend. 12 Minuten Modern Jazz für die Ewigkeit!

Auch „Morning Mist“ besticht durch die dargebotene Virtuosität der 4 Musiker, die aber zu keiner Zeit den Schluss offenbart, dass hier Musik nur gespielt wird um der technischen Glanzleistung wegen. Am Ende präsentiert der Pianist mit dem Dizzy Gillespie Standard „Woody’n You“ einen seiner Alltime-Favourites der Jazz Historie.

Fazit: Es gibt keine alten oder jungen Jazz Pianisten, sondern nur gute und schlechte, hat mal der Europameisterschaftsdirigent Otto Rehagel gesagt, der jetzt die Taktstöcke in Berlin schwingt und die Balletttänzer der Hertha-Oper springen lässt. Okay ... das hat jetzt eher mit dem runden Ball zu tun – der Anspruch, den der Jazz Pianist AHMAD JAMAL an seine Zuhörer stellt, ist einfacher: Wer eine Seele hat, der höre & geniesse das Dargebotene! Anwärter „Jazz Album des Jahres“, definitely!

VÖ: 14.02.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.ahmadjamal.net/ 

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

LARS DANIELSSON “LIBERETTO”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

JAZZ

Für Fans von:  Jaco Pastorius – John Abercrombie – Kenny Wheeler

SCHWEDEN

LARS DANIELSSON ist ein Jazz Bassist, der mit „Liberetto“  sein siebzehntes Album beim Label ACT Music veröffentlicht hat. Der Musiker, der sich auf zahlreichen Platten anderer Künstler verewigt hat (u. a. Nils Landgren, Ida Sand) präsentiert 12 instrumentale & gefühlvolle Stücke, aber auch lebhaft swingende Kompositionen. Anspieltipps sind das wirbelnde „Orange Market“, in dem es improvisationsfreudig zur Sache geht. In der Ballade „Hymnen“ dominiert die weich klingende Trompete von Arve Henriksen, erstklassig der harmonische Wettstreit zwischen Cello und Piano in „Svensk Laet“, in „Party On The Planet“ gibt es elektrische Violinen und das relaxt swingende „Driven To Daylight“ mit der exzellenten (akustischen) Gitarrenpräsenz von John Parricelli ist eines der feinen Highlights des Albums.

Lars Danielsson - Liberetto

VÖ: 06. 02. 12

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: https://myspace.com/larsdanielssonbass/music/songs

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

KAREN SOUZA “HOTEL SOUZA”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

VOCAL JAZZ

Für Fans von: Norah Jones - Sarah Vaughan - Sade

USA (NEW JERSEY)

Wer sich auf die samtweiche, dunkle Stimme von KAREN SOUZA einlässt, wird sich von ihr von durch 11 kammersinfonisch arrangierte Klangräume im „Hotel Souza“ getragen. Das begleitende ”Cooltrane Orchestra” erzeugt mit dezenter Zurückhaltung wundervolle Chill-Atmosphäre - als Zuhörer hat man das Gefühl, unmittelbar vor der Sängerin zu stehen, wie sie sich mit gefühlvollen Schwingungen zu den zarten Akkorden des Pianisten wiegt, um kurz danach gemeinsam mit dem „Night Demon“ zum warmen Klang des Altsaxophons zu schwelgen, in „Delectable You“ übernimmt der swingende Besen des Schlagzeugers die Aufgabe eines Fingerschnipp-Grooves, die Interpretin scattet gefühlvoll zum Gitarrensolo. Der Soul Klassiker “I Heard It Through The Grapevine” wird bei der Hotelbesitzerin zur gehauchten Brise, die den Arm streift & Gänsehaut verursacht. Musik für die Nacht oder den sensitiven Abend zu Zweit.

Karen Souza - Hotel Soza

VÖ: 06. 11. 12

Verfügbar: CD  & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.karensouza.com/  &  http://soundcloud.com/ksouzaofficial 

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

SARAH LYN “LAND OF BLUE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POP JAZZ

Für Fans von:  Natalie Merchant - Luthea Salom - Norah Jones

BELGIEN

Ein neues Gesicht in der popmusikalischen Landschaft Europas. Welcome im Haifischenbecken der medialen Öffentlichkeit, SARAH LYN! Die Belgierin erfreut sich in der Heimat regionaler Aufmerksamkeit und mit ihrer Band, die aus TOP Leuten wie dem Gitarristen Dave Vermeulen besteht, begeistert sie regelmässig bei Konzerten im Nachbarland  Seit Dezember gibt es ein in Eigenregie veröffentlichtes Debüt Album. „Land Of Blue“ bietet 12 englischsprachige Songwriter-Pop-Stücke, die mit radiotauglichen Melodien & sogar („Endless Nights“ und “The Bus Leaves At Three”) mit jazzig angehauchtem Flair ausgestattet sind. Bereits beim zweiten Durchhören merke ich, dass ich mich von den weichen Grooves verzaubern lasse & die eine oder andere Melodie beginnt, sich im Kopf einzuzementieren.

Sarah Lyn - Land Of Blue

VÖ: 20. 12. 12

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: https://sarahlessire.bandcamp.com/

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

SOLE GIMENEZ “EL CIELO DE PARIS”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Sole Gimenez - El Cielo De Paris

1.  La Bohme
2.  Ma Solitude
3.  La Mala Reputacion
4.  La Vie En Rose
5.  Himno al Amor
6.  Je Ne Veux Pas Travailler
7.  Las Hojas Muertas
8.  Non, Je Ne Regrette Rien
9.  Aquella Tarde
10. Bajo El Cielo De Paris
11. Por Que Te Vas
12. Habanera De Carmen
13. Ne Me Quitte Pas

Label: Warner Music Spain

4:03
4:26
3:23
3:05
3:13
3:20
3:35
4:24
2:43
3:36
4:54
3:25
4:42

xxx

CHANSON JAZZ

Für Fans von: Patricia Kaas - Bea de la Vega - Kristin Asbjørnsen

SPANIEN

Gefühlvoller & musikalisch exzellenter Vocal Jazz mit einem Hauch Latin Pop, der sich neben einer dicken Portion Chanson auch einige Tango Nuevo & Bossa Elemente einverleibt hat. Die spanische Sängerin SOLE GIMENEZ hat bis 2006 in der Band „Presuntos Implicados“ gesungen, veröffentlicht jetzt ihr viertes Studio Album „El Cielo De Paris“ und führt den Zuhörer mit 13 tollen Songs ins swingende Paris der 50er Jahre. Anspieltipps sind „La Mala Reputacion“, der „Edith-Piaf“-Klassiker „La Vie En Rose“ und der Ragtime-Groover „Je Ne Veux Pas Travailler“. Den luftigen Eurovisionsschlager „Porque Te Vas“ verwandelt sie in eine inbrünstig intonierte Liebesballade und mit ihrer „Bizet“-Adaption des Stücks „Habanera De Carmen“ ist der 49jährigen Wasserfrau eine phantastische Version gelungen. Begleitet wird die Interpretin von so exzellenten Musikern wie dem Saxophonisten Francisco Blanco, dem Akkordeonisten Igor Tukalo und dem Gitarristen Jauma Llombart, in „Bajo El Cielo De Paris“ und „Ne Me Quitte Pas“ begeistert der eingeladene ANTONIO SERRANO mit wundervollem Mundharmonikaspiel. Die filigrane Klangtransparenz ist dem versierten Produzenten Vicente Sabater zu verdanken.

FAZIT: Definitiv zum Ende des Jahres 2012 eines der feinsten Jazz Alben des Jahres! Die spanische Sängerin SOLE GIMENEZ streichelt 49 Minuten lang die Seelen ihrer Zuhörerschaft.  “El Cielo De Paris” bietet Musikfans vollwertigen Musikgenuss!

VÖ: 06.11.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseiten: http://www.solegimenez.com/en/ 

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

SHARON BEELER “MOVIN’ IN A SLOW GROOVE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

VOCAL JAZZ

Für Fans von: Diana Krall - Jozee Devoua - Lola Haag

KANADA

28 Jahre lang ist Sharon Beeler als Musiklehrerin in der “Secondary Music School” tätig gewesen, hat während dieser Zeit diverse Vocal Jazz Ensembles und Schulchöre gegründet, die allesamt mit einigen Awards ausgezeichnet worden sind. Selbst hat sie mit der „Prime Time Big Band“ bei Jazz Festivals in Kanada und in den USA gesungen - nun ist es Zeit für das Debut Album der Kanadierin. SHARON BEELER präsentiert auf ihrem Erstling 13 Jazz Klassiker, die sich die Background Beschallung eines ruhigen Abends eignen, ohne aber in langweiliger Smooth-Jazz-Atmosphäre zu versinken. Die Sängerin singt klasse - am besten gefallen mir  das zuckersüsse und trotzdem mit schwungvoller Power intonierte „Misty“, das superfein groovende „So Nice (Summer Samba)“, das hervorragend auf die Tanzfläche eines Cocktail Clubs passen würde, sowie die von gefühlvollem Orgelspiel umrahmte Jazz Ballade “All Is Fair In Love”.

Sharon Beeler - Movin In A Slow Groove

VÖ: 06. 11. 12

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.sharonbeeler.ca/ 

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

TANIA MARIA “CANTO”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Tania Maria - Canto

TITELVERZEICHNIS:

1.  Chorinho Brasilero
2.  Intimidade
3.  Canto
4.  Samba Do Gato
5.  Florzinha
6.  Vou Te Amar
7.  Ca C’est Bon
8.  Ze Marmita
9.  Carlos Song
10. Thanks Mr. G

Label: Naive Records
Webseite: www.naive.fr

BOSSA JAZZ

Für Fans von: Astrud Gilberto - Elis Regina - Flora Purim

BRASILIEN

TANIA MARIA ist eine der vielseitigsten Bossa Jazz Sängerinnen, die ich in letzter Zeit gehört habe. Die Brasilianerin singt in Englisch oder in ihrer portugiesischen Heimatsprache, vermischt in ihren Songs auch Pop, Samba und Afro-Latin-Beets & Grooves. „Canto“ ist das gefühlte 32. Album der 64jährigen, die ihre Songs am Piano selbst komponiert und auch im Studio ohne Overdubs einspielt. Manchmal gibt sie ein höllisches Tempo vor wie im Auftakt „Chorinho Brasilero“, dass es sich anhört, als ob die begleitenden Musiker - obwohl exzellent - Mühe haben, ihr zu folgen. Sie singt mit rauchiger Altstimme, die es ihr im Überwachungsstaat Deutschland wohl unmöglich macht, hierzulande aufzutreten, weil sie dann gegen das Nichtraucherschutzgesetz verstossen würde. Die meisten ihrer Kompositionen sind schnellere Uptempo-Tracks, aber sie versteht es auch, in ruhigen komplexstrukturierten Balladen wie dem Titelsong „Canto“ zu überzeugen. Hier gibt es keine künstlich verursachte Billig-Romantik, sondern seelenvolle Musik, mit der die Sängerin dem Hörer ihre innersten Gefühle offenbart.

Einfall herrlich der swingende 11 ½ minütige „Samba Do Gato“, der mich stark – obwohl sie ja am Piano sitzt – dazu animiert, an den Klassiker „On Broadway“ des Gitarristen George Benson zu denken, weil die Dame hier einen genauso infizierenden Groove präsentiert, der jedes Körperglied zucken lässt und zum Finale hin scattet sie – wie auch im eben genannten Benson-Oldie - im konkurrenzfähigen Wettbewerb mit den komplexen Akkordfolgen, die sie auf die Tasten haut. So, und jetzt schmeisse ich meine Tastatur erst einmal in die Ecke und möchte den Song noch mal komplett hören und mir dazu einen abtanzen! Ganz klar einer der besten Samba-Jazz-Titel des Jahres!

FAZIT: Kein Bossa Jazz von der Stange, mit dem sich all die Nachahmerinnen (Diana Krall, Melody Gardot) so gerne schmücken, das hier ist der authentische Stoff aus Südamerika, der eher Fans einer Maria Joao oder Astrud Gilberto gefällt. 

VÖ: 24.09.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.taniamaria.org/  & http://tania.maria.free.fr/english.html

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

Sergio Mendes “Dance Moderno Revisited By Brazilian Love Affair”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

LATIN JAZZ

Für Fans von: Herb Alpert - Charlie Palmieri - James Last

ITALIEN

Heute würde man die Musik von SERGIO MENDES als „Cocktail-Jazz“ abqualifizieren, damals war es grandioser Latin-Jazz und genau das ist es für mich heute auch noch. Die Musik, die der Maestro in verschiedenen Jahrzehnten auf die Menschheit losgelassen hat, war genial, hochgradig tanzbar und versprühte gute Laune & schickte Sonnenstrahlen in die Seele. Das BRAZILIAN LOVE AFFAIR PROJECT hat sich der Musik des brasilianischen Komponisten und speziell des ersten Albums „Dance Moderno“ avon 1961 angenommen und sie mit einem aktuelleren Jazz-Dance-Kleidchen versehen. Wer die Originale kennt, wird gut damit umgehen können, wenn er nicht zum harten Kern gehört, jüngere Hörer werden auf diese Art und Weise auf die originäre Musik des Komponisten aufmerksam gemacht und der eine oder andere wird dadurch eventuell  dazu animiert, sich näher mit den zeitlosen Klassikern zu befassen.

Sergio Mendes - Dance Moderno Revisited

VÖ: 25. 09. 12

Verfügbar: CD   & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite von Sergio Mendes: http://www.sergiomendesmusic.com/

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

JONATHAN FRITZEN “MAGICAL”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SMOOTH JAZZ

Für Fans von: Bob James - Steve Baxter - Kaori Kobayashi

SCHWEDEN

JONATHAN FRITZEN ist ein Pianist, der „Smooth Jazz“ in seiner urtypischsten Form zelebriert, wie es ihn zu Beginn der 80er noch als herausragende Musik von  George Duke, Earl Klugh oder Spyro Gyra zu hören gab, bevor dieses Genre dann von japanischen Nachfolgerhorden zur Fahrstuhlmusik verwässert wurde. Der Schwede gehört zur neuen Generation, die wieder sichtlich Spass hat, diese Art von Musik zu spielen.  Es gibt es einen gelungenen Mix von schnelleren Tracks, in denen bekannte Gäste mitwirken. Im Titelsong „Magic“ spielt Saxophonist BONEY JAMES, im relaxt schaukelnden „Sweet Spot“ darf der Gitarrist PAUL BROWN seiner Gibson L5 verträumte Licks entlocken. JF erfindet das “Smooth” Rad zwar nicht neu, liefert aber auf “Magical” 11 zeitlose Soft-Jazz-Grooves ab, die toll produziert sind und folgedem 52 ½ Minuten von der ersten bis zur letzten Minute audiophiles Vergnügen bereiten.

Jonathan Fritzen - Magical

VÖ: 21. 08. 12

Verfügbar: CD   & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.jonathanfritzen.com/

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

MIKE STERN “ALL OVER THE PLACE”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Mike Stern - All Over The Place

TITELVERZEICHNIS:

1.  AJ
2.  Cameroon
3.  Out Of The Blue
4.  As Far As We Know
5.  Blues For Al
6.  OCD
7.  You Never Told Me
8.  Half Way Home
9.  Light
10. Flipside
11. All Over The Place

Label: Heads Up
Website: www.headsup.com

Time:

8:53
5:46
6:15
6:33
7:06
8:07
6:18
6:29
6:14
7:22
6:20

xxx
xxx

JAZZ ROCK

Für Fans von: Larry Carlton - Kazumi Watanabe - Scott Henderson

USA

Den Mann habe ich 1999 Live im Aschaffenburger Colos-Saal gesehen und ich ärgere mich heute noch grün’n’blau, dass ich damals keinen Fotoapparat dabei gehabt habe. Ich stand direkt vor der Bühne – Mike direkt vor mir – ich hätte ihm mit ausgestrecktem Arm die Gitarre verstimmen können – was natürlich nie in meiner Absicht lag. Es war eines der besten – von geschätzten – mittlerweile so um die 2000 – erlebten Konzerte, die ich bisher gesehen habe in meinem musikverrueckten Leben. MIKE STERN habe ich zum ersten Male 1983 gehört, als er auf dem “unfuckingfassbar” guten „Miles Davis“ Album „Star People“ herumhobelte. Damals weniger als Solokünstler unterwegs, verschönerte er zahlreiche Alben, die sich im Jazz-Rock-Fusion-Bereich tummelten.

„All Over The Place“ ist das mittlerweile 15. Solo Album des 59jährigen US Musikers und was soll ich sagen/schreiben? Es ist wie die anderen vor diesem – genial gut – ein süsses Dessert-Leckerli vor allem für Musikfans, die ihr Dasein dem Anhören von gutem Jazz-Gitarren-Fusion-Rock verschrieben haben. Begleitet wird der Gitarrist von TOP Musikern wie Esperanza Spalding, Kenny Garrett (stark im Auftakt „AJ“). Randy Brecker, Anthony Jackson, Richard Bona, Will Lee und Victor Bailey. Bei der Bestellung des “mike-stern’schen” Newsletter auf der Webseite des Musikers gibt es übrigens den starken Weltmusik-Track “Cameroon” als kostenlosen MP3- Download. Es lohnt sich – der Song ist klasse!

Fachpresse & Kritiker überschlagen sich regelmässig mit Lobeshymnen über MIKE STERN und das selbstredend völlig zu Recht. Wenn er im eben schon erwähnten „Cameroon“ ab Minute 02:01 loslegt und zunächst einen Pat-Metheny-Gedächtnis-Solo einwirft, um dann ab 02:34 in seiner unnachahmlichen Art bluesig- elektrisch mit chromatischen Lines davon zu eilen und ab 03:00 mit aufschreienden „Santana“-Licks um sich zu wirft, dann zeugt das für pure Spielfreude. Wunderbar das auf einem blubbernden Funk-Basslauf herumreitende Saxophon Solo!

Out Of The Blue“ kombiniert indische Rhythmik mit Gänsehaut verursachendem jazzigem New Age Content, absolutely hörenswert das berauschende Zwiegespräch vom Gitarristen mit Bassist Anthony Jackson und der meisterhaften Beckenarbeit von Schlagzeuger Dave Weckl – stark auch die Einlage von Trompeter Randy Brecker. Gefühlvoll kann der Gitarrist ebenfalls punkten („You Never Told Me“) und mit „Light“ wagt er sogar einen kleinen Ausflug in popmusikalische Karibik-Flair-Gefilde.

FAZIT: Ich kenne sie alle – die Alben von MIKE STERN aus dem amerikanischen Massachussetts – und daher fällt es mir leicht zu behaupten, dass es sich beim neuen „All Over The Place“ um eines seiner abwechslungsreichsten und besten Alben – wenn nicht sogar um das Beste – handelt.

VÖ: 19.06.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.mikestern.org/

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

ARILD ANDERSEN “CELEBRATION”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SINFONIK JAZZ

Für Fans von: Max Gregor - Jan Garbarek - Lalo Schifrin

NORWEGEN

Jazz aus Norwegen wird hierzulande  salonfähig, wobei der vom Bassisten ARILD ANDERSEN gespielte Mix aus Modern Jazz & orchestralem Swing keine neuen Erkenntnisse bringt und schon in den 60ern von Besetzungen wie dem Max Gregor Orchestra praktiziert worden ist. Auf „Celebration“ feiert er 6 Kompositionen aus der eigenen Feder, begleitet wird er vom „Scottish National Jazz Orchestra“ & dem Tenor Saxophonisten Timmy Smith, der als „musical director“ fungierte. Das 62minütige Album wurde live aufgenommen im königlichen Konservatorium von Glasgow und dass sich der Fan auf eine ausgewogene Produktion mit herausragendem Sound freuen darf, ist kein Wunder, die Tatsache trifft auf alle beim Münchner ECM Label veröffentlichten Werke zu. Tipp: Spritzigen Weissburgunder einschenken oder einen staubigen Roten – auf die Couch (für Österreicher: aufs Sofa) “flacken” & geniessen!

Arild Andersen - Celebration

VÖ: 08. 06. 12

Verfügbar: CD   & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.arildandersen.com/ & http://www.snjo.co.uk/

TOURDATEN

xxxxxxxxxx

xxxx

xx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxx

xxxxxx

xxx

xxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

JOHN SURMAN “SALTASH BELLS”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

John Surman - Saltash Bells

TITELVERZEICHNIS:

1.  Whistmans Wood
2.  Glass Flower
3.  On Staddon Heights
4.  Triadichorum
5.  Winter Elegy
6.  Aelfwin
7.  Saltash Bells
8.  Dark Reflection
9.  The Crooked Inn
10. Sailing Westwards

Label: ECM Records
Web: www.ecmrecords.com

Time:

06:32
03:13
07:32
03:36
08:17
02:17
10:40
03:27
02:41
10:37

xxxx
xxxx

NEW AGE JAZZ

Für Fans von: Eric Dolphy - Jan Garbarek - Dudu Pukwana

ENGLAND

Der filmmusikerfahrene Komponist JOHN SURMAN mixt auf seinem neuen Album „Saltash Bells“ einen ruhigen Cocktail aus freiem und modalen Jazz, der sich hier einmal in einem ambienten New Age Kontext bewegt. Das Album hat Surman solo eingespielt, sämtliche Instrumente wurden vom Multinstrumentalisten im Osloer Rainbow Studio aufgenommen & arrangiert. Wer zudem einen Blick auf den Namen des Labels geworfen hat, der weiss, was ihn erwartet. Meditative Melodiebögen, die von spacigen Klang-Texturen umrahmt werden, im von Glöckchensounds umrahmten „On Staddon Heights“ hüpft die Klarinette auf einem lustigen vom Altosaxophon vorgegebenen Basslauf umher, in der 8minütigen „Winter Elegy“ bearbeitet der 67jährige seine Holzblasinstrumente mit zartem Ansatz und verwandelt eine einfache Melodie in ein filigranes, sensibles Meisterstück.

Im kurzen „Dark Reflections“ wird der Zuhörer von tiefen und reichen Timbres überrascht, einer Fähigkeit, die sonst nur mit dem Spiel der klassischen Klarinette assoziiert wird. Das Highlight aber hat er sich für den Schluss aufgehoben. In das kammersinfonische Szenario von „Sailing Westwards“ hat er wohl jedes Instrument hineingepackt, das gerade zur Verfügung stand, sogar eine Mundharmonika kommt zum Einsatz und tapeziert eine aussergewöhnliche Klangwand, auf der sich mehrere Holzblasinstrumente, Perkussion und Synthie gleichzeitig vergnügen. Über der melancholischen Grundstimmung entfalten sich komplexeste Melodien, die sogar Musikfans verzaubern, die sich überhaupt nicht für Jazz interessieren. Zwitschernde Nachtigallen lösen die Komposition in friedfertiges Wohlgefallen auf. Eines der schönsten New Age Jazz Stücke, das ich im letzten Jahr gehört habe.

INFO: JOHN SURMAN hat sich bereits in jedem Bereich der Jazz Musik einen Namen gemacht. Er ist seit über 50 Jahren aktiv, hat in kleineren Fusion Projekten, aber auch grösseren Ensembles gespielt. Seine “Mitstreiter” waren John McLaughlin, John Abercrombie, Alexis Korner, Albert Mangelsdorff, Miroslav Vitous, Jack DeJohnette und viele andere. Auf dem neuen Album “Saltash Bells” bewegt sich der Musiker im filigranen New Age Bereich, ohne ein einziges Mal in belanglosen Smooth abzudriften.

VÖ: 08.06.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://johnsurman.com/ 

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

TRIOSCAPES “SEPARATE REALITIES”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Trioscapes - Separate Realities

TITELVERZEICHNIS:

1.  Blast Off
2.  Separate Realities
3.  Curse Of The Ninth
4.  Wazzejazzlebof
5.  Celestial Terrestial Commuters
6.  Gemini’s Descent

Line Up:

Dan Briggs (bassguitar)
Walter Fancourt (saxophone, flute)
Matt Lynch (drums, percussion)

Label: Metal Blade Records
Website: www.metalblade.com

Time:

05:29
11:27
05:52
07:37
05:21
04:52

xxxx

xxxx
xxxx
xxxx

xxxxx
xxxxx

JAZZ ROCK

Für Fans von: Bunny Brunel - Oddjob - Tacuma Jamaaladeen

USA

Ein Mix aus Jazz Rock und metallischem Gewüte? Habe ich bisher auch so noch nicht gehört – wenngleich es der Gitarrist Mike Stern Mitte der 80er Jahre mit seinem ultralauten Jazz Rock auch schon ziemlich heftig getrieben hatte. TRIOSCAPES haben 2011 zusammengefunden und kombinieren die intellektuellen Klanggebilde des “Mahavishnu Orchestra” mit einem kernigen Rhythmusgeflecht aus metallischen Gedröhne. In „Seperate Realities“ röhrt der Bassist los wie es Tacuma Jamaaladeen zu seinen besten Zeiten getan hat, Saxophonist Fancourt zeigt, dass er sich in seiner Jugend wohl mit den avantgardistischen Spieltechniken eines David Murray auseinander gesetzt hat. Das speedige Jazz-Banger-Monstrum „Blast Off“ mit seinen erstaunlichen 180 beets in der Minute steht beispielhaft für alle anderen Tracks der CD, lediglich „Gemini’s Descent“ verstrahlt am Ende etwas ruhigeres Ambiente mit spaciger Dschungel-Atmo. Wer in den 80er Jahren die Musik der beim legendären Windham Label stationierten New Age Band „Shadowfax“ mochte, dem wird auch dieser Track gefallen.

FAZIT: Fette Jazz Rock Scheibe mit hohem Spassfaktor! Nur mit der Findung einer Zielgruppe werden sich die drei Musiker etwas schwerer tun. Den etwas verknöcherten Puristen wird es zu laut sein, vielen Rock Fans zu komplex. Tipp: Album anschaffen, immer wieder mal anhören und darüber freuen, dass man in einigen Jahren eine DER Kultscheiben in der Sammlung hat, die jeder sucht und für die manche dann sogar ein Schweinegeld hinlegen würden.

VÖ: 08.05.12

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.metalblade.com/trioscapes/

TOURDATEN

xxxxxxxxxxxx

xxxxxxx

xxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

x

xxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

KKKKKKKKKK

NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

KKKKKKKKKK

NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

KKKKKKKKKK

NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

KKKKKKKKKK

NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

KKKKKKKKKK

NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

KKKKKKKKKK

NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

KKKKKKKKKK

NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

KKKKKKKKKK

NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

KKKKKKKKKK

NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

KKKKKKKKKK

NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

KKKKKKKKKK

NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx