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Hier sind Infos zu Jazz CDs, die 2016 erschienen sind. Hier gibt es u. a. Infos zu den Alben “Five Birds” vom AXEL FISCHBACHER QUINTET, “Tango De L’autruche” vom DALTIN TRIO aus Frankreich, “Soul To Soul” von MIKE DILORENZO, “Heritage” von RICHARD BONA, “II” von TOSSIA CORMAN, “Down The Street” vom SEBASTIAN GAHLER TRIO, “The Unity Sessions” von PAT METHENY, “Twelve O’Clock Tales” von CLARE TEAL, “Hope” vom MASSOUD GODEMAN TRIO und dem Debüt Album der Latin Jazz Band BELLA WOLF aus Australien. Mit einem Klick auf den Pfeil neben dem Albumtitel geht es zurück zur Übersicht mit allen Jazz CDs!

Jazz CDs 2015

Jazz CDs Übersicht

Neue Jazz CDs

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Axel Fischbacher Quintet “plays Charlie Parker: FIVE BIRDS”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Axel Fischbacher Quintet - Five Birds mc

TRACKLISTING:

01.  Au Privave
02.  Now’s The Time
03.  Segment
04.  Donna Lee
05.  Laura
06.  Moose The Mooche
07.  Ornithology
08.  My Little Suede Shoes
09.  Lover Man

Label: Jazz Sick Records
Web:  www.jazzsick.com

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Joe Pass - Sonny Stitt Quartet - Charlie Parker

DEUTSCHLAND

Der US Jazz Saxophonist Charlie Parker war einer der einflussreichsten Musiker der Bebop-Ära gewesen, auch heute noch gilt er bei Kritikern und vielen Musikern als DIE Blaupause für zeitgenössische Jazzmusik.und ab und zu gibt es Kollegen, die den verstorbenen Musiker mit einem kompletten Album würdigen. Manchmal ist es sogar ein Gitarrist, der sich an die komplexen Geschichten und Vorlagen wagt, 1973 war es Joe Pass mit dem Album “I Remember Charlie Parker” und der Bogen spannt sich bis zum neuesten Tributalbum des in Deutschland beliebten AXEL FISCHBACHER QUINTET, das den Kultjazzer aus Kansas City glorifiziert mit “Five Birds”.

Die Aussage <exzellente Musik von herausragenden Musikern> ist eigentlich überflüssig, wiel die hier präsentierten 9 Kompositionen extraordinäres Musikverständnis und innovative Virtuosität erfordern, um das Ergebnis halbwegs ansprechend zu gestalten. Im Auftakt “Au Privave” ist es vor allem der hypnotisch durch die Komposition eilende Basslauf von NICO BRANDENBURG, der sich im Ohr manifestiert. Mein persofave kommt an zweiter Position: Der Klassiker “Now’s The Time” wird hier funky, groovy, schräg und expressionistisch dargeboten, die fünf Quintett-Members sprühen vor Energie und porträtieren den so oft gecoverten Song mit einem grandiosen frischen Anstrich. Fischbacher schiebt das Stück voran mit bluesigen Akkord-Licks, sein Solo swingt relaxt hinter dem Groove, um dann nuanciert in den Übergängen mit schnellen Legato-Einwürfen um sich zu werfen, Saxophonist DENIS GÄBEL antwortet mit einem ebenfalls brillanten Solo. “Segment” beginnt als intimes Zwiegespräch der Bläser und wird dann von einem hüftschwingenden Walking Bass und dem darüber von MATTHIAS BERGMANN gespielten aufsetzenden Fügelhornsolo fortgetragen. Drummer Tim Dudek verziert die Pausen mit wundervoll temperierten Fills. Die im originalen F-Dur-Modus gespielte “Miles-Davis”-Komposition “Donna Lee”, die CP erstmals 1947 aufgenommen hatte, zeigt Bandleader Fischbacher ein weiteres Mal als phänomenaler Gitarrist mit komplexen Soli, das vogelkundliche “Ornithology” glänzt mit einem wahren Feuerwerk an aufregenden Tempowechseln und auch hier bekommt jeder der Beteiligten genügend Freiraum für seine eigene Darstellung .Kuscheligen Modern Jazz gibt es in der Liebeserklärung an “My Little Blue Suede Shoes” zu hören - hier gefällt mir vor allem das formvollendet lyrische Spiel von Blechbläser Bergmann. Auch die Ballade “Lover Man” zeigt, wie einfühlsam instrumentaler Jazz sein kann, die weiche “Stimme” des Saxophonisten übernimmt zunächst die “erzählende” Hauptrolle - seine Kollegen geizen nicht mit Antworten und es entwickelt sich ein harmonisches Gespräch unter den Beteiligten. Das ist Kerzenlicht-Jazz par excellence!

FAZIT: Das AXEL FISCHBACHER QUINTET zelebriert Jazz-Klassiker von Charlie Parker, verfällt aber nicht schematisch in altbekannte Muster und Arrangements, sondern drückt jeder Komposition des Altmeisters ihren eigenen Stempel auf. Ende Oktober gibt es mehrere Möglichkeiten, diese Top Formation auch konzertant zu leben. Aktuelle Infos findet Ihr beim Klick auf den Link “Tourdaten”!

VÖ: 21.10.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.axelfischbacher.com/  &  https://youtu.be/VpZcQOovPCA  (Making Of)

TOURDATEN

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DALTIN TRIO “TANGO DE L’AUTRUCHE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Daltin Trio - Tango De L'autruche

TRACKLISTING:

01.  La valse a deux temps    VIDEO
02.  Alfonsina y el mar
03.  Tango de l’autruche
04.  Le temps s’arrete
05.  Passegiata
06.  3 over Reggae
07.  Beija Flor
08.  Thema For M
09.  La Balade D’Azdier
10.  Historia De Un Amor
11.  Bonus Track

Label: Klarthe Records
Web: www.klarthe.com

WORLD JAZZ

Für Fans von:  Richard Galliano - Dino Saluzzi - Luciano Biondini

FRANKREICH

Aus organisatorischen (und personellen) Gründen hat sich unser geplantes Akkordeon-Special leider in den Frühherbst verschoben. Am September wird dann auch das DALTIN TRIO aus Frankreich eine wichtige Ecke in unserer ersten Special-Story belegen. Akkordeon, Schlagzeug und Kontrabass sind die fundamentalen Elemente einer Begegnung mit drei exzellenten Musikern, die das virtuose Feuerwerk „Tango de l’autruche“ inszeniert haben. 11 Stücke, die Modern Jazz und Gypsy Swing kreuzen und dabei auch manche experimentelle Note einstreuen. Die Musiker sind Akkordeonist und Bandoneonspieler GREGORY DALTIN (den vor allem die Worldmusic-Fans unserer Newsletter-Abonnenten bereits kennen durch seinen tollen Beitrag auf dem 2015er Album „Berline“ der Sängerin Melinee), Bassist JULIEN DUTHU und Perkussionist und Drummer SEBASTIEN GISBERT.

Die Highlights im Einzelnen: Dem spektakulären Schlusssolo im Auftakt „La Valse A Deux Temps“ folgt mit „Alfonsina Y El Mar“ eine sentimentale Komposition aus der Feder des 2010 verstorbenen argentinischen Pianisten Ariel Ramirez, in dem neben dem gefühlvollen Spiel seiner Kollegen vor allem Schlagzeuger Gisbert wundervoll punktierte Akzente setzt. Der Titelsong bringt Bewegung ins Spiel und animiert zum Tanzen (129 bpm) – Tieftöner Duthu treibt das Tempo voran, er hat in seiner Jugend in der französischen Funk-Soul-Gruppe „Godzilla“ musiziert, der hypnotische Rhythmus bietet die ideale Spielwiese für den Tastenexperten Daltin, der mit einem bunten Reigen von virtuosen Kapriolen nur so um sich wirft. Gleiches gilt für das schnelle „Beija Flor“, das seinem Namen alle Ehre macht. Wie die mit einer hohen Frequenz durchgeführten Flügelschläge des namengebenden Kolibris legen die drei Musiker ein atemberaubendes Tempo vor. Perkussion und Akkordeon halten ein Zwiegespräch im leidenschaftlich dargebotenen „Passeggiata“, „3 Over Reggae“ spielt mit jamaikanischen Folklore-Rhythmen und mit „Historia De Un Amor“ gibt es einen Klassiker, der seine Reise um die Welt bereits im Jahr 1955 angetreten hat. Geschrieben vom panamesischen Songwriter Carlos Eleta Almaran, ist dieser Bolero erstmals ein Jahr später im gleichnamigen mexikanischen Film aufgetaucht und seitdem von zahlreichen Interpreten und Bands gespielt worden (u. a. Earthka Kitt, Cesaria Evora, Calida, Julio Iglesias, Isabelle Geffroy aka Zaz und sogar vom libanesischen Sänger Mohammed Jamal in arabischer Sprache).

FAZIT: Ein wundervolles welt-jazz-musikalisches Abenteuer, zu dem die drei exzellenten Individualisten ihre Zuhörerschaft einladen. Normalerweise gebe ich an dieser Stelle keine Degustierhilfe, aber hier mache ich einmal eine Ausnahme. Wer diese erlebnisreiche Musik an einem warmen Sommerabend hört, genießt dazu einen spritzigen Rose oder einen feinstrukturierten Weißburgunder.

VÖ: 01.04.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.daltintrio.com/  & https://youtu.be/8HiDOv99hY8 (Video “La Valse A Deux Temps”)

TOURDATEN

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BELLA WOLF “BELLA WOLF”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Bella Wolf - Bella Wolf

TRACKLISTING:

01.  The Devil You Know
02.  Saqsaywaman
03.  Turn Up
04.  Look Up
05.  Ponteio
06.  La Muela Del Diablo
07.  Jonglei
08.  Interlude
09.  Wouldn’t You Rather
10.  Thanks, But I Think I’ll Stay In

LATIN JAZZ

Für Fans von:  Ray Barretto - Pedrito Martinez  - Miguel Zenón

AUSTRALIEN

Jazz Musiker oder Bands aus Australien sind eher die rühmliche Ausnahme, kaum jemand, der ein paar Jazz Acts von „Down Under“ in seinem Regal stehen hat. Mit dem Debüt Album der Formation BELLA WOLF kann das nun geändert werden. Und wo die meisten Formationen aus dem lateinamerikanischen Raum eher das Kollektiv betonen, spielt die Band aus Melbourne zwar ebenfalls den rudimentären Latin Jazz, lässt aber seinen Musikern genügend Freiheit für solistische Eskapaden. Bandgründerin & Flötistin Erica Tucceri bestimmt im Auftakt „The Devil You Know“ gemeinsam mit Trompeter Fabian Acuna das Geschehen, im nachfolgenden „Saqsaywaman“ bekommt Pianistin Selene Messinis ihren Hotspot. Die Keyboarderin ist studierte Hochschuldozentin und leitet neben den „Bella Wolf“-Aktivitäten ihr eigenes Modern Jazz Trio. Namensgebend für das Stück war übrigens die Ruine einer peruanischen Inkafestung, die im 16. Jahrhundert von den spanischen Eroberungsbanausen erobert und zerstört worden ist (soweit der wöchentliche historische Geographiebeitrag auf music-newsletter.de).

Der aufreibende Flötenbeginn am Anfang von „Turn Up“ erinnert mich an den Kultklassiker „Ruckzuck“ vom ersten „Kraftwerk“ Album (1968), was am kraftvollen Ansatz der Bandleaderin liegt, aber schnell geht’s dann ab in aufregendes Latin-Jazz-Funk-Gewässer, in dem vor allem Bassist Matt Hayes ganz starke Synkopen spielt. Das Highlight bisher. In „Look Up“ necken sich die Beteiligten zunächst mit ruhigeren Melodiesegmenten, um sich dann wie auf Kommando wie im Rausch gegenseitig zum freejazzigen Höhepunkt zu treiben. „Ponteio“ ist eine gutgelaunte frische Brise mit Ohrwurmqualitäten, hier sind es vor allem die relaxt groovenden Passagen, die sehr gut gefallen. Auch hier wird mit knackigen Funk-Vibes für gehobene Abwechslung gesorgt. Weiteres Highlight ist der Kracher „Wouldn’t You Rather“, in dem die Musiker einmal mehr für gehobene Virtuosität sorgen, besondere Gäste sind hier Tenorsaxophonist James Vincent und Gitarrist James Pownall, der einen Solo extraordinaire aus dem Handgelenk schüttelt, der auch einem „Allan Holdsworth“ ein anerkennendes Nicken abgerungen hätte. Superb!

VÖ: 02.10.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.bellawolfmusic.com/  &  https://bellawolf.bandcamp.com/album/bella-wolf

TOURDATEN

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MIKE DILORENZO with FRANK VALDES “SOUL TO SOUL”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Mike Dilorenzo - Soul To Soul

TRACKLISTING:

01.  Soul To Soul
02.  Friday Night At The Cadillac Club
03.  Parisian Lights
04.  Sun Goddess
05.  Latch
06.  Pocket Change
07.  Pinot Nuevo
08.  Cherokee
09.  Three Views Of A Secret
10.  Transformation
11.  Santorini
12.  It’s A Virtual World

Label: KeepTheGroove

 LATIN JAZZ

Für Fans von:  Ozomatli - Jimmy Smith - Charly Palmieri

USA

Der New Yorker MIKE DILORENZO ist hierzulande immer noch einer der weniger bekannten Jazz Musiker. Der Pianist und Organist hat sich dieses Mal mit dem Perkussionisten FRANK VALDES zusammengetan und ein wundervolles modernes Latin Jazz Album veröffentlicht. „Soul To Soul“ dürfte vor allem Genre-Fans gefallen, die sich für die Musik der beiden leider schon verstorbenen und nicht miteinander verwandten puertorikanischen Palmieris (Eddie und Charlie) begeistert haben. Ergänzt wird die personelle Besetzung von Vinnie Cutro (Trompete, klasse Solo im Auftakt und Titelsong sowie im free-jazzigen „Three Views Of A Secret“), Mark Friedman (Saxophon), Willy Dalton (Gitarre) und John Hughes (Bass).

Weitere Highlights sind das mediterran groovende „Parisian Lights“ im swingenden Cha-Cha-Takt – hier bedient der Bandleader hauptsächlich das Akkordion – die Cover Version des von Ramsey Lewis geschriebenen „Earth, Wind & Fire“-Klassikers „Sun Goddess“ und das smooth-jazzig chillende „Santorini“, in dem DiLorenzo zusätzlich zur superb gespielten Hammondorgel die Melodica auspackt.

VÖ: 20.06.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  https://soundcloud.com/user-837839867/soul-to-soul-sampler-remix

TOURDATEN

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RICHARD BONA “HERITAGE”       Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

AFRO JAZZ

Für Fans von:  Milton Nascimento - Fania All Stars - Femi Kuti

KAMERUN

Der in Musikerkreisen geschätzte afrikanische Bassist RICHARD BONA präsentiert seiner Fan Community ein tolles Album, das abwechslungsreich zwischen Salsa Jazz und Afro Beat hin und her wandert. Sommerlich gut gelaunte Latino Brisen wechseln mit traditionell angehauchten gefühlvollen Rumbas. Herausragend das mitreißende Pianospiel von Osmany Paredes in „Bilongo“ – die Nummer erinnert an die großen Klassiker des puertorikanischen Eddie Palmieri, das komplex geschichtete „Essewe Ya Monique“ zeigt die wundervolle Kombination von Jazz und traditioneller indigener Tradition. Weitere Highlights: Die swingende Ballade „Kivu“, die Acapella-Perle “Ngul Mekon”, der romantische Cha-Cha-Crooner “Muntula Moto” und “Eva”, ein Ausbund an einfühlsamem Worldjazz und wundervoll arrangiertem Satzgesang.

Richard Bona - Heritage

VÖ: 24.06.16

Verfügbar: CD &  Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web:  http://www.richard-bona.com/  &  https://youtu.be/4qYqLqdTiSU (“Jokoh Jokoh”)

TOURDATEN

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TOSSIA CORMAN “II”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page   (kb)

Tossia Corman - II

TRACKLISTING:

01.  Finding The Man
02.  No More
03.  Turned And Tossed
04.  Traumräuber
05.  Nothing To Regret
06.  Pulse
07.  Last Man On Earth
08.  You / I
09.  The Best Is Yet To Come
10.  Unexpected

Label: JazzSick Records
Web: http://www.jazzsick.com/ 

ALTERNATIVE JAZZ

Für Fans von:  Azymuth – Janet Lawson Quintet – Maria Sadowska

DEUTSCHLAND

Die Musik von TOSSIA CORMAN mag ich zunächst gar nicht recht einordnen in irgendeine Schublade, so viel passiert im ersten Stück „Finding The Man“. Mein erster Gedanke <modern jazz> wird weggefegt vom rockigen Latino-Drive, zwischendrin gibt es konträre Harmonieimplementationen, die mich sogar irgendwo an die Musik von „Joan Armatrading“ erinnern, die Stimme der Sängerin bewegt sich tendenziell zunächst im Alternative Pop Bereich und veranlasst mich zu einem Vergleich - weil ich sie ein paar Wochen zuvor erst ergiebig gehört habe - mit dem Artgesang von Rosa Nentwich-Bouchal, der Frontfrau der österreichischen Band “Palindrome”, während die aus Trompete und Saxophone bestehende Bläser-Sektion wiederum mit unisono gestrickten Riffs ins Jazzlager drängen.

Jetzt sind erstmal  Infos angebracht. Tossia Corman ist in einer musikalischen Familie aufgewachsen, Daddy Georg war/ist als Pianist in der deutschen Kult-Band „Salsa Picante“ beschäftigt. Das Töchterlein liess sich schnell anstecken von der Begeisterung fürs Instrument und die Musik und  dass sie dann auch die eine oder andere Gesangsstunde hinter sich gebracht, davon kann man sich auf dem Album „II“ gut überzeugen. Vor rund einer Dekade hat die Familie sogar in Düsseldorf die Musikschule „Dreiklang“ eröffnet.

Mit „No More“ bekommt meine Einschätzung dann doch etwas Struktur, der satte Funk-Groove und die mediterrane Brise erinnert mich an den Jazz-Funk der 70er Jahre, wie ihn Bands wie „Tower Of Power“ oder gar „Seawind“ aus dem sonnigen Kalifornien gespielt haben. Gute knackige Breaks unterstreichen den Wohlfühlcharakter für den intellektuellen Jazz Fan. „Turned And Tossed“ nimmt das Tempo etwas zurück, sehr schön das lyrische Spiel von Bassist Felix Barth und im Gesang von Tossia Corman mache ich hier leichte Tendenzen und wohl jugendliche Einflüsse von Randy Crawford („One Day I’ll Fly Away“) aus. Musik und Texte hat sie übrigens allesamt selbst geschrieben, bei den Aufnahmen haben ihr 5 superbe Musiker internationalen Formats zur Seite gestanden.

Und wie im „Traumräuber“ zu hören, bedient die Sängerin mitsamt der Band auf keinen Fall die seichte Mainstream-Vocal-Jazz-Szene, sonst spielt mit kunstvollem Chamber Art Pop Jazz, der mit dem einen oder anderen experimentellen Schlenker aufwartet. Die Post geht ab in „Nothing To Regret“, in dem der lettische Saxophonist Kārlis Auziņš in einem virtuosen Solospot zeigt, welch herausragender Musiker er ist. „Last Man On Earth“ erinnert an die jazz-poppigen Klassiker von „Steely Dan“, die großartige Vocal Performance von Tossia Corman ist das Tüpfelchen auf dem berüchtigten “i” in dieser relaxt groovenden Komposition.

FAZIT: Hochinteressantes Alternative Jazz Album mit Tendenzen zum Latin- und Modern Jazz, aber rockige und poppige Einflüsse nicht aussen vor lassend. Kurioser Weise kommt das abwechslungsreiche Album “II” von TOSSIA CORMAN nicht aus dem Mutterland des Jazz (USA), sondern von einer in Düsseldorf geborenen und derzeit in Amsterdam residierenden Künstlerin.

VÖ: 17.06.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://tossiacorman.de/  &  https://www.youtube.com/channel/UC5xO9vI848GkusIt0tejSwg

TOURDATEN

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Sebastian Gahler Trio feat. Wolfgang Engstfeld “Down The Street”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Sebastian Gahler Trio - Down In The Street

TRACKLISTING:

01.  Rejoice
02.  In Between
03.  Just Like That
04.  S’ Wonderful
05.  Anaya
06.  C.R.W.
07.  Big Fat Red Rabbit
08.  Someday My Prince Will Come
09.  Sunday Monday Blues
10.  Bird
11.  In The Evening

Label: JazzSick Records
Web: http://www.jazzsick.com/ 

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Ramsey Lewis - Dirk Piezunka  - Marius Neset

DEUTSCHLAND

SEBASTIAN GAHLER ist ein deutscher Jazz Pianist, der seit einigen Jahren in Triobesetzung unterwegs ist mit dem Bassisten Nico Brandenburg und dem Schlagzeuger René Marx. „Down The Street“ ist das dritte Studio Album der Formation, die während der Aufnahmen um den Saxophonisten WOLFGANG ENGSTFELD, der mit seelenvollen Phrasierungen und facettenreicher Performance das klangliche Spektrum der originären Triobesetzung erweitert, ergänzt worden ist. Es gibt 68 Minuten lang feinsten Modern Jazz zu hören, der Auftakt „Rejoice“ swingt und grooved mit fingerschnippendem Tempo, „In Between“ dagegen ist sensiblerer Natur und erinnert mich ansatzweise an die wundervollen Jazz Balladen des US Jazz Musikers “John Klemmer”, was hier natürlich vor allem dem warmen und weichen Klang des Saxophons geschuldet ist, Chef Gahler lässt die Piano Licks aus dem Handgelenk perlen, verschleppt nuanciert die Noten auf der Synkope, während die wundervolle Aufbereitung des “Gershwin”-Klassikers „S’Wonderful“ seinem Namen alle Ehre macht.

In „Big Fat Red Rabbit“ brennen die 4 Musiker ein wahres Improvisationsfeuerwerk ab, jeder Beteiligte glänzt in einem Solospot, Ohne den Hornisten Engstfeld hat man sich „Someday My Prince Will Come“ vorgenommen: Der Klassiker aus dem Jahr 1937 ist von Frank Churchill und Larry Morey für den Walt Disney Film „Snow White and the Seven Dwarfs“ geschrieben worden. Der „Sunday Morning Blues“ steht exemplarisch für wechselnde Tempi und vertrackte Melodiesprünge, in der eleganten Eigenkomposition „Bird“ legen sich die Musiker einmal mehr mit spielerischem Elan ins Zeug, in der abschliessenden Ballade „In The Evening“ ist es vor allem das wundervolle Zusammenspiel von Piano und Sax, das für Begeisterung sorgt. Drumming-Experten und die Fans der perkussiven Fraktion werden die im Hintergrund zelebrierten dezenten und filigranen Kapriolen von Schlagzeuger René Marx genießen. Beschließen möchte ich meine Ausführungen mit einem Zitat aus dem Matthäus-Evangelium 24:13: <Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig>   Cooler Brother

FAZIT: Auch wenn Pianist und Bandleader SEBASTIAN GAHLER und Saxophonist WOLFGANG ENGSTFELD das Geschehen vordergründig dominieren, sind es vor allem die gruppendynamischen Arrangements und das hervorragende Zusammenspiel aller Protagonisten, die “Down The Street” den Charakter eines exzellenten Modern Jazz Albums verleihen.

VÖ: 20.05.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.sebastiangahler.de/en/  &  http://www.engstfeld-weiss.de/

TOURDATEN

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PAT METHENY “THE UNITY SESSIONS”      Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Pat Metheny - The Unity Sessions

01.  Adagia
02.  Sign Of The Season
03.  This Belongs To You
04.  Roof Dogs
05.  Cherokee
06.  Genealogy
07.  On Day One
08.  Medley
09.  Come And See
10.  Police People
11.  Two Folk Songs
12.  Born
13.  Kin
14.  Rise Up
15.  Go Get It

MODERN JAZZ

Für Fans von:  John Abercrombie - Lee Ritenour - John Scofield

USA (MISSOURI)

PAT METHENY mit dem gewohnten Mix aus Modern Jazz und ambienten Klängen. „The Unity Sessions“ – seit September 2015 als DVD und Blu-ray verfügbar – liegt jetzt auch als Doppel-CD vor und bietet ein nicht eine einzige Minute langweilendes von Top Musikern virtuoses gezündetes Feuerwerk. Aufgenommen worden ist das Konzert im Dezember 2014 in New York. In „Sign Of The Season“ glänzt der 61jährige mit zurückhaltenden beboppigen Licks und Soli, trotzdem verweigert er sich nicht der ihm üblichen Komplexität, die aus jeder fast jeder Note trieft. Weitere Highlights sind „Roof Dogs“, in dem die komplette Mannschaft improvisierend herumwirbelt, „Genealogy“ beeindruckt mit freijazzigem Durcheinander (das Tracklisting unterscheidet sich von dem der DVD, dort ist dieses Stück beispielsweise der Auftakt zum Video), im experimentellen Duett-Zwiegespräch „Cherokee“ teilen sich METHENY und Saxophonist CHRIS POTTER die Hauptrolle, im latinjazzigen 15minütigen „On Day One“ gibt ANTONIO SANCHEZ mit Cajon und perkussivem Drive die Richtung vor und der Chef nimmt sich den Freiraum, mit einem langen, bluesigen Solo zu brillieren, POTTER übernimmt mit exzellentem Spiel am Tenorsax.

Das 10minütige „Medley“ lässt einige der schönsten Kompositionen des Gitarristen (u. a. „Phase Dance“, „Midwestern Nights“, „The Sun In Montreal“), die sich im Laufe der letzten 30 Jahre in der Diskographie angesammelt haben, Revue passieren. Der eine Harfe imitierende Gitarrensynthesizer und Potter’s Bassklarinette sind Hauptbestandteile im Anfang von „Come And See“, bevor auch hier ein vibrierender Groove die tragende Rolle übernimmt. Höhepunkt ist nach der gemeinsamen Unisono-Bridge ab Minute 05:55 die Super Performance von METHENY auf der elektrischen Gitarre! POTTER lässt sich nicht lumpen und wirft mit virtuosen Licks nach dem vorausgeeilten Gitarristen. Eine kurze Ruhepause nutzt BEN WILLIAMS zum lyrischen Kontrabass-Intermezzo. Der Bassist führt auch hinein in die „Two Folk Songs“ - kurz danach treffen sich die Anwesenden zum wilden Improvisationsgelage. Nach dem balladesken „Born“ erinnert “Kin” an die großartigen Guitar-Synthesizer-Orgien des Gitarristen in den 80er Jahren, auch hier gibt es zum Ende hin einen spannenden Q&A-Austausch zwischen anspruchsvollen Soli und wuselnden Streicheinlagen auf dem Kontrabass.

FAZIT: Gute Wahl von den Verantwortlichen von Nonesuch Records, das Konzert jetzt auch auf CD zu veröffentlichen, das wird vielen Fans Laune machen, sich jetzt auch noch die Videoausgabe zuzulegen, um diese phantastisch virtuos zelebrierte Jazz Music auch visuell zu genießen. Schön wäre auch eine Superdeluxe-Kombi mit CDs und Video gewesen, aber vielleicht kommt ja noch was in dieser Richtung.

VÖ: 06.05.16

Verfügbar: 2-CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:   http://www.patmetheny.com/https://twitter.com/patmetheny

TOURDATEN

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CLARE TEAL “TWELVE O’CLOCK TALES”       Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Clare Teal - Twelve O Clock Tales 300

TRACKLISTING:

01.  It Might As Well Be Spring
02.  Feeling Good
03.  Wild Is The Wind
04.  Sans Souci
05.  I’ll Never Stop Loving You
06.  La Belle Dame Sans Regret
07.  Lush Life
08.  Never Again
09.  Spring Can Really Hang You Up The Most
10.  Always True To You In My Fashion
11.  Whole (It Isn’t Like Me)
12.  Secret Love
13.  The Folks Who Live On The Hill
14.  Paradisi Carousel

VOCAL JAZZ

Für Fans von:  Billie Holiday - Lena Horne - Dinah Washington

ENGLAND

Die Sängerin CLARE TEAL darf von sich behaupten, dass sie den bestdotierten Plattenvertrag aller Zeiten ergattert hat, mit der jemals eine britische Jazz Vokalistin ausgestattet worden ist. Hype? Überschätzung? Hierzulande kennt bis auf die eingefleischten Jazz Fans leider fast niemand die Sängerin, die seit 2012 parallel zur Gesangskarriere bei der englischen BBC eine eigene Jazz-Sendung moderiert und dort auch fachspezifische Interviews führt: http://www.bbc.co.uk/programmes/p03jn22n

„Twelve O’clock Tales“ ist das neue Studio Album der Engländerin, deren Stimme sehr oft mit den Legenden Ella Fitzgerald und Billie Holiday verglichen wird. Mit den alten Vinylplatten dieser Legenden ist sie in ihrer Jugend aufgewachsen. Aufgewachsen inmitten der umfangreichen Plattensammlung von Eltern und Großeltern und vor allem die Jazz-Klassiker dieser Kollektion prägten die Sängerin auch im Bezug auf ihren künstlerischen Werdegang.

Highlights des mit dem in Manchester ansässigen und von Stephen Bell dirigierten HALLÉ ORCHESTRA aufgenommenen Albums sind der salsa-jazzig angehauchte Chanson „La Belle Dame Sans Regret“, das im Original von Cole Porter für das Musical “Kiss Me Kate” geschriebene „Always True To You In My Fashion“, das phantastisch arrangierte „Secret Love“, einem ursprünglich im Western „Calamity Jane“ von der Schauspielerin Doris Day gesungenen Jazz Standard. Ganz am Ende begeistert die neu aufgenommene zarte orchestral-sinfonische Version des Titelsongs ihres 2007er Albums „Paradisi Carousel“. “Twelve O’Clock Tales” ist das fünfzehnte Album in der Diskographie der Engländerin.

VÖ: 29.04.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://clareteal.co.uk/  &  http://clareteal.bandcamp.com/

TOURDATEN

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VA: LITTLE BIRD IN THE LEE (Sampler BMC Records)  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

JAZZ

Für Fans von: Modern Jazz - Be Bop - Avantgarde - Vocal Jazz

SAMPLER

Achtung abwechslungsreiche Vielfalt! Die aktuelle Ausgabe des britischen Musikmagazins “Jazzwise”, die wir u. a. von der Musikmesse 2016 in Frankfurt mitgebracht haben, beinhaltet mit der CD-Beilage des ungarischen Labels “BMC Records” ein besonderes Schmankerl für Jazz Fans: 14 Stück von Modern Jazz über Avantgarde & Free Jazz bis hin zum swingenden Vocal Jazz - ein Überblick über die aktuelle Jazz Szene in Ungarn mit Beiträgen von GRZEGORZ KARNAS und CSABA PALOTAI, aber auch einige beim Label veröffentlichende deutsche und europäische Künstler wie der Pianist HANS LÜDEMANN und der Bassist WOLFGANG ZWIAUER stellen sich vor. Ein paar  CDs dieser superben Kollektion haben wir immer noch im Bestand, wer eine kostenlose CD (+ Heft) möchte, schickt eine eMail an die folgende Adresse: verlosung@music-newsletter.de (solange Vorrat reicht!)

Various Artists - Little Bird In The Lee

VÖ: April 2016

Verfügbar: CD (Zeitschriftenbeilage)

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Label: http://bmcrecords.hu/  - Magazin: http://www.jazzwisemagazine.com/

TRACKLISTING

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GRUPO MEDUSA “FERROVIAS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page    (bk)

Grupo Medusa - Ferrovias

TRACKLISTING:

01.  Aduba-Lé
02.  Lamento
03.  Fantasia
04.  Cheiro Verde
05.  Nordestina
06.  Picadeiro
07.  Ferrovias
08.  Beija Flor
09.  Pouso Em Congonhas

Label: BBE Music
Web: www.bbemusic.com

FUSION JAZZ ROCK

Für Fans von:  Al di Meola - Spyro Gyra - Azymuth - Airto Moreira

BRASILIEN

Und wieder einmal ein kultiger Re-Issue aus dem Hause BBE Music. Die GRUPO MEDUSA war eine brasilianische Gruppe, die Smooth Jazz, Bossanova und Latin Jazz kombinierte und in den 80er Jahren zwei Studio Alben veröffentlicht hatte. Die Musik auf dem 1983 beim Label „Som Da Gente“ veröffentlichten Album „Ferrovias“ kann man sich grob vorstellen als Mix aus psychedelischem Bossa Jazz, zeitgenössischem Axé und dem seit den 90er Jahren sehr populären Baile-Funk. In der Band damals spielten zum Zeitpunkt der Aufnahmen Claudio Bertrami (Bass), Bandgründer Chico Medori (Drums), Olmir Stocker (Gitarre, Mandoline), Amilson Godoy (Piano) und der Perkussionist Theo Da Cuica. Die meisten der Musiker sind heute noch in diversen Formationen aktiv.

In den 9 Fusion-Instrumentals sind es neben groovigen Lounge-Jazz-Vibes auch die exzellenten Improvisationen, die vor allem Latin-Jazz-Fans begeistern dürften. In „Beija Flor“ jagt Gitarrist Olmir Stocker mit einem fliegenden Solo übers Griffbrett, das relaxt swingende Stück erinnert mich auch etwas an die souljazzigen Klassiker der Gruppe „War“ (speziell an das ruhigere Hauptthema in „The World Is A Ghetto“). „Fantasia“ fusioniert Salsa-Jazz mit ätherischem Lounge-Ambiente, wie es damals auch diversen Scheiben vonb “Al di Meola” zu hören gewesen ist, während „Cheiro Verde“ am Anfang gutgelaunt groovend Fahrt aufnimmt und dann vom brillanten Chef Bertrami überholt wird, der zeigt, dass das damalige „Stanley-Clarke-Jamaladeen-Tacuma“Geschwindigkeits-Fieber auch an ihm nicht spurlos vorüber gegangen ist. In „Picadeiro“ gibt es einen Gastbeitrag vom brasilianischen Akkordeonisten José Domingos de Morais aka  Dominguihnhos, der ein regelrechtes Feuerwerk abbrennt. Tribale Perkussion, das Tröten eines herannahenden Zuges, ein geniales Piano-Solo und knackige Funk-Bass-Licks sind die bestimmendem Elemente im Titelstück „Ferruvias“, mein persofave des Albums!

VÖ: 01.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Ein 47minütiger Mitschnitt eines Auftritts im Jahr 1983: https://youtu.be/NrqPUNmxQO4

TOURDATEN

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SNARKY PUPPY “CULCHA VULCHA”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

FUSION JAZZ

Für Fans von: The Brecker Brothers - Casiopea - Incognito

USA (NEW YORK)

Die Fusion Jazz Gruppe SNARKY PUPPY bleibt fleißig. Nachdem es im Februar das “Family Dinner Volume Two” mit befreundeten & bekannten Musikern gegeben hat, steht jetzt mit “Culcha Vulcha” ein neues Album in den Startlöchern. Anders als beim Vorgänger, auf dem es einen Mix aus Country, Rock, Jazz und Worldmusic gegeben hat, besinnt sich das 2004 gegründete New Yorker Kollektiv auf  ursprüngliche Werte zurück. “Semente” paart Neoklassik mit funky Latin-Grooves, “Beep Box” vermischt Chillout-Lounge mit easy-listening-Fahrstuhl-Jazz, “Grown Folks” feiert (zumindest klangtechnisch) die Wiederbelebung von Miles Davis und coolen Bläsersätzen, die mich spontan an die “Ellington”-Hommage “Sir Duke” von Stevie Wonder’s “Songs In The Key Of Life” erinnern. Bis auf wenige Ausnahmen ist das komplette Album in der Jazz-Disco einsetzbar!

Snarky Puppy - Culcha Vulcha

VÖ: 29.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://snarkypuppy.com/  &  http://snarkypuppyeu.bandcamp.com/

TRACKLISTING

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MASSOUD GODEMANN TRIO “HOPE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Massoud Godemann Trio - Hope

TITELVERZEICHNIS:

01.  Gone
02.  Hope
03.  Rain
04.  Katharsis
05.  Zone
06.  Talk To Me
07.  Andronaco After
08.  Blue Boss
09.  Hurt

Label: Nil Records
Web: http://nil-records.de/

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Joe Pass - Howard Roberts - Kenny Burrell

DEUTSCHLAND

Das MASSOUD GODEMANN TRIO haben wir schon mit seinem 2014er Album „Togetherness“ vorgestellt, jetzt kommt der Nachfolger „Hope“ Ende April in die Regale. Das Trio spielt gepflegten Modern Jazz, ohne dabei die traditionellen Wurzeln zu vernachlässigen. Die Besetzung besteht nach wie vor aus „Frontman“ MASSOUD GODEMANN (Gitarre), GERD BAUDER (Kontrabass) und MICHAEL PAHLICH (Schlagzeug). Los geht’s mit dem bluesigen Chiller „Gone“, dem sich der Titelsong anschliesst, der relaxt swingt und vom groovenden Bass, dem zart akzentuierten Drumming und den wunderbaren Phrasierungen lebt, die sich quer durch alterierte Modi, Harmonic Minor Skalen und komplexe Kadenzen bewegen, ohne zu einem Zeitpunkt das Gefühl aufkommen zu lassen, dass technische Feinheiten im Vordergrund stehen. Ab Minute 03:28 erzählt Bassist Bauder sein kleines Geschichtchen, in „Katharsis“ gibt er das Tempo mit einem Walking Bass Lauf vor, dem sich die beiden Kollegen gerne anschließen, Chef Godeman begeistert mit schnell aufeinander folgenden Akkordvoicings und wenn es so etwas wie die Bezeichnung „Postbop-Funk“ noch nicht geben sollte, dann hat sie das MASSOUD GODEMAN TRIO mit „Talk To Me“ erfunden. Mein persofave des Albums! Und wann kommt der Dancefloor-Remix (ha, ha)? Interessierten Produzenten verrate ich schon einmal die bpm-Messlatte: 85,3! (170,6). Exzellent auch “Zone” mit seinem superfeinen Gitarrensolo! Das kurze „Andronaco After“ zeigt die experimentelle Seite der drei Musiker, hier wird nach Herzenslust gesägt, geklopft und geklimpert, während der „Blue Boss“ wiederum mit bluesigem Szenario begeistert. Erinnert mich an den souligen Hard Bop von Wes Montgomery, als dieser in den 60er Jahren mit seinen Brüdern Monk und Buddy musiziert hatte.

FAZIT: Alternativer Modern Jazz ohne das raubeinige Spektakel, wie es beispielsweise ein Mike Stern gerne praktiziert, das hier ist seelenvoller Stoff mit sehr viel Gefühl und trotzdem virtuoser Intensität, wie sie die Fans von  Joe Pass (R.I.P.) oder Pat Martino geliebt haben oder lieben.

VÖ: 22.04.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.massoudgodemann.de/https://youtu.be/pwRZKSUD_XY 

TOURDATEN

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Various Artists - The Best Of Inner City Records

Verschiedene Interpreten “Kev Beadle Presents:
THE BEST OF INNER CITY RECORDS”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

TRACKLISTING CD:

01.  HIROSHI FUKUMARA and SADAO WATANABE: Hunt Up Wind
02.  JUDY ROBERTS: The Other World
03.  TERUMASA HINO:  Send Me Your Feelings
04.  JANET LAWSON QUINTET: So High
05.  TOM LELLIS: Lucky Southern
06.  THE JEFF LORBER FUSION: The Samba
07.  HELEN MERRILL: Vera Cruz
08.  JUDY ROBERTS: Never Was Love
09.  JOE LEE WILSON: Return Of The Prodigal Son
10.  EDDIE JEFFERSON: Jeannine
11.  TERUMASA HINO: Samba De La Cruz
12.  KELLIS ETHRIDGE: Quickie Nirvana
13.  URSZULA DUDZIAK: Shenkansen
14.  CARLOS FRANZETTI: Pandora
15.  THE JEFF LORBER FUSION: Curtains
16.  CHARLIE MARIANO: To An Elfin Princess

Als ich die CD aus dem Umschlag ziehe, klingelt’s sofort. Im Kopf. Der „Inner City Blues“ war einer der ganz großen Soul Hits aus den frühen 70er Jahren gewesen. Der Song ist einer von weiteren großartigen Stücken auf dem legendären „Marvin-Gaye“-Album „What’s Going On“. Und er hat wohl auch das Musiklabel, das hier vorgestellt wird, in der Namensfindung beeinflusst. „Inner City Records“ sind 1976 gegründet worden von IRV KRATKA und ERIC KRISS. Der eine wird auch als der „Godfather des Karaoke“ bezeichnet, der andere war ein Plattenproduzent und beide haben ihre Liebe zum Jazz erweitert um die Themenbereiche Fusion-Jazz und Avantgarde. Und es kommt noch ein dritter Name ins Spiel: Den Londoner DJ KEV BEADLE darf man getrost als „Indiana Jones unterwegs in Sachen Musik“ bezeichnen, ein Archäologe stets auf der Suche nach verschollenen Raritäten.

Jetzt hat er also die Aufgabe bekommen, im Archiv von Inner City Records zu wühlen und ein paar Schätzchen zu Tage zu fördern. Also denn – hinein mit Vergnügen ins 16teilige Abenteuer „The Best Of Inner City Records“! Alleine beim Lesen der Namen auf dem rückwärtigen Digipack-Cover lächelt der Jazz-Kenner und gleich das erste Stück „Hunt Up Wind“ macht seinem Namen alle Ehre - ein erfrischender Fusion-Funk-Auftakt, den die beiden Japaner HIROSHI FUKUMURA (Posaune) und (einer meiner Jazz-Lieblinge) SADAO WATANABE (Saxophon) mit ihrem exquisitem Spiel schmücken. Zu den einzelnen Tracks gibt es im aufklappbaren Digpack-Cover die jeweilige personelle Besetzung. Im Titelsong des gleichnamigen Album des japanischen Duos sind u. a. HARVEY MASON (drums) und CHUCK RAINEY (bass) mit von der Partie, Gitarrist CORNELL DUPREE verziert den gutgelaunten Groove mit starken invertierten Funk-Akkorden.

Der Jazz-Fusion-Funker „Send Me Your Feelings“ (mit dem Kultgitarristen David Spinozza) vom japanischen Jazz-Trompeter TERUMASO HINO darf getrost als eine der Sternstunden des frühen Acid-Jazz genannt werden. Eine kleine Perle für alle, die gerne die Musik von „Incognito“ oder „Jamiroquai“ hören. Das JANET LAWSON QUINTET habe ich schon vorgestellt mit dessen 1981er  Studio Album. Hier gibt es das Stück „So High“. Und lange bevor ein Michael Buble oder ein Jamie Cullam die Bühne betraten, gab es Sänger wie TOM LELLIS, der mindestens das gleiche Niveau der heute bekannten Größen besitzt, aber damals war Jazz noch kein Massenprodukt und die Vertriebswege lange vor den goldenen Zeiten des Internet auch noch nicht so weitverzweigt wie in heutigen Tagen. JEFF LORBER war schon immer einer meiner Fusion-Lieblinge gewesen, der US Keyboarder konnte in den 70er Jahren als einer der Ersten schwarze und weiße Musikfans gleichermassen begeistern. Ich weiß noch, wie mir ein im Jahr 1978 In Deutschland stationierter “farbiger” US Soldat begeistert mit dem 1977er Lorber-Debüt-Album unter der Nase herumwedelte. Hier auf dem Sampler gibt es „The Samba“ und „Curtains“ vom zweiten Album des US Musikers. Bossa-Jazz fabrizieren Kult Vocal Jazz Sängerin HELEN MERILL und ihr Orchester mit „Vera Cruz“. JOE LEE WILSON besingt die „Return Of The Prodigal Son“ – toll swingender Latin-Jazz-Soul und was hatte der Mann für eine Stimme, da ist heute weit und breit niemand mit diesen Qualitäten zu sehen! Der Mann ist mit Gospel Musik gross geworden und singt so göttlich, dass ihm – 2011 verstorben im Alter von 75 Jahren – mit Sicherheit ein Platz im Himmelschor gewiss ist. Einer meiner persofaves des Albums!

Das raue Organ von Satchmo lässt grüssen mit „Jeannine“, aber es ist EDDIE JEFFERSON, der hier mit kräftiger rauchiger Stimme durch den Song führt. Der Hammer, was BILLY HART (drums), HAROLD MABER (piano) und GOERGE DUVIVIER (bass) im Hintergrund für ein beboppiges Rhythmus-Geflecht hinlegen. Der Trompeter-Samurai TERUMASO HINO ist noch mal dran mit dem latin-jazzigen Tempo-„Samba De La Cruz“, exzellentes Piano-Solo von HARRY (nein, nicht Roger) WHITAKER. Knackigen Jazz-Funk führen der Gitarrist KELLIS ETHRIDGE und seine Band im “Quickie Nirvana” vor – unglaublich, dass es von diesem Supergitarristen nur ein einziges Solo Album (1979: Tomorrow Sky) gibt.

Dann folgt die Meisterin des jazzigen Scat-Gesangs: Was die polnische Vokalistin URSZULA DUZIAK (sprich: Urschula Dutziack) im Stück “Shenkansen” in atemberaubendem Tempo herunter rattert, hat einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde verdient. Da möchte CARLOS FRANZETTI nicht nachstehen – der argentinische Filmkomponist (hat u. a. die Musik für den 90er Jahre Film „Mambo Kings“ geschrieben) und leidenschaftliche Jazzer gönnt seinem Piano keine Ruhepause in „Pandora“. Ganz am Ende kommt mit dem Slow-Jazz-Funk-Schmuckstück „To An Elfin Princess“ von CHARLIE MARIANO ein würdiger Album-Abschluss, der wahrscheinlich sogar den Romanautor J.R.R.Tolkien zum Jazz Fan hätte werden lassen.

FAZIT: Tolle Zeitreise zu den Anfängen des Acid-Jazz, als dieser Begriff allerdings noch gar nicht geboren war und als kongenialer Mix aus Latin-Jazz-Funk-Easy-Listening-Soul unterwegs war. 16 tolle Schätzchen aus dem Archiv von „Inner City Records“ und ich frage mich, was wohl noch so an hochkarätigen Perlen in der Label-Kiste auf einen Release wartet. Und ein grossartiges Lob von meiner Stelle an KEV BEADLE, der – auch was den dramaturgischen Ablauf der Zusammenstellung betrifft – eine superbe Auswahl getroffen hat. Und mit dem exzellenten Notendurchschnitt von 1,765 ist “The Best Of Inner City Records” schon jetzt im Februar einer der Anwärter auf den Titel “Album des Jahres”!

VÖ: 18.03.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung:  K K K K K K K K K K

Die Webseite des veröffentlichenden Labels: http://www.bbemusic.com/

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RALPH ALESSI “QUIVER”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

AMBIENT JAZZ

Für Fans von: Mark Isham - Chris Botti - Kyle Eastwood

USA (KALIFORNIEN)

Routiniert gespielte ruhige Geschichte, die der US Jazz Trompeter RALPH ALESI erzählt auf seinem neuen Album “Quiver”. Wie man es von den meisten Produkten des deutschen Labels ECM Records kennt. Wundervolle Musik für melancholische Herbstabende oder eiskalte Winternächte, in denen ein Cognac, ein Lagerfeuer oder eben Songs wie “Window Goodbyes” oder “Here Tomorrow” Seele und den Geist erwärmen. Weil aber der Frühling ins Haus steht, gehen mir die 10 Kompositionen irgendwo am Allerwertesten vorbei und ich nehme mir vor, das Album des kalifornischen in New York tätigen Schuldirektors an der von ihm gegründeten “School For Improvisational Music” allenfalls noch mal im kommenden Oktober in den Player zu legen. Wie auch immer - Anspieltipps sind “Smooth Descent” und der Titelsong. Und: Der 2013er Vorgänger “Baida” war viel aufregender!

Ralph Alessi - Quiver

VÖ: 26.02.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web:  http://www.ralphalessi.com/  &  http://www.coastaljazz.ca/ralph_alessi_quartet

TOURDATEN

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WEBER “AUTUMN DANCE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  

Weber - Autumn Dance

TRACKLISTING:

01.  Resurrection Blues (Tutu)
02.  Apres La Mousson
03.  Shape Of My Heart
04.  Monkey Business
05.  Autumn Dance
06.  Face In The Crowd
07.  Fireplace

Label: Sonic Market
Web: zurzeit nicht aktiv

MODERN JAZZ

Für Fans von:  Grover Washington Jr - Steve Gadd - Steps Ahead

DEUTSCHLAND

Ein anerkennendes „Aaahhh!“ entspringt meinen Gedanken, als ich die ersten Töne vom „Resurrection Blues“ höre. Der in Klammern angefügte Beititel „Tutu“ verrät natürlich die Inspirationsquelle, der die Grundidee des Stücks entstammt. Bei WEBER handelt es sich um ein Modern Jazz Quartett aus Deutschland, bei dem Namensgeber Roland Weber am Schlagzeug sitzt und – großes Erstaunen – sogar singt. Singende Perkussionisten oder Schlagzeug sind gerade im modernen Jazz eine Rarität. Der Auftakt ist ein phantastisch klingendes kleines Meisterwerk, das mit spielerischer Eleganz und verführerischen Slow-Grooves begeistert. Wenn ich einem Stück sehr selten die Höchstnote vergebe beim ersten Hören, so ist das hier bei dieser (von Marcus Miller und Cassandra Wilson komponierten und auf dem 1999er Album “Travelin’ Miles” platzierten) Cover Version auf jeden Fall angesagt.

<the cold clear night - stillness before the light - the blues move thru - resurrective beyond to you - the song sleeps inside you - till you call it out> singt der Chef und schließt das erste Kapitel von „Autumn Dance“ Nicht weniger lebhaft, sogar noch eine Spur filigraner startet „Apres La Mousson“, eine von 5 Eigenkompositionen. Ein ganz starkes Solo gibt es zu hören von Pianist MARTIN SASSE, der sich relaxt vom Groove treiben lässt, dann das Tempo schlagartig anzieht, wieder zurückfällt mit versierten Anschlagsverzierungen und erneut eine Kostprobe seiner exzellenten Rhythmik gibt. Wem der Name des Pianisten bekannt vorkommt, er hat schon in Formationen von Till Brönner, Billy Cobham oder dem Gitarristen Tommy Emmanuel mitgewirkt. Saxophonist ALBERTO MENENDEZ darf sich im zweiten Teil des Stücks austoben. Der Musiker hat bisher ein Solo Album veröffentlicht, spielt in der Band von „Uwe Ochsenknecht“ und hat sogar schon in der Truppe des Salsa-Star-Pianisten Eddie Palmierie mitgewirkt. Komplettiert wird das Line Up von Bassist KONSTANTIN WIENSTROER, der den „Sting“-Klassiker „Shape Of My Heart“ mit einem schönen lyrischen Solo untermauert. Modern Jazz mit einer Portion Romantic Flavor und Roland Webers Stimme passt toll zum gefühlvollen Ambiente. Eine Nummer, wie sie „Sadé“ Fans gefallen dürfte, weil auch hier weichgezeichnete sonorore Saxophon-Licks den Raum zwischen den Strophen erwärmen. Auch der Titelsong und „Face In The Crowd“ überzeugen auf ganzer Linie mit ihrem Mix aus gutgelauntem Modern Jazz und relaxten Vibes, die ansatzweise zwar in die Ecke „Smooth Jazz“ hinein schielen, aber zu keiner Zeit mit der kitschigen Atmosphäre einer belanglosen Fahrstuhlfahrt konform gehen. Als besonderer Gast ist auf dem Album der im Alter von 2 Jahren erblindete Keyboarder JÖRG SIEBENHAAR zu hören.

VÖ: 03.01.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  Keine aktuelle Webseite des Quartetts bekannt - Bezugsmöglichkeit bei amazon

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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