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Hier gibt es Rezensionen von Pop Alben, die im 1. Quartal 2011 erschienen sind. Hier stehen u. a. Infos zu den Alben ”Sundays In New York” von TRIJNTJE OOSTERHUIS aus der Niederlande, “Famebreaker” von RETURN TO MONO, “21” von ADELE, “Rolling Blackouts” von THE GO! TEAM, “The Night Before” von HOOVERPHONIC aus Belgien, “Seefahrerherz” von MEIKE KOESTER aus Braunschweig, “Charm School” von ROXETTE, “Wounded Rhymes” von LYKKE LI, “Opticks” von STARPOST und “Diskussionen mit dem Eisberg” von TON aus Deutschland. Mit einem Klick auf den Pfeil neben dem Album Titel kommst Du wieder zurück zur Übersicht.

Pop CDs 2011 - 1

POP CDs Übersicht

Gesamtübersicht

Startseite

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TRIJNTJE OOSTERHUIS “SUNDAYS IN NEW YORK” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Trijntje Oosterhuis - Sundays In New York

Funky geht’s los. Wem die Musik von „Earth, Wind & Fire“, „Al Jarreau“ oder „Deniece Williams“ gefällt, ist hier genau richtig. Die Niederlande haben bereits in den letzten zehn bis zwanzig Jahren durch tolle Soul & Funk- Scheiben, die zum Teil aber seltsamer Weise im restlichen Europa gar nicht veröffentlicht worden sind, auf sich aufmerksam gemacht (Wenn ich daran denke, dass Sänger wie „Seal“ so erfolgreich sind, aber dass den Niederländer Alain Clark fast niemand kennt, kann ich die Welt nicht begreifen). Vielleicht ändert sich das ja endlich durch die herausragende CD „Sundays In New York“. Es gibt hier phätte Bläsersätze, knackig-kristallklare Stakkato- Salven der Rhythmus-Gitarren, wunderbar akzentuiert eingesetztes Pianospiel und eine tolle Sängerin, die zudem auch optisch was her macht.

SOUL’N’POP’N’JAZZ

Für Fans von:  Jane Monheit - Ilse De Lange - Deniece Williams

NIEDERLANDE

38 Jahre alt ist sie geworden am 05. Februar – Trijntje OOSTERHUIS (sprich: Trei-entsche Osterhois) singt sich stilsicher durch Klassiker wie „Ain’t Nothing Like The Real Thing“ (im Duett mit Frank McComb) oder den Curtis Mayfield-Knaller „People Get Ready“, jazziges zelebriert sie im swingenden „Oh What A Beautiful Morning“ und in der ergreifenden Ballade „Trust In Me“. „Another Saturday Night” kommt überraschender Weise im lateinamerikanischen (luftigen) Cha-Cha-Kleidchen – mit dem jagenden „The Best Things In Life Are Free“ (tolles Piano-Solo!) hat sie auch noch einen traditionellen Standard im Gepäck und in „You And I“ holt sie abschliessend noch einmal tief Luft, um ihre stilistische Bandbreite zu präsentieren.

Wer jetzt denkt – ein neues Gesicht am musikalischen Horizont: Dem ist nicht so, weil die Sängerin bereits 1990 mit ihrem Bruder Tjeerd in der Band „Total Touch“ tätig war, im Gefolge von Candy Dulfer hat sie eine fast 2jährige Tour absolviert. Das Talent hat sie von der Frau Mama geerbt, diese war Violinistin im Amsterdamer Promenaden Orchester – „Sundays In New York“ ist bereits das 16. Album der in Amsterdam geborenen Interpretin. Eine CD, die in mehreren Schubladen untergebracht werden darf: Pop, Soul, Jazz – und bereits im Januar wage ich die Prognose: Dieses grossartige Album wird am Ende des Jahres eine der besten Veröffentlichungen sein, die 2011 von einer Sängerin getätigt worden sind. Begleitet wird Trijntje übrigens vom Clayton-Hamilton Jazz Orchester, das bereits für Diana Krall, Rosemary Clooney und John Pizzarelli tätig war.

VÖ: 15.01.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.trijntje.nl/

TOURDATEN

 

 

 

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RETURN TO MONO “FAMEBREAKER”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

INDIE POP

Für Fans von: Pretenders - B-52s - Eurythmics

USA (KALIFORNIEN)

Die Band aus San Francisco bietet pop-rockigen Indie-Crossover aus Madonna („Song Of The Beast“), B-52s, Chrissie Hynde (Pretenders) und den Eurhythmics (im Titelsong „Famebreaker“). Die Songs sind geprägt von der charismatischen Stimme der Sängerin Tanya Kelleher  & dem psychedelischen Sound der sich zwischen 60er & 90er Jahren ein pegelt. Ein Highlight zu benennen, ist schwierig, da jedes der 11 Stücke Charakter besitzt. Abwechslung ist Trumpf: „The Promise“ wurde mit Drum’n’Bass-Rhythmen unterlegt,  „Seeker Circuit“ kommt mit Salsa-Trompeten & Jimi-Hendrix-Gitarren-Licks - ebenfalls in der Rock-Disco einsetzbar. Der mysteriöse Dream-Pop-Schlager „Dreamer“ dürfte sogar Fans der isländischen Sängerin Björk gefallen. „Nightfall“ & „Caterpillar“ sind schleppende Garagen-Pop-Monster. Plus: Aufnahmetechnisch ein tolles Klangerlebnis

Return To Mono - Famebreaker

VÖ: 13. 01. 11

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://returntomono.wix.com/rtm-web-2

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

ADELE “21”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Adele - 21

Mit bluesigem Piano-Riff startet ADELE in ihre zweite Solo Scheibe „21“. Die bereits im November 2010 veröffentlichte Single „Rolling In The Deep“ startet die CD und zeigt, wo es lang geht. Hier ist eine Sängerin am Mikrofon, die ordentlich Dampf macht. Nach ihrem starken Debut stand natürlich die Frage im Raum: Würde es der 21jährigen gelingen, an den großen Erfolg des Vorgängers „19“ anzuknüpfen? Viel hat sich getan in der Zwischenzeit,  zu Beginn ihrer Karriere wurde sie als “Amy Winehouse” - Nachfolgerin abgestempelt, von diesen “Vorwürfen” hat sie sich letztlich frei geschwommen und 2009 hat sie sogar - obwohl andere favorisiert gewesen sind – einen Grammy in der Kategorie „New Artist“ abgestaubt.

GOSPEL POP

Für Fans von:   Jennifer Hudson - Leona Lewis

ENGLAND

Auch der zweite Song „Rumour Has It“ klopft am Anfang mit lauten Drums, mutet fast „gospel-poppig“ an, auch wenn ein – sonst in diesem Genre üblich - unterstützender Chor ausbleibt. Erinnert etwas an den Retro-Sound der 60ies. Worin mich auch das plötzlich einsetzende „Handclapping“ bestätigt. Klingt „very british, indeed”. Der plötzliche Tempowechsel zum Balladesken hin lässt mich an das Songwriting eines – inzwischen schon längst vergessenen – englischen Songwriters denken. Paul Ryan (der verstorbene Bruder des Ende der 60er Jahre erfolgreichen Sängers Barry Ryan) arbeitete mit ähnlichen Stilmitteln: Viel dramaturgisch aufgebauschtes Piano und unberechenbare Melodien.

Turning Tables“ ist eine feine Piano Ballade, wieder besticht ADELE mit tollen Vocals, dieses Mal unterstützt von sinfonischen Klängen. Auch die restlichen Lieder zeigen, dass die Engländerin zum Besten gehört, was sich derzeit auf dem britischen Pop Markt tummelt. „He Won’t Go“ erinnert mich am Anfang ganz kurz mit seinem Piano-Lick an einen Uralt-Rolling Stones Klassiker (“Monkey Man” von der 69er “Led It Bleed” Scheibe, entwickelt sich dann zum bisher besten Stück der CD. Guter rock-pop-souliger Groove. Das Drumming hat (gewollt oder nicht) minimale Elemente von Kraftwerk’s „Transeuropa Express“ abgestaubt.

Der oben noch vermisste Chor meldet sich dann zum ersten Mal in der Ballade „Take It All“. Wir bleiben in der Gospel- Ecke mit dem an die Songs von Dusty Springfield & Nina Simone erinnernden Groover „I’ll Be Waiting“. Monströs balladesk wird’s in „One And Only“ und das atemberaubende „Lovesong“ bedeutet eine Abkehr vom bisherigen Sound: Jetzt gibt es viel Gefühl (Adele singt auch in einer etwas tieferen Stimmlage) mit akustischer Gitarre und Akkordeon-Begleitung. Gute Abwexlung und ebenfalls einer der besten Songs der CD.  „Someone Like You“ ist eine weitere Ballade, in der sich Adele selbst mit einigen Piano-Arpeggios begleitet.

Die Käufer des iTunes Albums erhalten die Bonus Tracks „If Id Hadn’t Been For Love“ (toller unplugged Song, der Adele mit gedoppeltem starken Refrain-Gesang und einer bluesig gespielten akustischen Gitarre zeigt) und „Hiding My Heart” (ebenfalls eine gitarrenakustische Ballade).

FAZIT: Eine Platte, die Auseinandersetzung mit den Songs verlangt. Beim ersten kurzen Hinein hören dachte ich noch, na ja – nichts besonderes, aber als ich dann eine halbe Stunde später konzentriert zuhörte: Die Kehrtwendung. ADELE zieht den Hörer mit ihrem intensiven Vortrag mitten hinein in die Songs, aus denen es letzten Endes kein Entrinnen gibt. Ein bluesig- soulig-gospeliges Pop Album, dessen Songs Zeit brauchen zur Entfaltung - eindeutig besser als das Debut vor 2 Jahren!

VÖ: 21.01.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.adele.tv/

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THE VOLEBEATS “THE VOLEBEATS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

The Volebeats - The Volebeats

Welcome Back, Rock’n’Roll! Die Lieblingsband von Medien, Kritikern und Fans gleichermassen legt mit dem selbstbetitelten im Januar erschienenen Album ihr – ja das wievielte Album eigentlich - vor? Aber halt – da war doch was im letzten Jahr! Stimmt, es gab einen Kontakt über die MySpace-Seite zu einer Band aus Michigan in den USA, die “absofuckinlutely” nichts mit der Rockabilly & Rock’n’Heavy Truppe aus Dänemark (“Volbeat”) zu tun hat. Und die ersten Töne der 19-Track-CD bestätigen es: THE VOLEBEATS aus den USA spielen 60ies Pop- Rock’n’Roll in der Tradition der Monkees, Wilco oder Ryan Adams. Die Stimmen der beiden Songwriter & Sänger harmonieren fein miteinander und erinnern in Stimmführung & Ausdruck an die Unbekümmertheit des Roots Rock Songwriters Adam Green. 

INDIE POP

Für Fans von:  Wilco - Monkees - Hollies - Dave Clark Five

USA (MICHIGAN)

Die Songs sind kurz, haben Hitcharakter und wären in den 60er Jahren wohl auch schnurstrax in die Charts marschiert, darauf ein kräftiges „Ba-Bah-Bappa-Bah“ aus „Me And You“. Der Auftakter „With You“ begeistert als akustischer Rock’n’Lo-Fi-Roller, „Empty Streets“ und „Dreams Come True“ kommen direkt aus der Schublade “rootsiger Americana-Country”, „What You’ve Been Saying“ ist ein romantisches Pop-Stückchen, „Kathleen“ ein wimmerndes Pedal-Steel-Kleinod, in „You’re Wrong“ werden sogar die Gründerjahre der britischen “Beatles” wieder belebt. Und am Ende jauchze ich & zelebriere ein „Welcome Bubblegum-Pop“ in den Nachthimmel. Auch wenn die Musik lange nicht die kitschigen Qualitäten der Legende “Ohio Express” erreicht, THE VOLEBEATS aus den USA kredenzen ein vielseitiges Pop-Rock-Country-Album, auf dem es viel zu entdecken gibt. Eine Fundgrube für entwicklungsfähige Indie-Retro-Pop-Fans & Liebhaber der 60ies.

VÖ: 07.01.11

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: https://www.bloodshotrecords.com/artist/volebeats

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THE GO! TEAM “ROLLING BLACKOUTS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

The Go Team - Rolling Blackouts

Eine Rockgruppe hatte ich erwartet (wahrscheinlich hat mich der Albumtitel “Rolling Blackouts”  zu dieser gar nicht abenteurlichen Denkweise verleitet), aber was mir im ersten Track „T.O.R.N.A.D.O.“ entgegenschallt sind schräge Trompetentöne, Hip Hop Stammesgesänge & spassiger Noise-Core, wie es ihn in den 80er Jahren auf den ersten innovativen Platten der US-Rap-Gruppe Public Enemy gegeben hatte. Die Geburt “des heiteren Songs” wird gefeiert im “Secretary Song” - herrlich schräg - 60er Bubblegum-Pop-Klänge, die sich mit Indie-Rock paaren. Wer oder was ist das GO!TEAM? Bei der Formation handelt es sich um ein multikulturelles Sextett aus dem englischen Brighton, das 2000 gegründet wurde und sein erstes Album “Thunder! Lightning Strikes” sogar in der elterlichen Küche aufgenommen hat.

INDIE GARAGENPOP

Für Fans von:  Ruckus Roboticus - Gymn Class Heroes - Kid Loco

ENGLAND

Im Sample-Gewitter von „Apollo Throwdown“ kann ich Phillysounds, Cheerleadergesänge &  noise-poppige Elemente, wie sie im japanischen Visual Kei allgegenwärtig sind, ausmachen. Ein mitreissender Song, der wohl die meisten der Pop-Songs, die ich bisher im jungen Jahr gehört habe, in den Schatten stellt. Die Titel tragen lustige Namen wie „Lazy Poltergeist“ oder „Super Triangle“, sind gut tanzbar, zwei instrumentale Nummern zum Schwelgen gibt es ebenfalls mit der „Bust-Out Brigade“ und dem „Yosemite Theme“ und wer sich einmal anhören möchte, wie fein ein Ennio Morricone Thema zu „modern-indie-hop-stylee“ mutieren kann, sollte sich „The Running Range“ antun. FAZIT: Wunderbarer Noise-Hip-Pop aus dem United Kingdom. Pop – Grime – Phillyklänge – Rap & eine Menge fröhlicher Teenie-Vibes – alles in einen Topf geschmissen und wir haben die Musik des GO! TEAMS: Der bunte, spacig-psychedlisch-poppige Farbklex fürs Jahr 2011! Wer für die 60er, 70er, 80er & 90er schwärmt, bekommt hier alles auf einmal! Aber: Einfach strukturierte 08-15-Radio-Antenne-Bayern-Hörer – Finger weg – denn es könnte Euer musikalisches Bewusstsein tief erschüttern!

VÖ: 31.01.11

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.thegoteam.co.uk/ 

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HOOVERPHONIC “THE NIGHT BEFORE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

ALTERNATIVE POP

Für Fans von: Mazzy Star - Sneaker Pimps - Morcheeba

BELGIEN

HOOVERPHONIC aus Belgien werden leider noch als Trip Hop Gruppe kategorisiert, doch was sie hier bieten auf der aktuellen CD „The Night Before“ ist Schmacht-Pop mit Anleihen an die 70ies, 90ies & vor allem die 60ies. Der Titelsong kommt mit ohrwurmträchtigen Melodiebögen, die vor allem eines fordern: Noch mal hören & noch mal hören! Auch die Ballade „Heartbroken“ wildert in den 60ern und es ist die starke Stimme von Sängerin Noemi Wolfs, die alle 12 Tracks charismatisch dominiert. Weitere Highlights: „One Two Three“, der Mega-Song “Encoded Love” und das ambiente “Danger Zone”. Fazit: Tolle Alternative Pop Scheibe, bei der ich aufgrund der Spielzeit von 38 Minuten das digitale Album (dort gibt es sogar noch die Original Version "Norwegian Stars" als Bonus-Track) vorziehen würde.

Hooverphonic - The Night Before

VÖ: 11. 01. 11

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.hooverphonic.com/

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SMITH WESTERNS “DYE IT BLONDE”

BRANDON HEATH “LEAVING EDEN” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Smith Western - Dye It Blonde

Ein bisschen Oasis und noch
mehr Beatles – Max Kakacek singt
wie der leibhaftige John Lennon – aufgenommen wurde während eines kalten Winters im eigenen zum Studio umfunktionierten Hobbykeller 

Brandon Heath - Leaving Eden

Romantische zeitgenössische
christliche Pop Musik und super produziert. Die 12 Songs von BRANDON HEATH aus Tennessee gefallen allen Fans von Nik Kershaw, Gary Barlow oder Ronan Keating.

VÖ: 18.01.11

Empfehlung: K K K K K K K K K K

VÖ: 18.01.11

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Info: Die Band hat sich 2014 aufgelöst

Webseite: http://brandonheath.net/

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MEIKE KOESTER “SEEFAHRERHERZ”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Notendurchschnitt 1,775 für eine ganz starke Scheibe von MEIKE KOESTER - Seefahrerherz ist bereits jetzt eine der besten Pop-Scheiben des Jahres 2011

Kennen gelernt habe ich die Sängerin MEIKE KOESTER kurz auf der Musikmesse in Frankfurt, als sie – alleine mit ihrer akustischen Lakewood-Gitarre “bewaffnet” – eine hinreissende Performance bot und das anwesende Publikum an mehreren Tagen regelrecht in den Bann zog. Bereits die eine Live mitgeschnittene DVD, die es von der Songwriterin aus Braunschweig gibt, ist empfehlenswert. Jetzt liegt ihre brandneue CD vor und meine Erwartungen waren natürlich gross. Das Album „Seefahrerherz” bietet 15 neue Songs (60:43 Minuten) – normaler Weise nehme ich mir bei jeder neuen Scheibe einer Gruppe oder eines Interpreten einige der älteren Werk vor, bevor ich mich dem Aktuellen widme. In Ermangelung von Zeit stürze ich mich aber dieses Mal sofort auf die neue CD.

SONGWRITER POP

Für Fans von:  Luthea Salom - Katharina Franck - Alexandra Slate

DEUTSCHLAND

Nach dem Titelsong “Seefahrerherz”, den  MEIKE KOESTER alleine mit akustischer Gitarre bestreitet, gibt es mit „Mach die Leinen los“ die erste Überraschung. Ein astreiner, wundervoller Pop-Song mit Chart-Potential, im Duett gesungen mit Andres Bermig, die Stimmen passen gut zueinander, feine Harmonien, tolles Song-Arrangement

Die weiteren Songs im Einzelnen: „Müde und sehnsüchtig“ - romantisch – melancholisch – dafür sorgt vor allem das begleitende Piano, die Gitarre gleitet hinein in das Lied mit akzentuierten Akkorden, die den Rhythmus vorgeben (die von Wolfgang Herbst gespielten Piano-Licks erinnern in diesem Moment schaurig-schön an den Klassiker „Just The Way It Is“ von Bruce Hornsby – Gänsehautfeeling pur!) und unsere Hauptperson bietet eine starke Performance. Was für eine Stimme! Nach 03:47 Minuten Climax & Auflösung mit “offenem” Akkord.

Under My Blanket“ ist einer von zwei englischsprachigen Songs – schöne luftige Vibes! Engineer Olaf Reitmeier hat hier selbst zur Akustikgitarre gegriffen. Auch klasse: Das “zarte” Vocal Backing, das sich Meike mit dem Cajon-Spieler Christian Prescher teilt  – für den andächtigen Zuhörer klingt es, als ob sie singt, ohne Luft zu holen und dabei ganz locker zwischen Bruststimme & Falsetto hin und her gleitet – tolles Stück. „Unterwegs“: Christian wechselt (wie bei drei weiteren Songs) zum Schlagzeug. Dass sie mit dem Wah-Wah- Effektgerät umgehen kann, davon kann sich jeder bei ihren Live-Performances überzeugen, hier treibt Meike damit den Song voran – die “neue” deutsche Rock-Pop-Queen? Dürfte Sheryl Crow- oder gar Bonnie Raitt-Fans gefallen!

Wenn die Liebe stirbt“ ist ein zartes Liebeslied, das durch das wundervolle Arrangement, den Klang einer Sitar, diverse Perkussionseffekte (Udu Drum, Cajon, Shaker) und die intensiv-gefühlvolle Gesangperformance ein dickes Fundament aufbaut und hier zeigt sich auch, was für eine erstklassige Gitarristin die Braunschweigerin ist. Meike Koester stellt mit diesem Stück das zweite Gänsehaut-Monster ihrer neuen Scheibe vor. Sechs magische Minuten für die Pop-Ewigkeit. Mit dem weinerlichen Sound einer Pedal Steel Gitarre (gespielt von Matthias Schmidt, der ansonsten für das Akustik-Duo “Etage.2” tätig ist) beginnt „Zeig mir den Sinn“. Das Stück entwickelt sich zum zauberhaften “Folkie”.

Der grösste Aufwand wurde im „Brief an deine Mutter“ betrieben: Violinen, Viola, Cello, Posaune (gespielt von Nils Wogram) veredeln die ruhige Rock-Pop-Ballade, bei der ich beim ersten Zuhören sogar vergessen habe, durch zu atmen. Ich kann mir direkt vorstellen, wie dieses Lied die Fangemeinde während eines Konzerts in den Bann ziehen wird. Und Meike – singt sensationell gut – Gänsehautstimmung # 3, die auch vom fantastischen Streicherarrangement hervorgerufen wird. Hat, als Posaunist Wogram einsetzt, sogar etwas “chansonesques” und erinnert mich an einen älteren Titel von Patricia Kaas, dessen Name mir hier aber leider nicht einfällt.

Nach der ruhigen, akustischen Solo-Performance in „Schatten“ gibt es auch einen interessanten jazzigen Beitrag. Und zu meiner Überraschung verwandelt sich der jazzige „Schmetterlingssammler“-Groove plötzlich in ein forderndes, rockiges Up-Tempo. Zum zweiten „Engländer“ „Whatcha Gonna Do Now“ muss nicht viel gesagt werden, der Song hat internationales Hitformat & dürfte auch jeden Ami “vom Hocker hauen”. Kurz bevor das Schiff wieder in den Hafen einläuft, gibt es das „Seefahrerherz“ noch einmal in der akustischen Solo Version und am Ende zeigt sich die Vielseitigkeit der Braunschweiger Musikerin ein weiteres Mal, indem sie humorvoll die 50er Jahre im Seemannsgarn-Cajun-Rockabilly-Crossover „Alles in allem“ auferstehen lässt.

 INFO: Die „Seefahrerherz“ Grafik auf dem Cover stammt von einem Braunschweiger Künstler, dem Grafiker & Maler Tom Wöltge. Das Album selbst ist mit einem 16seitigen Booklet mit allen Texten & Musikerangaben ausgestattet & das abziehbare Tattoo-Bildchen mit dem Cover-Motiv belohnt den Käufer der CD.

FAZIT: MEIKE KOESTER hat mit „Seefahrerherz“ eine der besten Pop CDs des Jahres 2011 aus dem Ärmel geschüttelt. Und nach dem ersten kurzen Kennen lernen im April 2009 habe ich die Braunschweiger Musikerin als sehr gute Gitarristin, Songwriterin & Performerin in Erinnerung, mit diesem Album setzt sie auch als erstklassige Sängerin eine dicke phätte Duftnote.

VÖ: 25.02.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.meikekoester.com/

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ROXETTE “CHARM SCHOOL”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Roxette - Charm School

DAS soll die neue ROXETTE-CD sein? Unglaublich. Meinen Nachbarn hätte es fast vom Autositz gehauen, als ich ihm den ersten Song vom neuen Album des Schweden- Zweiers vorspielte? Aber von Anfang an: Beginnen tut’s mit einer Software-Maultrommel, nach 6 Sekunden startet ein Rhythmus, der mich in Struktur und Arrangement an die Strophe „All We Are Saying“ von Lennon’s „Give Peace A Chance“ erinnert. Fast hätte ich sogar mit gesungen. Nach 40 Sekunden stehen dann plötzlich Harmoniegesänge im Raum, wie sie die britische Popgruppe  „Hollies“ berühmt gemacht haben. Wiederum nach 50 Sekunden die nexte Überraschung – der anfängliche Rhythmus hat sich jetzt in einen hardrockigen „We Will Rock You“ – Groove verwandelt, die Hollies- Harmonien bleiben.

POP MAINSTREAM

Für Fans von:  Ace Of Base - The Corrs - Titiyo - A-Ha

SCHWEDEN

Da hat er aber 100%ig „auf Nummer Sicher gehen“ „komponiert“. Per Gessle ist der Chefkoch, der alle Gewürze auf einmal in einen Topf schmeisst und heraus kommt ein leckeres schwedisches Gumbo. Nach kurzen 02:39 Minuten ist Schluss mit Lustig. Marie Frederiksson meldet sich zum ersten Male mit „No One Makes It On Her Own“, einer schönen melodramatischen Midtempo-Power-Pop-Ballade. Sie singt gut – vor allem im dramaturgischen Ende. Der Hit „She’s Got Nothing On (But The Radio)“ ist ja bereits im Januar 2011 veröffentlicht worden und hat die Roxette-Community wärmstens vorbereitet auf die neue CD. Ein guter „Inxs“-Riff mit brit-poppigen Harmonien, mitreissender, treibender Pop-Rock-Dancer! „Speak To Me“ beginnt mit romantischer Atmo, hätte der gute Per (die schnarrende Stimme ist doch etwas gewöhnungsbedürftig) allerdings die Marie singen lassen, was sie dann auch nach 60 Sekunden tut und von da an ist es ein guter Song. „I’m Glad You Called“ ist lahm, „Only When I Dream“ besser – gefällt allen 80er Synth-Pop-Fans (z. b. “Eurhythmics”) und “Dream On” tendiert zur Country-Pop-Smokie-Schiene – kann von DJs sogar eingesetzt werden, um Tür an Tür mit Alice einen ordentlichen Disco-Fox zu tanzen. Sehr schön auch der nach 60er Jahre klingende spinettige („Madmoiselle Ninette“) Keyboard-Sound.

Natürlich ist auch eine Gruppe wie Roxette von Lady Gaga & Konsorten beeinflusst, daher gibt es hier auch mit „Big Black Cadillac“ eine Electro-Pop-Retorten-Nummer, die wohl auch ein mittlerer Hit werden dürfte - bei den Fans des Duos auf jeden Fall. Ob die Marie diesen Song Live auch im „fleischigen“ Outfit präsentiert. Wäre interessant. Die Figur dazu hat sie allemal! Eine „Walzertakt-Ballade“ gibt’s mit „In My Own Way“ – ist okay, aber das Arrangement ist langweilig. „After All“ beginnt mit Piano, zitterndem Gitarren-Vibrato (im linken Kanal) und auf der „2“ betonendem (im rechten Kanal) Akkord. Hat das jemand verstanden? Okay, auch egal, es gibt passenden Beatles-Sound (wieder links) und dazu eine Menge „Oohs“ und „Aaahs“ und „Bab-Bab-Babs“ (im rechten Kanal). Für alle Fans der Fab Four, die „Abbey Road“ liebten. Mir jedenfalls gefällt der schöne Klone! Nach (dem ebenfalls wieder langweiligen) „Happy On The Outside“ gibt es den ruhigen Abschluss „Sitting On Top Of The World

Achtung bei der Bonus-Live-CD: Hier gibt es 12 Songs, die Live aufgenommen wurden bei Konzerten Im russischen St. Petersburg und im schwedischen Halmstad – es ist laut, es kracht und es ist hektisch. Der Sound kommt nicht so wuchtig wie auf der Studio-CD, aber die Aufnahmen zeigen, dass Roxette keinesfalls eine Retortengruppe sind, sondern ein Act, der Live lebt & authentisch ist. Die Bonus-CD sollte – je nach Stimmung genossen – eigentlich jedem Roxette-Fan gefallen, zumal es hier auch die älteren Klassiker („Joyride“, „The Look“ oder das weniger im Radio gespielte „Wish I Could Fly“) gibt, die durchaus überzeugen.

FAZIT: Marie ist gut in Form, ob das Max Mutzke wusste, als er ihr vor zwei Jahren den Song “Marie Marie” auf den Leib schrieb (okay, war jetzt ein Scherz, bitte nicht glauben) Musikfans, die in den 80ern stehen geblieben sind, werden begeistert sein und alle Anderen, die mit der Zeit gegangen sind, sollten sich die Highlights anhören und entscheiden, ob ihnen das  reicht, um das komplette Album zu kaufen.

VÖ: 11.02.11

Verfügbar: CD & Vinyl & Deluxe CD & MP3 Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.roxette.se/

TOURDATEN

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JAMES BLAKE “JAMES BLAKE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

James Blake - James Blake

Faszinierend habe ich zugehört – ich glaube, es war mitten in der Nacht – als plötzlich der Videoclip mit der emotionalen Lo-Fi-Downbeat-Ballade „Limit To Your Love“ über den Bildschirm „blubberte“. Interessante Stimme – starker Song – einer, der infiziert und sich tief eingräbt, wenn man ihn paar Mal hört. JAMES BLAKE hat sich bisher auf der britischen Insel einen Namen gemacht als Produzent künstlerischer „non- mainstream“-konformer Geschichten. Die Debut CD hat er über sein eigenes Label veröffentlicht - 11 Stücke gibt es (bei einer kurzen Spielzeit von 38:16 Minuten) und bereits der Auftakt „Unluck“ ist ein schweres Emo-Geschoss, das Antenne-Bayern Hörer, die vom Hit begeistert sind und sich deswegen die CD gekauft haben, ratlos ihrem Schicksal überlässt.

KUSCHEL  POPE

Für Fans von:  Pere Ubu - Burial - Siouxsie And The Banshees

ENGLAND

In „The Wilhelm Scream“ gibt es pochende verhallte Geräusche, die suggerieren, dass sich der Hörer gerade tief unten am Meeresgrund in einem überdimensionalen U-Boot befindet, dazu schwebt der triste Keyboard-Sound – die verlorene Einsamkeit wird durchbrochen durch die Stimme von Blake, die geisterhaft durch die engen, kühlen Gänge flattert. Ist eines der Highlights der CD.

In den restlichen Stücken gibt es nicht viel Abwexlung: „I Never Learnt To Share“ bleibt ruhig-düster, die Musik besteht überwiegend aus antiquierten auf- und abschwellenden Keyboard-Sounds, wie sie die 80er Heimorgeln von sich gegeben haben. Er arbeitet mit Loops, Sample-Schleifen und verqueren Minimal-Akkorden. Sehr experimentell das Ganze! „Lindisfarne I“ & „Lindisfarne II“ bringen den Einsatz von Sequenzern & Oszillatoren & erinnern stark an die Musik des 70er Avantgarde Gitarristen Steve Hillage, ohne jedoch dessen komplexe Virtuosität zu erreichen. Nach dem oben bereits erwähnten Hit gibt es weitere experimentelle avantgardistische Sounds (das Wort „Song” nehme ich jetzt  einmal bewusst nicht in den Mund) und ich stelle mir gerade im Geiste die erstarrten Blicke von Musikfans vor, die sich das Album aufgrund des Hits gekauft haben – aber eventuell gibt es ja introvertierte Hörer, die im Kuschel-Avantgarde von James Blake ihr Seelenheil finden.

I Mind“ ist voll mit gegeneinander laufenden Akkorden & zarten perkussiven Beats, die von modulierenden Stimmen und nebeligen Melodien umrahmt werden. Im abschliessenden „Measurements“ hat der Songwriter sogar so etwas wie einen Nachfolger für den Erfolgstitel gezaubert – das Arrangement des Gesangs ist interessant, die Background-Beschallung allerdings wieder sehr gewöhnungsbedürftig.

FAZIT: Keine Platte für Suizidgefährdete – James Blake bietet 11 ruhige, experimentelle wabernde Keyboard-Balladen – sehr ungewöhnlich & je nach Tagesform – langweilig. Erfolgversprechender Einsatz ist möglich bei Schlafstörungen. Tipp: In die Kiste legen, CD in’n Discman – Augen zu – konzentriert zu hören und zehn Minuten später – chrrrrrrr.............

VÖ: 07.02.11

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://jamesblakemusic.com/

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LENA “GOOD NEWS”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Lena - Good News

Keiner polarisiert mehr wie Lena (Meyer-Landrut). Beim Portal von amazon gab es binnen kürzester Zeit nach dem Release des neuen Albums über 100 „Fachrezensionen“ zur neuen CD. Irgendwie bin ich froh, nicht in ihrer Haut zu stecken. Jeder will was von ihr in irgendeiner Form. Hier ein Autogramm, dort ein Interview, hier ein TV-Auftritt, da ein Statement und egal, was sie sagt, die Neider hetzen weiter und die Fans lassen sich keine Kritik aufzwingen. Jetzt liegt es auch noch in ihrer Verantwortung, die Eurovision Krone zu verteidigen. Optisch hat sie sich auch verändert und der erwachsenere Look steht ihr saugut. Die Frage ist: Inwieweit ist die Unbekümmertheit, mit der sie sich erfolgreich durch ihr erstes Album gesungen hat, erhalten geblieben?

POP

Für Fans von:  Sara Bareilles - Kate Nash - Britney Spears

DEUTSCHLAND

Das Album „Good News“ besteht aus 12 Songs, die allesamt dazu gedient haben (genialer Marketing-Trick übrigens), an zwei Abenden bundesweit vorgestellt zu werden, weil einer davon letzten Endes das goldene Ei sein soll, mit dem Lena beim ESC im Mai ins Rennen geht. „Au! What Did I Do?” fragt sie sich denn auch selbst im Auftakt-Stück. Ein ruhiger „staksender“ Piano-Akkord führt hinein in den Song, der etwas nach den Kompositionen von „Sara Bareilles“, klingt, aber auch minimal die Beatles-Harmonien (die aber dann doch nicht kommen) der Spät- 60er aufbereitet. Ganz nett!

Gehaltvoller ist das schnellere „What Happened To Me“, die rhythmische Struktur besteht aus einem Mix aus Indie-Pop und leichtem Philly-Touch, der dem Stück auch schönes sentimentales Flair verleiht. Konzeptionell fehlt mir die Brücke, die (vielleicht sogar in einer anderen Tonart) den Refrain vorbereitet und so den Song dramaturgisch zum Höhepunkt führt, der so leider ausbleibt. Gewollt? Oder nicht besser gekonnt? Hätte man besser lösen können. Beim zweiten Anhören möchte ich immer „C’mon Eileen“ singen – ein anderer, aktuellerer Song fällt mir auch ein, der Titel ist mir gerade entfallen, muss ich nachreichen. Gut geklont auf jeden Fall, Herr Raab.

A Million And One“ – irgendwie weder Fisch noch Fleisch, ein Song, der aber mit Sicherheit auch wächst, je mehr man ihn hört. Trotzdem – zunächst einmal langweilig – und Lena’s Kopfstimme ist sehr schwach. Und sonst? In „Maybe“ haben wir sie wieder, die frische-fröhliche-lustige Lena. Interpretation ist gut, aber hier ist der Song schwach. „I Like You“ – ruhige Ballade, “Push Forward” nice & funky mit Bläsersätzen, “A Good Day” steht ihr besonders gut - ein schöner melancholisch-romantischer Schlager mit guter Performance von Lena – die „Rehab“- Glöckchen von Amy sind auch zu hören, „Taken By A Stranger“ würde sich gut als Opener eines filmischen Thrillers eignen, „At All“ hat rhythmisch ein bisschen von der Stimmung der Soul II Soul Grooves, während der Gitarrist ungeniert ein paar George-Bension-Fusion-Pop-Licks einwirft.

FAZIT: Kurzes Album (38:56), das Lena-Fans mit Freude annehmen werden – für alle anderen: Es gibt zurzeit Tausende von besseren Pop-Alben – lieber die kaufen, als dieses durchschnittliche Teil hier. Und da wir schon beim Vergleichen sind: Gegen das Rotkehlchen Edita Abdieski wirkt Lena wie ein kleiner Spatz auf einer Hochspannunxleitung. Und sind wir mal ehrlich: Musikalisch befindet sich Produzent Stefan Raab noch auf dem Stand wie vor 20 Jahren. Das mag ja gut sein, wenn man selbst ein bisschen Musik spielt, aber um Anderen eine moderne Produktion auf den Leib zu schneidern, da sollte es schon ein wenig mehr sein - hier zeigt der Entertainer allenfalls “dieter-bohlen’sche” Qualitäten.

VÖ: 08.02.11

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.lena-meyer-landrut.de/

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LYKKE LI “WOUNDED RHYMES”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POP

Für Fans von: Titiyo - Feist - Anna Järvinen

SCHWEDEN

„Youth Knows No Pain“ klingt nach kultigem 60ies-Underground-Pop. „I Follow Rivers“ hat eine interessantes Arrangement, die Hauptperson singt zweimal leicht neben der Spur, hat man es der Authentizität wegen nicht „ausgebessert“ beim Endmix? “Love Out Of Lust“ ist ganz nett, aber langweilig. Beim Versuch, eine 50ies Rock’n’Roll Ballade zu adaptieren („Unrequited Love“) machen sich gesangliche Schwächen bemerkbar (sowohl beim Solo- als auch beim Harmoniegesang). „Get Some“ ist der beste Song (habe ich im Februar bereits als Videoclip des Tages vorgestellt) und hat auch Lust gemacht auf dieses Album, das dann aber nicht die geweckten Ansprüche erfüllen kann. Fazit: Unterdurchschnittliches Album der Schwedin LYKKE LI – Tipp: Wem der Song „Get Some“ gefällt, sollte lieber auf die Maxi spekulieren, die neben dem Original noch ein paar gute Dancefloor-Remixe hergibt

Lykke Li - Wounded Rhymes

VÖ: 25. 02. 11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.lykkeli.com  

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RICKY MARTIN “MUSICA ALMO SEXO”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

LATIN POP

Für Fans von: Luis Enrique - Marc Anthony - Jon Secada

PUERTO RICO

Mit dem Dance-Pop-Fetzer „Mas“ (computergenerierte Perkussion mit Fader-Mix-Effekten) gibt der der puertorikanische Sänger RICKY MARTIN gleich zu Beginn seines neuen Studio Albums ordentlich Gas. Aber bereits das nachfolgende „Frio“ enttäuscht und genau dieses Muster zieht sich durch die gesamte CD. Ein gutes „Lo Mejor De Mi Vida Eres Tu“ (mit Natalia Jimenez als Gast) – ein langweiliges „Te Vas“ – wieder ein gutes „Tu Y Yo“  – und immer dann, wenn der 39jährige Steinbock seine Latino-Pop-Ader freilegt, gefällt es am Besten. Die Highlights: Der wundervolle Romantic-Pop-Hammer „Cantame Tu Vida“ und das soulige Duett „The Best Thing About Me Is You“ mit Joss Stone, die wie immer in TOP- Form ist. Am Ende steht mit Shine“ ein weiterer Pop-Dancer und der Reggaeton-Remix von „Frio“ mit den Gästen Wisin Y Yandel ist wesentlich besser als das Original

Ricky Martin - Musica Alma Sexo

VÖ: 25. 02. 11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.rickymartinmusic.com/ 

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STARPOST “OPTICKS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

INDIE POP

Für Fans von: Signals To Aircraft - Portishead - Lush

DEUTSCHLAND

Post aus dem All. „The Future Is Now“  ist der erste Beitrag der 10teiligen Sternenpost, die zwischen diversen Genres schwebt und sich schwerlich in eine einzige Schublade einordnen läßt. „Our Ghosts Will Chase You“ - eine Orgel spielt mystische Akkorde zum treibenden Sound, der sich in Dissonanz verliert, um nach kurzem Intermezzo wieder  mit „Castaway“ harmonisch zu verschmelzen. Eine akustische Gitarre startet die Reise, begleitet von der tollen Stimme von David Gabelaia, der ein bißchen an Bono, aber auch an Chris Hodgson von Supertramp erinnert. 4 Minuten chillige Extase, die sich im gefühlvollen „Glass Prism“ fortgesetzt. Vielseitigkeit ist Trumpf, das Stück entwickelt sich zum Prog-Pop-Hammer mit schwirrenden Keyboard-Melodien. Weitere Highlights: „Soldier On“ und „Caught In A Storm“ mit spacigem „pink-floyd”schem Gitarrensolo. Interessantes Debüt!

Starpost - Opticks

VÖ: 28. 02. 11

Verfügbar: CD

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.starpost-music.com/home.html 

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TON “DISKUSSIONEN MIT DEM EISBERG”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Ton - Diskussionen mit dem Eisberg

Wenn man einen Amerikaner auf Musik aus deutschen Landen anspricht, kommt meist das Statement: „Yes, Scorpions“, die älteren erinnern sich an das german Frollein Wunder „Nena“, an „Kraftwerk“ und – wenn der Musikfan ein eifriger Clubgoer war – an „Falco“ – wobei Herr Hölzl aber nicht wirklich ein Deutscher war. Dass es aber  in Deutschland Jahr für Jahr neue Acts gibt, die hochkarätig musizieren, wissen die wenigstens jenseits unserer Grenzen. Vor kurzem flatterte eine Promo CD einer Gruppe namens TON ins Haus. Beim ersten Hören schnell mal “gegoogled” - der Name bringt erst mal kein Suchergebnis, der Album Titel dann schon – und da überschlagen sich die Medien damit, sich mit Worthülsen wie „poetisch“ und “geheimnisvoll“ zu überbieten.

ALTERNATIVE POP

Für Fans von:  U2 - Fire In The Attic - Tocotronic

DEUTSCHLAND

“Geheimnisvoll” finde ich nichts an der Musik: Bei TON handelt es sich um ein Quartett, das auf der CD „Diskussionen mit dem Eisberg“ 12 Titel vorstellt, die alle im Bereich Rock & Pop angesiedelt werden können. Die Texte sind komplett abgedruckt im 8seitigen Booklet, was es dem Redakteur noch leichter macht, die Musik mit der Message zu vereinbaren. Tobias Röger heisst der Sänger, er verfügt über eine sonore Stimme, die sich sicher durch den Tonlagen bewegt.  Ihm macht das Singen spass, ganz deutlich zu hören in „Keine Zukunft Ohne deine Gegenwart“ (spontan könnte ich mir bei diesem Song sogar ein Mitwirken des deutschen Sängers Fabian Buch vorstellen) „Und dann kommst du“ beginnt mit phättem Punk-Pop-Power Gitarren-Riff, überhaupt ist es die intensive Kraft des Gitarrenstroms, der sich durch die Gesamtheit des Albums zieht, wobei die Band sicher mit Stimmungen umgeht, was natürlich auch auf das exzellente Songwriting von Tobias Röger zurück zu führen ist, der neben seiner „Ton“alen Karriere in der Vergangenheit bereits tolle Kompositionen für Cassandra Steen und Christina Stürmer abgeliefert hat. Am Ende steht – passend zum Songtitel - eine kleine technische Spielerei, die den Hörer kurzfristig befürchten lässt, seine CD sei kaputt gegangen.

Mein Fundament“ zeigt sich romantisch-melodiös – „Bruchstücke“ beginnt mit schöner Akkordstruktur, eingeleitet von der Gitarre, übernommen vom Piano, die Brücke vereint wieder beide Elemente und der Refrain ist einfach nur himmlisch gut zum „gänsehautigen“ Schwelgen. Sehr gefühlvoller Vortrag von Tobias – ein Song, nach dem sich andere Songwriter die Finger lecken würden – gleiches gilt für die sentimentale Emo-Ballade „Wie sehr es dich nicht mehr berührt

Das CD-Cover zeigt einen Kreuzer, der unheilvoll auf einen Eisberg zusteuert und während die untergegangene Titanic von ihrem tragischen Schicksal überraschend ereilt wurde, auch die Band TON ist kurze Zeit nach diesem tollen Album wohl untergegangen, denn seit mittlerweile über 5 Jahren gibt es keine Aktivitäten mehr.

VÖ: 04.02.11

Verfügbar: CD

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Die Band hat sich 2012 aufgelöst: http://www.ton-band.de/ 

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PAULA FERNANDES “AO VIVO”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Paulo Fernandez - Vao Vivo

Christliche Pop Musik erlebt in Brasilien derzeit einen regelrechten Boom. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht irgendeine Gruppe oder ein(e) Songwriter(in) nicht ein tolles Album veröffentlicht. PAULA FERNDANDES ist seit Jahren eine feste Grösse im südamerikanischen Land. Ihre Stimme und ihre Songs erinnern mich stark an die Sängerinnen Tracy Chapman oder Joan Armatrading. „Ao Vivo“ ist ein Live mitgeschnittene Platte, das Publikum lässt es sich natürlich nicht nehmen, entsprechende Textzeilen mit zu singen oder frenetisch zu bejubeln. Die Musik? Herausragend! „Meu Eu Em Vocé“ beispielsweise ist ein wunderbares Stück, das romantisches Flair und christliche Botschaft mischt. „Pra Voce“ ist der grosse Hit, der sich auf die Nummer Eins der brasilianischen Single Charts gesetzt hat.

LIVE GOSPEL POP

Für Fans von: Tracy Chapman - Dolcenera - Meike Koester

BRASILIEN

Paula Fernandes singt mit Inbrunst, Gefühl und verfügt über ein gutes Stimmvolumen, in dem sie sicher akzentuiert. Die Band spielt klasse und auch die tollen Duette  „Tocando Em Frente“ (mit Leandro) und “Nao Precisa“ (mit Victor & Leo) überzeugen auf ganzer Linie. Weitere Anspiel Tipps auf Der Titelsong „Ao Vivo“, das an einen Mix aus Eagles & Dire Straits erinnernde country-poppige „Complicados Demais“, das von tollem Akkordeonspiel dominierte cajun-blues-folkige „Voa“, das romantisch-gefühlvolle „Quando A Chuva Passar“ mit dem wundervollen Violinenspiel von Marcus Vianna und im melancholischen „Costumes“ weht sogar ein Hauch von Fado über den Atlantik.

Wäre nicht die portugiesisch-sprachige Barriere – ich bin mir sicher – die Sängerin würde auch in Europa Millionen von CDs verkaufen! Schade, dass diese Interpretin aufgrund der seltsamen Vermarktungspolitik der hiesigen Tonträgerfirmen in diesem Teil der Welt wohl leider nur eine relativ unbekannte Grösse bleiben wird.

Fazit: Tolle Musik – starkes Live Album -  viel Gefühl, Akkordeon, akustische Gitarren und eine wunderbare Sängerin, die sich jederzeit mit den aus Europa und Nordamerika bekannten Grössen messen kann. Tipp: Reinfallen lassen und geniessen! Unbedingt empfehlenswert ist die Deluxe Edition, die es inklusive einer DVD mit dem spannenden Live Konzert gibt!

VÖ: 06.02.11

Verfügbar: CD & CD+DVD & MP 3 Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.paulafernandes.com.br/

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AGNES MONICA “AGNES IS MY NAME”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Agnes Monica - Agnes Is My Name

1.  Paralyzed
2.  Godai Aku Lagi
3.  Tak Ada Logika
4.  Karena Ku Sanggup
5.  Teruskanlah
6.  Janji-Janji
7,.  Bukan Milikmu Lagi
8.  Matahariku
9.  Tanpa Kekasihku
10. Jera
11. Bilang Saja
12. Cinta Di Ujung Jalan

Label: Aquarius Musikindo
Web: www.aquarius-musikindo.com/

WORLD DANCE POP

Für Fans von: Misia - Hitadu Ukaru - Jolin Tsai - Jay Chou

INDONESIEN

Ein bisschen befremdlich klingt er schon, der Dance Pop aus Indonesien, den die Sängerin AGNES MONICA auf ihrem Album „Agnes Is My Name“ darbietet. Die Refrain-Hooklines werden „in Englisch“ gesungen, aber die Strophen „passieren“ allesamt in der Landessprache der Interpretin, was dem Ganzen aber auch ein authentisches Worldflair mit viel Charme. verleiht. Songs wie „Paralyzed“ und „Godai Aku Lagi“ nagen zwar – was Sound & Arrangements betrifft, am Zahn der Zeit, aber wer auf knackigen Dance-Revival der 80er steht, wird begeistert sein.

Die Produktion ist phätt & abwexlunxreich gelungen, „Godai Aku Lagi“ ist ein toller funky Groove, in den die indonesischen Waldgeister die Seele des kleinen (grossen) Prinzen aus Minneapolis hineingehaucht haben. 117 beets in der Minute garantieren Clubtauglichkeit und dem DJ, der dieses Teil einsetzt, mit Sicherheit ein paar neidische (und von den Damen bewundernde) Blicke. „Tak Ada Logika“ bringt arabeske Melodieschnörkel und eine Menge perkussive Elemente mit ins Spiel, in der Power Ballade „Karena Ku Sanggup“ erreicht die Pop Prinzessin stimmliche Höhen einer Mariah Carey, das rockige „Janji-Jani“ dürfte allen Fans von „Pink“ oder „Miley Cyrus“ gefallen. Lediglich im ruhigen & langweiligen „Jera“ geht der energetische Eindruck der ersten Stück verloren und das drückt die Gesamtnote der Scheibe nach unten. Dafür entschädigt das wave-rockige „Bilang Saja“ 

Bezug: www.yesasia.com/global/the-best-of-agnes-monica-agnes-is-my-name-malaysia-version/1024610952-0-0-0-en/info.html

VÖ: 02.02.11

Verfügbar: CD (Import) & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.agnezmo.com/

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RAPHAEL GUALAZZI “REALITY AND FANTASY”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Raphael Gualazzi - Reality And Fantasy

1.  Follia D’Amore
2.  Icarus
3.  Tuesday
4.  Reality And Fantasy
5.  Scandalize Me
6.  Behind The Sunrise
7.  A Three Second Breath
8.  Calda Estate (Dove Sei)
9.  Out Of My Mind
10. Saro Sarai
11. Love Goes Down Slow
12. Lady ‘O’
13. Empty Home
14. Caravan

3:35
4:01
4:59
3:54
3:13
4:17
3:36
3:01
3:38
5:16
3:51
4:32
3:18
2:17

POP & VOCAL JAZZ

Für Fans von: Billy Joel - Richard Marx - Michael Buble

ITALIEN

Der italienische Eurovisionssong von RAPHAEL GUALAZZI im Mai 2011 war einer der besten musikalischen Beiträge, die es in den letzten Jahren gegeben hatte beim Contest. Und wäre – hätte es nicht zu 50% eine Bewertung der Jury Mitglieder der einzelnen Länder gegeben -  mit Sicherheit auf den hintersten Plätzen gelandet, wie es im Nachhinein auch die Statistik zeigte, in der man die Bewertungen der Jury und der votenden Zuschauer schön säuberlich vorstellte. Ein Fingerzeig, dass man die finale Bewertung endlich wieder Leuten überlassen sollte, die etwas von Musik verstehen.

Egal – der italienische Songwriter wurde Zweiter, hatte zuvor bereits im Februar 2011 sein aktuelles Studio Album „Reality And Fantasy“ veröffentlicht, das neben dem „Fastsieger“ „Follia D’Amore“ 13 weitere erstklassige Stücke beinhaltet, die sich in einem starken Crossover-Mix aus Vocal-Jazz & Piano-Pop-Perlen räkeln. Gesanglich erinnert er sehr oft an Billy Joel zu dessen Bestzeiten, in „Tuesday“ swingt er in bester Latin-Jazz-Manier mit perlenden Salsa-Licks, die mich zum einen spontan an den großen Maestro Eddie Palmieri (Salsa & Jazz Pianist aus Puerto Rico) denken lassen, zum anderen an den Klassiker „Feelin Alright“ in der Version von Joe Cocker -  Pop- Jazz zum Geniessen & Tanzen. Der Mini Gospel Chor am Ende des Stücks zeigt die humorvolle Seite des Musikers.

Die Anspieltipps einer grossartigen CD: Der Titelsong „Reality And Fantasy“ mischt auf geniale Art & Weise italienische Folklore & mystisch-chansoneskes Flair. Knackigen (Stevie Wonder) Soul-Funk gibt es in „Scandalize Me“. Im Duett “Behind The Sunrise” mit der aufregenden britischen Newcomerin ROX präsentiert Gualazzi ein phantastisches Stück, das an die magischen Stücke der 89er Tears For Fears CD „The Seeds Of Love“ erinnert. Zwischen dezentem Besenspiel des Schlagzeugers und perlenden Piano Akkorden schaukeln sich die beiden Interpreten scattend & gurrend zur Höchstleistung. Einer der besten „Songs“, die ich bisher 2011 gehört habe! Definitiv! Musik zum Abheben! Mundharmonika-Bluesiges gibt es in „A Three Second Breath“ und wenn der Songwriter in seiner Heimatsprache singt, hat man das Gefühl, dass seine Songs sogar noch feuriger & leidenschaftlicher rüberkommen, wie im swingenden „Calda Estate (Dove Sei)” und im dramaturgisch fein arrangierten „Lady O“ zu hören ist. Und was er auf dem Piano kann, zeigt er im instrumentalen „Caravan“.

Fazit: Ein Album der Superlative - Exzellenter Pop & Vocal Jazz aus Italien! Schade nur, dass es die Musikfans, die nicht über unsere Webseite kommen, nie kennen lernen werden.

VÖ: 16.02.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.raphaelgualazzi.com/

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THESE KIDS WEAR CROWNS “JUMPSTART”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

These Kids Wear Crowns - Jumpstart

Trägt Lady Gaga neuerdinx Männersocken oder singt hier tatsächlich ein männlicher Zauberschlumpf, der sich kurzer Hand in Lady Britney verwandelt hat? Musik, die ich sonst nur von Blondinen kenne – Ashley, Miley, Demi und wie sie alle heissen. Aber wer hat denn die Regel erfunden, dass Tennie-Pop ausschliesslich weiblich ist? Hat sich Sänger Alexander Johnson von den kanadischen THESE KIDS WEAR CROWNS auch gedacht, er hört sich an wie Ke$ha und seine fröhlichen Freunde skandieren im Background stimmgewaltig „Oh-Ho-Oh! Oh-Ho-O-O-Oh!” und bewegen sich synchrom zu 142 stampfenden Computer Beets in der Minute. Die Junx haben Spass, die Chemie stimmt, die Musik kommt authentisch und wuchtig rüber! Sogar die Heimatstadt der Band klingt lustig: Chilliwack!

KINDER POP

Für Fans von: Britney Spears - Burschenschaft-Parties - Ke$ha

KANADA

Zusammen gibt es 11 Party-Pop-Teenier-Rocker, die Zutaten sind bekannt von hundert ähnlichen Produkten, aber wenn das Himbeereis von Böller (*) schmeckt – warum soll nicht auch das Vanilleeis von Stangese (*) gut munden? „Lifetime“ ist ein schönes Bierzelt-Schunkler für alle ab 14 (nur dürfen die leider dummerweise nicht rein ins Zelt) und den blauen Bock gibt’s ja auch schon lange nicht mehr. Den Abschuss haben die Boys mit der „brünetten“ Cover Version des Whitney Houston Klassikers „I Wanna Dance With Somebody“ getätigt. Wie kann sich nur ein mittelmässiger Sänger wie Johnson an diesen Song wagen? Zumindest gibt es jetzt Hoffnung für alle männlichen Japaner, die sich bisher in der Karaoke-Bar ihres Vertrauens nie gewagt haben, den Whitney Song zu kastrieren. Mit der TKWC-Version ist auch das jetzt wunderbar möglich, weil der Song hier in der tieferen „G“ Grundstimmung gesungen wird. Jubelstürme bei allen singenden Tanzbären dieser Welt.

Die Kanadier haben zudem bei mir ein Stein im Brett (oder wie auch immer das heisst), weil sie den “Bubblegum” endgültig aus der Versenkung holen. Ihr persönliches „Yummy Yummy Yummy“ heisst „Oceans“ - Nur noch eines, Junx! „Let Me Into Your Home“ singen sie im ersten Song „Skeletons“ – das wird nix, werdet erst mal erwaxn, macht anständige Musik, dann dürft Ihr mich besuchen und mir ein Bierchen  ausgeben!

(*) Namen von der Redaktion (also mir) zum Einen abgeändert aus urheberrechtlichen Gründen und zum Anderen weil die Marketing- Junx der originalen Firmen nix zahlen wollten für die Nennung

Fazit: Boom-Tschakka-Gagga-Diedel-Diedel-Yummy-Yummy-Eye-Gatt-Laff-In-Mei-Tammy-Deidel-Duh!

VÖ: 01.03.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.thesekidswearcrowns.com/ 

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AVRIL LAVIGNE “GOODBYE LULLABY”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

MAINSTREAM POP

Für Fans von: Ashley Tisdale - Miley Cyrus - Misono

KANADA

Vor ein paar Jahren war sie noch ein Prinzessböhnchen, mittlerweile hat sie sich zur ungekrönten Queen des Bubblegum-Pop-Rock gemausert – mit „Goodbye Lullaby“ wird diese Feststellung untermauert. Nach dem Intro „Black Star“ rockt die Teenie-Bude mit dem Single Hit “What The Hell“ – Kirmes-Orgel wie zu 60er Ohio-Express-Zeiten, dazu kommt wuchtiges „Let’s Dance-Computer-Drum-Gerummse“ –  geiler Kinderkram! Die innovative Worthülse „Lalla-Lalla-Laah!“ am Ende des Songs erübrigt jeden Kommentar. Romantik gibt es mit „Push“ - “Ich-zünd-mein- Feuerzeug-an-und-halt-es-wie-die-anderen-hoch“-Atmo. „Baby This Is Love“ singt Avril und macht klar, worum es geht bei den 14 Songs: Liebe – den Kummer, der daraus bündelt – und natürlich Party ohne Ende! 14 gemütlich-fröhliche Teenie-Pop-Songs zum Mitschunkeln und ein paar (langweilige) Balladen.

Avril Lavigne - Goodbye Lullaby

VÖ: 02. 03. 11

Verfügbar: CD & Deluxe CD & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.avrillavigne.com/de/home

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LE PRINCE MIIAOU
“FILL THE BLANK WITH YOUR OWN EMPTINESS”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Le Prince Miiaou - Fill The Blank With Your Own Emptiness

Katzen sind etwas Besonderes. Sagen Katzenliebhaber. Maud-Elisa Mandeau muss Katzenliebhaberin sein, nicht umsonst würde sie sich mit dem Alias LE PRINCE MIIAOU schmücken. In der Band ihres Bruders hat sie im Alter von 14 Jahren erste musikalische Schritte getätigt, später hat sie sich, um die skurrilen Songs ihres 2007er Debüt Albums zu schreiben, Tage lang  eingesperrt. Kritiker waren begeistert. „Fill The Blank With Your Own Emptiness“ nennt sie ihre 3. Indie-Pop-Rock-Electro-Folk CD, auf der sie 13 atmosphärisch  dichte Tracks genauso um sich schart wie ein Katzenzüchter seine Babies mit einem wackelnden Spielzeugwedel in Schach hält. Mit der engelsgleichen Hymne „Jai Deux Yeux“ startet die 26jährige im ¾ Takt in ihr neues Studio Album.

EMO PUNK’N’POP

Für Fans von:  Rose Kemp - Alanis Morissette - Sinead O’Connor

FRANKREICH

Bereits mit dem zweiten Song „Be Silent“ trifft sie den Hörer mit stilistischer Vielfalt. Unheilschwangere Geigen, marschierende Stampfschritte, kaskaden-riffige Gitarrenlicks und dramaturgisch überbordende Harmoniegesänge charakterisieren diesen Indie-Emo-Power-Punk-Pop. Der emotionale Charakter wird noch verstärkt in der Power Ballade „I Don’t Know My Name“, ein gewaltiges Stück, wie es auch eine Björk (Gudmundsdottir) aus Island nicht besser hinbekommen hätte. Viel Gitarren, viel pompöser Krach! „Do You Know My Name“ schreit sie durch die Lautsprecher“ und bereitet den Zuhörer auf „Bugs“ vor, das mit dem knarzenden Ton eines „Waldteufels“ (Instrument aus Indonesien, dessen Zylinder aus Holz besteht und das mit einem dünnen Fell ausgestattet ist) startet. Der Song driftet dann später in Richtung „U2“ ab, „Turn Me Off“ bleibt wie auch die meisten der nachfolgenden Songs in der quietschbunten Alternative Spur und bekommt nach dem Motto „jedem Song sein besonderes Instrument“ ein schräg dudelnde Blockflöte zugewiesen. Weitere erwähnenswerte Highlights: Der Titelsong  und die schräge Ballade „We Both Wait“.

Fazit: Jeder „offene“ Musikhörer dürfte fasziniert zu sein vom Dargebotenen. 13 bunte & abwechslungsreiche Songs dieser französischen Rock-Songwriterin. Miau, ich habe gesprochen!

VÖ: 28.03.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.leprincemiiaou.com/

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ANNIELA “ELECTRIC”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HAURUCK-POP

Für Fans von: Cascada - Lena - Ke$ha - Lady Gaga

SCHWEDEN

In Schweden lohnt es sich aufzupassen, welche Teilnehmer sich beim Melodifestivalen für den Eurovision Song Contest bewerben, denn auch unter den Nicht-Eurovisionären verbirgt sich der eine oder andere hochgradige Act. In diesem Jahr hat es u. a. die Electro-Pop Sängerin ANNIELA „erwischt“ – sie musste Eric Saade den Vortritt lassen, der 2011 versuchen wird, die Nachfolge der Gruppe Abba an zu treten. Die Musik der 20jährigen ist die Disco-Pop Alternative zu Cascada oder Kylie Minogue. 15 Songs, die tanzbar sind und Party Atmo vermitteln. Am besten sind der Ohrwurm „Electric“ und das electro-spassige „STHLM Syndrome“ - dass sie Fan von Ke$ha ist, zeigt der  „Bla-Bla-Bla-Bla-Blaah!“ Klone „V. I. P.“ Und weil es die Sängerin faustdick hinter den Ohren hat, singt sie: „I Wanna Take Off all Your Clothes – go to a place that no one knows“ - Fantasien einer blonden Schwedin.

Anniela - Electric

VÖ: 14. 03. 11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.anniela.se/ 

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NICOLE SCHERZINGER “KILLER LOVE”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Nicole Scherzinger - Killer Love

Der Name NICOLE SCHERZINGER ist ja schon länger in aller Munde. Zum einen natürlich durch ihr Mitwirken in einer der erfolgreichsten Girlgroups (“Pussycat Dolls”) der letzten Jahre, wobei schon alleine der Ausdruck „Girlgroup“ ein (bayerischer) Schmarrn ist, weil es sich bei der 33jährigen Krebsfrau um ein ausgewachsenes Persönchen mit lange gewachsener musikalischer Identifikation handelt.  Ein Solo Album gab es bisher nicht vom Pop-Prinzesschen, aber dafür zahlreiche Gastbeiträge der Sängerin in Songs von Timbaland (“Scream”), Diddy (“Come To Me”), Vittorio (“You Are My Miracle”), Avant (“Lie About Us”) u. v. a. Bereits 2007 hätte es ein erstes Album vgeben sollen und obwohl sie eine Menge Songs geschrieben hatte, wurde der Release der Scheibe  mehrere Male verschoben und dann verworfen

POP

Für Fans von:  Gwen Stefani - Ke$ha - Kylie Minogue - Fergie

USA (HAWAII)

Jetzt isses also so weit: Nicole Prescovia Elikolani Valiente Scherzinger veröffentlicht ihr erstes Album, das auch gleich den martialischen Titel „Killer Love“ trägt. Nun – sieht man sich die Dame an, mag es den einen oder anderen Herren schon umgehauen haben, der Songtitel ist jedenfalls harmloser, als es der Name verrät. 115 beets in der Minute sorgen für einen netten Dance-Pop-Knaller-Auftakt auf dem Album, das neben dem bereits bekannten Hit „Poison“ 12 weitere (meistens) tanzbare Schwesterchen enthält. Überraschungen gibt es freilich nicht, musikalisch werden alle Fans von Madonna, Gaga, Ke$ha, Rihanna, Agnes, Katy Perry und hundert weiteren austauschbaren Produkten bedient. Die meisten der Stücke wurden vom (marokkanischen) Grammy Gewinner Nadir Khayat, der unter dem Pseudonym RedOne tätig ist, produziert und dass der Mann weiss, was er tut, beweisen seine jüngstten Erfolge mit Songs von Jennifer Lopez („On The Floor“), Alexandra Burke („Start With You“) und Mohambi („Bumpy Ride“).  Die Highlights des Albums: Die beiden bereits oben erwähnten Schlager, das rockige „Club Banger Nation“ (wer genau aufpasst, kann Nuancen der italienischen Disco-Legende „Black Box“ ausmachen) und die beiden Balladen „Casualty“ und „AmenJena“ in denen sie ihre stärkste Performance bietet. „Die kann ja doch ganz ordentlich singen, die Nicole!“ denke ich abschliessend bei mir und nicke respektvoll mit dem Kopf. Auch erwähnenswert: Mit “Power’s Out” gibt es einen „Every Breath You Take“-Klon, in dem sogar der Urheber (Gordon Sumner aka Sting) der Vorlage am Mikrofon gastiert.

VÖ: 18.03.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://nicolescherzinger.com/

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AYO “BILLIE-EVE”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Notendurchschnitt 2,039 für das neue Album von AYO: Billie-Eve

Irgendwann vor ein paar Jahren schlenderte ich durch die CD-Abteilung eines größeren Musikgeschäft in München und eine weibliche Stimme plärrte mir entgegen – so grauenvoll & inbrünstig, dass ich mich genötigt fühlte, die Angestellte zu fragen, wer die Sängerin sei. AYO – wurde mir gesagt und ich nahm mir vor, mich künftig vor Songs dieser Interpretin in Acht zu nehmen. Circa 3 Jahre später – in einem der TV- Musiksender lief ein Song – “tolle Sängerin” dachte ich und bevor das Stück zu Ende war, wurde der Name AYO eingeblendet. Potzderdaus! War das nicht die.....? Natürlich war mein Interesse geweckt und damit auch Lust auf das zweite Album von Joy Ogunmakin, wie die in Köln lebende Sängerin mit nigerianischen Vorfahren mit Geburtsnamen heißt.

R&B & POP

Für Fans von:  India.Arie - Corinne Bailey Rae - Des’ree

DEUTSCHLAND

Weitere drei Jahre später liegt jetzt mit “Billie-Eve” das dritte Album vor, es beginnt mit einem 7minütigen zarten Reggae-Vibe namens „How Many People“. Überraschend: Die verzerrte Leadgitarre mit einem Sound, wie sie früher die 70er Jahre Transistor-Verstärkers hergaben. Der zweite Song „I’m Gonna Dance“ orientiert sich klar am Sound von „The Police“, der Schlagzeuger imitiert die Spielweise von Stewart Copeland und  in Struktur & Aufbau erinnert der Song an die schnelleren Up-Tempo-Nummern der 79er Scheibe „Reggatta De Blanc“.

Weitere Highlights: „I Can’t“ - ein flotter Mix zwischen Country-Pop & Songwriter-Perle – AYO singt gut – es gefällt  mir, wie sie hier  ihre Stimme einbringt – sie setzt mit ihrer Performance die dynamische „Duftmarke“. Tolles Arrangement auch hier von Gitarre & Piano. Überhaupt scheint sich der Drummer durch 40  Jahre Musikhistorie zu spielen. Sein Drumming erinnert mich jetzt an den Klassiker „50 Ways To Leave Your Lover“ von Paul Simon. Stark: Das funky „My Man“ (97 bpm), das fetzige „We Have Got To“ (so rockig habe ich die Sängerin bisher gar nicht gehört). „Before“ klingt stark nach einem Lenny Kravitz Song (warum das so ist, verrate ich etwas weiter unten). Sehr interessant der Versuch, den Song „I Want You Back“ von der Gruppe “Jackson 5” zu covern und ich finde, dass AYO diese Aufgabe sehr gut gelöst hat.

Die meisten Songs der CD sind kleine, intime Balladen, die von der Sängerin geschrieben wurden, als sie die anstehende Geburt ihrer Tochter erwartete, in den Texten geht es Liebe und das ganze Brimborium, das die Menschen umgibt, wenn sie realisieren, welche elterliche Fürsorgepflichten auf sie zu kommen. Die Babypause scheint der 30jährigen gut getan zu haben, so rockig, wie sie sich auf „Billie-Eve“ (so der Name ihrer Tochter) präsentiert, hatte ich sie gar nicht in Erinnerung. Liegt aber wohl auch ein bisschen daran, dass sie mit Musikern eines bisher anderen Dunstkreises zusammen gearbeitet hat wie dem Gitarristen Craig Ross, der schon für Lenny Kravitz tätig war oder Gail Ann Dorsey, die bereits den Bass für David Bowie bedient hat.

VÖ: 18.03.11

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.ayomusic.com/ 

TOURDATEN

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DEVOTCHKA “100 LOVERS”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

INDIE POP

Für Fans von: Gogol Bordello - Calexico - Kaizers Orchestra

USA (COLORADO)

Etwas Indie-Rock, ein wenig Dream-Pop, eine nörgelnde Stimme und weltmusikalische Elemente aus Rumänien, Griechenland und südamerikanischer Folklore – fertig ist das Gemisch von DEVOTCHKA. „All The Sand In All The Sea“ hört sich an, als ob Bob Dylan einen U2-Song singt, „The Common God“ beginnt mit wirbelnden Violinen und wird von Bass und unorthodox klappender Perkussion in die melancholische Indie-Rock-Schublade getragen. In „The Man From Sebastian“ gehen Akkordeon und Rockabilly-Gitarren eine stimmige Liaison ein, „Exhaustible“ gibt sich akustisch und wird von fröhlich pfeifenden Musikern begleitet. Das kammersinfonische Arrangement wirkt nicht kitschig-klebrig, sondern sorgt für starke Atmo. Interessant der Mix, den das Quartett in „Bad Luck Heels“ anbietet. Trompetende Mariachi-Klänge treffen auf Morricone-Western-Gesänge.

Devotchka - 100 Lovers

VÖ: 01. 03. 11

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://devotchka.net/ 

TOURDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

KKKKKKKKKK

NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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