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Hier gibt es CD-Rezensionen von R&B Alben, die im Jahr 2008 erschienen sind. Hier stehen zurzeit die Infos zu den Alben ”Lovolution - The Urban Alternative” von KEV.O, “Coming Through” von POPPY SEED, “The Point Of It All” von ANTHONY HAMILTON und das Debüt Album “Jennifer Hudson” von JENNIFER HUDSON. Weitere R&B CDs, wenn Du auf den Link “R&B CDs Übersicht” klickst!

R&B CDs 2008

R&B CDs Übersicht

Neue R&B CDs

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KEV.O  “LOVOLUTION - The Urban Alternative”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

R&B - FUNK

Für Fans von: Tonex - Prince - Rahsaan Patterson

USA (WASHINGTON DC)

Er sieht ein bisschen aus wie Lenny Kravitz, er isses aber nicht, er klingt etwas wie Prince, er isses aber auch nicht. Er spielt und singt die Musik, die man sich seit Jahren vom Mann aus Minneapolis wünscht. Der Kontakt zu Kev.O ist über Purple St. James (ehemalige Background-Sängerin von Erikah Baduh) zustande gekommen. “Lovolution - The Urban Alternative” ist das Debüt und bietet tiefschwarze Tracks, die immer fesseln, wenn’s funky und groovy wird wie in “Go Ahead” oder im wilden “Lights On”. Wer es im schwarzen Bereich etwas experimentell liebt, kommt auf seine Kosten. “Shows Over” macht es Tanzwilligen nicht leicht, den Rhythmus zwischen knarzenden rückwärts laufenden Loops und dagegen gesetzten Satzgesängen zu finden. Highlight: Der R&B-Funk “I Remember”!

Kev.O - Lovolution  The Urban Alternative

VÖ: 11. 11. 08

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://myspace.com/kevotheartist

TOURDATEN

INFO: Kev.O. (er spricht sich K-E-V.Dot.O) ist es gelungen, ein lokal viel beachtetes Album zu veröffentlichen. Regulär singt er in der Band “The Reverb” (eine der besten Gospel-Gruppen der Area), gibt privaten Musikunterricht und schreibt  ansonsten neue Songs und arbeitet an seiner Weiterentwicklung. Beeinflusst ist er querbeet von den Beatles, Michael Jackson, Donny Hathaway und Stevie Wonder. Bei der Produktion halfen ihm James McKinney und AyhZarah aka Purple St. James, die in jungen Jahren als Backgroundsängerin für Eryka Badu fungierte, bevor sie ihre Solo-Karriere startete.

 

 

 

 

 

 

 

 

POPPY SEED “COMING THROUGH”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

NEO SOUL

Für Fans von:  Meshell Ndegeocello - Grace Jones - Soul II Soul - Sade

ENGLAND

Harfe auf einer R&B-Scheibe. Ungewöhnlich. Ein Attribut, das aber auf die komplette CD der jungen Songwriterin POPPY SEED zutrifft, die damit die jüngste Tradition der neuen, starken Powerfrauen im R&B Genre fortsetzt. Sie schmeichelt sich mit weicher Stimme in die Ohren des Zuhörers, während die Musik im Background akustisch-jazzig anschwillt und die Seele infiltriert, das mann/frau nur noch fasziniert reagieren kann. Die Londonerin bedient sich in “Better Left Unsaid” spaciger Sounds und der Mixtur fesselnder Reggae Beats, wie sie die Asian Dub Foundation Mitte der 90er gespielt haben. Spontan fallen mir die eigenwilligen Kompositionen des letzten Albums von Grace Jones ein - der Unterschied ist, dass diese Sängerin keinen Hulahoop-Reifen benötigt. Weitere Highlights: Das groovige “Business Sense”und das an den Bar-Jazz von Sade Adu angelehnte “He Touches”

Poppy Seed - Coming Through

VÖ: 02. 07. 07

Verfügbar: CD (Import) & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Webseite: http://myspace.com/poppyseedpoetry

TOURDATEN

INFO: Geboren ist Angela Harvey-Smith an einem 11. 11.  - in Grossbritannien wird dieser Tag auch “Poppy Day” genannt. Die Eltern sind Jamaikaner, ihr erstes Album hatte sie noch selbstfinanziert - mittlerweile hat sie auf den meisten grösseren Festivals weltweit gespielt - ihre Sets trägt sie entweder in kleiner Besetzung im akustischen Set oder in Bandbegleitung (bis zu 6 Musiker) vor. Laut Biographie ist sie von Stevie Wonder (Texte) und Steely Dan und Michael Franks (Musik) beeinflusst worden, ihre ersten Poesie-Texte hat sie Mitte der 90er geschrieben.  “Coming Through” ist das zweite Studio Album der 34jährigen und ist bereits eine Woche nach meiner Kontaktaufnahme über MySpace in meinem Postfach gelandet. Löblich!

 

 

 

 

 

 

 

 

ANTHONY HAMILTON “THE POINT OF IT ALL”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Anthony Hamilton

1.  News
2.  Cool
3.  Day We Met
4.  Diamond In The Rough
5.  I Did It For Sho
6.  Hard To Breathe
7.  Soul’s On Fire
8.  Please Stay
9.  Point Of It All
10. Fallin’ In Love
11. Prayin’ For You / Superman
12. Her Heart
13. Fine Again
14. She’s Gone

R&B

Für Fans von: David Peaston - Otis Redding - Freddie Washington

KANADA

Und wieder mal ist es ihm gelungen, ein hervorragendes Album ab zu liefern mit schnelleren Midtempo-Stücken und gefühlvollen Balladen. Und selbst diese sind kein Füllmaterial, sondern gut konzipierte Stücke, denen der in North Carolina geborene Sänger bis in die kleinste Note Leben einhaucht. Cineasten dürfte Anthony spätestens seit dem Film “American Gangster” ein Begriff sein - Blackmusic-Freaks, die ihn noch nicht kennen, haben ihre Hausaufgaben nicht ordentlich gemacht in den letzten Jahren. Die neue CD bietet aber genügend Stoff für den Nachholbedarf. Neben dem Hit “Cool”, bei dem er vom Super- Gospel-Hero David Banner unterstützt wird, sind sämtliche Tracks erwähnenswert. Meine persönlichen Favoriten sind “Soul’s On Fire”und die balladeske Hyme “Please Stay”.

INFO: Es ist, als ob ein Stern vom Himmel in das Wohnzimmer fällt. Anthony Hamilton ist ein Sänger, dem es gelingt, mit dieser modernen zeitgenössischen Produktion sämtliche alten Werte der Blackmusic zu interpretieren, ohne dass dabei jedwedes Old School-Feeling aufkommt. Und er singt alle anderen a la Seal & Co. locker unter den Tisch.  Es ist sein  sechstes Album, das er vorlegt und mit allem Abstand das Beste und gleichzeitig eine der besten Soul-Produktionen der letzten Jahre.

VÖ: 22.08.08

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: www.myspace.com/anthonyhamilton

TOURDATEN

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JENNIFER HUDSON “JENNIFER HUDSON”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Jennifer Hudson

1.  Spotlight
2.  If This Isn’t Love
3.  Pocketbook (feat. Ludacris)
4.  Giving Myself
5.  What’s Wrong (Go Away)
6.  My Heart
7.  You Pulled Me Through
8.  I’m His Only Woman (feat. Fantasia)
9.  Can’t Stop The Rain
10. We Gon’ Fight
11. Invisible
12. And I’m Telling You I’m Not Going
13. Jesus Promised Me A Home Over There

Label: Universal Motown Records

SOUL & R&B

Für Fans von: Whitney Houston - Jordin Sparks - Leona Lewis

USA (ILLINOIS)

Als ich vor Jahren einen Video-Clip zum Film “Dream Girls” gesehen habe, dachte ich mir (wie wohl viele andere Musikfans auch): “Wow - Was für eine Stimme!”. Das war 2006 gewesen. Und zwei ganze Jahre hat es endlich gedauert, bis das Debüt-Album der US Sängerin JENNIFER HUDSON veröffentlicht worden ist. Dann aber gibt es gleich die schallende Ohrfeige für Musikliebhaber in Deutschland. Das Album gibt es bisher nur als Import Scheibe. Warum kann man solch eine CD, auf die fast alle “Black Music” Fans warten, nicht wenigsten zeitnah auch in Deutschland veröffentlichen. Was machen diese faulen Säcke, die in den meisten Büros der grossen Tonträgerfirmen sitzen, eigentlich den ganzen Tag? Es sind die Musikfans, die deren Gehalt bezahlen und da darf man schon ein bisschen Engagement im Dienste der Musikinteressierten erwarten oder? Da lobe ich mir den Einsatz der kleineren Labels, dort arbeiten wenigsten Leute, die wissen, was sie tun.

Der Aufhänger des Albums ist natürlich der Hit “Spotlight”, der auch schon einige Wochen in den weltweiten Charts steht und auch überall gespielt wird -  Ausnahme natürlich Deutschland. Die Album Version bietet 1091,1 beets in der MInute, ist gut mix- und tanzbar. Auch sehr empfehlenswert sind die verschiedenen Remixes von “Spotlight” (die Rezension der Maxi, die es aber leider nur als Import-Scheibe gibt, gibt es in der Maxi-Sektion dieser Webseite). “If This Isn’t Love” ist eine Midtempo-Ballade, bei der der Gesang schön in die Backing Vocals eingebettet wurde. “Pocketbook” ist wieder tanzbar und besitzt leichtes “Human Beatbox” Flair am Anfang, wofür der Rapper LUDACRIS, der sogar LL Cool J parodiert, zuständig ist. Absolut clubtauglich, das Teil!

Und dann kommt die erst grosse Ballade des Albums. JENNIFER HUDSON singt sehr gefühlvoll - und auch die höchsten Töne kommen locker ohne jedwede Anstrengung. Sie hat eigentlich auch eine perfekte Gospel-Stimme, wie sich in diesem Song zeigt. Wenn sie zum Ende des Songs aus sich herausgeht, sehe ich sie direkt vor mit, wie sie den Kopf schrägt neigt, die Augen schliesst und voller Inbrunst singt. Der Song wurde übrigens vom R&B & Pop Sänger & Songwriter ROBIN THICKE geschrieben.

I’m His Only Woman” (ist ganz grosses “Soul-Kino”! Erinnert mich an die ganz grossartigen Balladen von Marvin Gaye, Aretha Franklin oder Billy Paul - hier ist es ein Duett, bei dem sich die Rivalin (in Person von Gastsängerin FANTASIA) und Jennifer als Ehefrau die Seele aus dem Leib brüllen/singen. “Can’t Stop The Rain” erinnert etwas an die Arrangements der Songs der Sängerin “Kelis. Gitarre, Viola und die Background-Vocals erzeugen in dieser Midtempo-Ballade tatsächlich eine eigentümliche regnerische Stimmung. Sehr schöne Melodieführung auch in Strophen und Refrain.

Auch noch erwähnenswert: “My Heart” mit einem Sample von “Your Love”, das die Band ”The Outfield” im Jahr 1986 aufgenommen hat und “We Gon’ Fight”, das sich wieder stärker in der Gospel Ecke orientiert. Und: Der schwächste Song des Albums ist “What’s Wrong (Go Away)”, das vom Produzenten T-PAIN grauenhaft verschandelt wurde - minimalistischer (dümmlicher) Hip Hop Beat - ein wildes Durcheinander.

INFO: Es ist die erwartet starke Perfomance geworden. Die CD ist direkt in den Billboard 200 auf dem zweiten Rang eingestiegen. Schnellere Tracks und Balladen wechseln sich ab. Beim einen oder anderen Song wird es dancefloor-taugliche Remixe (beim Hit “Spotlight” waren es gleich acht) geben und sie wird aufstrebende Youngster wie Leona Lewis und Jordin Sparks in deren Schranken verweisen und das alles zu Recht: Super-Stimme, klasse R&B-Songs, gute Arrangements, saustarke Balladen (“I’m His Only Woman”) - was schrieb das amerikanische Musikmagazin Billboard? “All Hail The New Diva” - da schließe ich mich gerne an.  Wer ein Disco-Album oder ein typisches R&B-Machwerk a la Rihanna oder Beyoncé erwartet, wird enttäuscht sein. Das Debüt-Album der US Sängerin ist ein Super Scheibchen  für den erwachsenen Blackmusic-Liebhaber, der sich an grossartigen Stimmen begeistern kann.

VÖ: 30.09.08

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: www.jenniferhudsononline.com 

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

KKKKKKKKKK

NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

KKKKKKKKKK

NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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LLOYD “LESSONS IN LOVE”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Jennifer Hudson

1.  Spotlight
2.  If This Isn’t Love
3.  Pocketbook (feat. Ludacris)
4.  Giving Myself
5.  What’s Wrong (Go Away)
6.  My Heart
7.  You Pulled Me Through
8.  I’m His Only Woman (feat. Fantasia)
9.  Can’t Stop The Rain
10. We Gon’ Fight
11. Invisible
12. And I’m Telling You I’m Not Going
13. Jesus Promised Me A Home Over There

Label: Universal Motown Records

SOUL & R&B

Für Fans von: Whitney Houston - Jordin Sparks - Leona Lewis

USA (ILLINOIS)

Lloyd wurde als bereits als elfjähriger “engagiert”, um in der Teen-Gruppe N-TOON zu singen. Zusammengestellt wurde die Band von einer gewissen Joyce Irby, die ihrerseits in den 80er Jahren für die weltweit bekannte Girlgroup KLYMAXX etliche Diskotheken- und Blackmusic-Hits landen konnte. Der 22jährige Sänger aus Atlanta präsentiert sein drittes Album, offenbart die gewohnt guten stimmlichen Fähigkeiten und schwebt zwischen Falsetto und Crooning ( schmusiges Hinhauchen seiner Textzeilen), tanzbaren Stücken und gefühlvollen Balladen, die - zum Teil - mit deftigen zweideutigen Texten gezuckert werden. Die Songs heben sich auf jeden Fall wohltuend von der weichgespülten Chart-Masse ab. Die Produzenten verstehen zudem ihr Handwerk sehr gut. Im Nachhinein gibt es ein paar “Track By Track”-Anmerkungen:

SEX EDUCATION
(Produzent: Big Reese and Jasper; Drums: Michael Sinclair; Bass: John “JT” Tayler; Keyboards: “James Brabham and Maurice Sinclair”; Guitar: Allison “Whild” Taylor”; Background Vocals: L.Polite, J.Cameron, R.Copeland and Bree)
Mit “What’s Up Baby, There’s A Lotta Things I want you to learn about me” steigt Lloyd Harlin Polite, Jr in sein drittes Solo-Album ein. Das Stück ist ein Mid-tempo-Party-Knaller und hat ein tolles Club Feeling - im Refrain erinnert das “Eyy!” an einen lange nicht mehr gehörten (Hip Hip Hooray)-Klassiker, ich bin direkt versucht, das “Hooooo......” mit zu brüllen.

GIRLS AROUND THE WORLD
(Produzent: Big Reese and Jasper; Musiker: The Soul Searchers)
Der grosse Mega-Hit
mit Unterstützung des Rappers  Lil Wayne ist der zweite Song der CD. Schöner grooviger “light-funky” Soul-II-Soul-Beet, mit einem Sample von “Ashley’s Roachclip”. DJs kennen das Stück schon länger. Sommer-Hit, Winter-Hit, Hit für alle Jahreszeiten.
TREAT U GOOD
(Produzent: Eric Hudson; Alle Instrumente: Eric Hudson)
Die Instrumentierung orientiert sich hier stark an den Spät-Achtzigern, spontan fallen mir die Arrangements der Platten von Angela Winbush oder Allyson Williams ein. Toller Midtempo-Love-Song. Eric Hudson und Lloyd hatten ja bereits 2007 beim Song “Take You Home” zusammen gearbeitet. Tolles modernes R&B-Arrangement
YEAR OF THE LOVER
(Produzent: Eric Hudson; Alle Instrumente: Eric Hudson)
“This Is The Year Of the Lover - Let’s Make A Baby - Let’s Do Something Crazy...” singt Llyod im Refrain. Super-Mellow-Groove. Gesangstechnisch erinnert er mich hier (klar!) an Michael Jackson, aber der Song selbst ist ein wunderbarer Oberhammer-Schmuse-Kuschel-Song. Aber bitte den Llyod nicht ernst nehmen, was er gerade von sich gegeben hat mit dem Baby. Eure Mutter haut Euch eine aufs Dach! Übrigens: Year Of The Lover ist der Song vom Album, der sich bei mir im Ohr festgesetzt hat. Ich wache früh auf und singe den Song. Und das als 53jähriger Redneck! Aber der Eindruck täuscht. Der Sänger hat es nämlich faustdick hinter den Ohren. “I’m Gonna Put You Up On The Stove And Take Off All Of Your Clothes, Girl - Watch Me Cook”
I CAN CHANGE YOUR LIFE
(Produzent: Oak Of The Knightwritaz)
Ruhige Ballade - gibt’s sonst nichts weiter zu sagen zum Song. Gefällt mir net so gut, ist für mich der schwächste Song der vorliegenden Platte.
LOSE YOUR LOVE
(Produzent: Big Reese & Jasper; Keyboards: Jasper Cameron and Maurice Sinclair; Guitar: Alison Whild; Horns: Doug Whatley)
Mit einem Sample von “Your Love”, das die Band THE OUTFIELD damals 1986 gespielt hat. Das Video gibt es hier! Bei diesem Stück werde ich für den vorherigen Ausfall entschädigt. Hit!
HAVE MY BABY
(Produzent: Big Reese & Jasper; Drums Jasper Cameron; Guitar: Alison Whild)
Erinnert ganz stark an die letzten Hits von Nelly oder Rihanna und ein kleines bisserl beim Arrangement auch an den großen kleinen Mann aus Minneapolis. Das Erfolgsrezept zündet auch hier.”You Make Me Feel Like I Don’t Need No Other Girl In My Life” verspricht er und im Refrain  er und der Produzent Jasper “Take Your Clothes Off And Let Your Love Come Down” unisono. Aha - so läuft der Hase!
LOVE MAKING 101
(Produzent: Eric Hudson; All Instruments: Eric Hudson)
Ein irre R&B-Stück, total abgefahren, erinnert an die 80er Prince-Jahre, als dieser komplexe Soul-Stücke schuf, die keiner dieser Mainstream-Redakteure verstehen wollte. Eric Hudson hat ja bereits für Mary J.Blige oder 50 Cent produziert. Er hat zudem das notwendige Rüstzeug  von seinem Vater (auch Produzent)  mitbekommen. Eric sagt von sich selbst, er sei ein Mensch, der 24 Stunden am Tag “Musik” fühlt und denkt. 
PARTY ALL OVER YOUR BODY
(Produzent: Polow Da Don; keyboards: Elvis Williams, Strings: Jason Perry)
Die Klienten-Liste dieses Produzenten ist auch ellenlang. Lloyd träumt davon, zunächst mit seiner Angebeteten im Edel-Restaurant zu naschen und die gleiche Tätigkeit sinngemäss auf seiner Partnerin um zu setzen.
TOUCHED BY AN ANGEL
(Produzent: Eric Reese & Jasper; drums: Maurice Sinclair, keyboards: Jasper Cameron)
Love-Song in der Tradition von Have My Baby, als Nachfolge-Hit eingeplant - definitiv. Wird auch mit Sicherheit das nötige Kleingeld einspielen.
I’M WIT IT
(Produzent: J.Jack)  Ohne Kommentar. Füllmaterial.
HEART ATTACK
(Produzent: Adonis “The Phenom” )
Die letzten beiden Stücke sind eher ruhiger, zumindest was die Musik anbelangt. Am Ende der CD ist unser Sänger dann doch verlassen worden von seiner Angebeteten, er singt um Hilfe, dass ihm jemand einen Doktor ruft, “Perscribe me something that’ll show Me How To Act When She’s Gone.”
Nun - ich denke er wird es überleben und spätestens beim 4. Album gibt es dann die Fortsetzung. Aber Wenn das Ergebnis immer so aussieht wie das vorliegende, dann kannste auch immer wieder kommen, mein lieber Lloyd! Wir warten auf Dich.

FAZIT: Blackmusic-Freunde, die gepflegten R&B lieben, dabei die früheren Soul- Produktionen zugunsten des massen-tauglichen-Teenie-HipHop-Angebotes vermissen und sich nicht an den sexistischen Texten des 22jährigen stossen, können hier zugreifen. Die Platte von LLOYD ist ein abwechslungsreiches Scheibchen, das a) mit tollen Songs befüllt ist und b) produktionstechnisch erstklassig abgemischt ist. Sehr gut gefallen mir vor allem die Eric Hudson-Produktionen - ein Name, der noch für Furore sorgen wird am schwarzen Soul-Himmel.

VÖ: 30.09.08

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: www.jenniferhudsononline.com 

TOURDATEN

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LLOYD
“LESSONS IN LOVE”

Der 22jährige Sänger aus Atlanta präsentiert sein drittes Album, offenbart die gewohnt guten stimmlichen Fähigkeiten und schwebt zwischen Falsetto und Crooning ( schmusiges Hinhauchen seiner Textzeilen), tanzbaren Stücken und gefühlvollen Balladen, die - zum Teil - mit deftigen zweideutigen Texten gezuckert werden. Die Songs heben sich auf jeden Fall wohltuend von der weichgespülten Chart-Masse ab. Die Produzenten verstehen zudem ihr Handwerk sehr gut.

1. Sex Education    3:39

2. Girls Around The World    3:55

3. Treat U Good    3:57

4. Year Of The Lover    4:07

5. I Can Change Your Life    3:31

6. Lose Your Love    4:10

7. Have My Baby    4:20

8. Love Making 101    4:04

9. Party All Over Your Body   3:48

10. Touched By An Angel    4:12

11. I’m Wit It    3:09

12. Heart Attack    3:27

Lloyd wurde als bereits als elfjähriger “engagiert”, um in der Teen-Gruppe N-TOON zu singen. Zusammengestellt wurde die Band von einer gewissen Joyce Irby, die ihrerseits in den 80er Jahren für die weltweit bekannte Girlgroup KLYMAXX etliche Diskotheken- und Blackmusic-Hits landen konnte.

www.lloydmusic.com
www.myspace.com/lloyd