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Du befindest Dich in der Rubrik SONGWRITER CDs. Hier sind Rezensionen der Songwriter CDs, die im Jahr 2013 vorgestellt worden sind. Hier stehen Infos zu den Alben “Maximum Delirium Overdrive” von BERGMAN aus Schweden, “Seize The Day” von IDA aus Dänemark, “Transit Du Nord” von DOMINIK DECKER aus Deutschland, “Feels Like Home” von SHERYL CROW, “Umea” von LISA MISKOVSKY, “Invisible Empire” von KT TUNSTALL aus Schottland, “Automatic” von JENNY O, “42” von PHIL VETTER aus Deutschland, “Mala” von DEVENDRA BANHART, “How I Knew Her” von NATALY DAWN und “Long Lost Friend: A Family Album” von WYNTER POE.

SONGWRITER 2013

Songwriter Übersicht

Neue Songwriter CDs

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BERGMAN “MAXIMUM DELIRIUM OVERDRIVE”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Bergman - Maxium Delirium Overdrive

TITELVERZEICHNIS:

01.  Conquistador
02.  Black Christmas
03.  Johnston Town
04.  The Sea
05.  In My Garden    VIDEO
06.  The Gate
07.  Once Upon A Time In Jerusalem
08.  Overdrive
09.  Maximum Delirium Overdrive
10.  Empire Down
11.  Symphony Dé La Q

Label: Play My Music
Vertrieb: The Finest Noise

SONGWRITER ROCK

Für Fans von:  Paul Carrack - George Harrison - Neil Young

SCHWEDEN

Zarte und doch emotional aufbauschende dreampoppige Klänge erfüllen den Raum im Auftakt „Conquistador“ – so müssen es die mittelamerikanischen Indianer erlebt haben, als plötzlich die mächtigen Schiffe der Kastilier im 15. Jahrhundert erstmals an den Stränden der Westindischen Inseln aufgetaucht sind. Die „Gods Of Iron“ schinden mit ihren „Skins of Pale and White“ mächtig Eindruck - diese erste Empfindung setzt sich fort in den nachfolgenden Songs. Insgesamt 11 sind es an der Zahl, LARS BERGMAN feiert mit weicher „Cat-Stevens“-Stimme eine „Black Christmas“ Messe, bedient sich quirliger Disco-Samples - u. a. darf es der legendäre vom britischen Produzenten Jazzie B. kreierte „Soul-II-Soul“ Groove sein, der sich über die Mainstreet der „Johnston Town“ legt.

Instrumente & Gesang hat der in London lebende Schwede zum großen Teil selbst aufgenommen, Unterstützung erfährt er von Bertil Tornefjell (Bass, Gitarre), Alf Välifaara und Peter Andersson stehen in jeweils einem Song ihren Mann am Bass. Auch sonst ist Abwechslung geboten: Ingemar Usitalo mit herrlich-ätherischem Gitarrensolo in „The Sea“, die hektischen „Once Upon A Time Jerusalem“ und das kurze „Overdrive“ klingen, als ob sich die Altmeister von “Pink Floyd” ein paar Speed-Pillen eingeworfen haben – „Empire Down“ überzeugt mit parodistischem „Be-Bop-A-Lula“ und wundervoll arrangierten Harmonie-Vocals.

FAZIT: LARS BERGMAN sollte man nicht in der gleichen Songwriter-Schublade ablegen, in der sich all die jungen Mäuschen mit ihren akustischen Gitarren und den dünnen Stimmchen tummeln, hier ist ein versierter Musiker, der sich auf  „Maximum Delirium Overdrive“ ein vielschichtiges Klangbild geschaffen hat, in dem sich auch nach dem dritten oder vierten Hörgang neue Erkenntnisse auftun – ein  abwechslungsreicher Mix aus Indie Rock und psychedelischem Neo Folk. BERGMAN überzeugt mit Stimme, Musik und Texten, die komplett abgedruckt sind im Digipack-Klappcover. Beim abgebildeten Foto auf dem Cover handelt es sich übrigens NICHT um Justin Bieber!

VÖ: 28.11.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Das aktuelle Video: http://www.youtube.com/watch?v=7ZLGOMfjDxU

TOURDATEN

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IDA “SEIZE THE DAY”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SONGWRITER

Für Fans von: Ellie Goulding - Soluna Samay - Birdie - Lena

DÄNEMARK

Ob es der Sängerin IDA (nicht zu verwechseln mit der international erfolgreichen Ida Corr), die in der 2012er Casting Show „X-Factor“ am Ende triumphierend auf dem Siegertreppchen gestanden hat, so geht wie ihren Vorgängerinnen? Längst sind Linda Andrews und Sarah Jorgensen in der Versenkung verschwunden & in Vergessenheit geraten. Ida Østergaard Madsen, wie die 19jährige mit Geburtsnamen heisst, hat mit „I Can Be“, „Maybe I Like It“ und „Underdog“ drei erfolgreiche Singles vorgelegt, seit Mitte November steht das Debüt „Seize The Day“ im Verkaufsregal und in den Downloadshops. Neben den drei bereits mit Gold (gibt es in Dänemark ab 10.000 verkauften Tonträgern) und Platin (20.000) ausgezeichneten Songs dürfen sich Musikfans auf 10 schöne Songwriter-Perlen freuen, von denen mir am besten das zarte „Pink And Blue“ und das schnellere „Run!“ gefallen.

Ida - Seize The Day

VÖ: 18.11.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: https://twitter.com/idamariamadsen & http://youtu.be/FFVni2nRiiY

TOURDATEN

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DOMINIK DECKER “TRANSIT DU NORD”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Dominik Decker - Transit Du Nord

01.  Wounded
02.  Beton bebt
03.  Transit Du Nord
04.  Mila Lun
05.  Start The War
06.  Eintrag
07.  Elouise
08.  Baila Mi Amor
09.  Rolling
10.  Kaltes Frühstück
11.  Gravity
12.  Surrender
13.  Zeremoniell
14.  Später standen wir am See
15.  Golgota

ALTERNATIVE ROCK

Für Fans von:  Marquess – Kings Of Leon – John Lennon – Oasis

DEUTSCHLAND

DOMINIK DECKER? Noch nie gehört? Doch. Denn wer sich in den letzten Jahren mit der poprockmusikalischen Szene in Deutschland befasst hat, weiss natürlich, dass der Gitarrist Mitglied der beliebten und erfolgreichen Gruppe „Marquess“ aus Hannover ist. Weil’s nach dem letzten Album ein bisschen ruhiger um die Band geworden war, hatte der Saitenmensch Zeit & Muße, ein paar eigene Kompositionen für sein neues (zweites) Solo Album einzuspielen. Das Ergebnis heisst „Transit du Nord“ und beinhaltet 15 abwechslungsreiche Songs – mal deutschsprachig – mal in englischer Sprache gesungen – stilistisch pendelt die ganze Geschichte zwischen alternativem Rock, poppigem Mainstream und knackigen Grooves. Das Album hat der 45jährige Musiker fast komplett in Eigenregie (Instrumente, Vocals, Produktion) inszeniert – lediglich in „Surrender“ und „Rolling“ hat der auch fürs Artwork zuständige Stefan Wiegleb für Drums und Perkussion gesorgt, im zweitgenannten Song steht die Konzertgitarristin & Pädagogin Katharina von Fintel, die im vorigen Jahr auch am Album „Holon Anamnesis“ von „The Hirsch Effekt“ mitgewirkt hat, am Bass.

Highlights des Albums: Die rockigen „Gravitiy“ und „Mila Lun“, in dem es wie in einigen anderen Songs superbe Harmonie Vocals zu hören gibt und die mich ansatzweise an die Lieder der US Folk Rock Truppe „America“ erinnern. Was den Gitarrensound betrifft, ist der Musiker mit Sicherheit irgendwo beeinflusst von U2’s „The Edge“. „Beatlesque“ Klänge und leicht verzerrte „John-Lennon-Gedächtnis-Vocals“ gibt es in „Start The War“- „Eintrag“ frönt psychedelisch-verhallten Triphop-Helter-Skelter-Leidenschaften. „Elouise“ ist ein Musterbeispiel, wie man Indie-Rock, Chanson und poppigen Mainstream zum gutgelaunten Ohrwurm verschmelzen kann, das schwermütige „Baila Mi Amor“ versinkt in trister Melancholie und wer sich in dramatischer Weltuntergangsstimmung befindet, verstärkt diese, in dem er sich ein „kaltes Frühstück“ bestellt: Gut: Das Disco-Rock-Instrumental „Golgota“.

FAZIT: Starkes Album vom „Marquess“-Gitarristen DOMINIK DECKER. Musik für „real music lovers“, deren Musikverstand über die 0815-Beziehung zu den Dumpfbackenradiosendern hinausgeht.

VÖ: 27.09.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://dominikdecker.com/  &  http://www.tape.tv/musikvideos/Dominik-Decker

TOURDATEN

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SHERYL CROW “FEELS LIKE HOME”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Sheryl Crow - Feels Like Home

TITELVERZEICHNIS:

01.  Shotgun
02.  Easy
03.  Give It To Me
04.  We Ought Be Drinkin’
05.  Callin’ Me When I’m Lonely
06.  Waterproof Mascara
07.  Crazy Ain’t Original
08.  Nobody’s Business
09.  Homesick
10.  Homecoming Queen
11.  Best Of Times
12.  Stay At Home Mother
13.  This Is You (That Was Then)
14.  You’re Asking The Wrong Person

POP & ROCK

Für Fans von:  Shelby Lynne - Bonnie Raitt - Aimee Mann

USA (MISSOURI)

Die Songwriterin SHERYL CROW veröffentlicht wieder mal ein Album und meine Überraschung ist dieses Mal sehr gross, weil es sich meiner Meinung nach dem ersten Hörgang nach dem epochalen 1992er Debüt Album um ihr bisher bestes Album seit langem handelt. Da hat sie sich richtig Zeit gelassen – den Vorgänger „100 Miles From Memphis“ gab es im Juli 2010 – ob es ein bisschen am Wechsel zum neuen Label Warner Music liegt? Auf jeden Fall hat die 51jährige ein paar superfeine Songs geschrieben. Los geht’s mit dem bluesigen Pop Rocker “Shotgun”, der allen „Bonnie Raitt“ Fans gefällt, die balladeske und bereits im März veröffentlichte Single „Easy” dürfte den meisten Fans schon bekannt sein, mit „Give It To Me“ schliesst sich eine schöne Pop Ballade im ¾ Takt an, das darauffolgende „We Ought Be Drinkin“ glänzt durch relaxt groovendes Hillbilly-Nashville-Flair.

Die kuschelige Southern-Rock-Schiene wird bedient von weinenden Pedalsteelgitarren in der aktuellen Single „Callin’ Me When I’m Lonely“, gefühlvoll kommt das sentimentale „Waterproof Mascara“, das sie gemeinsam mit dem Country Sänger Brad Paisley geschrieben hat. Im Song geht’s um eine junge alleinerziehende Mutter, die um das Sorgerecht für ihren Sohn kämpft. Super auch der „twanging Telecaster Sound“ von Al Anderson (spielte früher mal in der legendären „NRBQ“ Band und war in den letzten Jahren als Session Musiker & Songwriter für u. a. Trisha Yearwood oder LeAnn Rimes tätig). „Nobody’s Business“ vermischt geschickt den „Sweet Home Alabama“ Groove mit den moderneren „All Summer Long“ Vibes von Kid Rock und „Homesick“ gefällt durch seine akustische Transparenz & die Harmony Vocals der begleitenden Country Gruppe „Zac Brown“. Am Ende des regulären Albums steht das ruhige „Stay At Home Mother“ und dazwischen gibt es noch den guten „John-Fogerty“ Gedächtnis-Swamp-Rocker „Best Of Times“.

Wer sich für die Deluxe Edition entschieden hat, wird zudem mit zwei Bonus Tracks belohnt: Dem  tollen country-soul-poppigen „This Is You (That Was Then)“ und „You’re Asking The Wrong Person“.

FAZIT: Wieder einmal ein Beispiel, dass „gut“ nicht immer unbedingt „laut“ sein muss. Die mittlerweile 51jährige SHERYL CROW präsentiert mit „Feels Like Home“ einen erstklassigen Leckerbissen für gemütliche, intime Kerzenlicht-Abende. Das achte Studio Album ist eines ihrer Besten!

VÖ: 10.09.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.sherylcrow.com/  &  https://twitter.com/SherylCrow

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LISA MISKOVSKY “UMEÅ”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Lisa Miskovsky - Umea

TITELVERZEICHNIS:

01.  Rain Rain Rain
02.  Wild Winds
03.  Slip Away
04.  Tougher Than Most
05.  Waiting For Our Time To Come
06.  Into The Light
07.  I Am I
08.  Why Start A Fire
09.  Coming On Strong   VIDEO
10.  Out Of Air
11.  Little Islet Cape

Label: Sony Music Schweden
Web: http://sonymusic.se/

SONGWRITER POP

Für Fans von:  Amy Macdonald - Ingrid Michaelson - Katie Melua

SCHWEDEN

Neuer Name – neue Sängerin – und darauf resultierende Erweiterung des musikalischen Bewusstseins? Nur bedingt. Skandinavien-Insider und vor allem diejenigen, die sich auch für die nationalen Vorausscheidungen der diversen Länder zum jährlich stattfindenden Eurovision Song Contest interessieren wie im vorliegenden Fall das Melodifestivalen in Schweden kennen die Songwriterin LISA MISKOVSKY längst. 2012 nahm die 38jährige dort teil und belegte in der Endabrechnung mit dem Song „Why Start A Fire“ den 9. Platz, was ihr leider nicht zu erhofften Teilnahme am damaligen Wettbewerb im aserbaidschanischen Baku verhalf. Ein bisschen dürfte sie sich dann am Ende doch gefreut haben, als Landsfrau Loreen einen euphorisch umjubelten Sieg mit phänomenalen 352 Punkten feiern durfte.

Jetzt legt die alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern ihr 5. Studio Album „Umeå“ vor, eine Sammlung von 11 romantischen und melancholischen Dream Pop Songs, unter denen sich auch der oben bereits genannte Melodifestivalen-Teilnehmer befindet, der wie alle anderen von der Sängerin gemeinsam mit den Brüdern Anders und Peder Stenberg komponiert und getextet worden ist. Die aktuellen Singles heissen „Wild Winds“ (Den Link zu einer LivePerformance gibt es oben beim Tracklisting) und “Coming On Strong” und sie manifestieren sich wie auch weitere Songs wie das „U2“-affine „Rain Rain Rain“ spätestens nach drei Hörgängen als Ohrwurm in der Großhirnrinde. Ein feines Album für Scandipop-Fans, die sich mal einen neuen Namen ins Regal stellen möchten!

INFO: Auch die drei Jahre jüngere Schwester Caroline Miskovsky ist eine talentierte Sängerin & Songwriterin, hat 2005 ein Album (“Silence”) veröffentlicht und ab & zu kommt es auch zu gemeinsamen Auftritten der beiden Töchter einer finnischen Mutter und eines tschechischen Vaters. Und so ist es dann auch kein Zufall, dass LISA MISKOVSKY die ersten aufnahmetechnischen Schritte als Sängerin bereits Mitte der 90er Jahre in einer tschechischen Band namens “Honung Konung” tätigte.

VÖ: 17.09.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.lisamiskovsky.com/  & http://www.miskovskyfan.se/html/index.php 

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KT TUNSTALL “INVISIBLE EMPIRE/CRESCENT MOON”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SONGWRITER

Für Fans von: Bekah Kelso - Tanita Tikaram - Nerina Pallot

SCHOTTLAND

KT TUNSTALL ist eine der leiseren Vertreterinnen der Songwriter Gilde. Sie schreibt zwar wie ihre Kollegin Amy MacDonald erstklassige Musik, geizt aber dafür (zum Glück?) mit Chart-Platzierungen. Ihr Vorteil ist der, bei einem kleineren niveauvollen Label untergekommen zu sein, wo sie genügend Zeit hat, Songs & Konzepte zu entwickeln. “Invisible Empire Crescent Moon“ ist das vierte Album der Britin, 15 Stücke gibt es, die sich im Bereich Alternative Folk & Songwriter Pop tummeln. Die meisten Songs wirken auf den ersten Blick unspektakulär wie das zarte “Made Of Glass”, veranlassen mich aber spätestens beim dritten Hörgang, die Repeat-Taste am Player zu aktivieren, um den Song “over & over” zu geniessen. Fazit: 60 Minuten lang gibt es verträumte, gefühlvolle Musik & Lieder für gemeinsame Kuschelstunden.

KT Tunstall - Invisible Empire Crescent Moon

VÖ: 07.06.13

Verfügbar: CD & Deluxe CD & Vinyl & Digital

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://kttunstall.com/  &  https://twitter.com/KTTunstall

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JENNY O. “AUTOMECHANIC”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Jenny O - Automechanic

TITELVERZEICHNIS:

01.  Automechanic
02.  Lazy Jane
03.  Come Get Me
04.  Get Lost
05.  Learned My Lessons
06.  Opposite Island
07.  Good Love
08.  Dope Van Gogh
09.  Hey Neighbor
10.  In Our Hands
11.  Sun, Moon & Stars

Label: Holy Trinity Records
Web: www.holytrinityrecords.com

Time:

3:48
3:41
3:59
2:03
2:10
3:35
4:02
3:19
1:50
3:30
4:42

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SONGWRITER POP

Für Fans von:  Rickie Lee Jones - Norah Jones - Nicolette Larson

USA

Ein schöner kompakter Country-Americana-Sound flattert aus den Lautsprechern beim ersten Stück „Automechanic“. Es ist der Titelsong des 37minütigen Mini Albums von JENNY O., die mit weicher einfühlsamer, aber doch allseits präsenter Stimme durch ihre 11 tollen Eigenkompositionen führt. Für die starke Produktion und die Arrangements der massgeschneiderten Backing Vocals hat der Multiinstrumentalist (Keyboards, Gitarre, Bass, Drums) Jonathan Wilson gesorgt, das Budget gab es vom kürzlich erst gegründeten kleinen christlichen Label Holy Trinity Records. Auch „Lazy Jane“ ist klasse, der Groove von „Come Get Me“ erinnert ein bisschen an den „Marvin Gaye“-Klassiker „I Heard It On The Grapevine“, JENNY flüstert den Text hauchzart wie es „Norah Jones“ auf ihrem Debüt Album getan hat, lässt sich dann aber vom anziehenden swingenden Tempo dazu verführen, etwas lauter zu werden, rechts & links poltern lebhaft „Phil Collins“ Elektro-Drums und starker Sitar-Einlage von Jake Blanton – interessant, wie man Versatzstücke der Musikhistorie zu einem eigenen Meisterwerk verschmelzen kann. Der spacig & experimentell klingende kurze Gitarrensolo (Benji Lysaght, ist den meisten Musikfans bereits durch seine Zusammenarbeit mit “Father John Misty” bekannt) macht den Song zum Highlight. Geiler Song.

Auch der Rest gefällt mir sehr gut: Das muntere Country-Folk Stückchen „Learned My Lessons“, langsam & bedächtig wird es in der Piano Ballade “Opposite Island”, in dem die Musikerin auch unter Beweis stellt, dass die Czerny-Unterrichtsstunden bei ihr gefruchtet haben. „Good Love“ ist pop-funky mit leicht sumpfigem Swamp- „Stevie-Wonder-Superstition“-Touch, Singer-Songwriter-Folk mit akustischem Fingerstyle-Pickung und eine wundervolle Gesangsperformance gibt es im ruhigen „Dope Van Gogh“, das darauffolgende „Hey Neighbor“ ist eine muntere „Gilbert-O’Sullivan-Mungo-Jerry“ Gedächtnisnummer mit „beatlesquem“ Refrain, „In Our Hands“ dürfte alle „Simon & Garfunkel“-Fans begeistern!

FAZIT: Manchmal entscheidet sich vor allem auch durch die gehörte Musik, wie gut oder wie mies ein Tag wird. Dieses Teil hier habe ich um 07 Uhr an einem Samstag Morgen gehört und war danach wie auf „Carl Drogo“. (Insider-Witz für „Game Of Thrones“-Fans!). Die kalifornische Gitarristin, Organistin und Sängerin JENNY O. hat unter fachgerechter Anleitung des Produzenten Jonathan Wilson mit “Automechanic” eines der schönsten und vielseitigsten Songwriter-Alben gezaubert. Ein Album, das am Ende des Jahres in keiner Bestenliste und in keiner Genre-Sammlung fehlen sollte!

VÖ: 05.02.13

Verfügbar: CD & Vinyl & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://jennyo.com/https://myspace.com/jennyo  &  https://twitter.com/jjjennyo

TOURDATEN

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PHIL VETTER “42”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Phil Vetter - 42

1.  Gedankenkarussell
2.  Intro
3.  Hundert Pro
4.  Affentanz
5.  Sonntag
6.  Nach Und Nach
7.  Totschlag
8.  Alle Guten Dinge
9.  Theater
10. Rotalarm
11. Durchblick
12. Knallhart

Label: Hausboot Entertainment
Web: www.hausbootentertainment.de

SONGWRITER

Für Fans von:  Chris Friedrich - Max Herre - Meike Koester - Ton

DEUTSCHLAND

PHIL VETTER ist ein Songwriter aus München, der einen vielseitigen Musikmix anbietet, der sowohl in die poppige als auch in die folkalternative oder gar emorockige Schublade hineinpasst. Seine Texte kredenzt er überwiegend in bestem Hochdeutsch und erinnert dabei etwas (stimmlich) an Alexander Bosse und sogar an den baden-württembergischen Soul Sänger Max Mutzke.

Sein jüngstes Album trägt den Titel „42“, es ist – so die Infos – nach den ersten gemischtsprachigen Alben auch sein Erstes, das er auf Anraten seine argentinischen Produzenten komplett in seiner deutschen Heimatsprache singt. Francisco Perez Mazon hat gemeinsam mit dem Songwriter die 12 Songs im Studio mit dem Feinschliff versehen, ausgeholfen in den einzelnen Tracks haben natürlich diverse Musiker & Interpreten aus dem Dunstkreis des befreundeten Labels Soulfire Artists. Im „blue-öyster-cult- bluesigen“ „Hundert Pro“ spielt Tommy Hien ein feines Dobro Solo, die „Jaramam“ Sister SARA LUGO liefert die Backing Vocals (wie auch noch später bei zwei weiteren Stücken), der ruhig startende Song entwickelt sich nach 1 Minute zum intelligenten Indie Rocker. Der erste Reggae Beitrag mit dezent eingesetzten Dub Effekten ist der „Affentanz“ und dass Phil auch ein versierter elektrischer Gitarrist ist, beweist er im Song mit einem tierisch guten „Wah-Wah“-Solo! 85 bpm für den alternativen Dancefloor!

Im Wave-Rocker „Sonntag“ bläst Robert Alonso ein einfühlsames Trompetensolo, „Totschlag“ ist ein experimenteller Zwidder, der variabel durch Pop, Dubstep und Rock-Reggae wandert – sehr schön auch die 2minütige kosmonautische (instrumentale) Einlage „Alle Guten Dinge“, in der die Zeit stehen zu bleiben scheint. Tolle Atmosphäre verbreiten die Synthie-Sounds im „Theater“ und dass sich seine gesangliche Qualitäten auf dem Niveau seines starken Songwritings bewegen, zeigt der gute Phil noch einmal im kuschelpoppigen „Knallhart“.

FAZIT: Vielseitiges intelligentes Songwriter Album, in dem PHIL VETTER den Zuhörer bei der Hand nimmt und durch einen variationsreichen Mix aus gefühlvollen und rockigen Eigenkompositionen führt.

VÖ: 15.03.13

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.philvetter.de/

TOURDATEN

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DEVENDRA BANHART “MALA”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SONGWRITER

Für Fans von: Elliott Smith - Cat Power - Badly Drawn Boy

USA (TEXAS)

Netter Lo-Fi-Folk-Rock von DEVENDRA BANHART! Mit seinem langjährigen Mitstreiter Noah Georgenson hat der Texaner das achte Album “Mala” produziert und eingespielt. Highlights: Das blubbernde mit 02:31 Minuten aber zu kurz geratene „Für Hildegard von Bingen“, die Folk-Perle „Never Seen Such Good Things“, in der mich die Stimme des 31jährigen an den „Mungo-Jerry“- Chef Ray Dorset erinnert. Gut zu hören in „Won’t You Come Over“. „Mi Negrita“ ist eine spanischsprachige Tex-Mex-Ballade, die sich gut auf einer nostalgischen „Leonard Cohen“ – Platten hätte befinden können, „Your Fine Petting“ kommt als Mix aus Reggae-Folk & schrägen Avantgarde-Vocals a la „Slits“ oder „Pere Ubu“, am Ende des 5 ½ minütigen Stücks gibt es überraschender Weise französischsprachig verzierte Dancefloor-Elemente.

Devendra Banhart - Mala

VÖ: 11.03.13

Verfügbar: CD &Vinyl  & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://devendrabanhart.com/ & www.tumblr.com/tagged/devendra%20banhart

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NATALY DAWN “HOW I KNEW HER”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Nataly Dawn - How I Knew Her

1.  Araceli
2.  Leslie
3.  How I Knew Her
4.  Back To The Barracks
5.  Long Running Joke
6.  Counting Down
7.  Caroline
8.  Please Don’t Scream
9.  Still A Believer
10. Even Steven
11. Why Did You Marry
12. I Just Wanted You To Get Old

Label: Nonesuch Records
Web: www.nonesuch.com

SONGWRITER POP

Für Fans von:  Melanie Safka - Tori Amos - Tracy Chapman

USA

Bei manchen Menschen hört man durch die Telefonleitung, wie sie lächeln. Diese Verkaufsverstärker werden seit Jahren auch im Telefonmarketing eingesetzt, es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendein Mitarbeiter eines Call Centers in einer Schulungsmassnahme sitzt, die ihm gerade zu vermitteln versucht, wie er mit der Stimme lächelt Bei der kalifornischen Sängerin NATALY DAWN hört man dieses Lächeln in der Stimme, wenn sie ihre Songs  mit der - von einem Songwriter bei eigenen Kompositionen ausgelebten Intensität - vorträgt. Sehr gut zu hören im zauberhaften „Leslie“, in dem es zum Zupfen der Ukulele und der toll arrangierten Perkussion gleich mehrstimmige Vocal Harmonien gibt. Die Musik des Albums ist sehr variabel, mal klingt es bluesig-folkig („Araceli“), mal wie im Titelsong “How I Knew Her” emotionell-schwermütig & kammersinfonisch mit weinenden Violinen und Celli und sumpfiger Slidegitarre (sorry für die plakative Bezeichnung, aber es ist einfach ein saugeiler Song!). Nur mit der „Akustischen“ sitzt die Kalifornierin da und intoniert den Antikriegssong „Back To The Barracks“. Die Melodien sind intelligent konzipiert und bleiben spätestens nach dem dritten Anhören im Kopf hängen.

Long Running Joke“ ist ein dynamischer Indie-Folk-Dream-Pop-Walzer, dem man anhört, dass die 26jährige auch von traditioneller europäischer Musik beeinflusst ist. In „Caroline“ haucht sie zärtliche Töne in höchsten Lagen, wie es nur wenige können und wie ich es von der 70er Legende Melanie Safka in Erinnerung habe. Das tolle „Please Don’t Scream“ ist ein schneller Uptempo Hillbilly-Folkie mit starken Rockabilly-Gitarrenlicks – am Ende gibt es die dramaturgische Steigerung zum Country-Rocker. Gutes Slidegitarrensolo von Ryan Lerman, der in einigen Tracks auch Banjo und Mandoline spielt! Das swingende „Still A Believer“ kommt mit Honkytonk Piano (Larry Goldings) und „new-orleans’schem“ Bläserarrangement und im hart rockenden Psychobilly-Cracker „Even Steven“ zeigt die Sängerin, dass sie auch ordentlich abrocken kann. Eine Person sollte noch erwähnt werden: Der Mann am Misch- und Aufnahmepult ist der Produzent Jack Conte und er hat mit seinen Orchestrierungen und Arrangements für eines der vielseitigsten Songwriter-Alben des Jahres gesorgt. Mit NATALY DAWN spielt er übrigens auch regelmässig im akustischen Duo “Pomplamoose”: http://www.pomplamoose.com/

Fazit: Phantastisches Album dieser jungen Künstlerin, die in ihrer Musik intelligent modernen Songwriter Pop, Indie-Folk, aber auch fast unmerklich – was ihr Gitarrenspiel angeht – die klassische Gitarren Musik des 19. Jahrhunderts einbindet. Das Interessante an den Songs des Albums ist, dass sich bei jedem weiteren Anhören weitere Facetten offenbaren, so spürte ich beim dritten Hören plötzlich den versteckten Reggae-Groove im Auftakt „Araceli“. TOP Scheibe!

VÖ: 08.02.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://natalydawn.tumblr.com/  &  http://www.nonesuch.com/artists/nataly-dawn

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WYNTER POE “LONG LOST FRIEND: A FAMILY ALBUM”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Wynter Poe - Long Lost Friend

01.  25th At Night
02.  Ten Thousand Loves
03.  Bekah’s Song
04.  Again And Again
05.  Dove
06.  Eyes For Only You
07.  Heart (feat. Stephen Lum)
08.  Home
09.  Light Where There Was None
10.  Like A Lion
11.  New Sound
12.  Rolling Hills
13.  Speak To Me
14.  Poor Wayfaring Stranger

SONGWRITER

Für Fans von:  Regina Spektor – Lana Del Rey - Norah Jones

USA

WYNTER POE gehört zu den Songwriterinnen, die ihr Handwerk autodidaktisch gelernt haben. „Long Lost Friend: A Family Album” ist ihr Debüt Album, auf dem sie ihre bisherigen Lebenserfahrungen in 13 Songs gepackt hat und auf diese Art & Weise gleichmal die nähere Familie poetisch vorstellt: Ein bisschen erinnert sich mich – was den Gesang und das  Songwriting betrifft - an die US Sängerin Eddie Brickell. Sie ist keine technisch ausgebildete Vokalistin und auch wenn sich ab & an ein schräger Ton bei der Intonation einschleicht, macht sie das locker wieder wett, in dem sie ihren Text mit der Leidenschaft und Passion ins Mikrofon schmettert, die in den 70er Jahren einst die Songs der US Sängerin Melanie Safka auszeichnete. Das Virginia Girl hat sich selbst produziert und weil Zeit im Studio teuer war, gibt es auch kaum Overdubs oder nachträgliche Bearbeitungen. In „Eyes For Only You“ glaube ich sogar, im Hintergrund das Klingeln eines Handys zu hören!

Wer radioorientierte 0815-Strukturen sucht, ist fehl am Platze, die meisten der 13 Eigenkompositionen sind eindeutig hörbar wie in „Ten Thousand Lovers“ von der intelligenten Musik einer Alanis Morissette beeinflusst. Zusätzlich zu ihren alternativ-folkigen Eigenkompositionen gibt es am Ende noch den traditionellen Folksong „Poor Wayfaring Stranger“. Befreundete Musiker(innen) sorgen für die Backing Vocals in „Again And Again“, in der Ballade „Heart“ wird sie begleitet vom Ukulele-Songwriter STEPHEN LUM und gemeinsam schaukeln sie sich zum Höhepunkt des Albums hinauf. Ihre 3-Track-EP „Speak To Me“ gibt es immer noch zum „Name Your Prize“ Download auf dem Portal von bandcamp. Die 3 Titel befinden sich auch auf diesem Debüt hier.

FAZIT: Kein Album, das am Ende des Jahres in den Bestenlisten auftauchen wird, aber dafür ein sympathisches „Hallo!“ einer jungen talentierten Songwriterin, der das Singen & Schreiben Spass macht und genau diesen hat es mir auch bereitet beim Durchhören von „Long Lost Friend: A Family Album“. Wenn es WYNTER POE bei einem etwaigen Nachfolger gelingen sollte, Songwriting & Produktion niveauvoll zu verschmelzen, dürfte dem nächsten Schritt auf der Karriereleiter nichts entgegen stehen.

VÖ: 19.01.13

Verfügbar: Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://wynterpoe.bandcamp.com/

TOURDATEN

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JANNE SCHRA “JANNE SCHRA”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SONGWRITER

Für Fans von: Duffy - Beth Gibbons - Annabel Fay

NIEDERLANDE

Immer wieder bin ich überrascht, wie wenig man hierzulande doch über niederländische Bands oder Musiker weiss, dabei ist doch die geographische Entfernung viel kürzer als zum Ku-Klux-Klan-Initiator USA. JANNE SCHRA ist eine Sängerin, die ihre ersten musikalischen Erfahrungen in diversen Alternative Rock Bands (u. a. „Schradinova“) gesammelt hat, seit 2010 aber ihre Solokarriere vorantreibt. Dieses Debüt Album beinhaltet 14 feine Songwriter-Pop-Perlen, die eigentlich jedem Fan gefallen müssten, der sich für die Musik einer Sara Bareilles oder einer Lana Del Rey begeistert. Anspieltipps: Eigentlich jeder Song, aber unbedingt „Place To Run From“, „After Effects“ und die grazile Folk Ballade „One Day“. Die wundervolle mit dem Gitarristen M. Ward gesungene Country Vocal Jazz Ballade “Eyes On The Prize“ darf natürlich auch nicht vergessen werden.

Janne Schra - Janne Schra

VÖ: 19.01.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://janneschra.com/en/now  &  https://soundcloud.com/schradinova

TOURDATEN

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ROGER STEIN “LIEDER OHNE MICH”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Roger Stein - Lieder ohne mich

01.  Klassentreffen
02.  Heimweh nach woanders
03.  1890 (Berner Oberland)
04.  Regen im August
05.  Alfred
06.  Die Statistik
07.  Unscheinbar
08.  Salz
09.  Liebesbriefe ohne Namen
10.  Fussgänger
11.  Peinlich
12.  Verweigerung
13.  Mängelexemplar
14.  Manchmal
15.  1890 (Dialekt Version)

3:47
4:21
7:07
4:19
4:19
2:53
4:07
2:59
3:38
3:45
3;41
2;27
3:25
4:27
7:43

LIEDERMACHER

Für Fans von:  Aernschd Born - Peter Hunziker - Reinhard Mey

SCHWEIZ

Auweia! Da zieht er aber her über seine „EX“, der ROGER STEIN. Ach was, das könnte eigentlich auf jede „Ex“ passen – mit „Klassentreffen“ hat der Barde aus Zürich eine bitterböse-sarkastische Hymne für alle Männeken geschreiben, die ihre verflossene Flamme nach paar Jahren wieder mal in Augenschein nehmen. Köstlich. <Ganz schön Frauenfeindlich>  meint eine Redakteurin, die gerade im Rezensionssaal ein paar Takte mitbekommt.

Von Februar bis April präsentiert der studierte Theaterwissenschaftler die Songs seines aktuellen Albums „Lieder ohne mich“ bei über 25 Konzerten. Gefühlvolle Balladen, flotte Uptempo-Songs und traditionell angehauchtes Songmaterial – den Schweizer aber ”nur” als Songwriter festzumachen, wäre zu einfach. Der versierte Musiker ist auch auf dem Piano fit, hat alle Songs im Alleingang geschrieben und auch produziert. Geholfen haben u. a. die beiden Gitarristen William Wormser und Willi Leinen. Eine wundervolle kammersinfonische Ode an die Heimat  hat er komponiert mit „1890 (Berner Oberland)“, der Zuhörer erlebt die in den Bann ziehende biographische Aufarbeitung einer Familiengeschichte, die im finalen Satz mit einer Überraschung aufwartet.

Sehr amüsant auch der Schunkel-Walzer „Alfred“, in dem sich ein besungener (und verheirateter Vater) als Schwuler outet und mit seinem Liebhaber ein Bistro in Thailand eröffnet. Oder war am Ende alles doch nur Fiktion? Gypsy-Jazz-Elemente gibt es in „Die Statistik“, eine Anmache im 60er Jahre musikalischen Rahmen gibt es in „Salz“, auch die „Liebesbriefe ohne Namen“ hat man ähnlich und englischsprachig schon von internationalen Vocal Jazz Künstlern gehört. Wie variabel allerdings die Kompositionen von ROGER STEIN sind, zeigt der hiphoppige und - wie es gut zum Genre passt - sozialkritische „Fussgänger“ – zwischen den Flötentönen von Frederic Siger und dem Gejodel des Chefs gibt es die zeitgenössische Neufassung des Klassikers „Das Wandern is dess Müller’s Lust“ - a bisserl erinnert’s mich auch an Joe Cocker’s „Feelin’ Alright“, das es im Original von einem gewissen Dave Mason gibt, der für eine gewisse 60er Jahre Combo namens „Traffic“ am Piano gesessen hat. So - das war die Abteilung popmusikalischhistorisches und „Peinlich“ wird’s danach: Der Schweizer Songwriter singt über dilettantische Sehnsuchtsgefühle. Auf dem balladesken <surfbrett der eigenen hilflosigkeit> gleitet Roger durch die „Verweigerung“, nimmt sich kabarettistisch auch mal selbst auf die Schippe wie im calypso-salsa-poppigen „Mängelexemplar“, „Manchmal“ ist eine Paraodie auf die  „Mythen“ der Menschheit: Hexen, Rapunzel, Gott auf der Wolke, der Kinderstorch und singende Engel – Hoffnung gibt es nur durch ein ordentliches Frühstücksbrot. Ob’s die Nichtfrühstücker dieser Welt für bare Münze halten? Ganz am Ende kommt dann noch die „Dialekt Version“ der traurigen und gleichzeitig faszinierenden Familienballade „1890“ – die dank der im Booklet abgedruckten Übersetzung auch sehr gut genossen werden kann.

FAZIT: Eines der intensivsten deutschsprachigen Alben der letzten Jahre. ROGER STEIN spielt nicht nur Musik, er ist einer der wenigen Geschichtenerzähler, denen es gelingt, ihre Songs mit einer Wahnsinnsatmosphäre auszustatten. Lieder, die fesseln & faszinieren und die gleichzeitig - zeitlos wie sie sind - auch noch in Jahren berühren werden. Der Schweizer hat Humor, vergisst aber auch nicht genügend Melancholie in seine Songs zu streuen, um Nachdenklichkeit zu erzeugen. Die Texte sind übrigens komplett abgedruckt im fein illustrierten 12seitigen Inlay-Booklet.

VÖ: 22.05.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.roger-stein.com/  &  http://www.wortfront.com/0-1.htm

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DOMINIK PLANGGER “HOFFNUNGSSTUR”     Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Dominik Plangger - Hoffnungsstur

01.  Als ich ein Junge war
02.  Der Lehrer
03.  Es rührt sich was in mir
04.  Lied der Ungeliebten
05.  Liebeslied im alten Stil
06.  Wieda daham
07.  Mein Freund, der Afghane
08.  Es ist an der Zeit
09.  Unten bei den Dirnen
10.  Der Hennengeier
11.  Almliad
12.  Piazza Grande
13.  If I Needed You
14.  Novemberrot

LIEDERMACHER

Für Fans von:  Reinhard Mey - Klaus Hofmann - Konstantin Wecker

ÖSTERREICH

Schon mal was von DOMINIK PLANGGER gehört? Nein? Nicht weiter schlimm, mir ging es bis vor kurzem genau so. Der österreichische Songwriter, Gitarrist & Sänger veröffentlicht mit „Hoffnungsstur“ sein feines Debüt Album beim Label Sturm & Klang, das der weltweit anerkannte Kollege Konstantin Wecker gegründet hat, um neuen Talenten eine Chance zu geben, sich zu zeigen. Mit dem hier vorgestellten Dominik hat er eine Perle aus dem unübersichtlichen Songwriter-Ozean gefischt. Stimmlich und auch was die Intensität der Songs & textlichen Aussagen betrifft, erinnert mich der Südtiroler an den (jungen) Berliner Klaus Hoffmann, musikalisch gibt es eine gesunde Mischung aus akustischem Liedermacher Rock, Klezmer und Country Pop.

Begleitet wird der Sänger von einer erlesenen Schar von TOP-Musikern: In „Der Lehrer“ hüpft die von Herbert Pixner gespielte Klarinette lustig durch den Song – später bedient der in Meran geborene Österreicher auch noch sein Hauptinstrument, die „Steirische Ziehharmonika“. Das wundervolle „Lied der Ungeliebten“ vereint amerikanisches Cajun-Flair mit den Verschlossenheit stiller Bergtäler, die weiche und doch stets prägnante Stimme von Dominik „dominiert“ das fingergepickte „Liebeslied im alten Stil“ – als Vergleich fällt mir hier die Musik des unlängst verstorbenen Pete Seeger ein.

Mundart Folk im Walzer „Almliad“ - das ruhige Arrangement und die “Pixner-Ziehharmonika” lassen vor dem geistigen Auge des Zuhörers eine karge und doch wunderschöne Landschaft in den Bergen entstehen, die vegetativen Büsche werden vom Chef selbst gepflanzt - und in der ruhigen Ballade „Wieda daham“ dominieren die von Nils Tuxen traumhaft gefühlvoll beigesteuerten Pedal Steel Licks  – Schweben auf der Wolke Sieben – der Wauwau auf der Innenseite des Album-Covers hat es bestimmt genau so empfunden.

Der Songwriter engagiert sich aber auch sozialpolitisch und rechnet ab mit <im dritten Reich hängengebliebenen) Nazi-Arschlöchern (die ja immer noch von Politikern geduldet werden) und Ausländerfeindlichkeit, „Mein Freund, der Afghane“ ist schaurige Realitätsbekundung, die in „Der Hennengeier“ noch eins draufsetzt.

Weitere Highlights des Albums sind die Folk-Ballade „Es ist an der Zeit“ und der zum Tanzen verleitende Country-Folkie „Unten bei den Dirnen“. Mediterranes Flair verbreiten zarte Mandolinenklänge im italienisch gesungenen „Piazza Grande“ und einen englischsprachigen Song gibt es auch noch mit “If I Needed You“ und nach dem Live aufgenommenen „Novemberrot“ wartet auf geduldige Hörer sogar noch eine kleine Überraschung.

Fazit: Ein Kleinod unter den deutschsprachigen Songwriter-Alben des letzten Jahres – ”Hoffnungsstur” von DOMINIK PLANGGER kann man „over & over“ anhören, ohne dass Langeweile aufkommt. Die Texte sind klasse, die Musik ist TOP und die Produktion von Ralf Metzler macht das Album auch auf einer High End Anlage zu einem Genuss. Wenn es dieses Album mit englischer Textblattübersetzung gäbe, hätte der Liedermacher sogar in den USA gute Chancen, gehört zu werden.

VÖ: 04.10.13

Verfügbar: CD & digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.dominikplangger.com/  &  https://dominikplangger.wordpress.com/

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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