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Du befindest Dich in der Rubrik SONGWRITER CDs. Hier sind Rezensionen der Songwriter CDs, die im Jahr 2015 vorgestellt worden sind. Hier stehen Infos zu den Alben “La Ventira” von PASCAL GAMBONI aus der Schweiz, “Stadt Land Schluss” von DANIEL SCHOLZ aus Deutschland, “Get Out” von CLAUDIUS, “Spellbound Scenes Of My Cure” von DANIEL HECKER und “Onward And Sideways” von JOSHUA RADIN. Weitere Songwriter CDs findest Du in der “Songwriter Übersicht”.

Songwriter 2015

Songwriter Übersicht

Neue Songwriter CDs

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PASCAL GAMBONI “LA VENTIRA”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Pascal Gamboni - La Ventira

TITELVERZEICHNIS:

01.  Paul
02.  Anselma
03.  Quei Vala Ben Bié
04.  Don’t Forget The Sea
05.  Celentano
06.  Der Schlaf ist mein Friseur
07.  3P
08.  La Sutgera Da Cungieri
09.  Mussa Me
10.  Hey Te
11.  Oh My Love

ROCK & POP

Für Fans von:  Luca Carboni - Adriano Celentano - Franco Battiato

SCHWEIZ

Adriano Celentano? Der Name bietet sich sofort an, als sich mir Rock’n’Roller „Paul“ vorstellt. Hat man etwa wieder einmal uralte Aufnahmen der italienischen Legende entdeckt und diese im neu remasterten Frack unters Volk gebracht? Pustekuchen! Ein mir völlig neuer Name betritt ab sofort die musikalische Bühne. Und wie! PASCAL GAMBONI ist ein Schweizer Songwriter, der das Album „La Ventira“ mit einem saucoolen rockigen Drive eröffnet, „Paul“ stellt sich in italienischer Sprache vor, die englische Übersetzung liegt – wie bei allen anderen Songs – im 12seitigen Booklet bei. Danach macht „Anselma“ die Tür auf, ein akustischer Walzertakt, auf den sich ein toller Refrain setzt – zwei Warmups für das erste Highlight des Albums: „Quei Vala Ben Bie“ – mediterrane Exzellenz trifft auf zackigen Songwriter-Indie-Pop, der Gitarrensound besticht durch wundervolle Ausgewogenheit, klagende Satzgesänge sorgen für ein episches Ende. „Don’t Forget The Sea“ – PASCAL begeistert mit markanter und sonorer Stimme, die mich hier an die von „John Lennon“ erinnert, die Gitarrenakkorde wackeln leicht verzerrt im Hintergrund – ausgelöst durch das effizient in dezenten Hall eingebettetem Tremolo – schade, dass der Song so kurz ist – wie alle anderen übrigens, denn schon nach 27:46 Minuten ist der Spuk vorbei, der mit dem akustisch groovenden „Celentano“ einen weiteren Höhepunkt vorstellt – erinnert – ha! Da haben wir es ja - die Reminiszenz natürlich aufgrund seines Titels aber nicht nur deswegen an den großen Meister Adriano. Sehr schön die zwischen den Strophen quengelnde Mundharmonika – wer der Player ist, geht nicht aus den Produktionsnotizen hervor, aber ich entnehme dem Satz „written, performed and produced by Pascal Gamboni“, dass der Meister alle Instrumente selbst gespielt hat – mit Ausnahme der Leadgitarre im folgenden Song (Severin Brugger ist sein Kollege in der Band “Sun Gone Mad”, in der beide Musiker ebenfalls tätigt sind oder waren) und rootsrockig geht’s weiter mit „Der Schlaf ist mein Friseur“. Ganz heiß ist „La Sutgera Da Cungieri“ – schräge Minimalistik und experimentelle Töne verleihen dem Stück einen Hauch Avantgarde – beispielhaft fällt mir das obskure „Number Nine“ der Beatles von deren „White Album“ ein. Auch das abschliessende „Oh My Love“ verbirgt einige – wahrscheinlich gar nicht gewollte – Erinnerungen an die Rockhistorie – ich höre elementare Bruchstücke des „George-Harrison“-Songs „Long, Long, Long“ und des akustischen Parts vom „Fleetwood-Mac“-Klassiker „Oh Well“ – ein Fluch, wenn man schon so lange in der Musikwelt unterwegs ist und einfach zuviel Musik gehört hat

Fazit: Eine tolle Neuentdeckung aus unserem Nachbarland Schweiz, wobei die eigentliche Überraschung ist, dass dieser Songwriter schon mehere Studio Alben aufgenommen hat. Warum hat man davon noch nie etwas gehört? PASCAL GAMBINI vereint die raue männliche Intensität der mediterranen Mentalität mit gefühlvollen akustischen Momenten. Er ist ein versierter Musiker, der seinen Weg abseits der vielbefahrenen Strassen geht und auch Mut zur wohl klingenden Hässlichkeit hat. Das abwechslungsreich gestrickte Solo Album „La Ventira“ schreit regelrecht nach einem Nachfolger!

VÖ: 06.11.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.pascalgamboni.ch/ & http://www.sungonemad.com/

TOURDATEN

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DANIEL SCHOLZ “STADT, LAND, SCHLUSS” (EP)   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SONGWRITER

Für Fans von: Tim Bendzko - Götz Widmann - Pohlmann

NRW (DEUTSCHLAND)

Der talentierte Songwriter DANIEL SCHOLZ stellt 5 Lieder auf seiner Solo Debüt EP “Stadt, Land, Schluss” vor und der erste Vergleich, der mir einfällt ist „Tim Bendzko“, obwohl mir die gefühlvoll-weiche Stimme des Musikers, der früher einmal in der Band “Soda Maker” gespielt hat, sogar viel besser gefällt. Aufgenommen hat er die EP im lokalen “stereotunes Studio”, er selbst spielt Gitarre, Bass und – ungewöhnlich – Glockenspiel. In der wundervollen Ballade „Einzigartig“ und in 3 weiteren Songs präsentiert er sich als One-Man-Show, im „Downtown-Zirkus-Mann“ (mit phantastisch klingender 12saitiger Gitarre) wird er begleitet vom Akkordeonisten Birger Nießen, der sich auch um die gesamte Studiotechnik gekümmert und die CD produziert hat. Zweistimmiger Satzgesang und die mit Echo & Hall umrahmten Vocals sorgen für tolle psychedelisch-poppige Atmosphäre.

Daniel Scholz - Stadt Land Schluss

VÖ: August 2015

Verfügbar: CD

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: https://soundcloud.com/danielscholzmusik & www.gigmit.com/daniel-scholz

TOURDATEN

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CLAUDIUS “GET OUT”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Claudius - Get Out mc

TRACKLISTING:

01.  See You
02.  Get Out Of There
03.  Foot
04.  Going Down
05.  Chocolate
06.  Please Take
07.  Close
08.  Fine Time
09.  Stay
10.  Am I So Stupid
11.  No Way To See

Label: The Finest Noise Records
Web: www.finestnoise.de

ROCK/POP/ALTERNATIVE

Für Fans von:  Tom Waits – John Lennon – Ed Sheeran

DEUTSCHLAND

Cool – eine CD mit dem Namen eines römischen Kaisers hatte ich auch noch nie im Player gehabt. CLAUDIUS ist – den ersten Tönen des Auftaktsongs „See You“ zu vernehmen – ein Songwriter, der sich auf dem Cover seines Albums mit vier schicken Hostessen schmückt, dabei ist er ja auch selbst eine ganz nette Erscheinung. Mit samtweicher Stimme schmust er sich durchs erste Lied, die mehrstimmigen Backing Vocals und das drehorgelmässig groovende Piano klingen irgendwo nach „Beatles“, „John Lennon“ oder „George Harrison“.

Get Out Of Here“ ist rockiger, bevor ich mich den Label Infos widme, finde ich heraus, dass der Musiker Claudius Rieth heisst, in Peru geboren und in Deutschland aufgewachsen ist. Studiert hat er an der „Modern School Of Music“, 2004 gab es ein Solo Album („Angel Of Us“), dazwischen und davor hat er als Bassist bei einer Band namens „The Ex“ gespielt und später auch im eigenen Studio in Santiago de Chile gearbeitet als Produzent für diverse südamerikanische Musiker – diese besondere breitgefächerte Mischung kann durchwegs gehört werden, u. a. auch in „Foot“ – hier treffen dezent versteckt Tex-Mex-Trompeten auf den Heartland Rock des mittleren Westens der USA und  Americana-Ambiente. Schöner Song. Mit elektronisch entfremdeter Stimme singt er das rockig-groovende „Going Down“ – auch wieder starke Anlehnungen an den „Beatles“-Sound der 70er, ohne allerdings zeitgenössische Klangbasteleien zu vernachlässigen. Die Instrumente spielt er bis auf wenig Ausnahmen alle selbst, die Slidegitarre, die im Hintergrund zu hören ist, gefällt mir saugut! Geiler Song!

Noch eine Schippe an Härte legt er drauf mit der 110 bpm-süßen „Chocolate“, „Fine Time“ hat poppiges Ohrwurm-Potential und somit sogar eventuelle Chart-Chancen, „Am I So Stupid“ betont noch einmal die rockige Seite des Songwriters und „No Way To See“ zeigt, dass elektronische Elemente heute längst wichtige Bestandteile von poprockigen Songwriter-Gebilden sind, ohne die eigentliche Songidee zu sehr artifiziell zu strapazieren. Voraussetzung dafür ist natürlich - wie es dem versierten Produzenten Claudius Rieth gelungen ist -  eine Symbiose aus intelligenten Song-Arrangements und moderner Produktionstechnik.

VÖ: 31.07.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.claudiusrieth.com/blog/Home.html

TOURDATEN

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MAXIMILIAN HECKER “SPELLBOUND SCENES OF MY CURE”    Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Maximilian Hecker - Spellbound Scenes

TITELVERZEICHNIS:

01.  To Liu Wen, The Opposite House, 3. a. m.
02.  Love Hotel Hill
03.  Gangnam Misery
04.  Untouchable (Kastrup Part II)
05.  Partyworld
06.  Pearly River Gates
07.  Battery Park
08.  Aoyama’s Glow
09.  Hennigsdorf
10.  Kastrup

Label: Eat The Beat Records
Web:www.eatthebeat.de

KUSCHEL ROCK

Für Fans von:  Elliott Smith - Jane Siberry - Art Garfunkel

DEUTSCHLAND

Mit der Musik von MAXIMILIAN HECKER habe ich selbst mich privat bisher noch überhaupt nicht beschäftigt, dabei ist der Berliner Musiker, der seine Karriere als Straßenmusiker begonnen hat, bereits seit über 10 Jahren aktiv und inzwischen auch international anerkannt. und hat schon 2001 sein erstes Studio Album „Infinitive Love Songs“ veröffentlicht. Seine Eigenkompositionen kann man in der schön breiten Schublade „Alternative Pop“ ablegen, „Dream Pop“ und „Indie Songwriter Rock“ Elemente geben sich die Klinke in die Hand, „Spellbound Scenes Of My Cure“ ist der Titel des 13. Albums des 37jährigen, der von internationalen Künstlern wie den „Pet Shop Boys“, „Lloyd Cole“ und „Chan Marshall“ sehr geschätzt wird. Die taiwanesische Sängerin „Faith Young“ hat sogar eine Cover Version seiner Komposition „Miss Underwater“ auf ihrem 2009er Album „Self Selected“ gesungen, geschuldet seinen Tour-Aktivitäten, die ihn unter anderem auch in den asiatischen Raum führten. Eine Fastfood Kette nutzte seinen Song „Silly Lily, Funny Bunny“ sogar als Background Beschallung für deren Werbekampagne. Das neue Album wird im Januar auch in Südkorea und in Taiwan veröffentlicht.

Der Songwriter besingt in den Songs seines neuen Albums Orte und Regionen, zu denen er während seinen musikalischen Reisen besondere emotionale Beziehungen aufgebaut hat, er besingt einen Stadtteil der südkoreanischen Hauptstadt “Seoul” in „Gangman Misery“, der Name ist spätestens seit dem Megahit (“Gangnam Style”) des Rappers “PSY” weltweit ein Begriff geworden. In der gefühlvoll vorgetragenen Pianoballade (gespielt von Matthias Hartenberger) „Untouchable“ ist er im Duett mit der US Songwriterin RACHAEL YAMAGATA zu hören, „Pearly River Gates“ ist ein wundervoller Dreiviertel-Takter und gleichzeitig eines der Album-Highlights. In „Aoyama’s Glow“ besingt er eine Stadt in Japan, in der der grösste Unterhaltungskonzern des Landes seinen Sitz hat (die „Avex Group Holdings, Inc.“), der unruhigste Song des 10teiligen Albums führt in den Berliner Stadtteil „Hennigsdorf“, nach beschaulichem Beginn steigert sich die Stimmung zum rockigen Crescendo, ins skandinavische Dänemark geht es im bombastisch instrumentierten und hauchzart geflüsterten Finale „Kastrup“.

Fazit: Zur kalten Jahreszeit ein wundervolles Songwriter Album, das die Seele wärmt – “Spellbound Scenes Of My Cure” ist traumhafter Dream Pop mit Kuschelrock Faktor. Produziert haben Maximilian Hecker und Johannes Feige (schon tätig gewesen u. a. für “Axel Prahl”, “Jessica Gall, “Dota und die Stadtpiraten”), der bei den Aufnahmen auch elektrische Gitarre und Bass gespielt hat.

VÖ: 16.01.15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.maximilian-hecker.com 

TOURDATEN

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JOSHUA RADIN “ONWARD AND SIDEWAYS”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

INDIE  FOLK

Für Fans von:  James Blunt - Simon & Garfunkel - Schuyler Fisk

USA (OHIO)

Vergleiche zu anderen Songwritern fallen leicht bei JOSHUA RADIN. Der Musiker aus Cleveland beginnt sein neues Album „Onward And Sideways“ mit dem Song „We’ll Keep Running Forever“, dessen Stimmung mich spontan an einen Klassiker von „Paul Simon“ denken lässt, die butterweiche Stimme des 40jährigen erinnert an James Blunt und Cat Stevens. Die Highlights des in Eigenregie veröffentlichten Albums: Das flotte „Belong“, die gemeinsam mit SHERYL CROW gesungene Ballade „Beautiful Day“, das dreampoppige „Blow Away“ und das rootsrockige „Let Our Sunshine Down“. CDs und Vinyl sind als Bundle, das jeweils ein T-Shirt mit dem Album Cover enthält, verfügbar. In den USA werden VIP-Packages angeboten, die es Fans ermöglichen, vor den Konzerten dem Soundcheck beizuwohnen und den Künstler persönlich zu treffen.

Joshua Radin - Onward And Sideways

VÖ: 06.01.15

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung:  K K K K K K K K K K

Web: http://www.joshuaradin.com/landing/  &  https://soundcloud.com/joshuaradin

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MIKE JANIPKA “SCHOKOLADENPAPIER”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page   (sb)

Mike Janipka - Schokoladenpapier

01.  Schokoladenpapier
02.  Wenn Du ‘Nein” sagst
03.  Vollmond
04.  Die Stille
05.  Vorbei ist schon wieder ein Jahr
06.  Gewissen(s)haft
07.  Dein reines Herz
08.  Idylle
09.  Hier, wo die Wände
10.  Morgenstimmung
11.  Sailing Away
12.  Be my Lighthouse
13.  You’ve Got A Friend
14.  My Little Brookpiece

LIEDERMACHER

Für Fans von:  Klaus Hoffmann - Rainhard Fendrich - Ludwig Hirsch

DEUTSCHLAND

Die bisher wohl ungewöhnlichste Verpackung einer CD hat uns der deutsche Songwriter MIKE JANIPKA geschickt. In versiegeltem Schokoladenpapier stellt er seine CD „Schokaladenpapier“ vor mit 14 Songs. Das Album hat er im Alleingang (er spielt Gitarre und singt) – lediglich unterstützt vom Pianisten Michael Schlierf – aufgenommen. Der Titelsong gefällt mit markant-sonorem Barition und gutem Text. Keine radiotauglichen Pophülsen, wie man sie tagtäglich von irgendwelchen Pseudotalenten hört, sondern „handgemachte“ Songwriter-Musik ohne elektronische Hilfsmittel. Die hat der Mann auch nicht nötig. Auf seine Musik trifft das altdeutsche Attribut Liedermacher bestens zu, „Wenn Du ’Nein’ sagst“, erinnert mich an die verträumten Lieder von Klaus Hoffmann oder Reinhard Mey. Songs, denen jegliche Hektik fehlt und denen es trotzdem wie dem „Vollmond“ nicht an Dynamik mangelt. Ruhiger Beginn, anmutige Pianoakkorde füllen plötzlich den stillen Klangraum, zerbrechen kunstvoll in zarte Arpeggios, um sich wieder zu verbinden – darüber verzaubert Janipka mit filigranem Fingerpicking und gefühlvollem Vortrag. Gleiches trifft für „Die Stille“ zu und den romantisch schaukelnden Kuschelwalzer „Vorbei ist schon wieder ein Jahr“.  Ein tollen Ohrwurm hat er auch ausgebrütet: „Gewissen(s)haft“ brilliert mit bereits beim ersten Hörgang zupackenden Refrain-Hook, zwischendrin gibt es die instrumentale Perle „Idylle“, melancholisch-traumhaft-schön geht’s weiter mit „Hier, wo die Wände“ – die beiden Protagonisten lassen den Sprechgesang von Janipka und die atemberaubenden leisen Töne von Schlierf, die (ebenfalls instrumentale) „Morgenstimmung“ besticht einmal mehr durch das Zusammenspiel von Gitarre und Klavier, erinnert etwas an die Musik des australischen Supergitarristen Tommy Emmanuel. Überraschend gibt es am Ende sogar 4 englisch gesungene Stücke, die in Richtung „Chris DeBurgh“ trifft auf „James Taylor“ tendieren – „Sailing Away“ und „Be My Lighthouse“ glänzen mit starkem Satzgesang im Refrain, „You’ve Got A Friend“ ist ein Klassiker aus dem Jahr 1971, den US Legende „Carol King“ für ihr Album „Tapestry“ komponiert und gesungen hat. Am Ende des Albums steht das Akustik-Solo-Schätzchen „My Little Brookpiece“, in dem Mike Janipka unter Beweis stellt, dass er nicht nur über eine wundervolle Stimme verfügt, sondern auch, dass er ein versierter Gitarrist ist.

FAZIT: Ein Album ohne Hektik oder schnellere Songs und doch wird’s keine Sekunde langweilig, weil MIKE JANIPKA es bestens versteht, sein wundervolles Songwriting mit traumhaften Arrangements zu verzieren. Dazu kommt die erstklassige Produktion von Thorsten Bader, der die Lieder des deutschen Songwriters mit einem perfekt ausgewogenen Klangteppich ausgestattet hat.

VÖ: Dezember 15

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.mikejanipka.de/  & http://www.michael-schlierf.de/

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, gehört in JEDE Sammlung, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den  besten  1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung,  bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album,  nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweilig, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, CD und  Cover als Unterlage im Katzenklo

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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